Sicherer Heimsieg gegen Neuling
Neuigkeiten
Sicherer Heimsieg gegen Neuling
SC Weiche Flensburg 08 – FSV Schöningen 2:0 (1:0)
Mit einem sicheren 2:0-Heimsieg gegen die FSV Schöningen hat der SC Weiche Flensburg 08 am 31. Spieltag der Regionalliga Nord zum Auftakt einer letzten „englischen Woche“ der zu Ende gehenden Saison Revanche für die 2:3-Hinspielniederlage nehmen können. Bei windig-frischem Frühlingswetter war unsere Mannschaft vor 566 Zuschauern im Manfred-Werner-Stadion am Samstagnachmittag beim ersten Auftritt der Gäste aus dem Osten Niedersachsens an der Förde über weite Strecken dominierend. Das Endresultat schmeichelte eher den Gästen, wobei es unsere Mannschaft versäumte, frühzeitig auch an der Anzeigetafel für klare Verhältnisse zu sorgen. Nach der Partie gestand FSV-Trainer Christian Benbennek den „hochverdienten“ Flensburger Sieg ein. Unser Cheftrainer Tim Wulff sagte: „Wir haben leider spät den Deckel draufgemacht. Ich hätte mir gewünscht, dass es schon vorher passiert wäre. Dem ist nicht so. Dennoch bin ich bin mit meinen Jungs und deren Leistung zufrieden.“
In der Flensburger Startaufstellung gab es eine Änderung. Anstelle von René Guder begann Randy Gyamenah. Im Verlauf der zweiten Halbzeit wurden Mads Albæk und René Guder sowie später nacheinander Obinna Iloka, Bjarne Schleemann und schließlich Marian Sarr eingewechselt. Den nur 17 Akteure umfassenden Kader des Spieltags komplettierte Torhüter Nils Bock. Verletzungsbedingt fehlten weiterhin – schon seit längerem – Ole Wagner, Maxim Jurk und Alexander Laukart sowie Thies Richter, Makysm Tytarenko, Erjanik Ghubasaryan und Marcel Cornils.
Bei der FSV wechselte Trainer Christian Benbennek gegenüber der Startelf von der 0:3-Niederlage gegen den VfB Oldenburg vom Nachholspiel am Mittwochabend das Personal viermal. Für die „gelb“-gesperrten Ayhan Cankor und Top-Torjäger Philipp Harant sowie Maximilian Sauer (nicht im Kader) und Christian Skoda (zunächst auf der Bank) liefen Lucas Arnold, Federico Palacios, Christian Beck und Ousman Touray von Beginn an auf.
Die Heimmannschaft hatte gleich deutlich mehr vom Spiel, zumal die Gäste auf ein frühes Attackieren verzichteten. Als Dominic Hartmann im Nachsetzen nach Zuspiel von Randy Gyamenah die Pille das erste Mal im Netz untergebracht hatte, war bereits die Fahne des Assistenten hochgegangen. Zuvor hatte Torhüter Johann Dahncke den schönen Schlenzer von Ibrahim Bashiru Ali mit Mühen entschärft (6.). Die frühe Führung der Platzherren fiel dennoch – und wieder durch unseren Kapitän. Er verwandelte einen Strafstoß sicher in die rechte Ecke, während der Torhüter in die andere Ecke unterwegs war (10.). Zuvor hatte ein langer Ball von Kevin Ntika von hinten links nach vorne rechts die Gästeabwehr aufgerissen. Theo Behrmann war gestartet, nutzte einen FSV-Abstimmungsfehler und wurde von Max Klump zu Fall gebracht (9.).
Auch danach war Weiche klar Chef auf dem Platz. Zunächst aber trafen die Flensburger die Hütte nicht. Raul Celotto verzog einen „zweiten Ball“ aus 19 Metern flach (15.), Dominic Hartmann (33.) und erneut Raul Celotto (34., 36.) lagen mit ihren Schüssen zu hoch. Und Torhüter Johann Dahncke parierte immer wieder, erst mit Problemen beim 22-m-Schuss von Sandro Plechaty (29.), danach bei zwei weiteren Versuchen des omnipräsenten Sandro Plechaty erst aus der Distanz, dann von halblinks (37.) sowie nach dem folgenden Eckstoß den Schuss von Randy Gyamenah (38.). Die beste Tat des Torhüters folgte noch, als er einen Schuss von Ibrahim Bashiru Ali aus der Drehung vom Elfmeterpunkt mit sehenswerter Parade geradeso über die Latte schaufelte (41.). Außerdem war beim Treffer von Randy Gyamenah erneut die Fahne wegen einer Abseitsstellung oben (23.). Es war kein sensationelles Offensiv-Feuerwerk, das Weiche abbrannte, aber die Menge an Abschlüssen aus guten Positionen hätte schon locker für zwei oder drei Treffer reichen können. Die Gäste hingegen, die mal einen Strafstoß forderten (33.), schossen nur einmal in Richtung des Flensburger Tores. Doch der Abschluss von Yannik Möker geriet deutlich zu hoch (19.). Wenig später schied Yannik Möker leider verletzt aus (27.), wobei Trainer Christian Benbennek nach der Partie den Verdacht äußerte, es könnte sich um einen Bänderriss handeln. Gute Besserung für den Schöninger Mittelfeldspieler!
Die zweiten 45 Minuten begannen mit einem Paukenschlag, als der gerade eingewechselte Maxim Safronow einen Freistoß aus gut 20 Metern an das Lattenkreuz setzte – die mit Abstand beste Schöninger Gelegenheit (49.). In der Folge nahm sich die Partie merklich eine Pause. Höhepunkte blieben aus, wobei die FSV jetzt mehr am Spiel teilnahm und die Fehleranzahl auf beiden Seiten anstieg. Weiche beendete jene Phase, als Dominic Hartmann einen feinen Pass auf Sandro Plechaty spielte, der von halblinks mal wieder an Torhüter Johann Dahncke scheiterte, wobei Sandro Plechaty auch im Nachsetzen im FSV-Schlussmann seinen Meister fand (63.). Kurz darauf revanchierte sich Sandro Plechaty mit finalem Zuspiel auf Dominic Hartmann, aber der Torwächter war rechtzeitig aus seinem Kasten geeilt (66.). In jener Phase bekamen die Platzherren wieder Oberwasser. Nachdem Sandro Plechaty bei seinem nächsten, diesmal abgefälschten Versuch die Latte getroffen hatte (68.), küsste der Ball gleich darauf den Pfosten des Schöninger Tores. Der Ex-Magdeburger Christian Beck hatte einen weiten Einwurf von Theo Behrmann mit dem Kopf an den Pfosten des eigenen Kastens verlängert (68.). Schließlich konnte Sandro Plechaty doch noch jubeln: Ein schnell ausgeführter Einwurf von Theo Behrmann landete bei Obinna Iloka, der für unsere Nummer 27 auflegte. Sandro Plechaty knallte die Kugel in jener Szene kurz unter die Latte zum 2:0 in die Maschen (84.). Danach zielte René Guder nach Ablage von Torben Marten zu hoch (90.+1), sodass es beim sicheren 2:0-Sieg blieb.
Überragender Akteur der Gäste war Torhüter Johann Dahncke, der eine höhere Niederlage vereitelte. Außerdem spielte Innenverteidiger Brian Behrendt einen soliden Part. Bester Mann auf dem Platz war der seit Wochen formstarke Sandro Plechaty. Bei Weiche konnten sich zudem Theo Behrmann und Dominic Hartmann besonders auszeichnen.
Für unsere Mannschaft geht es bereits am kommenden Mittwoch, 29. April 2026, weiter, wenn mit Altona 93 ein anderer Aufsteiger im Manfred-Werner-Stadion zum Nachholspiel des 24. Spieltags gastieren wird. Anpfiff wird dann um 19.30 Uhr sein.
Weiche: Seibt – Behrmann, Faleu, Ntika (89. Sarr), Duru – Marten, Hartmann (Kap./85. Schleemann) – Bashiru Ali (78. Iloka), Celotto (66. Albæk), Plechaty – Gyamenah (66. Guder). Trainer: Wulff.
Schöningen: Dahncke – Arnold, Behrendt, Milushev, Klump (Kap.) – Möker (29. Skoda), Evseev – Sanogo (46. Safronow), Palacios (83. Lutz), Touray (46. Mansaray) – Beck (69. Evers). Trainer: Benbennek.
Tore: 1:0 Hartmann (10., Strafstoß), 2:0 Plechaty (84.).
Zuschauer: 566 im Manfred-Werner-Stadion, Flensburg-Weiche.
Schiedsrichter: Daniel Piotrowski (Buchholzer FC).
Verwarnungen: Bashiru Ali (Foul an Behrendt, 77.)/–.
Trainerstimmen:
Der FSV-Trainer Christian Benbennek sagte: „Wir haben das Spiel 2:0 verloren. Zuerst mal: Tim und Deiner Mannschaft Glückwünsche dazu! Es gab Phasen im Spiel, wo es gefühlt 3:0, 4:0 für Flensburg stehen kann. Gleichzeitig hatten wir Phasen, wo wir mutig spielen wollten, machen aber viele Abspielfehler oder Fehler in der Umschaltbewegung. Daher ist es ein hochverdienter Sieg für Euch. Ich bin froh, dass wir die ganzen englischen Wochen hinter uns haben und dass nun normale Wochen kommen. Wir müssen zusehen, dass wir in den nächsten Spielen den Sack zumachen. Nichts anderes war das Ziel gewesen. Eine tolle Mannschaft habt ihr. Es ist schön anzusehen, wenn Dome (Dominic Hartmann/d. Red.) nächstes Jahr den Sportlichen Leiter macht. Ihr macht das gut, es ist mir sehr sympathisch. Alles Gute für Euch!“
Unser Trainer Tim Wulff sagte nach dem Dank für die Glückwünsche: „Ich glaube, es war, wie Christian schon sagt, ein verdienter Sieg heute, nur hätte ich den Sack gerne vorher zugemacht. Wir hatten Chancen gehabt, aber da war auch ein guter gegnerischer Torwart, der Paraden zeigte und echt gute Momente hatte. Wir hatten dann noch Pech mit Latte und Pfosten. Dementsprechend ging es mit einem gefährlichen Ergebnis in die Halbzeit: 1:0. Das war uns schon bewusst. Ich habe meinen Jungs auch gesagt, dass es in der zweiten Halbzeit ein enges Spiel wird. Wir müssen immer aufpassen. Wir haben leider spät den Deckel draufgemacht. Ich hätte mir gewünscht, dass es schon vorher passiert wäre. Dem ist nicht so. Dennoch bin ich bin mit meinen Jungs und deren Leistung zufrieden. Am Toreschießen müssen wir bis Mittwoch noch schleifen, damit wir es besser machen. So haben wir positiv die englische Woche eingeleitet, in der wir maximal punkten wollen. Es geht schon am Mittwoch weiter. Ihr (in Richtung seines Trainerkollegen/d. Red.) habt das schon hinter Euch. Das war uns natürlich bewusst. Ich glaube, Deinen Jungs hat man das auch angesehen. Ich hatte zu meinen Jungs gesagt: Wenn wir das Programm gehabt hätten, wäre es ein Riesending gewesen. Dementsprechend haben wir versucht, den Gegner laufen zu lassen. Unterm Strich bin ich zufrieden, dass wir hier 2:0 gewonnen haben und drei Punkte zuhause behalten können. Daran wollen wir am Mittwoch gegen Altona anknüpfen, um den nächsten ‚Dreier‘ nachzulegen. Euch, Christian, nur das Beste, viele Punkte noch und dann sehen wir uns hoffentlich in der nächsten Saison wieder.“