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Weiche dreht Partie an der Weser

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Weiche dreht Partie an der Weser

SV Werder Bremen II – SC Weiche Flensburg 08 1:2 (1:0)

20. August 2026
Der SC Weiche Flensburg 08 bleibt auch nach dem vierten Liga- und sechsten Pflichtspiel dieser Saison weiter ungeschlagen und auf Erfolgskurs. Nach dem dritten Liga-Sieg in Folge stieß Weiche am Mittwochabend auf Tabellenplatz zwei vor. Die Mannschaft von Cheftrainer Tim Wulff gewann in einem Nachholspiel des 3. Spieltags der Regionalliga Nord bei der U 23 des SV Werder Bremen nach 0:1-Pausenrückstand mit 2:1-Toren. Bei bestem Fußballwetter mit angenehmen Temperaturen und zwischenzeitlich sehr geringer Feuchtigkeit drehte Weiche vor 423 Zuschauern, darunter auch ein kleiner lautstarker Gäste-Fanblock, kurz nach dem Seitenwechsel die Partie und gewann zum zweiten Mal in Folge beim einstigen Angstgegner. Der Bremer Trainer Cedric Makiadi zeigte sich nach der Partie enttäuscht über die ausbleibenden Punkte. Unser Cheftrainer Tim Wulff sagte: „Es ist ein glücklicher Tag für uns. Der Riesenaufwand, den wir heute betrieben haben, wurde mit drei Punkten belohnt. Riesenkompliment an die Mannschaft.“

Nach dem 5:2-Sieg gegen Jeddeloh II gab es zwei Änderungen in der Flensburger Startelf. Wegen Oberschenkelproblemen musste Torben Marten passen. Für ihn kam Raul Celotto zu seinem Startelf-Saisondebüt. Außerdem begann Ilir Serifi für Nick Selutin. Mitte der zweiten Halbzeit ersetzte Nick Selutin wie erwartet Ilir Serifi. In der Schlussphase wurden zudem Samuel Hust, Joshua Nwokoma und Maksym Tytarenko eingewechselt. Den Spieltagskader komplettierten Torhüter Nils Bock sowie Tanyel Eckstein, Brandolf Duah, Thies Richter und Joshua Hansen. In Bremen fehlten neben Torben Marten die Rekonvaleszenten Bjarne Schleemann, Daniel Schaen, Marcel Cornils und Randy Gyamenah sowie Bjarne Schneider und der verletzte Alexander Laukart.

Bei der U 23 von Werder Bremen gab es nach der 1:2-Niederlage beim FC St. Pauli II vom vergangenen Sonntag drei Änderungen in der Startelf. Für Karlo Simic, Paul Bellmann und Arian Römers liefen Mats Heitmann, der etatmäßige Kapitän Cimo Röcker und Jakob Wiehe von Beginn an auf.

Weiche eröffnete die Partie gegen die Werder-Talente in recht dominanter Art. Der Gast ließ den Ball durch die eigenen Reihen laufen, generierte viel Ballbesitz und kam auch nach und nach zu guten Abschlüssen. Als Ibrahim Bashiru Ali über rechts abging, war der Winkel zum Abschluss zu spitz, sodass Werder-Schlussmann Stefan Smarkalev parieren konnte (2.). Von der anderen Seite war der Winkel etwas günstiger, das Resultat beim Schuss von Ilir Serifi aber das gleiche (8.). Nach einem doppelten Zusammenspiel mit Erolind Krasniqi ging der Schuss von Ibrahim Bashiru Ali über den Kasten (12.). Und der Schuss von Rasmus Tobinski von halblinks rauschte flach, abgefälscht, am langen Pfosten vorbei (24.). Erolind Krasniqi schoss aus der Distanz über den Kasten (26.). Weiche arbeitete fleißig an der Führung, kontrollierte weitgehend das Spiel, ließ dann allerdings gleich einen „Hochkaräter“ zu. Jakob Wiehe kam plötzlich halbrechts in gute Position, SC-Torhüter Ronny Seibt parierte stark (27.).

In der Folge war wieder Weiche die Mannschaft, die die Spielkontrolle hatte, wenn auch kein Chancenfestival zustande kam. Immer wieder wurde beharrlich der gegnerische Kasten ins Visier genommen. Am nächsten dran war erneut Ibrahim Bashiru Ali, als er sich gegen zwei Bremer Abwehrspieler durchsetzte und auf das kurze Eck zielte. Werder-Schlussmann Stefan Smarkalev war unten, drehte die Murmel um den Pfosten (32.). Den folgenden Eckstoß köpfte Rasmus Tobinski an die Latte (33.). Eigentlich war damit die Richtung des Spiels vorgegeben – doch in Führung gingen überraschend die Platzherren. Cimo Röcker erkannte die Situation und stieß unwiderstehlich ins Zentrum, um die Eingabe von der rechten Seite, wo sich Darwin Soylu durchgesetzt hatte, zum 1:0 einzuköpfen (43.). Das Resultat stellte die Spielanteile doch etwas auf den Kopf.

Nach der Pause hatte Darwin Soylu erneut eine gute Aktion. SC-Torhüter Ronny Seibt konnte den Flachschuss von halblinks zur Seite abwehren (47.). Doch Weiche drehte binnen kurzer Zeit das Spiel. Nach einer Kombination über Ilir Serifi, Erolind Krasniqi und Rasmus Tobinski kam Ibrahim Bashiru Ali am Sechzehner in Ballbesitz. Den Flachschuss musste Stefan Smarkalev passieren lassen, obgleich er noch mit einer Hand am Ball war: 1:1 (49.). Und nur knapp zwei Minuten später machte der gleiche Spieler nach einem Pass von Erolind Krasniqi noch einen Schwenk um seinen Gegenspieler, um die Kugel dann aus 13 Metern hart unter die Latte einzunageln: ein Klassetor zum 1:2 (51.).

Damit war die Partie gedreht und Werder gefordert, mehr die Spielgestaltung zu übernehmen. Die besseren Abschlüsse lagen zunächst weiter auf Flensburger Seite. Eine Flanke von Theo Behrmann verpasste Rasmus Tobinski im Zentrum knapp (60.). Raul Celotto schoss nach Vorarbeit von Rasmus Tobinski aus 16 Metern am Kasten vorbei (62.). Nach Doppelpass mit Erolind Krasniqi war der Winkel für Ibrahim Bashiru Ali zu spitz, sodass Werders Schlussmann zupacken konnte (67.).

Die als Tabellenschlusslicht angetretenen Hanseaten mobilisierten alle Kräfte und fanden nun offensiv besser statt. Den Schuss von Jasha Barry parierte Ronny Seibt (73.). Der stärker das Geschehen prägende Darwin Soylu setzte einen Distanzschuss krachend auf die Latte (76.), ehe Ronny Seibt beim Flachschuss von Darwin Soylu nochmals zupacken musste (80.). Dass Werders U 23 eine derart gute Phase haben würde, war über mehr als 60 Spielminuten nicht zu erwarten gewesen. Unsere Mannschaft musste nochmals gegenhalten und hatte über zwei eingewechselte Akteure die letzten Höhepunkte der kurzweiligen Partie. Erst eroberte Nick Selutin die Murmel, um über rechts sich durchzusetzen und abzuschließen. Der Ball ging am langen Pfosten vorbei (84.). Und auch Samuel Hust versuchte es. Seinen Schuss pflückte Werders Torhüter Stefan Smarkalev (90.+4). Weil Weiche hinten dichthielt und vorn die Entscheidung nicht erzwang, blieb es am Ende beim umjubelten 2:1-Auswärtssieg.

Die auffälligsten Spieler bei der Bremer U 23 waren die beiden zentralen Mittelfeldakteure Cimo Röcker und Darwin Soylu. Aus der Flensburger Mannschaft, die keine Ausfälle hatte, können Uchechi Duru aus der Abwehr und Benjamin Lamce „auf der Sechs“ besonders hervorgehoben werden. Aus der Offensive seien neben dem Doppeltorschützen Ibrahim Bashiru Ali der kongeniale „Einfädler“ Erolind Krasniqi genannt.

Der nachgeholten Partie vom 3. Spieltag folgt die vorgezogene vom 5. Spieltag. Während der Großteil der Regionalliga Nord am kommenden Wochenende aufgrund der Spiele in der ersten DFB-Pokal-Runde pausiert und dann den fünften Spieltag am darauffolgenden Mittwoch (26.08.2026) austrägt, tritt Weiche am Sonntag, 23. August 2026, in Aktion. Unsere Mannschaft gastiert dann um 14 Uhr beim FC Eintracht Norderstedt im dortigen Edmund-Plambeck-Stadion.

Werder Bremen II: Smarkalev – Höcker, Heitmann (74. Bellmann), Hamouda, Ossadnik – Weißbach – Soylu, Röcker (Kap./82. Römers) – Mbock (74. Simic), Wiehe (65. Barry), Stark (82. Mbassi). Trainer: Makiadi.

Weiche: Seibt – Behrmann, Duru, Ntika (Kap.), Wagner – Celotto, Lamce (82. Hust) – Serifi (65. Selutin), Krasniqi, Bashiru Ali (90.+2 Nwokoma) – Tobinski (90.+3 Tytarenko). Trainer: Wulff.

Tore: 1:0 Röcker (43.), 1:1 Bashiru Ali (49.), 1:2 Bashiru Ali (51.).

Zuschauer: 423 in der Anlage „Platz 11“ am Weserstadion, Bremen-Peterswerder.

Schiedsrichter: Jost Steenken (Vorwärts Nordhorn).

Verwarnungen: Weißbach (Foul an Behrmann, 90.+1)/Krasniqi (Meckern, 90.+1).

Trainerstimmen

Werder-Trainer Cedric Makiadi sagte: „Es ist eine unnötige Niederlage. Du machst das Tor zum richtigen Zeitpunkt kurz vor der Halbzeit. Und dann darf Dir das nicht passieren; unabhängig davon, dass die Tore gut herausgespielt waren. Da haben wir im Kollektiv nicht gut verteidigt. Leider haben wir auf dem Platz manches nicht so umgesetzt. Du musst dann auch mal das Quäntchen Glück erzwingen. Manchmal haben wir nicht den letzten Pass gespielt. Da müssen wir den Kopf hochnehmen und den besser postierten Nebenmann sehen.“

Unser Trainer Tim Wulff sagte: „Es ist ein glücklicher Tag für uns. Der Riesenaufwand, den wir heute betrieben haben, wurde mit drei Punkten belohnt. Wir drehen das Spiel, weil wir daran geglaubt haben, das Ergebnis revidieren zu können. Unterm Strich stehen drei Punkte. Wir haben vorn enorme Qualität. Riesenkompliment aber an die Mannschaft. Wir haben auch eine junge Truppe. Herausheben möchte ich keinen. Alle haben ihre Aufgaben sehr gut erledigt.“

Weitere Stimmen:

Ibrahim Bashiru Ali (Weiche): „Wir sind gut reingekommen. Nach dem Rückstand wurde es in der Kabine etwas lauter. Es waren unglaubliche fünf Minuten. Ich habe mir vorgenommen, weiter hungrig zu sein.“

Cimo Röcker (Werder II): „Wir kamen gut rein ins Spiel und müssen die Chancen nutzen. Jetzt haben wir Lehrgeld bezahlen müssen. Es sind Kleinigkeiten. Die Jungs packen nicht richtig zu. Wir sind halt eine junge Mannschaft.“