„Meistermacher“ mit neun Punkte-Woche!
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„Meistermacher“ mit neun Punkte-Woche!
VfB Oldenburg – SC Weiche Flensburg 08 1:2 (1:1)
Zum Abschluss seiner letzten „englischen Woche“ der Saison hat der SC Weiche Flensburg 08 am Samstagabend einen schönen Erfolg gefeiert. Sieben Tage nach dem 2:0-Sieg gegen Schöningen und drei Tage nach dem 4:1-Heimerfolg gegen Altona 93 kam unsere Mannschaft am 32. Spieltag der Regionalliga Nord beim VfB Oldenburg zu einem 2:1-Sieg, mit dem der SV Meppen vier Stunden nach einer überraschenden 2:3-Heimniederlage gegen den Bremer SV doch noch am gleichen Tag Meister und Aufsteiger in die 3. Liga wurde. Vor 2.410 Zuschauern war Weiche im Stadion am Marschweg in Oldenburg bei sommerlichen Temperaturen von über 20 Grad die effizientere und glücklichere Mannschaft. Zuletzt hatte Weiche in Oldenburg mit 0:4 (2022), 0:2 (2024) und 1:5 (2025) drei satte Niederlagen kassiert und auch das Hinspiel der laufenden Saison in Flensburg mit 2:3-Toren verloren. Der VfB-Verantwortliche Dario Fossi zeigte sich nach der Partie bitter enttäuscht. Unser Cheftrainer Tim Wulff meinte: „Wir haben eine ‚englische Woche‘ hinter uns gebracht und wollten maximal Punkte holen. Das ist uns mit drei Siegen gelungen. Dementsprechend bin ich super zufrieden.“
Drei Tage nach dem Spiel gegen Altona 93 (4:1) nahm Tim Wulff vier Änderungen in der Startformation vor. Zum einen gab es einen Tausch auf der Torhüterposition: Nils Bock begann für Ronny Seibt. Zum anderen fiel Theo Behrmann aus. Dafür rückte Bjarne Schleemann nach hinten rechts. Seine Position vor der Abwehr übernahm. Torben Marten. Auch Raul Celotto und Marcel Cornils kehrten zurück in die Anfangself. Mads Albæk und René Guder mussten dafür erst einmal auf der Bank Platz nehmen. Nach einer Stunde schied Sandro Plechaty mit Muskelverletzung aus. Für ihn kam René Guder. Im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit wurden zudem Mads Albæk, Randy Gyamenah, Marian Sarr und Obinna Iloka eingewechselt. Im Kader war ferner nur noch Torhüter Ronny Seibt. In Oldenburg standen aus Verletzungsgründen Ole Wagner, Maxim Jurk, Alexander Laukart, Erjanik Ghubasaryan, Makysm Tytarenko sowie kurzfristig Theo Behrmann und der erkrankte Thies Richter nicht zur Verfügung.
Beim VfB Oldenburg, der zuletzt mit 2:4 in Emden sowie zwei Spieler wegen Platzverweise verloren hatte, gab es drei Änderungen. Der „Rot“-gesperrte (und zudem verletzte) Nick Otto sowie die „Gelb“-gesperrten Vjekoslav Taritas und Ngufor Anubodem wurden von Leon Deichmann, Anour Adam und Vincent Hagen ersetzt. Nicht zur Verfügung stand zudem der ebenfalls „Rot“-gesperrte Julian Boccaccio, während Cheftrainer Dario Fossi trotz der Gelb-Roten Karte, die er in Emden gesehen hatte, an der Seitenlinie stand.
Die Partie begann mit zwei Möglichkeiten der Platzherren, die mit einem Sieg die Meisterschaft noch hätten offenhalten können. Eine flache Eingabe von der linken Seite von Aurel Loubongo begrub SC-Torhüter Nils Bock am kurzen Pfosten unter sich (2.). Dann unterband Marshall Faleu mit einem langen Schritt eine Umschaltsituation des VfB, der in 2-zu-1-Überzahl angreifen konnte (5.). So richtig brannte es nicht, aber Weiche kassierte dann einen Strafstoß gegen sich. Aurel Loubongo zog mit Tempo von links in die Mitte; sein Schuss wurde abgefälscht und landete bei Drilon Demaj. Torben Marten wollte klären, traf dabei den Oldenburger (18.). Den Strafstoß verwandelte Mats Facklam unten rechts, während Nils Bock in die andere Ecke unterwegs war (19.).
Damit schien die Partie den erwarteten Verlauf zu nehmen. Den Schuss von Willem Hoffrogge von der Strafraumkante entschärfte ebenso Nils Bock (29.) wie den Abschluss von Drilon Demaj aus elf Metern, nachdem Willem Hoffrogge eingeleitet und nach links in die Gasse zu Vincent Hagen gepasst und dieser den Ball zurückgespielt hatte (30.). Der VfB schien alles im Griff zu haben, aber Weiche stellte den Spielstand plötzlich auf 1:1. Raul Celotto hatte von hinten rechts einen langen Ball in die Spitze gespielt, wo sich Ibrahim Bashiru Ali gegen beide Innenverteidiger des VfB, Marc Schröder und Leon Deichmann, behauptete, allein vor Torhüter Jhonny Peitzmeier auftauchte und cool in die rechte Ecke vollendete (37.).
Bis zur Pause hielt Weiche das Geschehen nun offen, spielte mutiger mit und hatte über Marcel Cornils, der von links am kurzen Eck vorbeischoss (41.), und Dominic Hartmann aus der Distanz (44.) zwei gute Szenen. Auf der Gegenseite schoss Mats Facklam von halblinks ebenfalls am kurzen Eck vorbei (43.).
Nach der Pause entwickelte Oldenburg richtig viel Druck, aus dem sich Weiche nicht befreien konnte. Nun geriet Nils Bock mehrfach in den Mittelpunkt. Drilon Demaj köpfte eine Rechtsflanke vom Fünfmeterraum genau auf unseren Torhüter (49.), und als Mats Facklam erst an unserem Schlussmann scheiterte, aber den Abpraller wiederbekam, klärte Bjarne Schleemann aufmerksam kurz vor der Linie (50.). Mats Facklam köpfte wenig später einen Eckstoß, getreten wie immer von Rafael Brand, von der linken Seite knapp über den Querbalken (52.). Danach verfehlten erneut ein Kopfball nach Chipball von Rafael Brand (57.) und ein Schuss vom Elfmeterpunkt (60.), jeweils von Mats Facklam, das Ziel nur knapp. Willem Hoffrogge zielte aus 15 Metern flach rechts vorbei (66.), und dann war wieder SC-Torhüter Nils Bock bei einem Flachschuss von halblinks von Rafael Brand zur Stelle (72.).
Auf der Gegenseite hatte Marcel Cornils mal einen ordentlichen Abschluss nach einem „zweiten Ball“, wobei der Referee ohnehin auf Freistoß für den VfB entschieden hatte (63.). Doch ansonsten fand Flensburg offensiv kaum statt – bis zur 73. Minute! Der gerade eingewechselte Randy Gyamenah, eingesetzt von Marcel Cornils, brachte von links eine bestens getimte Flanke genau auf den Kopf des einlaufenden Marshall Faleu, der aus fünf Metern die Murmel in die Maschen einwuchtete – 1:2 (73.). Zugegeben: Damit war der Spielverlauf auf den Kopf gestellt, aber das störte im Flensburger Lager niemanden. Inzwischen fieberte die gesamte Weiche-Mannschaft mit, und sie hatte noch drei Szenen der Platzherren zu überstehen. Drilon Demaj schoss einen „zweiten Ball“ vom Strafraum rechts vorbei (76.), Mats Facklam zielte, bedrängt von Marshall Faleu, nach einem weiten Ball nochmals über das Tor (90.), und Sohei Iwasaki kam bei einer Flanke von der linken Seite einen Schritt zu spät (90.+1). Danach jubelte die Flensburger Mannschaft und zeitgleich einige Kilometer entfernt auch der gesamte Meppener Anhang.
Beim VfB Oldenburg fielen die Mittelfeldantreiber Willem Hoffrogge und Rafael Brand sowie Rechtsaußen Drilon Demaj besonders auf. Mats Facklam war ebenfalls auffällig, im Abschluss aber – mit Ausnahme des sicher verwandelten Strafstoßes – glücklos. Auf Flensburger Seite konnten sich Torhüter Nils Bock sowie beide Innenverteidiger Marshall Faleu und Kevin Ntika die besten Noten verdienen.
Im letzten Heimspiel der Saison wird unsere Mannschaft am kommenden Samstag, 9. Mai 2026, den FC Eintracht Norderstedt empfangen. Der Anpfiff zur Partie des 33. Spieltags wird im Manfred-Werner-Stadion um 13.30 Uhr ertönen.
Oldenburg: Peitzmeier – Adam (68. Pepshi), Schröder, Deichmann (90. Iwasaki), Mai (70. Barrie) – Hoffrogge – Brand, Hagen (56. Knystock) – Demaj, Facklam, Loubongo (80. Trad). Trainer: Fossi.
Weiche: Bock – Schleemann, Faleu, Ntika, Duru – Marten (81. Sarr), Celotto (73. Albæk) – Cornils (84. Iloka), Hartmann (Kap.), Plechaty (60. Guder) – Bashiru Ali (73. Gyamenah). Trainer: Wulff.
Tore: 1:0 Facklam (19., Strafstoß), 1:1 Bashiru Ali (37.), 1:2 Faleu (73.).
Zuschauer: 2.410 im Stadion am Marschweg, Oldenburg (Oldb).
Schiedsrichter: Alexander Rosenhagen (FC SeeBern/Holzerode).
Verwarnungen: Loubongo (Ballwegschlagen, 25.), Schröder (Foul an Bashiru Ali, 61.), Brand (Foul an Gyamenah, 90.+3)/Schleemann (Foul an Loubongo, 53.).
Trainerstimmen:
Der VfB-Trainer Dario Fossi sagte: „Es ist eine maximale Leere – das muss ich zugestehen. Wir waren heute echt nicht gut, haben aber fünf, sechs, sieben glasklare Chancen, die reichen müssten. Für mich ist es momentan sehr hart. Der Druck war sehr groß. Man merkte, dass die Hypothek sehr sehr hoch war, wenn Du fortlaufend mit 15 Punkten hinter Meppen hinterher bist. Ich rechne es der Mannschaft groß an, wenn es wochenlang so ist. Irgendwann kommen dann Spiele wie heute. Wir lassen dann insgesamt einfach zu oft das eine oder andere liegen. Wir überlegen uns so viel, um Tore zu schießen, und dann reicht ein langer Ball des Gegners. Die Mannschaft hat alles versucht, aber der Akku war leer. Jeder Einzelne sollte überlegen, wo es hingehen soll. Für ganz oben reicht es nicht. Was wir hier liegen gelassen haben, ist Wahnsinn.“
Unser Trainer Tim Wulff sagte: „Wir haben eine ‚englische Woche‘ hinter uns gebracht und wollten maximal Punkte holen. Das ist uns mit drei Siegen gelungen. Dementsprechend bin ich super zufrieden. Zum Spielverlauf: Oldenburg hat eine enorme Qualität und Wucht. Wir haben den Kampf angenommen, wollten in Umschaltsituationen kommen, kriegen aber durch den blöden Strafstoß ein Gegentor. So liegen wir hinten. Doch dann haben wir einen Umschaltmoment gehabt, und wir machen das 1:1, gehen daher mit einem positiven Ergebnis in die Halbzeit. Das Spielglück lag dann auf unserer Seite. Ich muss unsere Torhüter loben. Ich habe zwei richtig gute Torhüter. Nils Bock hat uns im Spiel gehalten. Marshall Faleu steht dann bei der Flanke völlig frei. Wir haben dann noch Torchancen zugelassen, aber das Spiel nach Hause geschaukelt. Glückwunsch an den VfB Oldenburg. Ihr habt eine tolle Mannschaft. Und dann sehen wir uns in der nächsten Saison zu schönen Spielen wieder.“