Klarer Sieg beim Landesmeister
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Klarer Sieg beim Landesmeister
SV Todesfelde – SC Weiche Flensburg 08 0:4 (0:2)
Der SC Weiche Flensburg 08 verteidigte am 13. Spieltag der Regionalliga Nord erfolgreich die Spitzenposition. Unsere Mannschaft kam im Auswärtsspiel beim SV Todesfelde zu einem 4:0 (2:0)-Sieg, wobei sie mit ihrem bereits zehnten „Dreier“ der Saison so früh wie noch nie die 30-Punkte-Marke übersprang. Gegen den amtierenden Landesmeister Schleswig-Holsteins agierte Weiche am Sonntagnachmittag im Joda-Sportpark bei trockenem Wetter mit Temperaturen um zehn Grad vor 501 Zuschauern im Stile einer Spitzenmannschaft. Auf schwierigem, weil vom vorangegangenen Regen aufgeweichtem Geläuf nutzte unsere Mannschaft den zuweilen vorhandenen Raum und die Chancen zu vier Toren, sodass der Sieg letztlich nie ernsthaft gefährdet war. Der Trainer des SV Todesfelde, Björn Sörensen, zeigte sich dennoch nicht unzufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. Unser Cheftrainer Tim Wulff sagte: „Wenn uns das vorher jemand gesagt hätte, dass wir in Todesfelde 4:0 gewinnen, hätten wir das auf jeden Fall unterschrieben. Wir haben vier Tore geschossen und keines bekommen – das war uns wichtig.“
Bei Weiche kehrte der etatmäßige Kapitän Kevin Ntika nach abgesessener „Gelb“-Sperre in die Startelf zurück. Für ihn fehlte der kurzfristig erkrankt ausfallende Ole Wagner, sodass Brandolf Duah hinten links aushelfen musste. Gegenüber der Startelf vom jüngsten Spiel gegen Oldenburg (3:2) war es die einzige Änderung. Eingewechselt wurden im Verlauf der zweiten Halbzeit Maksym Tytarenko, Randy Gyamenah, Ilir Serifi, erstmals nach Verletzung wieder Nick Selutin und Samuel Hust. In Todesfelde zählten ferner Torhüter Nils Bock, Bjarne Schleemann undJoshua Nwokoma zum nur 19-köpfigen Aufgebot. Nicht dabei waren neben dem erkrankten Ole Wagner die verletzten Uchechi Duru, Torben Marten, Alexander Laukart und Joshua Hansen sowie Torhüter Bjarne Schneider, Daniel Schaen und Thies Richter. Beim 1:1-Remis unserer U 23 am Vortag in der Landesliga gegen den TSV Klausdorf spielten Nils Bock und Thies Richter über die vollen 90 sowie Samuel Hust und Joshua Nwokoma über knapp 60 Minuten.
Todesfeldes Trainer Björn Sörensen sah nach dem 2:1-Sieg aus der Vorwoche bei Kickers Emden keine Veranlassung, seine Startelf zu ändern. So blieb dem langjährigen Torjäger Morten Liebert zunächst nur ein Platz auf der Bank.
Die Gastgeber begannen nach ihrem Erfolgserlebnis durchaus mutig, allerdings auch einladend für ein gutes Umschaltspiel. So konnte Weiche bereits die erste derartige Aktion nutzen, als Theo Behrmann, eingesetzt mal wieder von Erolind Krasniqi, über die rechte Seite abging und nicht angegriffen wurde. Sein Schuss aus spitzem Winkel landete zur frühen Gäste-Führung im Todesfelder Kasten (8.). Ibrahim Bashiru Ali, dessen Schuss gehalten wurde (12.), und Benjamin Lamce, der durch das gesamte Mittelfeld laufen und dann aus gut 20 Metern abziehen konnte (15.), hätten früh erhöhen können. Den Knaller unserer Nummer sechs wischte „Tofe“-Torhüter Fabian Landvoigt über die Querlatte. Doch zwischenzeitlich hatte Weiche erstaunlich wenig Ballbesitz und nicht immer die Kontrolle über die Partie. Die Platzherren wurden stärker und konnten vor allem über Standards gefährlich werden. Der Kopfball von Benjamin Petrick ging über den Kasten (24.). Gerade als zu befürchten war, dass Weiche das Kommando auf dem Platz abgibt und den Kontrahenten zum Ausgleich einladen würde, schlug unsere Mannschaft ein zweites Mal zu. Der Konter lief erneut über rechts. Nach Querspiel von Marcel Cornils brachte Ibrahim Bashiru Ali den Ball von der anderen Seite nach innen, Rasmus Tobinski legte im Zentrum zu Benjamin Lamce ab, der die Murmel überlegt aus zehn Metern von halblinks in die lange, rechte Ecke drückte (30.). Nach Theo Behrmann, der in 81 vorherigen Pflichtspielen für Weiche noch nicht getroffen hatte, feierte so auch Benjamin Lamce seine Torpremiere.
Aber Weiche brachte noch immer keine völlige Souveränität in die eigenen Aktionen, baute zu viele Fehler. Nach Ablage von Mirko Boland vergab Ben Jablonski eine gute Schussgelegenheit (38.). So ging es mit einer 2:0-Führung der Gäste in die Kabinen.
Die Entscheidung der Partie fiel beinahe gleich nach Wiederanpfiff. Erolind Krasniqi spielte einen Ball aus der eigenen Hälfte gleich nach links zu Marcel Cornils heraus. Weil auf halbrechts Rasmus Tobinski seinen Gegenspieler Christian Rave band, hatte unsere Nummer zehn freie Bahn. Er ließ sich vor Fabian Landvoigt die Chance nicht entgehen, schaute sich den Torhüter aus und netzte überlegt in die kurze Ecke zum 3:0 ein (46.).
Damit schien die Partie früh entschieden. Todesfelde versuchte es zwar immer weiter, spielte mutig und unverdrossen nach vorn, aber die besseren Chancen hatten die Gäste, die zudem einen guten Schlussmann mitgebracht hatten. SC-Torhüter Ronny Seibt parierte mit einer Hand den Schuss von Ben Jablonski aus Nahdistanz (50.). Der Versuch von Noel Denis aus spitzem Winkel von links ging quer durch den Fünfmeterraum (64.). Auch Marco Drawz versuchte es zweimal, scheiterte jeweils an der Parade von Ronny Seibt (70., 75.), wobei unser Torhüter beim zweiten Versuch in der Luft lag, um den direkt getretenen Freistoß aus dem oberen Angel zu fischen. Janek Sternberg schließlich schoss von halblinks am linken Pfosten vorbei (75.).
Auf der Gegenseite blieb Weiche bei Kontergelegenheiten gefährlich, zuweilen aber zu verspielt. Marcel Cornils setzte seinen Schuss aus gut 18 Metern an den linken Innenpfosten (51.), Erolind Krasniqi schlenzte einen Ball vorbei (54.), der Versuch von Rasmus Tobinski wurde abgefälscht und landete am linken Außennetz (60.). Außerdem schoss Randy Gyamenah nach Pass von Nick Selutin aus halblinker Position knapp am rechten Pfosten vorbei (89.). Zuvor hatten aber zwei eingewechselte Spieler schon auf 4:0 gestellt: Maksym Tytarenko brachte im Zentrum aus fünf Metern die Eingabe von Randy Gyamenah von links im Tor unter (66.). Eingefädelt hatte die Aktion mal wieder Erolind Krasniqi mit öffnendem Pass auf Randy Gyamenah.
Bei Todesfelde fielen vor allem die beiden Ex-Profis Janek Sternberg hinten links und Mirko Boland im Mittelfeld auf. Außerdem brachte der eingewechselte Marco Drawz neuen Schwung. Von unserer Mannschaft konnten besonders Kevin Ntika, Tanyel Eckstein und mit riesigem Laufpensum Benjamin Lamce überzeugen.
Am kommenden 14. Spieltag kommt es im Manfred-Werner-Stadion zum absoluten Knaller. Unsere Mannschaft empfängt als Tabellenführer den unmittelbaren Verfolger und Meisterschafts-Top-Favoriten SV Drochtersen/Assel. Die Partie wird am Freitagabend, 16. Oktober 2026, um 19.30 Uhrangepfiffen werden.
Todesfelde: Landvoigt – Grosche, Rave, Körting, Sternberg – Erfmann (Kap.), Boland, Denis (65. Drawz) – Jablonski (80. Odiase), Sohn (74. Liebert), Petrick (80. Henk). Trainer: Sörensen.
Weiche: Seibt – Behrmann, Eckstein, Ntika, Duah – Lamce, Celotto (69. Serifi) – Cornils (74. Selutin), Krasniqi (77. Hust), Bashiru Ali (61. Tytarenko) – Tobinski (64. Gyamenah). Trainer: Wulff.
Tore: 0:1 Behrmann (8.), 0:2 Lamce (30.), 0:3 Cornils (46.), 0:4 Tytarenko (66.).
Zuschauer: 501 im Joda-Sportpark, Todesfelde.
Schiedsrichter: Dominik Kopmann (FC Eintracht Norderstedt).
Verwarnungen: Boland (Foul an Lamce, 24.), Rave (Foul an Krasniqi, 32.), Jablonski (Foul an Duah, 45.)/Behrmann (Foul an Sternberg, 69.), Cornils (Foul an Rave, 72.).
Trainerstimmen:
Der Todesfelder Trainer Björn Sörensen sagte: „Unterm Strich ist das Ergebnis vielleicht ein bisschen zu hoch – zumindest gefühlt, wenn man die Spielanteile sieht. Hinten heraus hätten wir auch mehr Gegentore bekommen können. Wir haben die Umschaltsituationen nicht gut abgesichert. Unser Spiel war jedenfalls besser als ein 0:4. Gefehlt hat es an der Restverteidigung und die zweiten Bälle. Eigentlich haben die Jungs die Vorgaben ganz ordentlich umgesetzt. Nur wenn wir in Ballbesitz waren, haben wir die Restverteidigung nicht gut organisiert.“