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Spitzenspiel in Hannover

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Spitzenspiel in Hannover

Weiche reist am Samstag zur U 23 von „96“

6. November 2026

Am letzten Spieltag der Hinrunde gastiert der SC Weiche Flensburg 08 als Spitzenreiter bei seinem unmittelbaren Verfolger Hannover 96 II. Bevor es am Samstagnachmittag ab 15 Uhr im Eilenriedestadion der niedersächsischen Landeshauptstadt um die nächsten drei Punkte und die Tabellenspitze gehen wird, haben wir für Euch wieder ein paar Fakten zusammengestellt.

Zur Lage: Spitzenquintett dicht beisammen

Am vergangenen 16. Spieltag patzten die ersten Vier der Tabelle, sodass der 1. FC Phönix Lübeck als Fünfter näher heranrücken konnte und mit dem 3:0-Sieg bei der FSV Schöningen der große Gewinner des Spieltags war. Das Standardresultat des Wochenendes war das 1:1, das es gleich viermal gab. Betroffen waren drei Spitzenmannschaften. Weiche musste sich damit im eigenen Stadion vor 1.134 Fans gegen Kickers Emden begnügen, Oldenburg konnte die mehr als 80-minütige zahlenmäßige Überlegenheit vor 3.240 Zuschauern in Delmenhorst nicht zu mehr nutzen, und Drochtersen schaffte beim HSC Hannover kein besseres Ergebnis. Hannover 96 II, das am Sonntag die Spitze hätte übernehmen können, ging sogar völlig leer aus. Beim Nachwuchs des Hamburger SV unterlag der Tabellenzweite mit 2:4-Toren. Das vierte 1:1-Remis gab es indes im Abstiegskampf, wo der FC St. Pauli II, diesmal ohne Unterstützung „von oben“, im Nachbarschaftsduell mit Eimsbüttel in der Nachspielzeit einen Punkt retten konnte.

Ein weiteres Kellerduell ging ebenfalls unentschieden aus. Torlos trennten sich der SSV Jeddeloh II, zurück aus der DFB-Pokal-Welt, vom Bremer SV. Außerdem verbuchte der SV Todesfelde beim 4:2-Heimsieg gegen den Kreis-Rivalen Eintracht Norderstedt drei wichtige Punkte im Abstiegskampf, ebenso wie Werder Bremen II. Der grün-Weiße Nachwuchs gewann beim grün-weißen VfB Lübeck an der Lohmühle vor 2.158 Fans sogar mit 5:2-Toren.

Am nun anstehenden 17. und damit letzten Spieltag der ersten Halbserie wird noch keine endgültige Entscheidung über den „Hinrundenmeister“ fallen, da die nachzuholende Partie zwischen Phönix Lübeck und dem VfB Oldenburg erst später ausgetragen wird. Die besten Aussichten auf den Gewinn des letztlich unbedeutenden Titels haben Hannover 96 II und der SC Weiche, die sich am Samstag ab 15 Uhr im direkten Duell gegenüberstehen werden. Oldenburg empfängt erst ab 18 Uhr den FC St. Pauli II und könnte es aufgrund des Nachholspiels ebenso noch schaffen wie der 1. FC Phönix Lübeck, der am Sonntag ab 14 Uhr – erstmals nicht mehr an der Lohmühle, sondern wieder im Leichtathletik-Stadion Buniamshof – den HSV-Nachwuchs zu Gast haben wird. Hingegen kann Drochtersen/Assel die Hinrunde nicht mehr auf Platz eins abschließen. D/A wird am Sonntag, ebenfalls um 14 Uhr, bei Eintracht Norderstedt dennoch die drei Punkte haben wollen.

Stimmungsvoll dürfte es bereits am Freitag ab 19 Uhr bei der Partie zwischen Kickers Emden und dem VfB Lübeck zugehen, die den letzten Hinrundenspieltag eröffnen werden. Im Zeichen des Abstiegskampfes wird das Bremer Derby am Samstag ab 14 Uhrzwischen der Werder-Zweiten und dem BSV stehen. Um wichtige Punkte für den Klassenerhalt geht es zudem bei den Spielen zwischen Eimsbüttel und Todesfelde (Sa., 14 Uhr) sowie HSC Hannover und Jeddeloh II (So., 14 Uhr). Mit der Begegnung Delmenhorst gegen Schöningen (Sa., 15 Uhr) steht ferner ein Duell auf dem Programm, bei dem sich zwei Mannschaften treffen, die zumindest aktuell weder in Titel- noch Abstiegskampf verwickelt sind.

Zum Gegner: Tabellenzweiter mit vielen Gesichtern

Hannover 96 hat seine U 23 seit einigen Jahren zu einer echten Spitzenmannschaft der Regionalliga Nord entwickelt, die 2024 sogar deren Meister wurde und durch den Aufstieg in die 3. Liga Weiche damals überhaupt erst ermöglichte, durch die erfolgreiche Relegation gegen TuS Bersenbrück viertklassig zu bleiben. Das ist nun mehr als zwei Jahre her und zählt heute nicht mehr. Hannover 96 II stieg 2025 als Tabellenachtzehnter (von 20 Mannschaften) aus der 3. Liga wieder ab, wurde im vergangenen Jahr in der Regionalliga Sechster und etablierte sich in dieser Saison in der Spitzengruppe.

Die Niedersachsen können damit befreit agieren. Ein Aufstieg in die 3. Liga wird nicht erwartet, und der Abstiegskampf wird 2026/27 definitiv ohne Hannover 96 II ausgetragen werden. Mit 33 Punkten aus den ersten 16 Spielen hat die Mannschaft des neuen Cheftrainers Lars Barlemann an die Leistungen der vergangenen Jahre nahtlos anknüpfen können, nachdem Daniel Stendel – er arbeitet jetzt beim FC Barnsley in der dritten englischen Liga – für vier erfolgreiche Spielzeiten den ältesten Jahrgang der Akademie des Zweitligisten trainiert hatte. Freilich erneuert sich der Kader auch bei der „96“-Zweiten regelmäßig. So hat es im vergangenen Sommer elf Neuzugänge gegeben. Allein sieben Talente wurden aus der eigenen U 19 hochgezogen. Zudem kam vom japanischen Kooperationspartner Mito HollyHock auf Leihbasis Asuma Ikari.

Die aktuelle Mannschaft hat sechs ihrer acht bisherigen Heimspiele gewinnen können. Lediglich gegen Delmenhorst wurde Mitte August mit 0:1 verloren, und gegen den VfB Lübeck kamen die Hannoveraner über ein 2:2-Remis auf eigener Anlage nicht hinaus. Die übrigen Heimauftritte wurden meist recht torreich gestaltet: gegen den FC St. Pauli II (3:2), Todesfelde (3:1) und Phönix Lübeck (3:2) gelangen jeweils drei, gegen Schöningen (4:2) und Norderstedt (4:3) sogar vier eigene Treffer. Dennoch sind die sehr guten 38 erzielten Tore in den 16 Liga-Spielen der schwächste Wert der fünf Spitzenmannschaften. Über einen alles überragenden Torjäger verfügen die Hannoveraner aktuell nicht. Mit jeweils fünf Treffern führen Merlin Sinanovic (aus 12 Spielen) und Asuma Ikari (aus 14 Spielen) die mannschaftsinterne Liste an. Fünfzehn verschiedene Schützen sorgen dafür, dass die Talente von Lars Barlemann gerade in der Offensive schwer ausrechenbar sind. So hat der mit Profi-Vertrag ausgestattete Taycan Etcibasi bei nur drei Einsätzen und 189 Spielminuten drei Tore erzielt.

Im Tor hat Jonas Schwanke seinen Stammplatz sicher. Auch Tim van den Heuvel, der schon acht Torvorlagen gab, und Julius Meusel fehlten bislang in keinem Liga-Spiel. Zum uneingeschränkten Stamm zählen zudem Manuel Braun und Alexander Vogel. Der jeweilige Kader des Spieltags wird allerdings von den Profis abhängig sein. So waren beim jüngsten 2:1-Sieg des Zweitligisten gegen Dynamo Dresden u. a. Merlin Sinanovic, Manuel Braun und Noah Engelbreth im Profi-Aufgebot. Jüngst war andersherum neben Taycan Etcibasi auch sein Mittelstürmer-Kollege Tom Hobrecht, der sich im Vorjahr mit 16 Regionalliga-Toren für einen Profi-Vertrag empfohlen hatte, nun aber bereits zehnmal in der „Zweiten“ spielte (zwei Tore), zur U 23 abgestellt. Die Profis müssen am Sonntag beim 1. FC Heidenheim antreten.

So bleibt letztlich abzuwarten, mit welchem Aufgebot die U 23 der Hannoveraner am Samstag auflaufen wird. Eines scheint jedoch ziemlich sicher: Es wird eine spielstarke, offensiv ausgerichtete Mannschaft zu erwarten sein. Freilich sind die „jungen Roten“ – die offiziellen Vereinsfarben von Hannover 96 sind indes Schwarz-Weiß-Grün – auch verwundbar. Nur dem HSC Hannover, der im Derby mit 0:2-Toren unterlag, gelang es nicht, im Eilenriedestadion mindestens ein Tor zu erzielen.

Unsere Mannschaft: Vorfreude auf Topspiel

Nach dem 1:1-Remis vom vergangenen Samstag gab es am Abend dennoch eine Mannschaftsfeier in der Flensburger Innenstadt. Sonntag und Montag war für unsere Spieler frei, sodass am Dienstag die neue Trainingswoche begann. Die Übungseinheiten sind aufgrund des schummrigen Lichts in der städtischen Anlage in Mürwik nach Weiche und zudem zeitlich vorverlegt worden. Bis Freitag gibt es täglich Einheiten, um bestmöglich für die Partie in Hannover gewappnet zu sein. Cheftrainer Tim Wulff sagt zur sportlichen Herausforderung des Samstags: „Wir freuen uns auf das Topspiel gegen eine absolute Spitzenmannschaft. Dass sie jetzt beim HSV II verloren hat, ändert nichts daran, dass es eine sehr gut besetzte junge Truppe ist, die immer spielerische Lösungen sucht und gerade offensiv ihre Stärken hat. Sie hatten am Sonntag beim HSV genug Chancen, um mehr als nur zwei Tore zu erzielen.“ Der Trainer weiter: „Wir werden uns gut vorbereiten und wollen dort gewinnen, wenngleich es sehr schwer werden wird.“

Bei dem Unterfangen kann Ole Wagner nicht helfen. Unser Linksverteidiger sah gegen Emden seine fünfte gelbe Karte und muss nun einmal pausieren. An Ersatz mangelt es nicht, denn über 20 Spieler sind fit. Als Außenverteidiger kämen beispielsweise Brandolf Duah, Bjarne Schleemann oder Thies Richter in Betracht. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz des etatmäßigen Kapitäns Kevin Ntika, der gegen Kickers Emden früh mit Muskelproblemen passen musste. Hingegen gab Uchechi Duru Entwarnung. Auch der andere Innenverteidiger hatte am Samstag um Auswechslung gebeten. Es war aber nach vorheriger monatelanger Verletzung eine reine Vorsichtsmaßnahme, da sich Muskelkrämpfe andeuteten. Fehlen wird weiterhin definitiv ein verletztes Trio: Torben Marten, Alexander Laukart und Joshua Hansen. Hingegen wird es für Ronny Seibt und Ibrahim Bashiru Ali die letzte Liga-Partie vor dem Länderspieltrip nach Salzburg werden. Dort tritt drei Tage später eine neu gegründete deutsche Amateur-Nationalmannschaft gegen Österreich an.

Bisher standen sich beide Mannschaften 23-mal gegenüber. Bei zehn Remis siegten die Hannoveraner nur viermal. An Weiche gingen neun Siege. Das Torverhältnis lautet 32:24 aus Flensburger Sicht. Der letzte Sieg unserer Mannschaft ist allerdings schon etwas her. Am 15. März 2023 gewann Weiche das Heimspiel mit 2:1. Zuvor gab es am 12. August 2022 beim 3:0 den letzten Flensburger Sieg bei der U 23 von „96“. Es folgten im Eilenriedestadion ein 1:1-Remis in der Meistersaison der Niedersachsen sowie eine 2:3-Niederlage am 23. August 2025. Bester Torschütze der 23 Duelle ist im Übrigen Marcel Cornils, der bislang viermal den Ball im Kasten der „96er“ versenken konnte.

Hinweise für alle Fans: live in Hannover oder im Stream

Das Spiel wird am Samstag, 7. November 2026, um 15 Uhr im Eilenriedestadion von Hannover angepfiffen werden. Schiedsrichter der Partie ist Tom-Leon Bender (Heidmühler FC), der von Tom Holsten (TSV Bassen) und André Eikens (SV Meppen) an den Linien assistiert wird.

Bitte beachtet, dass die Dauer der Fahrt auf der A 7 an einem Samstag nur schwer kalkulierbar ist. Normalerweise ist für die rund 310 km lange Strecke mit einer Fahrzeit von etwas über drei Stunden zu rechnen. Einige kostenfreie Parkmöglichkeiten gibt es direkt an der Clausewitzstraße. Ein kostenpflichtiges Parkhaus befindet sich gegenüber der „96“-Akademie an der Stadthalle/HCC Congress Centrum.

Bahnfahrer müssen mit einer Gesamtanreisezeit von etwa vier Stunden planen (z. B.: Flensburg ab 9.17 Uhr, Hannover Hbf. an 12.47 Uhr), die sich zudem verlängert, wenn nur Züge des Nahverkehrs genutzt werden. Für jenen Fall wäre die Empfehlung, bereits um 8.17 Uhr ab Flensburg abzufahren. Planmäßige Ankunft in Hannover Hbf. ist um 13.15 Uhr. Vom Hauptbahnhof Hannover wird die Spielstätte bequem nach rund zehnminütiger Fahrzeit mit den Buslinien 128 oder 134 (Richtung Peiner Straße; zum Beispiel mit Bus 128: 12.59 Uhr ab Hannover Hbf.; an 13.09 Uhr) oder mit der Straßenbahn ab U-Bahnhof Kröpcke (ca. 300 m vom Hauptbahnhof entfernt) mit der Linie 11 (z. B. ab 12.58 Uhr, an 13.06 Uhr), jeweils bis „Congress Centrum“, erreicht. Für die Rückfahrt bietet sich eine Verbindung um 17.16 Uhr mit dem Bus 128 ab Congress Centrum Hannover und Ankunft in Flensburg planmäßig um 21.41 Uhr an. Wird für die Rückfahrt ausschließlich der Nahverkehr genutzt, so wird es spät. Start wäre dann um 17.26 Uhr ab Congress Centrum, Ankunft in Flensburg wäre erst um 00.13 Uhr, da ab Neumünster ein Bus des Schienenersatzverkehrs fährt.

Die Stadiontore und -kassen öffnen 90 Minuten vor Anpfiff, d. h. um 13.30 Uhr. Im Eilenriedestadion kann an allen Verkaufspunkten ausschließlich bar bezahlt werden. Dieses betrifft auch das Pfandrückgabesystem.

Wer die Partie in Hannover nicht live vor Ort verfolgen kann, hat die Möglichkeit, sich hinter einer Bezahlschranke den kommentierten Livestream auf dem zentralen Vermarktungskanal der Regionalliga Nord über den Anbieter LEAGUES (www.leagues.football/rlnord) anzuschauen. Ihr gelangt zum Stream ebenso, wenn Ihr über unsere Homepage (weiche-liga.de) auf den Button „Weiche 08 TV“ geht. Infos zu Aufstellung, Spielbeginn, Halbzeit und Abpfiff werden wir wie gehabt auf unseren Social-Media-Kanälen geben.

Fans können sich gern an unseren Fanbeauftragten unter fanbetreuung@weicheflensburg08.de wenden.

Ein Hinweis zum Wetter: In Hannover werden für den Samstag kühle Temperaturen von lediglich sechs Grad erwartet. Also: warm anziehen! Mit Niederschlag ist nicht zu rechnen.

Wir freuen uns über Eure Unterstützung und wünschen allen nach Hannover fahrenden Weiche-Fans eine problemlose Anreise, ein schönes Spiel sowie eine gut gelaunte Rückkehr nach Flensburg.