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Weiche zu Gast in Oldenburg

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Weiche zu Gast in Oldenburg

Unsere Mannschaft reist am Sonntag zum Tabellendritten

1. Mai 2026

Das vorletzte Auswärtsspiel des SC Weiche Flensburg 08 steht an. Bevor unsere Mannschaft am Samstag ab 18 Uhr im Stadion am Marschweg beim Tabellendritten VfB Oldenburg gastieren wird, haben wir für Euch wieder ein paar Fakten zusammengestellt.

Zur Lage: Abstiegskrimi in Altona

Die Partie des SC Weiche Flensburg 08 gegen Altona 93 vom Mittwochabend war das einzige Nachholspiel dieser Woche. Bereits 24 Stunden später, am Donnerstagabend, startete der 32. Spieltag mit der Partie zwischen dem VfB Lübeck und Drochtersen/Assel. Die Gäste führten vor 2.665 Zuschauern an der Lohmühle durch einen Freistoßtreffer von Philipp Aue (61.) lange mit 1:0, doch Marvin Thiel glich in letzter Sekunde (90.+7), ebenfalls mit direkt verwandeltem Freistoß, noch zum 1:1-Endstand aus. Damit hat sich für Oldenburg im Kampf um die Vizemeisterschaft die Ausgangsposition etwas verbessert.

„Hauptkamptag“ der 32. Runde ist der Samstag, an dem gleich sechs Begegnungen anstehen werden.Um 13 Uhr geht es mit dem Nachwuchsduell zwischen Hannover 96 und Werder Bremen los. Ab 14 Uhr lädt dann der Spitzenreiter SV Meppen zur langen Aufstiegsfeier ein. Als Gast ist der Bremer SV eingeladen. Ebenfalls ab 14 Uhr werden Schöningen und der HSC Hannover versuchen, sich mit Punkten weiter von den hinteren Plätzen zu entfernen, zumal sich ab 15.30 Uhr Altona 93 und der FC St. Pauli II im direkten Duell gegenüberstehen werden. Beiden wird nur ein Sieg wirklich etwas nützen, während es für den Verlierer im Tabellenkeller zappenduster werden dürfte. Der Trainer Björn Lindemann dürfte im Duell seines bisherigen Vereins SSV Jeddeloh II gegen seinen künftigen Arbeitgeber Kickers Emden im Mittelpunkt stehen. Während im Ammerland um 16 Uhr angepfiffen wird, beginnen ein paar Kilometer entfernt Oldenburg und Weiche zwei weitere Stunden später mit ihrer Auseinandersetzung.

Am Sonntag steht mit der Partie zwischen Norderstedt und Lohne ein Endspiel für die Gäste auf dem Programm. Anpfiff wird hier wie beim zweiten Sonntagsspiel zwischen dem Hamburger SV II und Phönix Lübeck um 14 Uhr sein.

Zum Gegner: Anwärter auf die Vizemeisterschaft

Der VfB Oldenburg hat trotz herausragender 65 Punkte aus 30 Spielen und starken 80 erzielten Toren am vergangenen Sonntag seine Hoffnungen auf den zweiten Meistertitel in der Regionalliga Nord nach 2022 begraben müssen. Die erst fünfte Saisonniederlage, kassiert mit 2:4-Toren nach langer Unterzahl und 0:3-Rückstand in Emden, beendete die Träume, dem SV Meppen den Aufstieg in die 3. Liga streitig machen zu können. Nach Ablauf der Hinrunde trennten beide bei überragenden 39 Punkten gerade einmal fünf Tore. Doch während Meppen im Frühjahr extrem stabil blieb, ließ der VfB hier und da den einen oder anderen Punkt liegen. So konnte selbst Lohne beim 1:1-Remis im Stadion am Marschweg einen Zähler entführen. Überhaupt ist auffallend, dass die Heimbilanz mit 30 Punkten weniger überzeugend ausfällt als die Auswärtsbilanz mit 35 Zählern. Selbst das Aus im Landespokal ereilte die Oldenburger im eigenen Stadion, wo gegen Drochtersen/Assel mit 1:3 verloren wurde. Sechs Tage später wurde in der Liga bei der SV D/A Revanche genommen und 3:1 gewonnen. Bis zum Sonntag in Emden folgten überzeugende Siege in Altona (4:0), gegen den FC St. Pauli II (4:1) und in Schöningen (3:0). Am Ende der zweiten „englischen Woche“ hintereinander ging es nach Emden, wo sich alles gegen den VfB verschworen zu haben schien: Rote Karte nach nur sieben Minuten gegen Nick Otto, dann ein rascher 0:3-Rückstand, und als nach zwei Strafstoßtoren von Rafael Brand in Unterzahl auf den Ausgleich gedrängt wurde, schickte der Referee auch Julian Boccaccio vom Platz. Mit dem Schlusspfiff gab es noch den vierten Gegentreffer und außerdem zuvor schon Platzverweise für den Cheftrainer Dario Fossi und einen weiteren Verantwortlichen des VfB.

Dementsprechend wird der VfB Oldenburg gegen Weiche mit ein paar Ausfällen klarkommen müssen. Das Fehlen von Spielmacher Julian Boccaccio, der vor kurzem ein Angebot zur Vertragsverlängerung in Oldenburg abgelehnt hatte und zur neuen Saison zum 1. FC Phönix Lübeck wechseln wird, wiegt dabei schwer. Der Regisseur war bislang in 28 der 30 Liga-Spielen dabei, erzielte sieben Tore. Der andere „Rot-Sünder“ vom Auswärtsspiel in Emden, Nick Otto, würde verletzungsbedingt ohnehin ausfallen. Er zog sich bei jener Aktion offenbar eine Fraktur des Ellenbogens zu. Auch die sechs gelben Karten vom Sonntag könnten nicht ohne Wirkungen geblieben sein. Mit Linus Schäfer, immerhin schon sieben Saisontore, und Moses Otuali, der vorwiegend als Einwechsler – in 25 (!) seiner 27 Saisoneinsätze – fünf Treffer erzielt hat, fallen zwei Offensivkräfte ohnehin aus.

Allerdings ist der Kader des VfB in der Breite sehr gut bestückt, sodass „die Blauen“ dennoch eine qualitativ hochwertige Elf auf den weiten Rasen des Stadions am Marschweg schicken werden. Mit 30 Liga-Einsätzen zu den absoluten Dauerbrennern zählen Torhüter Jhonny Peitzmeier und Torjäger Mats Facklam. Letzterer, ein fast zwei Meter großer Riese im Sturmzentrum, erzielte 21 Saisontore, mit denen er auf Platz zwei der Schützenliste der gesamten Liga steht. Torgefährlich sind zudem die beiden Mittelfeldspieler Drilon Demaj (7 Tore) und Rafael Brand (9). Neben Abwehrspieler Leon Deichmann, etatmäßiger Kapitän, haben weitere Spieler wie Nico Knystock Patrick Möschl und Rafael Brand bereits Erfahrungen im Profifußball gesammelt, was auch daran liegt, dass die Drittliga-Saison 2022/23 des VfB nicht so sehr weit zurückliegt.

Unsere Mannschaft: Abschluss der „englischen Woche“

Für unsere Mannschaft steht in der kräftezehrenden „englischen Woche“ mit relativ kleinem Kader für die paar Tage bis zur Partie in Oldenburg die Regeneration im Mittelpunkt. Nach der Übungseinheit vom Donnerstagvormittag, in der die Pflege einen breiten Raum einnahm, wird am Freitag trotz des Feiertags nochmals trainiert, ehe es am Samstag nach Oldenburg geht.

Nachdem Thies Richter und Marcel Cornils nach überstandenen Trainingsverletzungen bereits am Mittwoch in den Kader zurückgekehrt waren, dürfte sich das Aufgebot für die Partie am Samstag kaum ändern. Für Makysm Tytarenko nach Muskelverletzung im Oberschenkel und Erjanik Ghubasaryan, der in Meppen eine Gehirnerschütterung erlitten hatte, dürfte die Partie am Samstag zu früh kommen. Bei gutem Verlauf könnte Alexander Laukart, der aktuell ins Mannschaftstraining teilintegriert ist und viel individuell arbeitet, vielleicht zum Abschlussspiel an der Lübecker Lohmühle wieder dabei sein. Neue Verletzungen hatte es am Mittwoch nicht gegeben.

Zum Oldenburg-Spiel blickte Cheftrainer Tim Wulff am Mittwochabend voraus. Über den Kontrahenten sagte er: „Oldenburg hat eine klasse Mannschaft, gute Einzelspieler und funktioniert auch als Team sehr gut. Uns erwartet ein harter Brocken.“ Aber: „Wir fahren dennoch mit einer breiten Brust hin. Ich glaube, wir können jeden Gegner schlagen. Wir wollen bis zum Ende dieser Saison noch so viele Punkte holen, wie es geht. Das haben wir in den letzten zwei Spielen richtig gutgemacht. Dementsprechend wollen wir daran anknüpfen, uns in Oldenburg nicht verstecken und unser Ding durchziehen, sodass wir dort unseren Fußball präsentieren und hoffentlich erfolgreich mit drei Punkten wieder nach Hause fahren.“

In früheren Jahren galt der VfB Oldenburg als ein Lieblingsgegner unserer Mannschaft. Aber seit der Corona-Pandemie hat sich das gedreht. Bis 2019 konnte der VfB nur eines von 16 Duellen für sich entscheiden – ein 3:2-Sieg (2014) in Flensburg, während in Oldenburg Weiche gleich viermal gewann und vier Remis erreichte. Doch aus den sieben Aufeinandertreffen seit 2022 ging der VfB viermal als Sieger hervor, er verlor nur noch einmal. In Oldenburg kassierte Weiche zuletzt drei klare Niederlagen: 0:4 (2022), 0:2 (2024) und 1:5 (2025). Auch das Hinspiel der laufenden Saison ging am 18. Oktober 2025 mit 3:2 an „die Blauen“. Insgesamt aber hat Weiche nach bislang 23 Duellen mit zehn Siegen und acht Remis sowie 36:33 Toren die Nase vorn.

Hinweise für alle Fans: Stadion direkt an der A 28

Das Spiel wird am Samstag, 2. Mai 2026, um 18 Uhrim Stadion am Marschweg in Oldenburg angepfiffen. Schiedsrichter der Partie ist Alexander Rosenhagen (FC SeeBern/bei Göttingen), der von Benjamin Buth (Nikolausberger SC) und Patrick Herbach (TSV Havelse) assistiert wird.

Für alle daheim bleibenden Weiche-Fans weisen wir gern auf den zentralen Vermarktungskanal der Regionalliga Nord über den Anbieter SolidSport hin. Einen kommentierten Livestream wird es unter https://nordfv.tv/sc-weiche-flensburg-08 geben. Ihr gelangt dorthin ebenso, wenn Ihr über unsere Homepage (weiche-liga.de) auf den Button „Weiche 08 TV“ geht. Infos zu Aufstellung, Spielbeginn, Halbzeit und Abpfiff stellen wir wie gehabt auf unseren Social-Media-Kanälen bereit.

Flensburger Fans, die mit dem Pkw anreisen (307 km, ohne Stau etwa 3:10 h), sei die Abfahrt OL-Marschweg der A 28/B 275 empfohlen. Gleich unter der Autobahnbrücke befindet sich ein Parkplatz. Das weitläufige, mit Laufbahnen für die Leichtathletik ausgestattete Stadion, in das von der Autobahn hineingesehen werden kann und das seit knapp zwei Jahren (25. April 2024) mit vier fest installierten, hohen und markanten Flutlichtmasten ausgestattet ist, liegt dann schon in Sichtweite.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln muss mit einer Gesamtanreisezeit von rund fünf Stunden gerechnet werden (etwa: 11.17 Uhr ab Flensburg, 15.53 Uhr an in Oldenburg). Vom Hauptbahnhof Oldenburg (Oldb) kann mit Buslinie 314 (bis P+R Marschweg/OLantis z. B. um 16.04 Uhr ab ZOB, Bussteig B) in etwa zehn Minuten oder in etwa 30 Minuten zu Fuß (ca. 2,5 km) das Stadion erreicht werden. Eine Rückfahrt am selben Abend ist durchaus möglich. Hier bietet sich die Verbindung mit Abfahrt ab Hauptbahnhof Oldenburg (Oldb) um 21.05 Uhr (bzw. mit dem Bus 314 am Marschweg um 20.33 Uhr) mit Ankunft in Flensburg um 02.15 Uhr an. Die Gefahr des nächtlichen Strandens wird gemildert, weil auch noch eine Verbindung mit Abfahrt um 21.35 Uhr ab Oldenburg (Ankunft in Flensburg um 03.20 Uhr) besteht. Die späten Ankunftszeiten erklären sich aus dem nächtlichen Schienenersatzverkehr von Neumünster nach Flensburg. Für die meisten der Varianten sind kostengünstige Tickets des Nahverkehrs (wie das Deutschland-Ticket) komplett nutzbar.

Das Stadion öffnet voraussichtlich eineinhalb Stunden vor Anpfiff, d. h. um 16.30 Uhr. Online-Tickets sind gegenüber den Tickets an der Tageskasse preislich stark reduziert.

Fans des SC Weiche können sich gern an unseren Fanbeauftragten unterfanbetreuung@weicheflensburg08.de wenden.

Ein Hinweis zum Wetter: Für das niedersächsische Oldenburg werden für den Samstag Höchsttemperaturen um 25 Grad vorhergesagt. Selbst in den Abend- und Nachtstunden wird es nicht dramatisch abkühlen; bei Abpfiff werden es voraussichtlich immer noch über 20 Grad sein. Mit Niederschlag ist nicht zu rechnen.

Wir wünschen allen nach Oldenburg fahrenden Weiche-Fans eine problemlose Anreise, ein schönes Spiel und eine gut gelaunte Rückkehr nach Flensburg.