Sonne, Lust und schöne Tore – Teil 2?
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Sonne, Lust und schöne Tore – Teil 2?
Am Samstag gastiert Jeddeloh II in Flensburg
Eine Woche nach dem klaren 5:2-Sieg gegen den Eimsbütteler TV darf der SC Weiche Flensburg 08 gleich noch einmal vor heimischer Kulisse antreten. Bevor unsere Mannschaft am Samstag ab 14 Uhr im Manfred-Werner-Stadion versuchen wird, gegen den SSV Jeddeloh II nach zwei hohen Niederlagen der vergangenen Saison Wiedergutmachung zu betreiben, haben wir für Euch wieder ein paar Fakten zusammengestellt.
Zur Lage: Englische Woche ohne Weiche
Am vergangenen Wochenende läutete der zweite Spieltag die erste von insgesamt drei englischen Wochen der Regionalliga Nord ein. Davon bekommen die Flensburger Anhänger nicht so viel mit, weil die Partie des SC Weiche beim SV Werder Bremen II, die am Mittwoch (12.08.26) hätte stattfinden sollen, um eine Woche auf den 19. Augustverlegt worden ist. So gingen am Dienstag und Mittwoch insgesamt acht Partien über die Bühne.
Am zweiten Spieltag war Weiche mit dem 5:2-Erfolg über Eimsbüttel der höchste Tagessieg gelungen. Das Spitzenspiel entschied Oldenburg nach Halbzeitrückstand vor 4.119 Fans mit 3:1 gegen Drochtersen/Assel für sich. Titelmitfavorit Emden machte es gegen den Hamburger SV II nach einer komfortablen 3:0-Führung spannend, gewann vor 2.700 Zuschauern mit 3:2. Noch mehr Tore fielen in Todesfelde beim 3:3-Remis gegen den Nachwuchs von Werder Bremen. Außerdem gab es drei 2:0-Sieger: Hannover 96 II im Stadtderby vor 1.000 Zuschauern gegen den HSC, Aufsteiger Delmenhorst vor 2.016 Besuchern gegen den VfB Lübeck und der 1. FC Phönix Lübeck, der – im Vorgriff auf sein DFB-Pokalspiel am 23. August gegen den Erstligisten SC Paderborn 07 – schon mal an die Lohmühle auswich und dort den SSV Jeddeloh II bezwang. Mit einem 1:1-Remis trennten sich Schöningen und Norderstedt. Außerdem unterlag der FC St. Pauli II dem Bremer SV mit 0:1.
Die acht übrigen Partien des dritten Spieltags wurden „unter der Woche“ absolviert. Am Dienstagabend machten der VfB Lübeck und Oldenburg den Anfang. Sie trennten sich im Traditionsduell vor 3.172 Zuschauern 1:1-unentschieden. Die übrigen Spiele, die am Mittwochabend stattfanden, hatten es in sich. Der 6:2-Sieg von Norderstedt gegen Kickers Emden mit einem Dreierpack von Mittelfeldregisseur Jonas Behounek erdete die Ambitionen der bis dahin noch ungeschlagenen Ostfriesen doch heftig. Bei bereits zwölf Gegentoren nach drei Spielen dürfte es nicht allzu schwierig sein, ein Problemfeld der Emder zu identifizieren. Krisenstimmung dürfte beim selbsternannten Aufstiegsfavoriten Drochtersen/Assel nach der 1:2-Niederlage gegen Hannover 96 II herrschen. Anders dürfte die Laune beim Gegner sein. Der Ex-Drittligist aus der niedersächsischen Landeshauptstadt thront damit als einzig verlustpunktfreie Vertretung an der Tabellenspitze. Schöningen baute den starken Saisonstart mit nun sieben Punkten durch einen 2:1-Auswärtssieg in letzter Minute beim Eimsbütteler TV aus. Der SSV Jeddeloh II feierte beim 2:0-Sieg gegen das neue Schlusslicht FC St. Pauli II seinen ersten „Dreier“ und beendete damit die vorherige Erfolglosigkeit. Durch das torlose Remis zwischen dem Bremer SV und dem 1. FC Phönix Lübeck vor 1.025 Fans verharren beide mit nun je einem Sieg, einer Niederlage und dem ersten Remis im Tabellenmittelfeld. Der HSC Hannover feierte mit einem 3:0 gegen Atlas Delmenhorst seinen ersten Saisonsieg und fügte dem stark gestarteten Aufsteiger damit zugleich die erste Niederlage zu. Ungeschlagen bleibt der Aufsteiger aus Schleswig-Holstein. Todesfelde glich zweimal einen Rückstand aus und kam in seinem ersten Auswärtsspiel beim Hamburger SV II zu einem 2:2-Remis.
Die Partie Weiche gegen Jeddeloh II wird am Samstag ab 14 Uhr den vierten Spieltag eröffnen. Weiter geht es dann am Samstag ab 18 Uhr, wenn Kickers Emden den Eimsbütteler TV und der VfB Oldenburg die Eintracht aus Norderstedt empfangen werden. Um 19 Uhr beginnt das Lübecker Stadtderby, das zwar an der Lohmühle steigt, bei dem aber Phönix offiziell die Heimvertretung sein wird.
Von den fünf Partien des Sonntags beginnen drei um 14 Uhr: Der HSV II empfängt Drochtersen/Assel, der FC St. Pauli II trifft auf den Werder-Nachwuchs, und die „Zweite“ von Hannover 96 spielt gegen Atlas Delmenhorst. Zwei Partien, die um 15 Uhr angepfiffen werden, beschließen den vierten Spieltag. Der HSC Hannover reist zum Bremer SV, und Schöningen erwartet den SV Todesfelde.
Zum Gegner: starker Vierter des Vorjahres
Der SSV Jeddeloh II gehört mittlerweile zu den Stammvereinen in der Regionalliga Nord. Seit dem Aufstieg von 2017 war er immer dabei, galt allerdings lange Zeit eher „als graue Maus“, die sich in der zweiten Tabellenhälfte von den Abstiegsplätzen fern hielt. Doch in der Saison 2025/26 war alles anders. Jeddeloh II spielte von Beginn an im Spitzenquartett mit, musste erst im Frühjahr abreißen lassen und wurde am Ende Vierter. Die beste Saison der Vereinsgeschichte wurde mit dem Gewinn des Landespokals nach einem überragenden 3:0-Finalsieg gegen Drochtersen/Assel gekrönt. Dadurch können die Edewechter nun nach 2018 zum zweiten Mal um den DFB-Pokal mitspielen, wobei sie in der ersten Runde am 23. August in Oldenburg erneut – wie bei der ersten Teilnahme (2:5) – auf den 1. FC Heidenheim treffen werden.
Der große Erfolg des Vorjahres war allerdings auch mit einigem Tribut verbunden, den die Ammerländer im Sommer an finanzkräftigere Klubs zahlen mussten. Sie verloren mit Dominique Ndure (4 Tore) an den Liga-Konkurrenten Drochtersen/Assel, Tom Gaida (13 Tore/nun Eintracht Trier, RL Südwest), Kasra Ghawilu (13/SV Meppen, 3. Liga) und Max Wegner (14/Laufbahnende) vier absolute Leistungsträger, die allein für 44 Tore gesorgt hatten, und zudem Cheftrainer Björn Lindemann, der bei Kickers Emden anheuerte. Seinen Posten übernahm Kristian Arambasic, der vom BSV Rehden aus der Oberliga kam. Die Aufgabe des 49-jährigen UEFA-A-Lizenz-Inhabers ist es, so schnell wie möglich aus den bislang sieben Zugängen und den verbliebenen Spielern des Vorjahres wieder eine starke Mannschaft zu formen. Von den „Neuen“ kommen allerdings nur Kamer Krasniqi (SF Lotte, RL West) und Ismail H’Maidat (Bremer SV) aus der vierten Liga. Zuletzt wechselte Adrian Asani aus Aschaffenburg an den Küstenkanal. Ein Problem des „Dorfvereins“, der nun seit mehr als neun Jahren mit „Ein Dorf rockt die Regionalliga“ wirbt, ist, dass es an einem Unterbau mangelt. Bislang zehn Abgängen stehen nur sieben Zugänge gegenüber, sodass der Kader aktuell gerade 22 Spieler umfasst. Dass der Sportliche Leiter Olaf Blancke da noch einmal auf dem Transfer- bzw. Spielermarkt tätig werden wird, ist nicht auszuschließen, zumal die Blau-Weißen nicht so ohne Weiteres aus dem eigenen Verein nachlegen und Lücken schließen können. Es gibt noch eine zweite Mannschaft, die in der 4. Kreisklasse des Fußballkreises Jade-Weser-Hunte Vizemeister wurde, und eine Ü 40. Zu den verbliebenen Leistungsträgern dürften Torhüter Moritz Onken, die Innenverteidiger Gazi Siala, Niklas von Aschwege und Philip Gramberg, der Japaner Keita Taguchi und der schnelle Stürmer Pascal Steinwender zählen. Der Angreifer Simon Brinkmann, der schon 35-mal in der Regionalliga Nord einnetzte und im Vorjahr an den ersten zwölf Spieltagen siebenmal traf, würde ebenfalls dazu zu zählen sein. Doch er fehlt seit Monaten wegen einer Knieverletzung. Sein Zwillingsbruder Moritz ist im zentralen Mittelfeld zuhause. Kapitän ist inzwischen der 31-jährige Gazi Siala geworden, der beim jüngsten Aufeinandertreffen gegen Weiche kurz vor Abpfiff ein sehenswertes Freistoßtor erzielt hatte.
Entsprechend der personellen Situation kam nach der phantastischen Spielzeit 2025/26 der punkt- und torlose Saisonstart vielleicht nicht völlig überraschend. Erst wurde zuhause mit 0:2 gegen die stark aufgerüstete FSV Schöningen der Kürzere gezogen. Danach ging die Partie beim 1. FC Phönix Lübeck mit dem gleichen Resultat verloren. Keita Taguchi (14.) beendete am Mittwochabend die Torflaute und erzielte den ersten Saisontreffer der Blau-Weißen. Tim Janßen ließ nach der Pause den zweiten zum 2:0-Endstand folgen (48.). Dementsprechend werden die Schützlinge von Kristian Arambasic zwar physisch gefordert, aber mit psychologischem Aufwind die Reise an die Flensburger Förde antreten. Die vorangegangenen Testspiele zeigten im Übrigen beide Seiten: Überzeugende Siege wie gegen den SV Wilhelmshaven (5:1) und den SV Rödinghausen (2:0) standen Niederlagen wie gegen den VfB Lübeck (0:2) oder den BSV Rehden (2:5) gegenüber.
Unsere Mannschaft: zwei klare Pleiten im Vorjahr
Das erste Liga-Heimspiel nach 13 Wochen machte Lust auf mehr. Beim 5:2-Sieg am vergangenen Samstag gegen Eimsbüttel stimmte sehr viel: das Wetter, die stimmungsvolle Kulisse, das unterhaltsame Spiel und letztlich auch das Ergebnis. Es machte – wo man auch hinhörte: bei Spielern, Verantwortlichen und Fans – Lust auf mehr. Allerdings wird nicht jeder Kontrahent ein derart offenes Spiel anbieten wollen wie der Aufsteiger aus Hamburg. Und die beiden Partien gegen Jeddeloh II aus der vergangenen Saison sollten Mahnung genug sein. Erst verlor Weiche vor eigener Kulisse klar mit 0:4-Toren. Dann hieß es im Edewechter Ortsteil im Rückspiel sogar 1:5. Daran erinnert nun auch unser Co-Trainer Kawa Moustafa. Er sagt: „Jeddeloh II ist für uns in der vergangenen Saison ein richtig unangenehmer Gegner gewesen. Da haben wir einiges wiedergutzumachen. Sie bringen gegenüber unserer jungen Mannschaft sehr viele erfahrene Spieler mit.“ Und doch blickt unser Co-Trainer zuversichtlich auf die Partie. „Für uns ist es wichtig, an die Intensität und Spielfreude vom Auftritt gegen den ETV anzuknüpfen. Da wollen wir uns gar nicht so sehr nach dem Gegner richten.
Insgesamt wird es am Samstag zum 14. Duell mit dem SSV kommen. Zwar befindet sich der SSV Jeddeloh II in seiner nun auch schon zehnten Regionalliga-Saison, doch während der Corona-Pandemie gingen sich beide Mannschaften über Jahre konsequent aus dem Weg. Die Gesamtbilanz ist bei jeweils fünf Erfolgen für beide Seiten und drei Remis ausgeglichen, wobei die Ammerländer durch die beiden hohen Siege der vergangenen Saison im Torverhältnis mittlerweile mit 26:23 vorn liegen.
Unsere Mannschaft begann nach einem trainingsfreien Montag am Dienstag mit der konzentrierten Vorbereitung auf die Partie am Samstag. Der Blick geht trotz aller Konzentration auf das Spiel gegen den SSV Jeddeloh II auch schon ein wenig voraus, wenn Weiche die „englische Woche“ mit dem Spiel beim SV Werder Bremen II nachholen und am darauffolgenden Sonntag die Partie bei Eintracht Norderstedt vorziehen wird. Da macht es sich gut, dass der Kader allmählich wieder größer wird. Gegen Eimsbüttel standen lediglich 18 Spieler zur Verfügung; ein Drittel meldete sich hingegen noch nicht fit. Die Aussicht besteht, dass sich die personelle Lage weiter verbessert. Leider wird Alexander Laukart nach einer Trainingsverletzung noch etwas länger ausfallen. Bei den ebenfalls im Training sich verletzenden und gegen Eimsbüttel fehlenden Brandolf Duah und Randy Gyamenah besteht hingegen gute Hoffnung, dass es für den Samstag bereits reichen wird. In den Kader könnten zudem Maksym Tytarenko, Thies Richter und Joshua Hansen rücken. Und auch bei Bjarne Schleemann, Daniel Schaen und Marcel Cornils dürfte das „grüne Licht“ demnächst angehen. Schon dabei war Torhüter Bjarne Schneider, der gemeinsam mit Tanyel Eckstein und Maksym Tytarenko am vergangenen Sonntag beim 7:2-Sieg gegen den TSV Hattstedt Spielpraxis in unserer U 23 in der Landesliga sammeln konnte.
Hinweise für alle Fans: Live ist nur im Manfred-Werner-Stadion!
Das Spiel wird am Samstag, 15. August 2026, um 14 Uhr im Manfred-Werner-Stadion angepfiffen. Schiedsrichter der Partie ist Tim Otto (TSV Weyhe-Lahausen), der von Jonah Fichtner (TSG Ahlten) und Kevin-Noah Traemann (TuS Sudweyhe) an den Linien assistiert wird.
Tickets zum Spiel gibt es wie üblich in den Kategorien Stehplatz/Sitzplatz ohne Dach und Sitzplatz mit Dach.
Wer die Partie nicht live im Stadion verfolgen kann, hat die Möglichkeit, sich hinter einer Bezahlschranke den kommentierten Livestream mit von handgeführter Kamera auf dem neuen zentralen Vermarktungskanal der Regionalliga Nord über den Anbieter LEAGUES (www.leagues.football/rlnord) anzuschauen. Ihr gelangt zum Stream ebenso, wenn Ihr über unsere Homepage (weiche-liga.de) auf den Button „Weiche 08 TV“ geht. Auf fussball.de bieten wir zudem einen Liveticker an. Ferner werden wir Infos zu Aufstellung, Spielbeginn, Halbzeit und Abpfiff wie gehabt auf unseren Social-Media-Kanälen geben. So richtig „live“ ist allerdings nur der Stadionbesuch.
Fans des SSV Jeddeloh II beachten bitte, dass die Stadionadresse Bredstedter Straße 2 wie die gesamte Bredstedter Straße als Anwohnerstraße keinerlei Parkplätze bietet. Bitte benutzt die ausgewiesenen Parkplätze in der Otto-Hahn-Straße. Sie sind kostenlos.
Fans, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, können ab dem Bahnhof Flensburg oder dem Zentralen Omnisbusbahnhof (ZOB) in der Innenstadt die Buslinie 12 bis zur Haltestelle „Bredstedter Straße“ nutzen.
Fans des SC Weiche können sich gern an unseren Fanbeauftragten unterfanbetreuung@weicheflensburg08.de wenden.
Ein Hinweis zum Wetter: Für Samstag wird teilweise sonniges, trockenes Wetter mit angenehmen Temperaturen von etwas über 20 Grad erwartet. Einem Stadionbesuch sollte damit nichts entgegenstehen.
Wir freuen uns über Euren Besuch sowie Eure Unterstützung und wünschen allen Fußballfans einen schönen Samstagnachmittag in unserem Manfred-Werner-Stadion.