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Weiche winkt ein Rekordspiel

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Weiche winkt ein Rekordspiel

Unsere Mannschaft reist zum Spitzenreiter

16. April 2026

Zur kommenden Aufgabe des SC Weiche Flensburg 08 muss im Vorfeld eigentlich nicht viel gesagt werden. Es geht zum Spitzenreiter! Doch ungeachtet der Schwere der Aufgabe wollen alle im Spiel beim SV Meppen dabei sein. Es wird ein Saisonhöhepunkt – so viel steht schon vor dem Anpfiff fest. Und möglicherweise wird es auch ein Rekordspiel für Weiche. Bislang liegt der Bestwert bei 5.823 Zuschauern, die zum Saisonauftakt am 27. Juli 2024 in Meppen dabei waren – die höchste Besucherzahl bei einem Regionalliga-Spiel des SC. Bevor unsere Mannschaft am Samstag ab 14 Uhr in der Hänsch-Arena vor sicherlich großer Kulisse auf den Liga-Primus treffen wird, haben wir für Euch wieder ein paar Fakten zusammengestellt.

Zur Lage: Meppen mit bester Ausgangsposition

Am vergangenen 29. Spieltag der Regionalliga Nord ist möglicherweise die Vorentscheidung im Titelrennen gefallen. Während sich der Tabellenführer SV Meppen vor 1.000 Zuschauern beim HSC Hannover klar mit 5:0-Toren behauptete, verlor der ärgste Verfolger Drochtersen/Assel das Spitzenspiel auf eigenem Platz vor 1.533 Fans gegen den VfB Oldenburg mit 1:3. Der Vorsprung der Emsländer wuchs somit auf zehn Punkte an, wobei „D/A“ ein Spiel weniger absolviert hat. Platz drei verteidigte Jeddeloh II mit einem 2:0-Sieg in Lohne.

Im Schneckenrennen um den Klassenerhalt mussten nicht nur der HSC und Lohne Niederlagen hinnehmen. Auch Eintracht Norderstedt nach einer bitteren 1:2-Heimpleite vor 1.100 Besuchern gegen den HSV-Nachwuchs sowie Altona 93, das trotz einer zwischenzeitlichen 2:1-Führung am Ende mit 2:3 in Schöningen verlor, gingen leer aus. So war im Abstiegskampf der FC St. Pauli II der große Gewinner. Durch einen Treffer in der Schlussphase kamen die jungen Hamburger im Kickers-Stadion von Emden vor 4.900 Zuschauern zu einem immens wichtigen 1:0-Sieg, mit dem sie ihren überhaupt erst vierten „Dreier“ der Saison (im 27. Spiel!) bejubeln und zugleich die Feier zum 80. Vereinsjubiläum der Emder trüben konnten.

In den übrigen drei Duellen ging es eher um Mittelfeldplätze. Weiche und der Bremer SV trennten sich torlos. Phönix Lübeck zog gegen Hannover 96 II mit 0:2 den Kürzeren. Lokalrivale VfB kam vor 2.678 Zuschauern über ein 1:1-Remis gegen Werder Bremen II nicht hinaus.

Am Mittwochabend gab es drei Nachholspiele. Die FSV Schöningen erreichte in ihrem vierten Heimspiel in kurzer Folge gegen Lohne ein 1:1-Remis und hielt damit den Abstiegskandidaten auf Distanz. Der VfB Oldenburg wahrte mit einem 4:0-Sieg vor 1.768 Zuschauern in Altona seine geringen Titelchancen und kletterte auf Platz drei. Kickers Emden schließlich gewann gegen Werder Bremen II ebenfalls mit 4:0-Toren. Hier waren 1.430 Interessierte dabei.

Nun folgt der 30. Spieltag. Spitzenreiter SV Meppen wird am Samstag ab 14 Uhr von unserer Mannschaft geprüft. Eine Stunde zuvor, ab 13 Uhr, steht Drochtersen/Assel vor der schweren Aufgabe bei Hannover 96 II. Der SSV Jeddeloh II, seit Mittwochabend nur noch Tabellenvierter, hat lediglich theoretische Titelchancen und trifft ab 16 Uhr auf heimischem Rasen auf den strauchelnden HSC Hannover, der im Abstiegskampf dringend Punkte benötigt. Abstiegskampf pur gibt es bereits ab 15.30 Uhr in der Adolf-Jäger-Kampfbahn von Altona, wo Blau-Weiß Lohne gastieren wird.

Das übrige Programm wird am Sonntag gespielt. Um 14 Uhr stehen gleich zwei Stadtderbys an. Der VfB empfängt an der Lübecker Lohmühle Phönix, und Werder Bremen II erwartet die Gäste vom Bremer SV. Ebenfalls ab 14 Uhr versucht sich Norderstedt erneut am Unternehmen „Heimsieg“, diesmal gegen Schöningen. Um 15 Uhr wird dann die Paarung VfB Oldenburg gegen FC St. Pauli II angepfiffen, und ab 16 Uhr werden der HSV-Nachwuchs und Kickers Emden den Spieltag beschließen.

Zum Gegner: (fast) überall spitze

Zwar ist es verfrüht, dem SV Meppen bereits zu Titelgewinn und Drittliga-Aufstieg zu gratulieren. Aber es müsste schon viel gegen die Emsländer laufen, wenn sie den Vorsprung noch aus der Hand geben sollten. Letztlich ist der Ex-Zweitligist, der mal Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre das Sinnbild für das Bundesliga-Unterhaus war, in fast allen Kategorien der Regionalliga Nord top. Er hat nach 29 Spielen sowohl die meisten Siege (22) errungen als auch die wenigsten Niederlagen (lediglich zwei!) hinnehmen müssen, starke 89 Tore erzielt und mit 28 weniger als ein Tor pro Spiel kassiert. Nur in der Heimtabelle ist Drochtersen/Assel mit 39 Punkten aus 15 Spielen dem SV Meppen mit 35 Zählern aus 14 Partien noch etwas voraus. Die Blau-Weißen haben zwar erst einmal auf eigenem Rasen verloren – 0:1 ausgerechnet gegen den VfB Oldenburg –, aber zweimal durch Remis Punkte liegen gelassen. Emden und Hannover 96 II konnten jeweils mit einem 2:2 einen Zähler aus der Hänsch-Arena entführen. Die Spielstätte selbst ist wiederum ein weiteres Indiz für die Drittliga-Tauglichkeit des SVM. Der Zuschauerschnitt liegt aktuell bei 7.131! Insgesamt besuchten fast 100.000 Fans in der aktuellen Saison die bislang 14 Heimspiele in der Hänsch-Arena – und das in einer gerade einmal 37.000 Einwohner zählenden Stadt. Jüngst gegen Norderstedt kamen 8.388 Besucher. Es erübrigt sich zu erwähnen, dass Meppen mit klarem Vorsprung die Zuschauertabelle der Liga anführt.

Auch in individuellen Statistiken kann Meppen Topwerte vorweisen. Stürmer Julian Ulbricht, vor der Saison vom FC St. Pauli II gekommen, ist mit 23 Treffern aktuell bester Torschütze der Liga. Da steht Oliver Issa Schmitt – Neuzugang vom 1. FC Köln II – mit starken 15 Treffern auf Platz fünf im Liga-Ranking und doch beinahe schon ein wenig im Schatten seines Kollegen. Mit Thorben Deters (30, gekommen von Preußen Münster) und Simon Engelmann (37, SV Rödinghausen) folgen zwei Routiniers mit jeweils acht Toren, der fast zwei Meter große Mika Stuhlmacher – einst FC St. Pauli II und TSV Havelse – war schon siebenmal erfolgreich. Hierbei gilt es zu beachten, dass Trainer Lucas Beniermann genug Optionen hat, sodass die Stürmer meistens nur teilzeitbeschäftigt zum Einsatz kommen. Dass die Meppener auf allen anderen Positionen ebenfalls glänzend besetzt sind, muss nicht weiter erwähnt werden. Torhüter Julius Pünt ließ bei 28 Einsätzen in 13 Liga-Spielen dieser Saison keinen Gegentreffer zu. Das 22-jährige Eigengewächs zählt ligaweit mit Sicherheit zu den besten seines Faches.

Der Spitzenreiter ist beeindruckend in Form. Die vergangenen sieben Spiele in der Liga wurden allesamt gewonnen. Zuvor gab es zum Auftakt des Kalenderjahres am 22. Februar das 2:2-Remis gegen Hannover 96 II. Die letzte Niederlage datiert aus dem Hinspiel, als Weiche im Manfred-Werner-Stadion die Regenschlacht vom 4. Oktober 2025 sensationell mit 5:3-Toren gewinnen konnte. Seitdem sind 16 Liga-Spiele mit 13 Siegen und drei Remis vergangen.

Ein in Flensburg bekanntes Gesicht des SV Meppen wird allerdings am Samstag im Kader des Tabellenführers fehlen: Niclas Nadj, der im Juli 2022 nach Flensburg gekommen und im Januar 2023 vom SC Paderborn verpflichtet worden war und von dort im vergangenen Sommer den Weg an die Ems fand, fällt bereits seit November verletzungsbedingt aus.

Unsere Mannschaft: Vorfreude auf einen Saison-Höhepunkt

Das torlose Remis vom vergangenen Samstag gegen den Bremer SV hat unsere Mannschaft längst verdaut. Am Sonntagmorgen gab es die regenerative Einheit, der Montag war frei. Die gezielte Vorbereitung auf das Spiel in Meppen begann am Dienstag. Gleichwohl war bereits am Samstag nach Abpfiff die Anspannung und Vorfreude auf das Auswärtsspiel bei unseren Jungs zu spüren. Unser Cheftrainer ist sich der Schwere der Aufgabe bewusst. Aber er sieht der Partie ebenfalls eher positiv entgegen. Tim Wulff: „Wir fahren nicht nach Meppen und betreiben einen großen Aufwand, nur um einen netten Ausflug zu machen. Die Jungs freuen sich darauf, vor solch einer Kulisse und gegen einen solch guten Gegner spielen und sich beweisen zu können. Alle wollen sich dort zeigen.“

Personell ist nicht mit vielen Änderungen zu rechnen. Ein Fragezeichen steht noch hinter Maksym Tytarenko, der eine Oberschenkelblessur auskuriert. Doch der Ukrainer gibt sich zuversichtlich. „Natürlich möchte ich in Meppen dabei sein“, meinte er nach dem Spiel vom Samstag mit freudigem Blick. Sicherlich dürfte René Guder im Kader stehen. Für den Ex-Meppener ist es angesichts des wahrscheinlichen Drittliga-Aufstiegs des Kontrahenten die vielleicht letzte Rückkehr als Spieler an seine ehemalige Wirkungsstätte. Unsere Nummer 17 kam zwischen 2019 und 2022 in 121 Pflichtspielen (15 Tore) für den SVM zum Einsatz. Definitiv fehlen werden im Kader allerdings die noch immer verletzten Ole Wagner, Maxim Jurk und Alexander Laukart. In unserer U 23 holte sich unser Torhüter Nils Bock am Sonntag beim 3:2-Sieg in der Landesliga gegen TuS Jevenstedt 90-minütige Spielpraxis.

Wie eingangs erwähnt: Dem SC Weiche winkt dank der großen Meppener Anhängerschar ein Zuschauerrekord für Spiele in der Regionalliga. Klar ist da der Reiz für unsere Mannschaft ein besonderer. Nochmals Cheftrainer Tim Wulff: „Es ist für die meisten Jungs ein absolutes Highlight-Spiel. Sie sollen dort 90 Minuten plus Nachspielzeit Spaß haben und vor allem mutig sein. Dann können sie das Spiel auch genießen.“

Unsere Mannschaft hat in Meppen bislang in sieben Spielen immerhin viermal ein Unentschieden holen können, darunter beim jüngsten Auftritt zum Saisonstart 2024/25, als die Partie 1:1-remis endete. Die Gesamtbilanz nach 15 Duellen sieht Meppen bei sieben Siegen gegenüber vier Flensburger Erfolgen und 26:25 Toren vorn. Das Hinspiel dieser Saison könnte beim Spitzenreiter indes Revanche-Gelüste auslösen. Weiche siegte – wie schon erwähnt – in der Regenschlacht vom 4. Oktober 2025 sensationell mit 5:3-Toren. Es war die bislang letzte Niederlage des Tabellenführers. Der Liga-Primus wiederum kann selbst bei optimalem Verlauf – eigener Sieg und Niederlagen von Drochtersen/Assel, Oldenburg und Jeddeloh II – nach dem 30. Spieltag noch nicht die Meisterschaft feiern. Es würden dann immer noch ein paar Pünktchen fehlen.

Allerdings muss am Samstag erst einmal gespielt werden. Unser Cheftrainer äußerte sich zu den sportlichen Aussichten zurückhaltend. Tim Wulff: „Wir werden keine Kampfansagen in Richtung Meppen machen. Aber es ist doch klar, dass wir von dort auch gern etwas mitnehmen wollen.“

Hinweise für alle Fans: die zeitlich aufwändigste Fahrt

Das Spiel wird am Samstag, 18. April 2026, um 14 Uhr in der Hänsch-Arena in Meppen angepfiffen. Schiedsrichter der Partie ist Gerhard Alexander Ludolph (Hoisbütteler SV/Hamburg), der von Thomas Bauer (Rahlstedter SC/Hamburg) und Florian Schwarze (MSV Hamburg 1974) assistiert wird.

Für alle daheim bleibenden Weiche-Fans weisen wir gern auf den zentralen Vermarktungskanal der Regionalliga Nord über den Anbieter SolidSport hin. Einen kommentierten Livestream wird es unter https://nordfv.tv/sc-weiche-flensburg-08 geben. Ihr gelangt dorthin ebenso, wenn Ihr über unsere Homepage (weiche-liga.de) auf den Button „Weiche 08 TV“ geht. Die Qualität der Übertragungen aus Meppen ist sehr gut. Infos zu Aufstellung, Spielbeginn, Halbzeit und Abpfiff stellen wir wie gehabt auf unseren Social-Media-Kanälen bereit.

Die Hänsch-Arena befindet sich im Norden von Meppen in der Lathener Straße. Für die Reise über die A 7, die A 261 und die A 1 (Ausfahrt Cloppenburg) sowie die B 213 und B 402 in die 385 km entfernte und rund 37.000 Einwohner zählende Emslandmetropole müssen (ohne Staus) mit PKW etwa viereinhalb Stunden eingerechnet werden. Formal ist der Weg zu Kickers Emden noch acht Kilometer länger und damit der weiteste in der gesamten Liga. Die Fahrt nach Meppen ist dafür allerdings die zeitaufwändigste. Insgesamt weist der SV Meppen acht große Parkplätze aus, wobei für Gäste-Fans der Parkplatz P5 vorgesehen ist, auf dem Fahrzeuge mit „EL“-Kennzeichen nicht zugelassen sind. Die Navi-Adresse hierfür lautet: Am Schießplatz, 49716 Meppen.

Für Nutzerinnen und Nutzer des ÖPNV bietet sich eine Verbindung von Flensburg ab 06.17 Uhr an. Via Hamburg-Dammtor, Osnabrück und Rheine soll planmäßig um 12.07 Uhr Meppen erreicht werden. Hierbei wäre zwischen Hamburg und Osnabrück ein ICE zu nutzen, wohingegen für die übrigen Teilstrecken das Deutschland-Ticket ausreichend wäre. Vom Bahnhof in Meppen sind es bis zum Stadion nur rund 1,5 km Fußweg, d. h. etwa 20 Minuten. Eine günstige Verbindung für die Rückfahrt wäre ab Meppen um 16.51 Uhr via Rheine, Osnabrück und Hamburg mit planmäßiger Ankunft in Flensburg um 22.42 Uhr. In dem Fall wäre ebenfalls zwischen Osnabrück und Hamburg ein ICE zu nutzen. Alternative Verbindungen sind sowohl für die Hin- wie für die Rückfahrt mit Umstiegen in Münster (statt Osnabrück und Rheine) möglich.

Die Stadiontore und Kassen öffnen 90 Minuten vor Spielbeginn, d. h. um 12.30 Uhr. Tageskassen gibt es, darunter auch eine Gästekasse. Bitte achtet bereits vor dem Ticketkauf vor Ort, dass Ihr mit erkennbaren Weiche-Fan-Utensilien keinen Zugang zum Heimbereich erhalten werdet. Die Tickets im Stehplatzbereich kosten 11 Euro (ermäßigt 10 Euro, Kinder 6 Euro, „Schoßkinder“ bis sechs Jahre haben freien Eintritt). Außerdem sollte beachtet werden, dass Rucksäcke, Taschen, Regenschirme etc. nicht ins Stadion genommen werden dürfen; ausgenommen sind Brust- bzw. Gürtel- und Handtaschen.

Fans des SC Weiche können sich gern an unseren Fanbeauftragten unter fanbetreuung@weicheflensburg08.de wenden.

Ein Hinweis noch zum Wetter: Für den Samstag werden in Meppen Höchsttemperaturen von 19 Grad bei meist bewölktem Himmel und geringer Niederschlagswahrscheinlichkeit erwartet.

Wir wünschen allen nach Meppen fahrenden Weiche-Fans eine problemlose Anreise, ein schönes Spiel und eine gut gelaunte Rückkehr nach Flensburg.