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Sieg und Remis in 120 Minuten

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Sieg und Remis in 120 Minuten

Weiche gewinnt das „Blitzturnier“ in Skærbæk

5. Juli 2026

In einem „Blitzturnier“ mit Spielen über zweimal 30 Minuten besiegte der SC Weiche Flensburg 08 am Samstagnachmittag zunächst die U 23 von Holstein Kiel mit 2:1-Toren, um sich im unmittelbaren Anschluss vom SC Victoria Hamburg torlos zu trennen. Auf dem Hauptplatz des Skærbækcentret im dänischen Skærbæk war es ein typischer Wettkampf innerhalb einer Saisonvorbereitung, bei der die Spieler der Mannschaften mit ihren aktuellen Belastungen klarkommen mussten. Bei typischem Aprilwetter mitten im Hochsommer mit einigen sonnigen Abschnitten, etwas Wind und geringem Niesel bei Temperaturen um die 20 Grad hatte der Regionalligist in seinen beiden Partien gegen die Oberligisten jeweils mehr Ballbesitz und weitgehend auch die Spielkontrolle. Weil im ersten Turnierspiel Victoria Hamburg der Kieler Zweitliga-Reserve mit 1:3 (0:1)-Toren unterlag, ging der Gesamtsieg an unsere Mannschaft. Cheftrainer Tim Wulff sagte nach dem kräftezehrenden Nachmittag: „Es war ein sehr guter Test. Die Spieler mussten physisch an ihre Belastungsgrenzen gehen. Insgesamt ziehe ich ein absolut positives Fazit.“

Weiche hatte lediglich 15 einsatzfähige Spieler zur Verfügung, sodass gleich sieben Akteure über die vollen 120 Minuten gehen mussten. Wie schon zuletzt beim Test gegen Schleswig 06 (11:0) fielen die Langzeitverletzten Daniel Schaen, Maksym Tytarenko und Marcel Cornils, zudem die angeschlagenen Bjarne Schneider, Thies Richter, Alexander Laukart, Raul Celotto und Joshua Hansen und neu die erkrankten Tanyel Eckstein und Rasmus Tobinski sowie der in Schleswig einen Muskelbündelriss erleidenden Bjarne Schleemann aus. Dafür war erstmals Samuel Hust dabei. Er gab im zweiten Spiel gegen Victoria Hamburg sein Weiche-(Testspiel-)Debüt.

Holstein Kiel II – SC Weiche Flensburg 08 1:2 (0:1)

Gegen den neuformierten Nachwuchs der Landeshauptstädter, die mit den Ex-Flensburgern Malte Petersen und René Guder angetreten waren, entwickelte sich ein munteres Spiel, bei dem unsere Elf mehr vom Geschehen und die verheißungsvolleren Abschlüsse hatte. Einen ersten Schuss von Ibrahim Bashiru Ali auf das kurze Eck parierte Holsteins Torhüter Henrie Müller-Kalthoff (2.), der auch den über die Mauer gehobenen Freistoß von Ilir Serifi sicher entschärfte (17.) und schließlich beim Schuss aus spitzem Winkel von Randy Gyamenah zur Stelle war, nachdem Torben Marten unseren Stürmer lang geschickt hatte (23.). Beim Strafstoß, den Randy Gyamenah versenkte, war der KSV-Torwart in die gleiche rechte Ecke abgetaucht, doch der Schuss war zu hart und platziert (27.). Zuvor war Ilir Serifi gefoult worden (26.). Bei den besten Gelegenheiten der Kieler U 23 verpasste erst René Guder eine Eingabe im Zentrum, ehe Kevin Hahn den „zweiten Ball“ von halblinks knapp am Pfosten vorbeisetzte (22.).

Nach dem Seitenwechsel hatte Weiche einige gute Möglichkeiten, um vorentscheidend auf 2:0 zu stellen. Aber Ibrahim Bashiru Ali scheiterte nach schönem Diagonalball von Theo Behrmann mal wieder an Torhüter Henrie Müller-Kalthoff (41.) ebenso wie Randy Gyamenah, dem nach langem Lauf die Kraft zum gefährlichen Abschluss fehlte (51.). Das wohl fällige 2:0 hatte Randy Gyamenah mit einem Lupfer erzielt; Felix Boelter kratzte den Ball – zumindest nach Auffassung des Schiedsrichterassistenten – noch rechtzeitig von der Torlinie (46.). Und so kam es beinahe folgerichtig zum Ausgleich. Erst hatte Weiche-Torhüter Ronny Seibt einen Gewaltschuss über die Latte geboxt (53.). Beim folgenden Eckstoß sah der Unparteiische ein Foul an Malte Petersen, und Islam Matene verwandelte vom Punkt zum 1:1 (54.). Der Kieler Strafstoßschütze versuchte es auch noch aus der Distanz, traf aber das Weiche-Tor nicht (58.). Weil Ibrahim Bashiru Ali auf der Gegenseite erneut nicht am Kieler Schlussmann Henrie Müller-Kalthoff vorbeikam (57.), deutete alles auf ein Remis hin. Doch einen schnell von Ilir Serifi ausgeführten Einwurf nahm Randy Gyamenah auf. Unsere Nummer 14 stolzierte von halblinks allein auf das KSV-Tor zu und brachte die Pille zum 2:1-Siegtreffer unter (60.+1).

Auffälligste Flensburger waren Torben Marten, Ilir Serifi und Doppeltorschütze Randy Gyamenah. Bei den nun von Freddy Kaps trainierten Landeshauptstädtern konnten sich Torhüter Henrie Müller-Kalthoff mit vielen Paraden und der kleine Mittelfeldwirbler Maximilian Schmitz besonders auszeichnen.

Weiche: Seibt – Behrmann, Duru, Ntika (Kap.), Wagner – Marten, Lamce – Selutin, Serifi, Bashiru Ali – Gyamenah. Trainer: Wulff.

Tore: 0:1 Gyamenah (27., Strafstoß), 1:1 Matene (54., Strafstoß), 1:2 Gyamenah (60.+1.).

Verwarnungen: keine/Gyamenah (22., Foulspiel), Duru (59., Foulspiel).

SC Victoria Hamburg – SC Weiche Flensburg 08 0:0

In der Partie gegen den Hamburger Oberligisten waren die Tormöglichkeiten rarer gesät. Bei unserer Mannschaft hatte es gegenüber der unmittelbar zuvor absolvierten Partie lediglich vier Änderungen gegeben, und einige unserer Spieler wirkten nach den ersten 60 Minuten bereits deutlich weniger energiegeladen. „Vicky“, das wie Holsteins U 23 zum Kurztrainingslager in Skærbæk weilte, hatte hingegen zwar Trainingseinheiten in den Knochen, aber im Vergleich zum ersten Turnierspiel eine komplett neue Elf geschickt, die vom Ex-Flensburger Brian Jungjohann als Kapitän auf das Feld geführt wurde.

Weiche hatte mit den zweikampfstarken Hamburgern Probleme, sich richtig gute Chancen zu erarbeiten. Nick Selutin schoss unter starker Bedrängnis rechts am Pfosten vorbei (6.), Benjamin Lamce setzte seine Abschlüsse zweimal zu hoch an (8., 21.). In den zweiten 30 Minuten blieb es dabei, dass die Partie bei viel Ballbesitz und Kontrolle der Flensburger kaum Ereignisse hatte. Nick Selutin schoss aus der Distanz ebenso über den Kasten (35.) wie etwas später Samuel Hust nach wichtiger Balleroberung von Theo Behrmann (43.). Bei einem Eckstoß von der linken Seite, getreten von Ibrahim Bashiru Ali auf den ersten Pfosten, bereinigten die im „Kanarien-Gelb“ aufgelaufenen Elbestädter die Situation, als Brandolf Duah den Ball gefährlich gemacht hatte (38.). Die bereits letzte Möglichkeit ließ der eifrige Ibrahim Bashiru Ali aus. Er wurde bei einem Freistoß auf links eingesetzt, traf dann aber von halblinks nur das Außennetz (46.). So blieb es torlos, wobei der Oberligist in den 60 Minuten keinen ernsthaften Abschluss zustande gebracht hatte.

Bei unserer Mannschaft waren Brandolf Duah mit viel Seriosität sowie Benjamin Lamce und Ibrahim Bashiru Ali mit erneut großem Pensum die Leistungsträger. Der Vorjahresvierte der Hamburger Oberliga, der am Mittwoch beim VfB Lübeck einen Test mit 1:0 hatte gewinnen können, hatte in Abwehrspieler Luca Dammann und dem „Sechser“ Brian Jungjohann seine auffälligsten Akteure.

Weiche: Bock – Behrmann, Duru, Duah, Wagner (Kap.) – Lamce, Hust – Selutin, Serifi, Nwokoma – Bashiru Ali. Trainer: Wulff.

Tore: keine.

Verwarnungen: keine/Serifi (39., Foulspiel), Duru (58., Foulspiel).

Für unsere Mannschaft geht es am kommenden Dienstag, 7. Juli 2026, mit einem Test beim Oberligisten TuS Rotenhof weiter. Gespielt wird ab 19 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in der Fockbeker Chaussee in Rendsburg.

Stimmen:

Trainer Tim Wulff sagte: „Es war ein sehr guter Test. Die Spieler mussten physisch an ihre Belastungsgrenzen gehen. Wir hatten in beiden Spielen dennoch viel Ballbesitz und die Kontrolle. Das war mir wichtig. Jetzt ärgern wir uns, dass wir nicht auch das zweite Spiel gewonnen haben. Das ist schon mal ein gutes Zeichen. Insgesamt ziehe ich ein absolut positives Fazit.“

Unser Sportlicher Leiter, Dominic Hartmann, schloss sich der Meinung des Trainers an und ergänzte: „Wir haben in beiden Spielen kaum etwas zugelassen. Vor allem gegen Holstein hätten wir mehr Tore machen können. Das alle Gas gegeben haben, ist in der Vorbereitung wichtiger als das blanke Ergebnis.“