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Remis im letzten Saisonheimspiel

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Remis im letzten Saisonheimspiel

SC Weiche Flensburg 08 – FC Eintracht Norderstedt 2:2 (1:1)

11. Mai 2026

Im letzten Heimspiel der Saison 2025/26 in der Regionalliga Nord hat der SC Weiche Flensburg 08 am 33. Spieltag ein 2:2-Remis gegen den FC Eintracht Norderstedt erreicht. Bei sonnigem Frühlingswetter lag unsere Mannschaft vor 715 Zuschauerinnen und Zuschauern im Manfred-Werner-Stadion am Samstagnachmittag zweimal vorn, musste aber jeweils den Ausgleich hinnehmen. Während die Gäste aus dem Süden Schleswig-Holsteins ihre Nichtabstiegsfeier dennoch vertagen mussten, überschatteten die schwere Verletzung von Marcel Cornils, der sich ohne gegnerische Einwirkung einen Bruch des linken Sprunggelenks zuzog (9.), und eine deutlich zu hart wirkende Rote Karte gegen Randy Gyamenah nach einem Foulspiel (85.) die Partie. Für den SC Weiche, der damit zehn Zähler aus den jüngsten vier Partien holte, waren es die ersten Punktverluste nach drei Siegen in Folge. Und insgesamt stellte das letzte Saisonheimspiel auch ein wenig ein Spiegelbild der gesamten Spielzeit dar: gute Ansätze, nicht wirklich enttäuschend, aber auch nicht konstant über die gesamte Partie hinweg, sodass durchaus mehr möglich gewesen wäre. Aus Sicht von Eintracht-Trainer Jörn Großkopf war der Punkt in der Situation Gold wert. Unser Cheftrainer Tim Wulff sagte nach der Partie: „Ich hätte gern das letzte Heimspiel gewonnen. Es ist vom Spielverlauf, über 90 Minuten betrachtet, ein faires Ergebnis. In der ersten Halbzeit haben wir es versäumt, den Sack zuzumachen.“

Eine Woche nach dem 2:1-Auswärtssieg beim VfB Oldenburg schickte Cheftrainer Tim Wulff eine auf vier Positionen veränderte Startelf auf den Rasen. Es gab wieder den Torwarttausch, sodass Ronny Seibt für Nils Bock zwischen die Pfosten zurückkehrte. Für Bjarne Schleemann, Raul Celotto und den verletzten Sandro Plechaty begannen Theo Behrmann, Mads Albæk und René Guder. Schon nach wenigen Minuten musste Marcel Cornils verletzt passen. Für ihn kam Thies Richter. Im Verlauf der zweiten Halbzeit wurden Raul Celotto, Obinna Iloka, Randy Gyamenah und Bjarne Schleemann eingewechselt. Außer Uchechi Duru verließen dreimal Spieler den Platz unter dem Beifall des heimischen Publikums, die sich damit auch den Abschieds-Applaus der Weiche-Anhänger abholen durften: Mads Albæk, René Guder und Dominic Hartmann. Dem Kader des Tages gehörten außerdem Torhüter Nils Bock und neben A-Junior Joshua Hansen auch erstmals der seit dem Meppen-Spiel wieder verfügbare Erjanik Ghubasaryan und der zuvor langzeitverletzte Alexander Laukart an. Aus Verletzungsgründen fehlten neben Sandro Plechaty ferner Ole Wagner, Maxim Jurk, Makysm Tytarenko und Marian Sarr.

Eintracht-Trainer Jörn Großkopf nahm gegenüber der Startelf vom 2:1-Heimsieg gegen Blau-Weiß Lohne zwei Wechsel in seiner Anfangsformation vor. Endrik Jaschan und Abdul-Malik Yago liefen für den etatmäßigen Kapitän Moritz Frahm (nicht im Kader) und Emanuel Mirchev von Beginn an auf.

Die Gäste kamen besser in die Partie, wobei auch sie erst nach 17 Minuten den ersten echten Abschluss verzeichnen konnten. Der Kopfball von Lucas Schulze war aber zu unplatziert und stellte so SC-Torhüter Ronny Seibt vor keine Probleme (17.). In der Folge wurden die Flensburger besser. Sie näherten sich dem Gäste-Tor an. Ibrahim Bashiru Ali verzog erst noch vom linken Strafraumeck am kurzen Pfosten vorbei (20.). Dane Kummerfeld schlug kurz danach eine Eingabe von Thies Richter von links in Not aus dem Fünfmeterraum (24.). Und dann knallte es. Theo Behrmann spielte einen langen Ball in die Tiefe, Ibrahim Bashiru Ali nahm es im Laufduell mit Fabian Grau und Endrik Jaschan an, vernaschte beide und zimmerte die Kugel über den Scheitel des Torhüters Niklas Petzsch zum 1:0 in die Maschen (26.). Zu jenem Zeitpunkt hatte Weiche bereits den Ausfall von Marcel Cornils zu beklagen, der sich ohne gegnerische Einwirkung verletzt hatte (9.). Auf der Gegenseite musste etwas später auch Linksverteidiger Dane Kummerfeld verletzt vom Platz (32.).

In der Folge blieb Weiche druckvoll und gefährlich. Bei einem Pass von Mads Albæk in die Tiefe auf halblinks kam Ibrahim Bashiru Ali gegen Eintracht-Torhüter Niklas Petzsch knapp zu spät (31.). Und der SC-Torschütze blieb der gefährlichste Spieler auf dem Platz. Sein Kopfball nach Rechtsflanke von René Guder blockte Fabian Grau in höchster Not zum Eckstoß (35.). Nochmals hatte Ibrahim Bashiru Ali den zweiten Treffer auf dem Fuß. Nach einer Flanke von Thies Richter von links sprang die Kugel nach einem Fehler von Endrik Jaschan vor seine Füße, doch sein Abschluss fast vom Elfmeterpunkt verfehlte das Ziel knapp links vorbei (40.). Den satten Schuss von René Guder aus 20 Metern entschärfte Niklas Petzsch mit den Fäusten (42.). Auf der anderen Seite wirkte die Eintracht lange Zeit harmlos. Dann hatte Lucas Camacho bei einem Konter über Jonas Behounek mal eine Gelegenheit für die Eintracht, doch sein Abschluss von halblinks wurde von Ronny Seibt um den rechten Pfosten vorbei gelenkt (38.). Aber Norderstedt wurde zum Ende der ersten Halbzeit wieder stärker. Einen Flugkopfball von Lukas Krüger nach Freistoß von Jonas Behounek aus dem Halbfeld kratzte Mads Albæk noch von der Linie (45.). Wenig später lag die Murmel dennoch im Flensburger Kasten. Eine Rechtsflanke des erst eingewechselten Emanuel Mirchev köpfte Jonas Behounek völlig unbedrängt im Zentrum vom Fünfmeterraum zum 1:1-Ausgleich ein (45.+2).

Die zweiten 45 Minuten begannen wunschgemäß für die Platzherren. Bei einem weiten Einwurf von Theo Behrmann mit Kopfballverlängerung von Uchechi Duru brachte Torben Marten die Fußspitze an den Ball und die Murmel an Torhüter Niklas Petzsch vorbei zum 2:1 ins Netz unter (48.). Aber die Flensburger zogen sich in der Folge weit zurück und ließen den Gegner kommen. Jonas Behounek konnte mit einem 15-m-Flachschuss aus der Drehung SC-Torhüter Ronny Seibt nicht bezwingen (51.). Doch nur wenig später klaffte wieder eine zu große Lücke im Flensburger Abwehrzentrum. Der gerade eingewechselte Ohene Köhl konnte ein Zuspiel von Jonas Behounek von halblinks in die Spitze vom Elfmeterpunkt technisch gekonnt zum 2:2-Ausgleich verwerten (68.). Auch in der Folge blieben die Gäste aktiver, hatten deutlich mehr vom Spiel, allerdings ebenfalls nur wenig Zwingendes im Angriff. Als Ronny Seibt mit einem schwachen Ball in das Zentrum die Eintracht in den Besitz des Runden brachte, bügelte er seinen eigenen Fehler beim Schuss von Ezra Ampofo wieder aus (83.). Einen traurigen Höhepunkt hatte die Partie noch. Nach einem Zweikampf, bei dem Randy Gyamenah tief in der gegnerischen Hälfte gegen Ohene Köhl zu spät kam und die Achillessehne seines Gegenspielers traf, zückte der Referee zur Überraschung fast aller Stadionbesucher glatt „Rot“ (85.). Selbst Gäste-Trainer Jörn Großkopf meinte später auf der Pressekonferenz ohne jeden Zweifel: „Nie im Leben war das eine Rote Karte.“ Bis zum Abpfiff blieb es dann beim 2:2-Unentschieden.

Bei den Gästen konnten sich vor allem der defensive Abräumer Abdul-Malik Yago und Mittelfeldregisseur Jonas Behounek mit enorm vielen Ballkontakten, einem Tor und einer Torvorbereitung auszeichnen. Unsere Mannschaft hatte in dem torgefährlichsten Akteur Ibrahim Bashiru Ali und im Ex-Norderstedter Theo Behrmann, der an beiden Treffern des SC maßgeblich beteiligt war, ihre besten Spieler.

Zum Saison-Halali wird unsere Mannschaft zum VfB Lübeck reisen. Die Partie im dortigen Stadion an der Lohmühle wird am Samstag, 16. Mai 2026, um 18 Uhr angepfiffen werden.

Weiche: Seibt – Behrmann, Faleu, Ntika, Duru (84. Gyamenah) – Marten, Albæk (72. Celotto) – Guder (76. Iloka), Hartmann (Kap./90.+1 Schleemann), Cornils (11. Richter) – Bashiru Ali. Trainer: Wulff.

Norderstedt: Petzsch – Bera, Grau, Jaschan, Kummerfeld (32. Mirchev) – Yago, Schulze, Behounek (Kap.) – Zimmer (57. Köhl), Krüger (80. Brendel), Camacho (78. Ampofo). Trainer: Großkopf.

Tore: 1:0 Bashiru Ali (26.), 1:1 Behounek (45.+2), 2:1 Marten (48.), 2:2 Köhl (68.).

Zuschauer: 715 im Manfred-Werner-Stadion, Flensburg-Weiche.

Schiedsrichter: Rene-Alexander Rose (TSG Bad Harzburg).

Verwarnungen: –/Yago (Foul an Iloka, 88.).

Rote Karte: Gyamenah (Foul an Köhl, 85.)/–.

 

Trainerstimmen:

Der Norderstedter Trainer Jörn Großkopf sagte: „Ich habe von uns zwei verschiedene Halbzeiten gesehen. Die erste Halbzeit war geprägt von Ballbesitz und Ballverlust. Toller Platz hier, gute Bedingungen – es ist bei uns ein bisschen anders, weil der Platz sehr beansprucht ist. Dementsprechend fiel dann auch das Tor, das wir wirklich nicht gut verteidigt haben. Da standen wir zwei gegen eins. Dadurch geraten wir mit 0:1 in Rückstand. Es wird dann schwer gegen eine Mannschaft, die zuletzt eher im Flow war. Wir haben danach aus einer Situation, die gar nicht gefährlich aussah, zu einem sehr günstigen Zeitpunkt das 1:1 gemacht. In der zweiten Halbzeit war dann mehr Norderstedt. Ich habe meinen Jungs in der Halbzeit gesagt, dass wir eine Mannschaft sind, die in der Vergangenheit sehr oft in der zweiten Halbzeit mehr zugelegt hat, zulegen kann. Das haben wir gemacht. Aber wir kriegen am Beginn – ich muss es in aller Deutlichkeit sagen – ein total dämliches Tor. Es ist nicht ganz unbekannt, dass der Gegner mit weiten Einwürfen agiert, mit guten Standards. Da sind ein, zwei Jungs bei, die sind über einssechzig. Das ist eine Qualität, das muss man ganz klar sagen. Trotzdem sind wir wiedergekommen mit einem richtig gut herausgespielten Tor, wie ich finde. Da steht es 2:2. Und in unserer Situation ist dieser eine Punkt wahrscheinlich Gold wert. Wir haben sechs Punkte Vorsprung. Wir sind aber heute noch nicht durch. Ich wünsche Euch die letzte Woche sehr viel Spaß. Ihr habt eine gute Serie gespielt.“

Unser Trainer Tim Wulff sagte: „Ich kann das relativ gut teilen. Ich hätte gern das letzte Heimspiel gewonnen. Auch für die Jungs, die uns zum Saisonende verlassen, hätten wir uns das gewünscht. Wir wollten alles investieren, um einen guten Abschluss zu haben für die Zuschauer und die Spieler, die jahrelang für uns gearbeitet haben. Ich finde es ein bisschen schade. Zum Spielverlauf: Wir führen 1:0, kriegen kurz vor der Halbzeit das 1:1. In der Pause haben wir uns geschüttelt. Wir machen schnell das 2:1. Wir kriegen dann nach einer guten Aktion das 2:2. Es ist vom Spielverlauf, über 90 Minuten betrachtet, ein faires Ergebnis. In der ersten Halbzeit haben wir es versäumt, den Sack zuzumachen, wo wir wirklich nochmal Chancen hatten, wo wir Pech haben, wo der Torwart gut gehalten hat. Ich konnte meinen Jungs heute nichts absprechen. Wir wollten schon gewinnen, aber die zweite Halbzeit war dann nicht mehr so gut wie die erste Halbzeit. Wir haben gefightet. Sie wollten – das ist für mich als Trainer das Wichtigste. Jetzt heißt es, die Heimspielserie abzuhaken. Nächste Woche haben wir das Schleswig-Holstein-Derby gegen den VfB Lübeck, wo wir hoffentlich nochmal drei Punkte mit nach Hause nehmen können. Dann freuen wir uns auf die neue Saison – mit Norderstedt wahrscheinlich. Für Euch, Eintracht Norderstedt, nur das Beste!“