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Unglückliche Niederlage im Spitzenspiel

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Unglückliche Niederlage im Spitzenspiel

FSV Schöningen – SC Weiche Flensburg 08 2:1 (1:1)

17. September 2026

Im „Überraschungsspitzenspiel“ des 9. Spieltags in der Regionalliga Nord musste der SC Weiche Flensburg 08 seine erste Niederlage einstecken. Durch den 2:1-Heimsieg setzte sich die nun einzig noch ungeschlagene FSV Schöningen am frühen Mittwochabend selbst an die Tabellenspitze. Damit fanden die herausragenden Flensburger Serien von sieben Siegen und – saisonübergreifend – sogar zwölf Liga-Spielen in Folge ohne Niederlage ein jähes Ende. Weiche konnte bei bestem frühherbstlichem und weitgehend trockenem Wetter vor 1.180 Zuschauern im Elmstadion nach der Pause eigene Chancen nicht nutzen und musste kurz vor Schluss den bitteren Gegentreffer hinnehmen.

In der Startaufstellung unserer Mannschaft gab es fünf Tage nach dem 4:0-Heimerfolg gegen den Hamburger SV II eine Änderung. Der etatmäßige Kapitän Kevin Ntika stand wieder zur Verfügung und rückte in die Anfangself. Dafür musste Brandolf Duah auf der Bank Platz nehmen. In der zweiten Halbzeit kamen nach und nach Brandolf Duah, Marcel Cornils, Raul Celotto, Randy Gyamenah und schließlich in der Nachspielzeit Joshua Nwokoma in die Partie. Im Spieltagskader standen ferner Torhüter Bjarne Schneider, Bjarne Schleemann, Samuel Hust und Thies Richter. Die verletzten Torben Marten, Nick Selutin, Uchechi Duru und Alexander Laukart fehlten ebenso wie Torhüter Nils Bock, Daniel Schaen und Joshua Hansen.

Bei der FSV, die zuvor minimalistisch drei 1:0-Siege hintereinander hingelegt und jüngst bei Werder Bremen II gewonnen hatte, konnte Trainer Christian Benbennek die Anfangself unverändert lassen. Auch der am vergangenen Samstag früh ausgewechselte Ex-VfB-Lübecker und Drochtersen/Assel-Spieler Robin Kölle konnte auflaufen.

Weiche hatte anfangs mehr vom Spiel, wirkte strukturierter und ging auch verdient in Führung. Erolind Krasniqi verwandelte einen Querpass vom rechten Strafraumeck von Ilir Serifi am Sechzehner flach aus 18 Metern zum 0:1 überlegt ins rechte Eck (17.). Ibrahim Bashiru Ali hatte nach einem Schwenk eine gute Schussposition, verzog aber aus gut 25 Metern knapp links vorbei (23.).

Die zunächst tief stehenden Platzherren wurden erst im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit aktiver. Eine erste Tor-Annäherung hatte Robin Kölle, der den Flensburger Kasten verfehlte (33.). Ayhan Cancor scheiterte dann nach weitem Abschlag von Torhüter Justin Kick bei der besten Chance der FSV an Weiche-Torhüter Ronny Seibt, der in jener Szene von Theo Behrmann unterstützt wurde (38.). Aber der SC-Torhüter war wenig später doch geschlagen, als Robin Kölle nach einer Eingabe von der linken Seite am zweiten Pfosten richtig spekulierte, noch einen Schwenk machte und die Murmel mit links aus sieben Metern halbhoch ins rechte Eck zum Ausgleichstreffer einnetzte (39.). Das 1:1 zur Pause war aus Sicht der Platzherren eher als etwas glücklich zu bezeichnen. Aber unserer Mannschaft war es nicht gelungen, die spielerische Überlegenheit der ersten 30 Minuten deutlicher an die Anzeigetafel zu bringen.

Nach dem Seitenwechsel hatte Weiche bei zwei Pfostentreffer gleich doppeltes Pech. Wieder war es Erolind Krasniqi, der aus gut 20 Metern nach einem Querpass von Ibrahim Bashiru Ali abzog und den rechten Außenpfosten traf (52.). Danach landete das Spielgerät erneut am Pfosten, bevor FSV-Torhüter Justin Kick den Ball ins Gesicht bekam und dadurch die zweite Gästeführung verhinderte (62.). Auf der anderen Seite scheiterte Christian Skoda mit einem Chipball von halbrechts aus 18 Metern an Ronny Seibt, der die Murmel über die Latte lenkte (56.). Die FSV hatte sich inzwischen nicht mehr so tief stehend aufgestellt wie in der ersten halben Stunde.

In der Folge stellte sich ein recht ausgeglichenes Spiel mit einigen Abschlüssen hüben wie drüben ein, ehe die Platzherren zur Schlussoffensive bliesen. Die beste Möglichkeit hatte Moussa Doumbouya nach Vorarbeit von Christian Skoda (70.), der von halblinks wieder an unserem Schlussmann scheiterte. Nochmals parierte Ronny Seibt einen Freistoß von halblinks von Niklas Brandt im zweiten Zupacken (85.). Doch kurz vor Schluss traf dann Moussa Doumbouya im Anschluss an einen Eckstoß, den Niklas Brandt von rechts trat, zum Sieg der Heim-Elf. Erst köpfte er Kevin Ntika an, dann konnte Jordi Njoya den Ball auf den Schützen erneut ablegen. Der Versuch aus sechs Metern fand, abgefälscht und so für Ronny Seibt nicht zu parieren, die Lücke ins Netz (88.). Dabei blieb es bis zum Abpfiff. Der von Christian Benbennek betreute neue Tabellenführer – das zeigte sich am Mittwochabend – ist aktuell in starker, vor allem auch mental herausragender Verfassung.

Zum Abschluss der „englischen Woche“ hat unsere Mannschaft auf Samstag, 19. September 2026, wieder Heimrecht. Im Manfred-Werner-Stadion ist dann ab 14 Uhr der 1. FC Phönix Lübeck zu Gast, der am Mittwochabend mit einem 9:0-Heimsieg gegen den Landesrivalen Todesfelde aufhorchen ließ.

Schöningen: Kick – Marino (90.+1 Fuchs), Weigel, Milushev – Kölle, Brandt, Skoda (Kap./72. Klump), Horn – Cankor (64. Njoya), Doumbouya, Joppich (72. Winter). Trainer: Benbennek.

Weiche: Seibt – Behrmann, Eckstein, Ntika (Kap.), Wagner (57. Duah) – Lamce (90.+1 Nwokoma), Serifi (82. Celotto) – Tytarenko (68. Cornils), Krasniqi, Bashiru Ali – Tobinski (84. Gyamenah). Trainer: Wulff.

Tore: 0:1 Krasniqi (17.), 1:1 Kölle (39.), 2:1 Doumbouya (88.).

Zuschauer: 1.180 unter Flutlicht im Elmstadion, Schöningen.

Schiedsrichter: Benjamin Schmidt (SpVg Laatzen).

Verwarnungen: Cankor (37.), Joppich (40.), Skoda (58.), Njoya (90.+1)/Eckstein (41.), Ntika (66.), Celotto (84.).