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Knallerspiel am Freitagabend

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Knallerspiel am Freitagabend

Weiche empfängt den Top-Favoriten

15. Oktober 2026

Das ultimative Top-Spiel der Regionalliga Nord zwischen dem Überraschungstabellenführer SC Weiche Flensburg 08 und dem Top-Favoriten SV Drochtersen/Assel steht am kommenden 14. Spieltag auf dem Programm. Bevor der absolute Knaller am Freitagabend um 19.30 Uhr unter Flutlicht im Manfred-Werner-Stadion angepfiffen werden wird, haben wir für Euch wieder ein paar Fakten zusammengestellt.

Zur Lage: Spitzenmannschaften gewinnen

Gleich sechs Auswärtssiege gab es am vergangenen 13. Spieltag der Regionalliga Nord. Spitzenreiter Weiche Flensburg löste die Aufgabe beim Aufsteiger SV Todesfelde souverän mit 4:0. Auch Verfolger Drochtersen/Assel hatte beim 3:0-Sieg beim Bremer SV keine große Mühe. Hannover 96 II bleibt ebenfalls dran, setzte sich beim Eimsbütteler TV mit 2:0-Toren durch. Einen Auswärtssieg konnte ebenso die andere Vertretung aus Niedersachsens Landeshauptstadt feiern. Der HSC gewann beim FC St. Pauli II nach turbulenten 90 Minuten mit wechselnden Führungen mit 4:3. Wichtige Punkte aus fremden Stadien konnten zudem der Hamburger SV II mit einem 3:1-Erfolg in Schöningen und der VfB Lübeck mit dem 2:1 beim bis dato „trainerlosen“ SSV Jeddeloh II feiern.

Die sportliche Minikrise konnte der VfB Oldenburg mit einem 4:0-Heimsieg vor 4.347 Zuschauern im Nordwest-Derby gegen Kickers Emden beenden, wobei die Gäste in der letzten halben Stunde in doppelter Unterzahl agieren mussten und sich noch drei Gegentreffer einfingen. Neben Oldenburg konnte auch Phönix Lübeck mit einem Heimsieg dreifach punkten, um vorn dranzubleiben. Die Marzipanstädter schickten Norderstedt mit 4:1-Toren geschlagen nach Hause. Das einzige Remis gab es in Bremen, wo sich die Werder-„Zweite“ von Delmenhorst torlos trennte.

Der nun anstehende 14. Spieltag wird mit dem Lokalderby zwischen Atlas Delmenhorst und dem Bremer SV am Freitagabend ab 19 Uhr eingeläutet. Eine halbe Stunde später beginnt der „Kracher“, wenn der zweitplatzierte Top-Favorit Drochtersen/Assel beim erstplatzierten Herausforderer SC Weiche Flensburg 08 gastieren wird.

Der Samstag hält gleich vier Spiele parat. Ab 14 Uhrkommt es in Hannover zum Verfolgerduell zwischen der „96“-Zweiten und Schöningen. Der VfB Lübeck empfängt zeitgleich den FC St. Pauli II. Ab 15 Uhrversucht sich der SSV Jeddeloh II daran, sich gegen die U 23 von Werder Bremen aus der sportlichen Krise zu kämpfen. Für Phönix Lübeck steht erst ab 18 Uhrdie schwierige Prüfung bei Kickers Emden im Ostfriesland-Stadion an.

Am Sonntag dürfte aus Flensburger Sicht das Gastspiel des VfB Oldenburg beim Hamburger SV II am meisten Aufmerksamkeit erregen. Ebenfalls um 14 Uhr beginnen das Derby zwischen Norderstedt und Eimsbüttel sowie das Spiel zwischen dem HSC Hannover und dem SV Todesfelde.

Zum Gegner: selbsternannter Top-Favorit

Selten zuvor hat sich ein Verein in der Regionalliga Nord so sehr selbst in die Favoritenrolle gehoben wie die SV Drochtersen/Assel im vergangenen Sommer. Sportdirektor Sören Behrmann, einst selbst jahrelang für die SV D/A aktiv, wurde Mitte Juli 2026 vom Fußball-Fachmagazin „Kicker“ mit folgenden Worten zitiert: „Wenn man in den vergangenen Jahren Vierter, Dritter und Zweiter geworden ist und zudem im Pokalfinale stand, dann möchte man den nächsten Schritt gehen und nicht erneut Zweiter werden.“ Und weiter: „Wir wollen wieder ganz oben angreifen und haben gemeinsam alles dafür getan.“ Vereinspräsident Rigo Gooßen, seit 1982 (!) im Amt, hatte dem „Kicker“ damals verraten: „Nach der verlorenen Meisterschaft und dem Pokal-Endspiel (im Landespokalfinale gegen den SSV Jeddeloh II/d. Red.) haben wir die vergangene Saison sehr intensiv analysiert und dabei jeden Stein umgedreht.“ Wer als Vizemeister von einer „verlorenen Meisterschaft“ spricht, für den kann es nur ein Ziel geben. Dementsprechend hatte der „Kicker“ im Titel des Beitrags die Ambitionen klar auf den Punkt gebracht: „Platz 2 wäre diesmal zu wenig“.

Eigentlich war die SV Drochtersen/Assel – eine 1977 fusionierte „Spielvereinigung“ aus dem Turnverein Germania Drochtersen und den Vereinigten Turnvereinen Assel – nach dem Aufstieg in die Regionalliga Nord von 2015 für Konstanz, Kontinuität und Bescheidenheit bekannt. In Abstiegsgefahr geriet sie nie. Vielmehr waren mittlere und vordere Tabellenplätze an der Tagesordnung. Doch die Ansprüche in Drochtersen und Assel wuchsen im Laufe der Zeit. Nach dem Aufstieg des SV Meppen im vergangenen Sommer fühlten sich die Kehdinger nun halt als „natürlicher Nachfolgekandidat“.

„Das Grundgerüst der Mannschaft bleibt erhalten“, betonte der Sportdirektor Sören Behrmann im Juli in einem Artikel des Fußball-Fachmagazins „Kicker“. Dazu wurden die Verträge von gleich 14 Spielern bis 2027 und teilweise bis 2028 verlängert. Aber anders als in den Vorjahren beließ es die SV D/A diesmal nicht bei den „normalen“ fünf oder sechs Neuzugängen. Es wurden vielmehr 13, von denen einer – der Ex-Lübecker Ali Abu-Alfa (Tasmania Berlin) – nach nur zwei Monaten schon wieder weitergewandert ist. Die Verantwortlichen zogen damit den ohnehin notwendigen Kaderumbruch zumindest teilweise vor und holten sich ferner mit der Trainer-Ikone des FC St. Pauli, Holger Stanislawski, zusätzlich einen Sportlichen Berater ins Boot.

„Uns war es besonders wichtig, uns gerade in der Offensive qualitativ zu verstärken“, erläuterte Sören Behrmann die bei den Liga-Rivalen mit viel Beachtung verfolgten Transfers offensiver Spieler wie Tom Sanne, Christopher Schepp, Ole Wohlers, Sean Busch oder Terry Becker. Außerdem wurde Torhüter Jesper Heim vom TSV Steinbach Haiger geholt. Der Ex-Flensburger – er hütete zwischen 2022 und 2024 in 67 Pflichtspielen den Weiche-Kasten – löste zwischen den Pfosten das Vereins-„Urgestein“ Patrick Siefkes ab. Mit 36 Jahren beendete der „ewige“ Stammtorwart nach elf Spielzeiten und 320 Pflichtspielen für Drochtersen die Karriere. Zwei andere „Urgesteine“ blieben an Bord. Doch sie haben es angesichts der hochkarätigen Verpflichtungen enorm schwer, ihre Position im Kader zu behaupten. Da ist zum einen der mittlerweile 33-jährige etatmäßige Kapitän Nico von der Reith, der bislang 384 Pflichtspiele absolvierte, nun aber zuweilen auch die Ersatzbank kennenlernen muss. Zum anderen lief auch der 31-jährige Jannes Elfers – seit 2013 dabei – im Herrenbereich nie für einen anderen Klub auf. Demgegenüber unterstrichen nicht nur die offensiven Zugänge die Ambitionen der Schützlinge von Trainer Oliver Ioannou. Die Verpflichtungen von Muhammad Dahaba, Ole Schulz, Dominique Ndure und Luca Menke sowie die Leihe von Niclas Dühring vom Zweitligisten Karlsruher SC waren klare Zeichen: Die SV D/A will Meister werden.

Wie das aber so ist: Die Rot-Blauen hatten an der Favoriten-Bürde zunächst ordentlich zu tragen. Der Saisonbeginn verlief schwierig. Bereits im ersten Pflichtspiel um den Landespokal benötigte die SV D/A gegen Liga-Aufsteiger Atlas Delmenhorst beim 2:1-Sieg vor eigenem Anhang überraschend die Verlängerung. Nach dem Liga-Auftaktsieg gegen Phönix Lübeck (2:1) wurde es richtig unangenehm: Beim VfB Oldenburg (1:3), zuhause gegen Hannover 96 II (1:2) und gegen Bremen II (0:1) gab es Niederlagen. Das Pokal-Aus zuhause gegen Kickers Emden (2:4) schmerzte ebenso. Dazwischen gelang nur ein 4:1-Sieg beim Hamburger SV II. Der Top-Titel-Kandidat schien zu straucheln und früh den Anschluss zu verlieren, bekam dann allerdings die Kurve. Beginnend mit einem 3:2-Sieg an der Lübecker Lohmühle wurde fünfmal in Serie gewonnen, und auch in Schöningen führte Drochtersen bereits klar mit 3:0. Dass dort beim 3:3-Remis noch zwei Punkte liegen gelassen wurden, dürfte die Verantwortlichen mächtig geärgert haben. Es folgten ein 7:2-Sieg gegen Jeddeloh II und jüngst ein 3:0-Sieg beim Bremer SV. So ist Drochtersen nun seit acht Spielen ungeschlagen, holte dabei sieben Siege. Der Express ist ins Rollen geraten.

Mit dieser Erfolgsserie haben sich die Schützlinge von Trainer Oliver Ioannou an die Spitze herangepirscht. Beim Tabellenzweiten klappt nun vieles besser als zu Saisonbeginn. Vor allem ist die Tormaschine mit dem Ex-HSV-Nachwuchstalent Tom Sanne (13 Saisontore), dem Ex-Meppener Christopher Schepp (9) und Allah Aid Hamid (6) nun ins Laufen gekommen.

Unser Mittelstürmer Rasmus Tobinski wollte sich im Interview für unser Stadionmagazin „Steilpass“ über die Qualität des Tabellenzweiten nicht genauer äußern. Er sagte zur Frage nach möglichen Aufstiegsfavoriten nur: „Drochtersen ist definitiv ein Team, das um den Aufstieg mitspielen wird, aber da reihen sich auch noch ein, zwei andere Vereine mit ein.“

Unsere Mannschaft: will sich mit den Besten messen

In bester Stimmung kehrte unsere Mannschaft am frühen Sonntagabend mit den drei Punkten und jeder Menge Selbstvertrauen im Gepäck aus Todesfelde zurück. Nach dem freien Montag ging es am Dienstag in die kurze Trainingswoche. Am Donnerstag steht bereits das Abschlusstraining an.

Viel ändern wird sich im Kader kaum. „Alle sind gut aus dem Spiel gekommen“, gab Physiotherapeut Moritz Wanger schon mal das Zeichen, dass es verletzungsbedingt kaum neue Ausfälle geben dürfte. Wohl dürfte Ole Wagner, der in Todesfelde kurzfristig erkrankt ausgefallen war, wieder zur Verfügung stehen. Kein gefährdeter Spieler holte sich in Todesfelde eine vierte „Gelbe“ ab. Fehlen werden allerdings weiterhin neben Uchechi Duru und Alexander Laukart auch Torben Marten – das Trio ist im Reha-Training und könnte in ein paar Wochen wieder erste Spielpraxis sammeln – sowie neuerdings Joshua Hansen, der sich vor einer Woche im Training am Knie verletzt hat.

Unser Cheftrainer Tim Wulff warf schon mal den Blick auf die Partie gegen Drochtersen/Assel. Er sagte: „Die Tabellensituation ist eine schöne Momentaufnahme. Wir freuen uns auf das Spitzenspiel am Freitagabend unter Flutlicht. Drochtersen/Assel will unbedingt Erster werden. Und wir wollen uns mit den Besten messen. Daher freuen wir uns auf das Spiel.“

Den Blick allzu sehr auf den Gegner möchte Rasmus Tobinski nicht richten. Im Interview für unser Stadionmagazin erinnerte der Mittelstürmer vielmehr daran, dass unsere Mannschaft als Tabellenführer auftritt. Entsprechend sagte er: „Bevor wir uns zu sehr mit einzelnen Akteuren des Gegners befassen, sollten wir auch an unsere Stärken denken. Wir gehen nicht umsonst als Spitzenreiter in dieses Spiel. Ich glaube, dieses Spiel wird durch Kleinigkeiten entschieden.“ Unser Torjäger tippt im Übrigen auf einen 2:1-Sieg. Auch Ibrahim Bashiru Ali erwartet eine enge Kiste. Er sagte: „Wer seine Chancen nutzt und weniger Fehler macht, wird gewinnen. Das war schon gegen Oldenburg so. Ich hoffe natürlich, dass wir es sein werden.“

Weiche trifft zum 21. Mal auf die SV Drochtersen/Assel. Die Besonderheit: In Flensburg sind die Niedersachsen nach zehn Anläufen bei 5:17 Toren noch sieglos, haben acht Auftritte im Manfred-Werner-Stadion sogar verloren, davon gleich viermal mit 0:1. Der erste Treffer gelang den Niedersachsen erst nach sechs torlosen Versuchen bei einer 1:2-Niederlage im Oktober 2022. Danach kamen die Gäste zu einem 2:2-Unentschieden, und selbst als ihnen im Vorjahr, am 12. September 2025, erneut zwei Treffer an der Förde gelangen und sie lange Zeit in doppelter Überzahl agieren konnten, gab es eine 2:3-Niederlage. Es war damals ein unfassbarer Kampf unserer Jungs.

Insgesamt hat es in den bislang 20 Aufeinandertreffen elf Flensburger und fünf Drochtenser Siege bei 27:20 Toren gegeben. Das erste von nur vier Remis war ein torloses Unentschieden am 1. Oktober 2021. Bis dahin hatten alle zehn Duelle einen Sieger gefunden, der achtmal Weiche hieß. Bester Torschütze der 20 Aufeinandertreffen ist Marcel Cornils, der viermal einnetzte. Die höchste Besucherzahl stammt vom 2. August 2024, als 1.024 Fans in Flensburg einen 1:0-Sieg sahen.

Hinweise für alle Fans: Live ist nur im Manfred-Werner-Stadion!

Das Spiel wird am Freitag, 16. Oktober 2026, um 19.30 Uhr im Manfred-Werner-Stadion angepfiffen. Schiedsrichter der Partie ist Jan-Lukas Meyer (TuS Schwachhausen/Bremen), der von Noah Müller (SG Aumund-Vegesack/Bremen) und Burak Kücüközarslan (JFV Bremerhaven) an den Linien assistiert wird.

Mehr Informationen rund um das Spiel und den Gegner sowie u. a. das vollständige Interview mit unserem Mittelstürmer Rasmus Tobinski sind in unserem Stadionmagazin „Steilpass“ zu finden. Gedruckte Exemplare gibt es am Spieltag vor Ort. Online wird das Stadionmagazin hier zu finden sein: weiche-liga.de/steilpass/.

Vorverkauf nutzen!
Da wir mit einem großen Zuschaueraufkommmen rechnen, empfiehlt es sich, die Tickets im Vorverkauf online zu erwerben. Damit könnt ihr euch euren Platz im Stadion sichern und müsst auch nicht an den Kassenschlangen am Eingang warten, sondern könnt direkt zu den Scannern durchgehen.
Tickets zum Spiel gibt es wie üblich in den Kategorien Stehplatz/Sitzplatz ohne Dach und Sitzplatz mit Dach an der Stadionkasse, sehr gern aber auch schon vorab im Netz unter https://www.etix.com/ticket/v/12803/manfredwernerstadion-sc-weiche-flensburg-08performance_id=38987573&country=DE&language=de.

Wer die Partie nicht live im Stadion verfolgen kann, hat die Möglichkeit, sich hinter einer Bezahlschranke den kommentierten Livestream mit von handgeführter Kamera auf dem neuen zentralen Vermarktungskanal der Regionalliga Nord über den Anbieter LEAGUES (www.leagues.football/rlnord) anzuschauen. Ihr gelangt zum Stream ebenso, wenn Ihr über unsere Homepage (weiche-liga.de) auf den Button „Weiche 08 TV“ geht. Auf fussball.de bieten wir zudem einen Liveticker an. Ferner werden wir Infos zu Aufstellung, Spielbeginn, Halbzeit und Abpfiff wie gehabt auf unseren Social-Media-Kanälen geben. So richtig „live“ ist allerdings nur der Stadionbesuch.

Fans der SV Drochtersen/Assel beachten bitte, dass die Stadionadresse Bredstedter Straße 2 wie die gesamte Bredstedter Straße als Anwohnerstraße keinerlei Parkplätze bietet. Bitte benutzt die ausgewiesenen Parkplätze in der Otto-Hahn-Straße. Sie sind kostenlos.

Fans, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, können ab dem Bahnhof Flensburg oder dem Zentralen Omnisbusbahnhof (ZOB) in der Innenstadt die Buslinie 12 bis zur Haltestelle „Bredstedter Straße“ nutzen.

Fans des SC Weiche können sich gern an unseren Fanbeauftragten unterfanbetreuung@weicheflensburg08.de wenden.

Ein Hinweis zum Wetter: Für den Freitagabend ist mit Temperaturen von etwa 12 Grad zu rechnen. Etwas Regen kann dabei nicht ausgeschlossen werden. Einem Stadionbesuch sollte dennoch nichts entgegenstehen.

Wir freuen uns über Euren Besuch und wünschen allen Fußballfans einen schönen Freitagabend in unserem Manfred-Werner-Stadion.