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Nächstes siegreiches Torfestival

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Nächstes siegreiches Torfestival

SC Weiche Flensburg 08 – SSV Jeddeloh II 5:2 (1:0)

16. August 2026

Der SC Weiche Flensburg 08 hat auch sein zweites Heimspiel im Manfred-Werner-Stadion spektakulär mit 5:2-Toren gewinnen können. Am 4. Spieltag war der SSV Jeddeloh II der leidtragende Kontrahent unserer Mannschaft, die vor 821 am Schluss begeisterten Besuchern ihre enorme offensive Qualität ausspielen konnte. An dem trockenen Samstagnachmittag mit Temperaturen von 20 Grad zeigte sich Weiche zum Auftakt der „englischen Woche“ erneut in starker Form. Während Kristian Arambasic, Trainer der Edewechter, nach der Partie den Sieg der Platzbesitzer als „am Ende auch verdient“ anerkannte, sagte unser Cheftrainer Tim Wulff: „Es war in der Summe ein verdienter Sieg: 5:2. Wir freuen uns riesig. Zwei Gegentore sind aber zu viel. Darüber werden und dürfen wir uns ärgern. Riesiges Kompliment auch an die Zuschauer, die heute da waren. Es hat richtig Spaß gemacht.“

Unsere Mannschaft begann gegenüber dem 5:2-Sieg gegen Eimsbüttel unverändert. Spielerwechsel gab es in der zweiten Halbzeit. Nacheinander wurden Ilir Serifi, Raul Celotto, Joshua Nwokoma, Saisondebütant Maksym Tytarenko und Tanyel Eckstein eingewechselt. Den 19 Akteure umfassenden Kader des Spieltags komplettierten die Torhüter Nils Bock und Bjarne Schneider sowieSamuel Hust. Mit unserer U 23 waren Thies Richter und Joshua Hansen bei TuS Nortorf unterwegs, bei der 0:3-Niederlage allerdings nicht erfolgreich. Außerdem fehlten die Rekonvaleszenten Bjarne Schleemann, Brandolf Duah, Daniel Schaen, Marcel Cornils und Randy Gyamenah sowie der verletzte Alexander Laukart.

Beim SSV gab es nur drei Tage nach dem 2:0-Heimsieg gegen den FC St. Pauli II lediglich einen Wechsel in der Startelf. Für den dort verletzt ausgeschiedenen etatmäßigen Kapitän Gazi Siala begann Fynn Friedrichs, der positionsgetreu die Zentrale in der Dreier-Abwehrkette übernahm.

In einer von beiden Seiten ohne großes Abtasten geführten Anfangsphase setzten die Heimischen das Glanzlicht. Von der linken Seite erfolgte der Spielaufbau von Benjamin Lamce auf Ole Wagner, der den Ball in die Spitze spielte. Rasmus Tobinski erahnte das Zuspiel und verlängerte es mit nur einem Kontakt an den herauseilenden Schlussmann Moritz Onken vorbei zum 1:0 ins Netz (7.). Weiche blieb danach zunächst auf dem Gaspedal. Ibrahim Bashiru Ali köpfte einen Eckstoß von Erolind Krasniqi am zweiten Pfosten relativ freistehend über den Kasten (13.), und die Direktabnahme von Nick Selutin ging genau auf Torhüter Moritz Onken (20.). Auf der Gegenseite sorgten Eckbälle, getreten von links von Robin Krolikowski, für Gefahr. Den ersten bereinigte Nick Selutin erst auf der Torlinie (10.), dann war unser Schlussmann Ronny Seibt mit einer Hand zur Stelle (22.). Außerdem klärte Uchechi Duru eine Eingabe von Tim Janßen von der linken Seite nur haarscharf neben das eigene Tor (12.).

Nach gut 20 Minuten übernahmen die Blau-Weißen mehr und mehr das Zepter, allerdings zunächst in einer Partie, die sich merklich eine Pause nahm. Die beendete Ibrahim Bashiru Ali nach einem schönen Seitenwechsel von Nick Selutin mit einem Flachschuss, mit den er den aufmerksamen Gäste-Schlussmann prüfte (31.), ehe das Aufeinandertreffen mit vielen Zweikämpfen an Intensität enorm zunahm, sodass es erst einmal „Gelbe Karten“ hagelte. Die Schlussphase des ersten Durchgangs gehörte dann den Niedersachsen. Erst kam Kamer Krasniqi fünf Meter vor dem Tor bei der Eingabe von Tim Janßen zu spät (36.), dann parierte Ronny Seibt den Kopfball von Moritz Brinkmann aus Nahdistanz nach einem Eckstoß famos (43.). Weiche wackelte, fiel aber in jener Phase nicht und setzte mit einem „zweiten Ball“, den Nick Selutin am Kasten vorbeischoss (45.+1), das letzte Zeichen vor dem Pausenpfiff.

Nach dem Seitenwechsel ging es mit Aktionen hüben – Nick Selutin schoss von halblinks rechts am oberen Tordreieck vorbei (48.) – wie drüben – nahezu identisch verzog Robin Krolikowski (51.) – weiter, ehe Weiche die Führung ausbauen konnte. Bei einem Konter – eine von Theo Behrmann per Kopf geklärte Aktion im Anschluss aus einen SSV-Eckstoß – nahm Ibrahim Bashiru Ali im Zentrum richtig viel Fahrt auf, er passte dann nach halblinks hinaus, und Erolind Krasniqi traf nach einem kurzen Schwenk nach innen und um Keita Taguchi herum aus 16 Metern ins lange Eck zum 2:0 (56.).

Damit war die Partie aber noch nicht durch. Zu „wild“ ging es hin und her, und Jeddeloh II war wieder dran, als Kamer Krasniqi einen Handstrafstoß sicher unten links verwandelte (66.). Zuvor war der Ball bei einer Abwehraktion Benjamin Lamce unglücklich an die Hand geprallt (65.). Doch die Flensburger schlugen postwendend zurück. Bei einer samtweichen Flanke von Erolind Krasniqi von rechts auf den zweiten Pfosten schraubte sich Rasmus Tobinski in die Luft, stand dort eine Etage höher als die gegnerische Abwehr, und der Torjäger köpfte den Ball unter dem Jubel des begeisterten Publikums zum 3:1 in den Winkel ein (67.). Nun lief es wie am Schnürchen. Eine flache Eingabe von Ilir Serifi von der linken Seite grätschte Ibrahim Bashiru Ali energisch zum 4:1 ins Netz (71.). Inzwischen erfasste das von beiden Seiten mit viel Intensität und Offensivgeist geführte Geschehen das Publikum voll und ganz, das wenig später Rasmus Tobinski bei seiner Auswechslung viel Sonderapplaus gewährte (74.).

In der Schlussphase hatte Joshua Nwokoma bei zwei guten Aktionen von halbrechts Pech, traf erst das Außennetz (85.), dann den langen Innenpfosten, von wo die Murmel einfach nicht über die Linie rollen wollte (88.). Dazwischen hatte Erolind Krasniqi nach Ballgewinn und Zuspiel von Ole Wagner sowie Ablage von Maksym Tytarenko aus 16 Metern ins rechte Eck den fünften Treffer der Gastgeber erzielt (86.). Die Platzherren ließen schließlich noch das zweite Gegentor zu, als Ole Böttcher von halbrechts den Pass von Tom Kanowski aufnehmen und aus 14 Metern ins lange Eck zum Endstand einnetzen konnte (90.).

Besonders auffällig waren bei den Ammerländern Standardschütze Robin Krolikowski aus dem Mittelfeld und Tom Kanowski von hinten links. Aus unserer gut aufgelegten Mannschaft ohne Ausfälle ragten die Doppeltorschützen Erolind Krasniqi und Rasmus Tobinski, der bereits bei sechs Saisontoren steht, nicht nur wegen ihrer Treffer besonders heraus. Auch Torben Marten zeigte wieder ein starkes Spiel.

Für Weiche geht es bereits am kommenden Mittwoch, 19. August 2026, weiter. Dann werden die Schützlinge von Trainer Tim Wulff ab 18.30 Uhr auf Platz 11 am Weserstadion beim SV Werder Bremen II zu Gast sein und die Partie des 3. Spieltags nachholen.

Weiche: Seibt – Behrmann, Duru, Ntika (Kap.), Wagner – Marten (85. Eckstein), Lamce (70. Celotto) – Selutin (61. Serifi), E. Krasniqi, Bashiru Ali (80. Tytarenko) – Tobinski (74. Nwokoma). Trainer: Wulff.

Jeddeloh II: Onken – Marcinek, Friedrichs, Kanowski – Taguchi – Steinwender (Kap.), Krolikowski (72. Ifeadigo), M. Brinkmann (72. Brandes), Janßen (85. Gramberg) – K. Krasniqi (85. Raykov), Bothe (85. Böttcher). Trainer: Arambasic.

Tore: 1:0 Tobinski (7.), 2:0 E. Krasniqi (56.), 2:1 K. Krasniqi (66., Handstrafstoß), 3:1 Tobinski (67.), 4:1 Bashiru Ali (71.), 5:1 E. Krasniqi (86.), 5:2 Böttcher (90.).

Zuschauer: 821 im Manfred-Werner-Stadion, Flensburg-Weiche.

Schiedsrichter: Tim Otto (TSV Weyhe-Lahausen).

Verwarnungen: Wagner (Foul an Marcinek, 34.), Tobinski (Foul an Kanowski, 36.), Duru (Foul an M. Brinkmann, 55.), E. Krasniqi (Foul an Kanowski, 60.), Ntika (Foul an Bothe, 64.)/Steinwender (Foul an Wagner, 33.), K. Krasniqi (Foul an Seibt, 44.), Ifeadigo (Foul an Marten, 82.).

Trainerstimmen

Der Gäste-Trainer Kristian Arambasic sagte: „Glückwunsch zum am Ende auch verdienten Sieg. Wir hatten uns heute einiges vorgenommen: weite Reise hierher, englische Woche. Wir mussten in der Innenverteidigung nach dem Sieg gegen St. Pauli II umbauen. Wir hatten uns vorgenommen, Kompaktheit reinzubekommen, gegen den Ball zu arbeiten. Aber gleich mit dem ersten Fehler hat uns Rasmus Tobinski bestraft. Der Junge hat einen Bombenlauf. Ab der 20. Minute waren wir dann sehr gut drin und haben bis zur Halbzeit ein gutes Auswärtsspiel gemacht. Unser Dauerproblem ist dann so ein bisschen, dass wir vorn einfach nicht zum richtigen Zeitpunkt die Tore machen. Und dann kassieren wir aus einem eigenen Eckball im Konter das 2:0. Die Jungs versuchen dann alles, machen das 2:1. Dann haben wir das Spiel komplett aus der Hand gegeben, es war „wilder Westen“, die Köpfe gingen runter, und dann war der Sieg leider auch in der Höhe verdient, weil die Effektivität bei Flensburg war. Rasmus Tobinski und Erolind Krasniqi waren die auffälligsten da vorn drin und haben vier Tore gemacht. Wir müssen uns nun einmal schütteln. Nächste Woche ist für uns DFB-Pokal. Das ist ein ganz anderer Wettbewerb. Darauf können sich die Jungs freuen. Für mich zählen am Ende nur die Liga und die Konzentration auf Hannover am Mittwoch darauf. Das ist auch wieder ein schwerer Gegner, aber ich bin guter Dinge, dass wir zuhause wieder etwas Zählbares mitnehmen.“

Unser Trainer Tim Wulff sagte: „Danke für die Glückwünsche. Wir sind gut ins Spiel gekommen, führen schnell mit 1:0. Wir verlieren den Faden, Jeddeloh übernimmt das Kommando. Wir waren nicht so zufrieden mit den zweiten 20 bis 25 Minuten der ersten Halbzeit. Wir gehen dann auch mit etwas Wut im Bauch in die Halbzeit, weil wir viele einfache Fehler gemacht, Bälle hergeschenkt und dem Gegner Räume geboten haben. Ich habe meinen Jungs zur Halbzeit gesagt, dass Fußball Ergebnissport ist. Wir führen 1:0. Wir müssen die Eins-gegen-Eins-Situationen vorn im letzten Drittel suchen. Irgendwann geht mal ein Ball rein, und es platzt der Knoten. Und genau so ist es gekommen. Dann geht es Schlag auf Schlag, wir nutzen unsere Chancen. Es war in der Summe ein verdienter Sieg: 5:2. Wir freuen uns riesig. Zwei Gegentore sind aber zu viel. Darüber werden und dürfen wir uns ärgern, weil wir nicht immer zwei Gegentore im Schnitt zuhause bekommen wollen. Riesiges Kompliment auch an die Zuschauer, die heute da waren. Es hat richtig Spaß gemacht. Wir sind zufrieden, die englische Woche mit drei Punkten gestartet zu haben. Jetzt geht’s am Mittwoch in Bremen weiter. Da wollen wir drei Punkte mit nach Hause nehmen. Es war heute ein hartes Stück Arbeit. Jetzt wird sich ausgeruht, morgen ist trainingsfrei. Montag und Dienstag geht es weiter mit Training. Für Euch, Jeddeloh, nur das Beste, vor allem halt viel Gesundheit.“