Website Header 2025-26

Wieder großes Heim-Spektakel?

Neuigkeiten

Wieder großes Heim-Spektakel?

Am Samstag kommt Atlas Delmenhorst

28. August 2026

Nach zwei spektakulären 5:2-Heimsiegen und zwei „Auswärtsdreiern“ erwartet der SC Weiche Flensburg 08 nun den starken Aufsteiger SV Atlas Delmenhorst. Bevor unsere Mannschaft am Samstag ab 14 Uhr im Manfred-Werner-Stadion versuchen wird, den sehr guten Saisonstart weiter auszubauen, haben wir für Euch wieder ein paar Fakten zusammengestellt.

 

Zur Lage: Trio vorneweg

Am DFB-Pokal-Wochenende waren der 1. FC Phönix Lübeck und der SSV Jeddeloh II auf bundesweiter Bühne im Einsatz. Während sich Phönix vor 4.414 Zuschauern an der Lohmühle bei der 2:4 (1:2)-Niederlage gegen den Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn sehr achtbar aus der Affäre zog, schaffte der SSV Jeddeloh II beim 5:2 (3:1)-Sieg gegen Bundesliga-Absteiger 1. FC Heidenheim vor 4.600 Zuschauern in Oldenburg die große Überraschung.

In der Liga gab es am Wochenende lediglich zwei Begegnungen. Die U 21 des Hamburger SV verlor das Derby gegen Eimsbüttel am Freitagabend mit 0:2, und Weiche setzte sich am Sonntag im vorgezogenen Landesduell nach 0:1-Pausenrückstand bei Eintracht Norderstedt mit 4:1-Toren durch. Diese Partie war vom fünften Spieltag vorgezogen worden.

Während das Aufeinandertreffen zwischen dem HSC Hannover und dem 1. FC Phönix Lübeck eine Woche später, am 2. September, stattfinden wird, ging es am Mittwoch mit sieben Begegnungen jenes fünften Spieltages weiter. Dabei siegte der VfB Oldenburg mit 4:1 beim SV Todesfelde. Er setzte sich durch den Sieg mit drei Toren Differenz wieder an die Tabellenspitze und zog somit ebenso nach wie die FSV Schöningen, die sich gegen den FC St. Pauli II nach 0:2-Rückstand noch mit 3:2 durchsetzen konnte. Oldenburg, Weiche und Schöningen haben sich als Trio mit jeweils 13 Punkten aus den ersten fünf Spielen an die Spitze gesetzt.

Hannover 96 II kam beim SSV Jeddeloh II zu einem 2:2-Remis und ist ebenso im Verfolgerfeld zu finden wie der Eimsbütteler TV, der den Bremer SV nach 0:1-Rückstand mit 3:1 in die Knie zwang. Eine weitere Enttäuschung musste die SV Drochtersen/Assel verkraften, die durch ein Gegentor tief in der Nachspielzeit zuhause gegen Werder Bremen II mit 0:1 unterlag und somit schon die dritte Saisonniederlage kassierte. Die jungen Grün-Weißen von der Weser konnten – wie der Hamburger SV II – mit dem ersten „Dreier“ das Tabellenende verlassen, das nunmehr vom grün-weißen VfB Lübeck geziert wird. Der VfB musste vor 2.342 Fans gegen den HSV-Nachwuchs eine bittere 1:3-Heimniederlage einstecken und ist nunmehr die einzige Mannschaft, die noch auf einen „Dreier“ wartet. Atlas Delmenhorst trennte sich in einer abwechslungsreichen Partie vor 2.160 Zuschauern von Kickers Emden 3:3-remis.

Außer der Partie zwischen Weiche und Atlas gibt es am Samstag noch vier weitere Begegnungen. Zeitgleich empfängt die U 23 von Werder Bremen den HSC Hannover. Ab 16 Uhr werden sich in einem „Krisengipfel“ mit dem VfB Lübeck und Drochtersen/Assel zwei Heimverlierer des Mittwochs gegenüberstehen. Nochmals zwei Stunden später gastieren Eimsbüttel beim VfB Oldenburg und die U 23 von Hannover 96 bei Kickers Emden.

Der Sonntag hält dann noch vier Partien bereit. Derby-Stimmung gibt es ab 14 Uhr beim Aufeinandertreffen der U 21 des Hamburger SV und Eintracht Norderstedt. Todesfelde erwartet zeitgleich den SSV Jeddeloh II. Der FC St. Pauli II trifft auf den 1. FC Phönix Lübeck. Und ab 15 Uhr werden der Bremer SV und die FSV Schöningen den sechsten Spieltag beschließen.

 

Zum Gegner: Rückkehrer, der bleiben möchte

„Wir bauen keine Luftschlösser“, verkündete Trainer Key Riebau vom SV Atlas Delmenhorst vor kurzem gegenüber „kicker.de“. Der Verein, im Sommer als Meister der Oberliga Niedersachsen zum zweiten Mal nach 2020 in die Regionalliga aufgestiegen, möchte sich in der vierten Liga etablieren. In dieser Saison ist daher der Klassenerhalt das erklärte Ziel. Mit seiner Aussage meinte Key Riebau, dass es nicht der richtige Weg sei, erfahrene Kräfte hinzuzukaufen. „Das sind wir nicht“, meinte er, um hinzuzufügen: „Wir brauchen Spieler, für die die Regionalliga etwas Besonderes ist. Wir brauchen Spieler, die es auch geil finden, erstmal für 20 Minuten reinzukommen.“ Der Sportliche Leiter, Florian Schmidt, sieht es offenbar ähnlich. Er forderte vor Saisonbeginn ebenfalls gegenüber „kicker.de“ „ganz viel ehrliche Arbeit, Kampfgeist und geschlossene Räume“.

Key Riebau steht ein relativ großer Kader zur Verfügung, der aus Talenten wie auch aus Routiniers besteht. Ältester Spieler ist Kapitän Ibrahim Temin, der die linke Seite bearbeitet und die Regionalliga Nord aus über 200 Liga-Spielen kennt. Ein paar Monate jünger, dafür aber international erfahren ist der ebenfalls 33-jährige Chris David, der u. a. beim FC Fulham auf der Insel, in seiner holländischen Heimat beim FC Utrecht und zuletzt in Zypern kickte. Zu den Routiniers zählen zudem der 30-jährige Mats Kaiser sowie die Stürmer Lamine Diop (31) und Steffen Rohwedder (30). Dass auch in Delmenhorst eine starke Fluktuation herrscht, ist daran zu sehen, dass die beiden dienstältesten Spieler, Torhüter Damian Schobert und Innenverteidiger Marlo Siech, zum 1. Juli 2023 kamen, d. h. unmittelbar nach dem Abstieg aus der Regionalliga von 2023. In der Regionalliga schon einmal eine „Nummer“ war Tobias Fagerström. Der mittlerweile 26-jährige ehemalige finnische U-21-Nationalspieler hatte einst beim Hamburger SV II in der Regionalliga mit sieben Toren in 18 Spielen für Furore gesorgt. Danach kam seine Karriere allerdings ins Stocken. Seit August 2024 versucht er, für Atlas seine Tore zu schießen. In diesem Sommer wechselten elf Spieler an die Delme. Die wohl bekanntesten sind Yegor Melenivskyi (VfB Lübeck), Niklas Tepe (BW Lohne) und Amin Muja (Meppen).

Der Liga-Rückkehrer, der eine treue Anhängerschaft hinter sich weiß, konnte sich vor dem Punktspiel-Start im Landespokal-Wettbewerb trotz der 1:2-Niederlage nach 120 Minuten bei der SV Drochtersen/Assel viel Selbstvertrauen holen. Das bekamen auch die ersten beiden Liga-Kontrahenten zu spüren. Beim FC Eintracht Norderstedt wurde trotz zweimalen Rückstands durch Tore von Yehor Melenivskyi (55.) und Lamine Diop (90.+4) ein 2:2-Remis geholt. Danach gab es gegen den VfB Lübeck einen 2:0-Heimsieg. Lucas Bauer (63.) und Ibrahim Temin (69.) markierten vor über 2.000 Zuschauern die Tore. Ein bitterer Rückschlag war die 0:3-Niederlage beim HSC Hannover. Ihr folgte ein überraschender 1:0-Sieg bei der bis dahin verlustpunktfreien U 23 von Hannover 96. Das Tor des Tages erzielte Tobias Fagerström (29.). Am Mittwochabend zeigte Atlas gegen Kickers Emden viel Moral. Nach einer 2:0-Führung durch einen Doppelschlag von Tobias Fagerström (32.) und Steffen Rohwedder (35.) drehten die Gäste zunächst das Spiel. Nach „Gelb-Rot“ für den erst eingewechselten Fin Tiedeken (82.) – er wird damit in Flensburg gesperrt ausfallen – gerieten die Delmenhorster auch noch in Unterzahl. Doch Yehor Melenivskyi rettete in einem emotionalen Spiel vor erneut über 2.000 Zuschauern mit seinem Tor (86.) wenigstens einen Punkt.

Unser Cheftrainer Tim Wulff spricht voller Respekt über den Gegner. Er sagt im Stadionmagazin „Steilpass“: „Atlas hat es bislang sehr gut gemacht und gut gepunktet. Es ist ja auch kein gewöhnlicher Aufsteiger, weil Atlas schon ein paar Jahre in der Regionalliga gespielt hat. Die Mannschaft hat viele Spieler, die die Regionalliga bereits kennen. Und Mannschaften, die von Key Riebau trainiert werden, sind immer bestens auf den Gegner eingestellt.“

 

Unsere Mannschaft: drittes Heimspiel – der Saison und gegen Atlas

Nach der „englischen Woche“, die Weiche mit neun Punkten beendete, gab Cheftrainer Tim Wulff seinen Jungs zwei Tage frei. Am Mittwoch begann dann das Training in Vorbereitung auf die Partie am Samstag. Bis zum Abschlusstraining am Freitag haben alle Spieler nochmals die Möglichkeit, sich den Trainern zu zeigen.

Personell ist die Lage völlig entspannt, zumal nun auch die zuletzt noch im Aufbautraining befindlichen Bjarne Schleemann, Randy Gyamenah und Marcel Cornils so langsam zurück in den Kader drängen. Damit wird es eng. Schon die Nominierung für das 20er Spieltagsaufgebot kann den Trainer da vor die Qual der Wahl stellen. Tim Wulff bleibt angesichts der Tabellensituation aber ohnehin gelassen. Der Trainer: „Es ist eine schöne Momentaufnahme, die wir auch genießen – mehr nicht. Jeder Punkt in der Regionalliga will hart erarbeitet sein.“

Für unsere Mannschaft wird es das dritte Saisonheimspiel werden. Wer bei den beiden 5:2-Siegen gegen Eimsbüttel und Jeddeloh II dabei war, wird von allerbester Unterhaltung gesprochen haben. So hofft die Mannschaft darauf, von einer größer werdenden Anhängerschar unterstützt zu werden, zumal auch Atlas sicherlich einige Fans nach Flensburg bringen wird.

Bislang hat es zwischen dem SV Atlas und Weiche vier Aufeinandertreffen gegeben – drei davon 2022. In der Meisterrunde 2021/22 gewann Weiche das Heimspiel am 14. April mit 2:0 und wenig später, am 7. Mai, das Rückspiel mit 2:1. Das erste Duell der Saison 2022/23 endete am 24. September in Delmenhorst 2:2-unentschieden. Am 25. März 2023 ging das Rückspiel mit 3:1 an Weiche. Es war das erste Spiel von Atlas, nachdem Key Riebau im Saisonendspurt freigestellt worden war. Wenige Wochen später stieg Atlas ab. Nun wird es folglich nicht nur das dritte Heimspiel der Saison, sondern auch das dritte gegen Atlas werden.

Personell gibt es in den Kadern der beiden Mannschaften übrigens keine Überschneidungen. Julian Stöhr könnte als Bindeglied gelten. Der heute 28-Jährige kickt aktuell beim Heeslinger SC. Er war von Mitte 2019 bis Ende 2020 bei Weiche (18 Spiele/1 Tor) und zwischen 2021 und 2023 zwei Jahre bei Atlas (57/1).

 

Hinweise für alle Fans: Live ist nur im Manfred-Werner-Stadion!

Das Spiel wird am Samstag, 29. August 2026, um 14 Uhr im Manfred-Werner-Stadion angepfiffen. Schiedsrichter der Partie ist Bela Bendowski (SV Eintracht Lübeck), der von Hendrik Plambeck (VfL Vorwerk) und Khaled El-Rifai (VfL Bad Schwartau) an den Linien assistiert wird.

Tickets zum Spiel gibt es wie üblich in den Kategorien Stehplatz/Sitzplatz ohne Dach und Sitzplatz mit Dach an der Stadionkasse, sehr gern aber auch schon vorab im Netz unter https://www.etix.com/ticket/v/12803/manfredwernerstadion-sc-weiche-flensburg-08performance_id=38987573&country=DE&language=de.

Wer die Partie nicht live im Stadion verfolgen kann, hat die Möglichkeit, sich hinter einer Bezahlschranke den kommentierten Livestream mit von handgeführter Kamera auf dem neuen zentralen Vermarktungskanal der Regionalliga Nord über den Anbieter LEAGUES (www.leagues.football/rlnord) anzuschauen. Ihr gelangt zum Stream ebenso, wenn Ihr über unsere Homepage (weiche-liga.de) auf den Button „Weiche 08 TV“ geht. Auf fussball.de bieten wir zudem einen Liveticker an. Ferner werden wir Infos zu Aufstellung, Spielbeginn, Halbzeit und Abpfiff wie gehabt auf unseren Social-Media-Kanälen geben. So richtig „live“ ist allerdings nur der Stadionbesuch.

Fans des SV Atlas Delmenhorst beachten bitte, dass die Stadionadresse Bredstedter Straße 2 wie die gesamte Bredstedter Straße als Anwohnerstraße keinerlei Parkplätze bietet. Bitte benutzt die ausgewiesenen Parkplätze in der Otto-Hahn-Straße. Sie sind kostenlos.

Fans, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, können ab dem Bahnhof Flensburg oder dem Zentralen Omnisbusbahnhof (ZOB) in der Innenstadt die Buslinie 12 bis zur Haltestelle „Bredstedter Straße“ nutzen.

Fans des SC Weiche können sich gern an unseren Fanbeauftragten unter fanbetreuung@weicheflensburg08.de wenden.

Ein Hinweis zum Wetter: Für Samstag wird teilweise sonniges und trockenes Wetter mit angenehmen Temperaturen von etwa 20 Grad erwartet. Einem Stadionbesuch sollte damit nichts entgegenstehen.

Wir freuen uns über Euren Besuch und wünschen allen Fußballfans einen schönen Samstagnachmittag in unserem Manfred-Werner-Stadion.