Website Header 2025-26

Zweiter Heimsieg innerhalb von vier Tagen

Neuigkeiten

Zweiter Heimsieg innerhalb von vier Tagen

SC Weiche Flensburg 08 – Altonaer FC 1893 4:1 (2:0)

30. April 2026

Der SC Weiche Flensburg 08 hat auch die zweite Aufgabe in seiner letzten „englischen Woche“ der Saison erfolgreich bewältigt. In der nachzuholenden Partie des 24. Spieltags gewannen die Nordlichter am Mittwochabend gegen den Altonaer FC 1893 mit 4:1-Toren. Vor 687 Zuschauern im Manfred-Werner-Stadion war unsere Mannschaft vier Tage nach dem 2:0-Sieg an gleicher Stelle gegen Neuling FSV Schöningen bei frühlingshaftem, nach Sonnenuntergang jedoch kühlem Wetter und einem Blitzstart die Mannschaft, die mehr individuelle Qualität auf den Platz brachte. So genügte eine durchschnittliche und zwischenzeitlich erstaunlich abwartende Vorstellung, um den stets bemühten Kontrahenten letztlich sogar deutlich zu bezwingen und sich so auch gegen diesen Aufsteiger für eine Hinspielniederlage zu revanchieren. Im vergangenen Herbst hatte Weiche in Altona mit 0:2-Toren verloren. Unser Cheftrainer Tim Wulff sagte nach der Partie: „Wir sind einfach zufrieden, dass wir die drei Punkte zuhause behalten konnten. Es war ein schweres Spiel. Das Ergebnis 4:1 hört sich am Ende recht hoch an. Es ist aber auch in der Höhe eigentlich verdient.“

Nach dem 2:0-Sieg vom Samstag gegen Schöningen änderte Tim Wulff seine Startaufstellung dreimal. Für Torben Marten und Raul Celotto, die aus Belastungsgründen zunächst auf der Bank Platz nahmen, begannen Mads Albæk und Bjarne Schleemann. Außerdem erhielt René Guder den Vorzug vor Randy Gyamenah. Im Verlauf der zweiten Halbzeit wurden Raul Celotto und Torben Marten, danach Randy Gyamenah, Thies Richter und schließlich Marian Sarr eingewechselt. Zum Aufgebot des Tages gehörten zudem Torhüter Nils Bock, Marcel Cornils, Obinna Iloka und Joshua Hansen. Neben den schon seit längerem verletzten Ole Wagner, Maxim Jurk und Alexander Laukart waren auch die ebenfalls angeschlagenen Makysm Tytarenko und Erjanik Ghubasaryan nicht dabei.

Bei Altona 93 gab es gegenüber der Startelf von der 1:3-Niederlage bei der SV Drochtersen/Assel ebenfalls drei Änderungen. Torhüter Michel Dorow musste seinen Platz für Dennis Lohmann räumen. Außerdem waren Gideon Baur und der Ex-Flensburger Tayfun Can nicht in der Startelf. Es begannen dafür Minou Tsimba-Eggers und Kapitän Michael Ambrosius. Der andere Ex-Flensburger, Moritz Göttel, lief, wie erwartet, bereits zum Anpfiff auf.

Die Partie hatte kaum begonnen, da führte Weiche schon mit 1:0. Einem langen Ball vom ehemaligen Altonaer Theo Behrmann war Ibrahim Bashiru Ali auf halbrechts hinterhergegangen. Mit seiner Schnelligkeit kam er tatsächlich vor der Altona-Abwehr und insbesondere vor Michael Ambrosius und dem Torhüter Dennis Lohmann an die Kugel, lupfte das Streitobjekt an den rechten Pfosten und nahm den zurückspringenden Ball auf. Sandro Plechaty war mitgelaufen und hatte keine Mühe, nach 37 Sekunden die Murmel ins leere Tor zu schupsen (1.). Danach überließ Weiche den Gästen oft das Runde, aber sie wussten damit nicht so richtig etwas anzufangen. Zwei Abschlüsse sprangen heraus. Erst flog der Kopfball von Lesley Karschau auf das Tordach (18.), dann prüfte Bilael El-Nemr den SC-Torhüter Ronny Seibt (19.). Effektiver war Weiche. Wieder ging es schnell nach Abwehrschlag von Theo Behrmann auf der rechten Außenbahn über Ibrahim Bashiru Ali, der sich bei dem Gegenzug erneut gegen Michael Ambrosius behauptete, die Murmel zu Dominic Hartmann brachte, der auf Sandro Plechaty ablegte. Und unsere Nummer 27 schloss von halblinks flach gegen die Laufrichtung des Torhüters ins lange Eck ab. Dennis Lohmann war zwar noch am Ball, konnte aber den Einschlag nicht verhindern (35.). Eine nennenswerte Szene der ersten Halbzeit blieb noch: Michael Ambrosius köpfte nach einem Freistoß von Gianluca Przondziono genau auf SC-Torhüter Ronny Seibt (37.), sodass es mit einer 2:0-Führung der Heimelf in die Pause ging.

Die zweiten 45 Minuten brachten zunächst keinen besseren Fußball. Dazu lag die Fehlerzahl bei beiden Mannschaften zu hoch. Altona versuchte, das Spiel zu machen und gefährlich zu werden, während sich Weiche deutlich zurückzog. Eine wenig erfreuliche Szene gab es nach gespielten rund zehn Minuten, als Marshall Faleu und Moritz Grosche zusammenrasselten, wobei es für den Hamburger nicht weiterging (55.) – gute Besserung! Kurz darauf verzog Mads Albæk aus gut 18 Metern (57.). Auf der Gegenseite schoss Moritz Göttel nach Vorarbeit über die linke Seite von Marcell Sobotta aus elf Metern freistehend über den Kasten – die beste Chance zum Anschlusstreffer (60.). Die stets umkämpfte Partie schaukelte sich emotional kurzzeitig hoch, als Altona nach einer Aktion von Theo Behrmann gegen Bilael El-Nemr einen Strafstoß forderte und im Gegenzug Raul Celotto am Hamburger Schlussmann Dennis Lohmann scheiterte (67.). Dem Tabellenschlusslicht konnte man das Bemühen nun wahrlich nicht absprechen, zumal Weiche alles andere als souverän auftrat.

Die Entscheidung schien gut zehn Minuten vor Schluss gefallen, als ein Flensburger Konter über die linke Seite lief. Randy Gyamenah, der nach Pass von Dominic Hartmann viel Platz hatte, brachte den Ball ins Zentrum an den Fünfmeterraum, wo Bendix Gelzer die Murmel vor Ibrahim Bashiru Ali zum 3:0 ins eigene Netz bugsierte (79.). In den Jubel und eine kurze Einwechselorgie hinein traf Rasmus Tobinski nach Vorarbeit über die linke Seite nur zehn Sekunden nach Wiederanpfiff aus Nahdistanz zum 1:3 (81.), sodass neue Hektik aufkam. Auch weiterhin wirkte Weiche nicht absolut sattelfest, doch Rasmus Tobinski setzte nach Einzelleistung seinen nächsten Abschluss über den Querbalken (87.). Und auf der Gegenseite machte Kevin Ntika endgültig den Deckel drauf. Einen von der linken Seite von Dominic Hartmann getretenen Eckstoß ballerte der Innenverteidiger mit Wucht zum 4:1-Endstand in die Maschen (89.).

Die Gäste aus Hamburg hatten in den fleißigen offensiven Bilael El-Nemr, Lesley Karschau und Stürmer Rasmus Tobinski ihre auffälligsten Spieler. Bei unserer Mannschaft konnten sich Ibrahim Bashiru Ali, Doppeltorschütze Sandro Plechaty und Kevin Ntika mit seinem ersten Saisontreffer besonders auszeichnen.

Die „englische Woche“ wird für unsere Mannschaft am kommenden Samstag, 2. Mai 2026, abgeschlossen werden. Ab 18 Uhr gastiert Weiche dann im Stadion am Marschweg beim dortigen Tabellendritten VfB Oldenburg, der noch gute Aussichten auf die Vizemeisterschaft hat.

Weiche: Seibt – Behrmann (83. Sarr), Faleu, Ntika, Duru (80. Richter) – Schleemann (66. Marten), Albæk (66. Celotto) – Guder (74. Gyamenah), Hartmann (Kap.), Plechaty – Bashiru Ali. Trainer: Wulff.

Altona 93: Lohmann – Gelzer, Ambrosius (Kap.), Yilmaz, Grosche (55. Sobotta) – Karschau, Przondziono (61. Can), Tsimba-Eggers (80. Mekic), El-Nemr – Göttel (80. Appiah), Tobinski. Trainer: Trulsen.

Tore: 1:0 Plechaty (1.), 2:0 Plechaty (35.), 3:0 Gelzer (79., Eigentor), 3:1 Tobinski (81.), 4:1 Ntika (89.).

Zuschauer: 687 im Manfred-Werner-Stadion, Flensburg-Weiche.

Schiedsrichter: Filip Gagelmann (ATSV Sebaldsbrück/Bremen).

Verwarnungen: Albæk (Meckern, 44.), Duru (Ballwegschlagen, 49.)/Karschau (Foul an Schleemann, 32.), El-Nemr (Meckern, 44.), Ambrosius (Foul an Hartmann, 65.), Trainer Trulsen (Meckern, 68.), Mekic (Foul an Celotto, 83.), Can (Foul an Marten, 90.+5).

 

Trainerstimme:

Unser Trainer Tim Wulff sagte: „Wir sind einfach zufrieden, dass wir hier heute die drei Punkte zuhause behalten konnten. Es war ein schweres Spiel. Gegen ein Schlusslicht zu spielen, ist immer kein angenehmes Spiel. Sie stehen mit dem Rücken zur Wand, wollen alles investieren. Wir wollten uns heute dagegenstemmen. Es ist uns recht schnell gelungen. Nach einer guten halben Minute stand es 1:0 für uns. So früh haben wir schon lange kein Tor mehr geschossen. Wir wurden danach ein bisschen schwammig im Spiel, was nicht so gut war für die nächsten ca. 20 Minuten. Das müssen wir besser und kontrollierter spielen. Wir wurden zu hektisch, hätten besser die Mitte bespielen können und dann die Tiefe. Das haben wir nicht so gut gemacht. Wir gehen dann in die Halbzeit. Uns war bewusst, dass es weiterhin schwer bleibt. Wir haben danach den Sack zugemacht – auch wieder recht spät. Das Ergebnis 4:1 hört sich am Ende recht hoch an. Es ist aber auch in der Höhe eigentlich verdient. Wenn wir ein bisschen früher das Ergebnis erzielt hätten, wäre ich erfreut und etwas beruhigter gewesen. Aber so nehmen wir das verdiente Ergebnis mit. Nun freuen wir uns über drei Punkte gegen Altona 93 und auf das Auswärtsspiel beim VfB Oldenburg.“