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Profis

Saison 2026/27

Attraktive Liga, starke Kontrahenten

Regionalliga Nord gewinnt an Qualität und Resonanz

Die Regionalliga Nord steht unter der Ägide des Norddeutschen Fußball-Verbandes (NFV) und ist seit 2012/13 eine von fünf Staffeln als Unterbau der 3. Liga. In jener Form absolviert sie 2026/27 ihre 15. Saison. Der SC Weiche Flensburg 08 ist von Beginn an dabei. Wieder wird die Liga in ihrer Sollgröße mit 18 Mannschaften organisiert sein. Die Vertreter der Länder Niedersachsen (8), Hamburg (4, inklusive Norderstedt), Bremen (2) und Schleswig-Holstein (4) werden den Meister 2027 ermitteln, der bei erfolgreicher Relegation gegen den Bayern-Vertreter in die 3. Liga aufsteigen kann.

In jüngerer Zeit hat die Liga weiter an Qualität gewonnen. Viermal in Folge setzte sich ihr Meister in der Relegation gegen die Vertreter aus Bayern (2-mal) und dem Nordosten (2-mal) durch, sodass bei drei Direktaufstiegen seit sieben Jahren – 2020 bis 2026 – stets ein Drittliga-Aufsteiger aus dem Norden kam. Die 471.568 Fans, die in der Saison 2025/26 zu den 306 Partien die Stadiontore passierten (im Schnitt 1.541), stellten einen Rekord dar. Zuletzt wiesen sechs Klubs einen Schnitt von über 1.000 Fans auf. Allerdings verliert die Liga davon 2026/27 mit Krösus SV Meppen (7.868 Fans pro Spiel) und Altona 93 (2.340) zwei.

Während Meppen nun in der 3. Liga spielen wird, musste Altona, gemeinsam mit Blau-Weiß Lohne, den Gang in die Oberliga antreten. Dafür dürfen drei Rückkehrer begrüßt werden. Niedersachsens Meister SV Atlas Delmenhorst war 2023 abgestiegen. Zudem schafften der Hamburger Vize Eimsbütteler TV nach zwei Jahren und der Meister Schleswig-Holsteins, SV Todesfelde, nach einem Jahr den Wiederaufstieg.

An Titelanwärtern mangelt es nicht. Der Vize SV Drochtersen/Assel, sein Verfolger VfB Oldenburg und der BSV Kickers Emden dürften zu den Top-Favoriten zählen. Auch der 1. FC Phönix Lübeck und Hannover 96 II werden vorn erwartet. Im Vorjahr überraschten der SSV Jeddeloh II und der Bremer SV. Außerdem mischen die U-Mannschaften des Hamburger SV und des FC St. Pauli – beide zählen mit Weiche zu den Urgesteinen der Liga – sowie des SV Werder Bremen mit. Das Feld komplettieren Eintracht Norderstedt und der VfB Lübeck, mit denen sich Weiche schon seit längerem duelliert, sowie der HSC Hannover und die FSV Schöningen, die vor einem Jahr aufgestiegen sind.

An 34 Spieltagen stehen wieder jeweils neun Partien auf dem Programm. Freuen wir uns auf eine spannende Saison, attraktive Kontrahenten sowie schöne und vor allem faire Spiele.