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Punkteteilung an der Lohmühle

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Punkteteilung an der Lohmühle

VfB Lübeck – SC Weiche Flensburg 08 1:1 (1:1)

2. August 2026

Die Lübecker Lohmühle bleibt für den SC Weiche Flensburg 08 in jüngerer Zeit – zumindest in der Liga – ein gutes Pflaster. Unsere Mannschaft kam am ersten Spieltag der neuen Saison in der Regionalliga Nord beim VfB Lübeck zu einem hochverdienten 1:1-Remis. Vor 2.463 Zuschauenden war unsere Mannschaft im Stadion an der Lohmühle bei gut dreißigminütiger Überzahl bei trocken-sommerlichem Wetter mit Temperaturen von etwas über 20 Grad nah an einem Auswärtssieg. Es war in der Regionalliga die dritte Partie an der Lohmühle hintereinander ohne Niederlage. Der neue Cheftrainer der Gastgeber, Kevin Rodewald, zeigte sich nach der Punkteteilung nicht unzufrieden. Unser Cheftrainer Tim Wulff sagte nach den umkämpften, zuweilen hitzigen 90 Minuten mit vielen Gelben Karten und eben einer Gelb-Roten Karte: „Es tut schon weh, das Spiel nicht auf unsere Seite gezogen zu haben. Jetzt ärgern wir uns, aber die Welt geht deshalb nicht unter.“ Im am Abend zuvor ausgelosten SHFV-Landespokal-Halbfinale werden sich die beiden Kontrahenten erneut an der Lohmühle begegnen. Dann muss es einen Sieger geben.

Bei Weiche lief die Startelf vom 2:0-Pokal-Viertelfinalsieg bei Kilia Kiel auch an der Lohmühle auf. Eingewechselt wurden erst Mitte der zweiten 45 Minuten Alexander Laukart und Nick Selutin, danach zudem Samuel Hust und Brandolf Duah. Zum vollen, 20 Akteure umfassenden Spieltagskader gehörten zudem Torhüter Nils Bock sowie Tanyel Eckstein, Raul Celotto, Joshua Nwokoma und Joshua Hansen. Nicht in das Aufgebot des Spieltags schafften es die im Aufbautraining befindlichen Bjarne Schneider, Bjarne Schleemann, Daniel Schaen, Thies Richter, Maksym Tytarenko und Marcel Cornils sowie der letztmals „Rot“-gesperrt zuschauende Randy Gyamenah.

Beim VfB änderte Trainer Kevin Rodewald seine Anfangself gegenüber dem jüngsten 3:0-Sieg im Pokal-Viertelfinale beim Heider SV nur einmal. Maximilian Schütt rückte für Henry Jeschonek (zunächst auf der Bank) in die Startformation.

Beide Mannschaften wirkten von Beginn an hochmotiviert, aber zum Teil auch sehr nervös. Die Folgen waren zwei Gelbe Karten bereits nach fünf und drei nach 15 Minuten. Es ging ordentlich zur Sache, wobei sich die Rivalen zahlreiche Ungenauigkeiten im Spielaufbau leisteten. Etwas besser wirkten die Platzherren, die durch Daouda Beleme, der nach Ablage von Selim Ajkic aus zentraler Position über das Tor schoss (13.), die erste Möglichkeit hatten. Bei Weiche schoss Uchechi Duru nach einem mutigen Vorstoß aus der Distanz – allerdings deutlich – über den Kasten (23.). Angesichts des Mangels an Torgelegenheiten fiel der Führungstreffer der Grün-Weißen etwas überraschend. Nach einem Einwurf auf Bjarne Pfundheller konnte Marvin Thiel von der linken Seite unbedrängt flanken und Selim Ajkic im Zentrum ebenfalls ziemlich unbehelligt per Aufsetzer ins rechte Eck köpfen – 1:0 (28.). Beinahe im Gegenzug scheiterte Erolind Krasniqi mit einem Freistoß über die Abwehrmauer an Torhüter Finn Böhmker (30.). Danach gab es wieder viel Leerlauf auf beiden Seiten. Kurz vor der Pause ging es nochmals heiß her. Erst köpfte Maximilian Schütt aus spitzem Winkel, SC-Torhüter Ronny Seibt hatte wenig Mühe (45.). Dann holte Lübecks Bjarne Pfundheller den Kopfball von Torben Marten nach einem Eckstoß noch von der Linie (45.+1). Den folgenden Eckstoß von Erolind Krasniqi von der anderen, der linken Seite köpfte dann Rasmus Tobinski zum 1:1-Ausgleich ein (45.+2).

Nach dem Seitenwechsel verschob sich das Geschehen etwas, weil unsere Mannschaft mit dem Ausgleich im Rücken selbstbewusster wurde. Die erste Möglichkeit hatte allerdings die Heimelf, als sich Felix Mandl mit Tempo über rechts durchsetzte, doch seine scharfe Eingabe landete bei SC-Torhüter Ronny Seibt (50.). Danach wurde Weiche gefährlicher. Ilir Serifi scheiterte nach einem Pass von Erolind Krasniqi von halblinks an Schlussmann Finn Böhmker; zuvor hatte Uchechi Duru aus der Defensive angeschoben (55.). Als Rasmus Tobinski auf halbrechts sich absetzen konnte, landete sein Rückpass bei Ole Wagner, der die Kugel aus zentraler Position mit dem zweiten Kontakt knapp links am Kasten vorbeischoss (57.). Und dann war Weiche in Überzahl, als Ibrahim Bashiru Ali schneller als die VfB-Abwehr war, aber kurz vor dem Strafraum vom bereits mit „Gelb“ vorbelasteten Maximilian Schütt von den Beinen geholt wurde (60.). Den fälligen Freistoß setzte Ilir Serifi – wie wenig später auch Ibrahim Bashiru Ali aus ähnlicher Position (66.) – zu hoch an (61.).

Weiche blieb in Überzahl klar feldüberlegen, während der VfB im letzten Drittel verteidigte. So fiel es den Gästen schwer, zu richtigen Torchancen zu kommen. Die beste Möglichkeit ließ Torben Marten aus 16 Metern aus. Sein Schuss klatschte an den rechten Pfosten, ehe ihn Finn Böhmker wohl mit dem Rücken zum Eckstoß lenkte (83.). Danach schoss Alexander Laukart aus aussichtsreicher Position deutlich über den Kasten (86.). Und beinahe wäre der Schuss noch nach hinten losgegangen, denn der schnelle, erst kurz zuvor eingewechselte Emmanuel Appiah war schwer zu stoppen. Er kam erst über links durch, fand da aber im Zentrum keinen Abnehmer (88.), dann setzte er zu einem Solo-Lauf von der Mittellinie gegen die halbe Weiche-Mannschaft an, und sein flacher Abschluss zischte knapp rechts am Pfosten vorbei (89.). So blieb es beim 1:1-Remis.

Der VfB hatte im defensiven Mittelfeldspieler Bjarne Pfundheller sowie seinem offensiven Pendant Dardan Karimani, der vor allem vor der Pause das Spiel des VfB immer wieder ankurbeln konnte, seine auffälligsten Akteure. Bei unserer Mannschaft konnten besonders Uchechi Duru und Ibrahim Bashiru Ali überzeugen.

Am zweiten Spieltag steht für Weiche das erste Heimspiel an. Dazu wird im Manfred-Werner-Stadion am Samstag, 8. August 2026, ab 14 Uhr der Aufsteiger Eimsbütteler TV zu Gast sein.

VfB Lübeck: Böhmker – Dittrich, Amadi, Schütt (60. Gelb-Rote Karte), Thiel (Kap.) – Pfundheller, Kankowski (78. Istefo) – Karimani (84. Heiduck) – Mandl (84. Appiah), Ajkic (62. Jeschonek), Beleme (84. Ulrich). Trainer: Rodewald.

Weiche: Seibt – Behrmann, Duru, Ntika (Kap.), Wagner – Marten (90.+3 Duah), Lamce (67. Laukart) – Bashiru Ali, Serifi (78. Hust), Krasniqi (67. Selutin) – Tobinski. Trainer: Wulff.

Tore: 1:0 Ajkic (28.), 1:1 Tobinski (45.+2).

Zuschauer: 2.463 im Stadion an der Lohmühle, Lübeck-St. Lorenz Nord.

Schiedsrichter: Kevin Behrens (TuS Hasede).

Verwarnungen: Schütt (Foulspiel, 5.), Thiel (Foulspiel, 65.), Karimani (Foulspiel, 79.)/Krasniqi (Foulspiel, 3.), Wagner (Foulspiel, 16.), Serifi (Foulspiel, 55.), Laukart (Foulspiel, 69.), Ntika (Foulspiel, 72.), Behrmann (Foulspiel, 77.).

Gelb-Rote Karte: Schütt (Foul an Bashiru Ali, 60.)/-

Trainerstimmen

VfB-Trainer Kevin Rodewald sagte: „Wir hatten heute zwei Ziele. Das erste war, das Spiel zu gewinnen, das zweite, die Zuschauer anzuzünden und dem Publikum uns als Team zu zeigen, dass da eine Mannschaft auf dem Platz steht. Das zweite Ziel haben wir erreicht, das erste nicht. Ich finde auch, dass wir verdient in Führung gehen. Die Restverteidigung war heute allerdings nicht gut, die Tiefenläufe waren nicht gut, sodass wir nicht hinter die Kette gekommen sind. Bis dahin war der Auftritt aber okay. In der zweiten Halbzeit waren wir dann nur noch zu zehnt. Wir nehmen den Punkt mit, egal, ob Punkte verschenkt oder den Punkt glücklich geholt. Wir haben einen Punkt auf dem Konto. Wir sind auch traurig – so wie Weiche. Jetzt werden wir uns auf Delmenhorst gut vorbereiten, um dort zu versuchen, die ersten drei Punkte zu holen.“

Unser Trainer Tim Wulff sagte: „Spiele beim VfB, dann noch Landesderby zum Saisonauftakt an der Lohmühle – das ist besonders. Es war vorher klar, dass es eine schwierige Aufgabe werden wird. Ich finde, wir sind nicht gut ins Spiel gekommen. Wir waren zu oft zu unsauber. Dann liegen wir hinten, machen vor der Pause durch einen Standard den Ausgleich. Wir waren in der zweiten Halbzeit besser im Spiel, die Kombinationen waren besser. Dann kommt die Gelb-Rote Karte, und wir sind in Überzahl. Klar hatten wir dann die Chance zum Sieg mit einem Schuss an den Pfosten, doch auch der VfB hätte beinahe noch getroffen. Es tut schon weh, das Spiel nicht auf unsere Seite gezogen zu haben. Jetzt ärgern wir uns, aber die Welt geht deshalb nicht unter. Wir werden uns nun auf das Spiel gegen Eimsbüttel vorbereiten. Dem VfB wünsche ich eine gute Saison und dass alle gesund bleiben – das Wichtigste.“