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Pflichtsieg im ersten Pflichtspiel

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Pflichtsieg im ersten Pflichtspiel

SG Langenhorn/Enge-Sande – SC Weiche Flensburg 08 1:4 (0:2)

19. Juli 2026

Mit dem ersten Pflichtspiel der neuen Saison 2026/27 ist der SC Weiche Flensburg 08 in das Viertelfinale des SHFV-LOTTO-Landespokalwettbewerbs eingezogen. Im Achtelfinale besiegte der Regionalligist die gastgebende SG Langenhorn/Enge-Sande mit 4:1-Toren. Vor 652 Zuschauenden im Arno-Ohlsen-Stadion an der Schulstraße von Enge-Sande hatte unsere Mannschaft bei idealem, trockenem Fußballwetter mit Temperaturen um die 20 Grad gegen den Siebentligisten aus der Verbandsliga Nord schon ordentlichen Widerstand zu brechen, um insgesamt aber sicher die Runde der besten Acht zu erreichen. Unser Cheftrainer Tim Wulff sagte nach der Partie: „Wir sind zufrieden. Das Hauptziel haben wir erreicht: Wir sind eine Runde weiter, und das hochverdient.“ Im Viertelfinale wird Weiche beim FC Kilia Kiel antreten, der sich am Sonntag bei der S. I. G. Elmenhorst mit 5:1 (3:0) durchsetzen konnte. Der Spieltermin wird kurzfristig festgelegt werden. Laut Rahmenspielplan ist dafür bereits das kommende Wochenende vorgesehen.

Im ersten Pflichtspiel der neuen Saison liefen – angeführt vom neuen Kapitän Kevin Ntika – gleich sechs Neuzugänge in der Startformation auf: Brandolf Duah, Benjamin Lamce, Nick Selutin, Ilir Serifi, Erolind Krasniqi und Rasmus Tobinski. Die erste Elf wurde von Torhüter Ronny Seibt sowie Theo Behrmann, Kevin Ntika, Ole Wagner und Torben Marten aus dem Kader der Vorsaison komplettiert. Später kam auch Samuel Hust zu seinem Pflichtspieldebüt im Flensburger Trikot und Joshua Nwokoma zu seinem Comeback. Außerdem wurden Ibrahim Bashiru Ali, Raul Celotto und Joshua Hansen eingewechselt. Statt des möglichen 19er Spieltagskaders gehörten ferner nur noch Ersatztorhüter Nils Bock und Randy Gyamenah zum 18 Akteure umfassenden Aufgebot des Abends. Es fehlten neben den beiden verletzten „Geburtstagskindern“ Bjarne Schleemann und Maksym Tytarenko die ebenfalls verletzten Torhüter Bjarne Schneider sowie Uechchi Duru, Tanyel Eckstein, Daniel Schaen, Alexander Laukart, Thies Richter und Marcel Cornils.

Das Spiel nahm relativ schnell den erwarteten Verlauf: Weiche hatte viel Ballbesitz, die Platzherren setzten auf einige Nadelstiche, suchten den Körperkontakt und gingen dazwischen, um den Spielfluss des Favoriten zu behindern. Chancen sprangen eher wenig heraus, weil es der Verbandsligist immer wieder schaffte, rechtzeitig zu stören, bevor es hätte brenzlig werden können. Den ersten Schuss von Rasmus Tobinski parierte Torhüter Jörn Ketelsen sicher (2.). Nach einer Eingabe von der linken Seite von Erolind Krasniqi netzte Rasmus Tobinski im Zentrum dennoch zum frühen 0:1 ein (13.). Ilir Serifi setzte seinen Abschluss aus der Distanz knapp über das Tor (22.). Mit dem zweiten Treffer bog Weiche trotzdem schon früh auf die Siegerstraße ein. Den Eckstoß von Ilir Serifi von rechts verlängerte Torben Marten, und am zweiten Pfosten brachte der freistehende Brandolf Duah die Murmel im Kasten unter (25.).

Auch in der Folge sahen die Zuschauer eine erwartet einseitige Partie, bei der den Gästen allerdings Präzision und Tordrang auf dem doch etwas holprig-unebenen Platz fehlten. Nick Selutin (33.) und Rasmus Tobinski (45.) jeweils mit einem Flachschuss scheiterten an Torhüter Jörn Ketelsen, sodass es mit einer unspektakulären 2:0-Halbzeitführung des Regionalligisten in die Pause ging.

Früh machte Rasmus Tobinski mit dem Treffer zum 3:0 den Deckel drauf: 58 Sekunden nach Wiederanpfiff waren vergangen, als unser Mittelstürmer die schönste Kombination des Abends vollendete. Erolind Krasniqi hatte Theo Behrmann auf rechts in die Gasse geschickt, dessen Eingabe im Zentrum unsere Nummer 17 verwertete (46.). Damit war die Partie durch. Beim folgenden „Schaulaufen“ versuchten sich viele Flensburger mit Torabschlüssen. Der fleißige Ilir Serifi scheiterte gleich mehrfach an Torhüter Jörn Ketelsen (53., 65., 67.). Auch Erolind Krasniqi kam mit einem versuchten Lupfer von halblinks nach Vorarbeit von Ilir Serifi nicht am Torhüter vorbei (59.) wie auch Ibrahim Bashiru Ali im starken Schlussmann des Siebentligisten seinen Meister fand (86.). Beim Schuss von Ole Wagner von halblinks, der nur knapp am langen Pfosten vorbeistrich, ging ein Raunen durch das Publikum (70.). Unser Linksverteidiger traf dann allerdings doch noch, und zwar als sein Pendant von der anderen Seite, Theo Behrmann, sich stark über außen durchgesetzt hatte. Ole Wagner lauerte am zweiten Pfosten und musste nur noch zum 0:4 einschieben (87.).

Die taktisch diszipliniert bleibenden und körperlich sehr gut mithaltenden Platzbesitzer kamen kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit zu ihrem ersten nennenswerten Abschluss, als Niclas Thomsen einen zweiten Ball nach Eckstoß über den Kasten setzte (52.). SC-Torhüter Ronny Seibt hatte beim Freistoß von Jonte Corinth seine Mühe und musste einmal nachfassen (85.). Geschlagen war er sogar, als Brar Momme Lucht nach einem hart geführten Zweikampf zwischen Kevin Ntika und Henner Martensen an der Außenlinie vom ausbleibenden Pfiff, der Vorteilsauslegung des Unparteiischen und der Schaltpause in der SC-Abwehr profitierte, allein auf Ronny Seibt zulaufen und die Murmel zum viel umjubelten 1:4-Ehrentreffer des Außenseiters versenken konnte (90.).

Auffälligste Spieler bei den Platzbesitzern waren Torhüter Jörn Ketelsen mit vielen guten Paraden in den zweiten 45 Minuten sowie Innenverteidiger Björn Domeyer. Unsere Mannschaft hatte im dynamischen Außenverteidiger und Torschützen Ole Wagner, den sehr agilen, im Abschluss aber glücklosen Ilir Serifi und im „Doppelpacker“ Rasmus Tobinski ihre Aktivposten.

Vor dem Auftaktspiel in der Regionalliga Nord beim VfB Lübeck am 1. August 2026 (14 Uhr) steht nun am kommenden Wochenende das Viertelfinale im Landespokalwettbewerb an. Unsere Mannschaft wird dann beim FC Kilia Kiel antreten. Der genaue Termin wird kurzfristig bekanntgegeben werden.

Langenhorn/Enge-Sande: Ketelsen – Reckelberg (Kap./77. Lübke), L. Sönksen (71. T. Lucht), B. Domeyer, A. Sönksen – Prahl (68. B. Lucht), Thomsen (68. Thiesen), J. Jensen – P. Jensen (83. Ebsen), Martensen, Corinth. Trainer: Vasilenko.

Weiche: Seibt – Behrmann, Duah (62. Hust), Ntika (Kap.), Wagner – Marten, Lamce (77. Celotto) – Selutin (62. Bashiru Ali), Serifi, Krasniqi (62. Nwokoma) – Tobinski (77. Hansen). Trainer: Wulff.

Tore: 0:1 Tobinski (13.), 0:2 Duah (25.), 0:3 Tobinski (46.), 0:4 Wagner (87.), 1:4 B. Lucht (90.).

Zuschauer: 652 im Arno-Ohlsen-Stadion an der Schulstraße, Enge-Sande.

Schiedsrichter: Hauke Moje (Osterrönfelder TSV).

Verwarnungen: Thomsen (Foul an Krasniqi, 32.), Prahl (Unsportlichkeit, 42.)/Wagner (Unsportlichkeit, 42.).

Trainerstimmen:

SG-Trainer Maxim Vasilenko sagte: „1:4 – das Ergebnis hätten wir vor dem Spiel auf jeden Fall unterschrieben. Wir haben ein gutes Spiel gemacht, die Räume zugestellt und die Zweikämpfe angenommen. 1:4 ist für uns ein sehr gutes Ergebnis.“

Unser Trainer Tim Wulff sagte: „Kompliment und Respekt an Langenhorn/Enge-Sande. Sie haben es wirklich gut gemacht. Dennoch: Wir sind zufrieden. Das Hauptziel haben wir erreicht: Wir sind eine Runde weiter, und das hochverdient. Ich hätte gern ein höheres Ergebnis gesehen. Zum Schluss haben wir dem Gastgeber noch ein Geschenk bereitet, was nicht hätte sein sollen.“