Hannover-Trip am Sonntag
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Hannover-Trip am Sonntag
Weiche reist zum HSC
So erfolgreich wie in diesem Jahr ist Weiche noch nie in eine Saison gestartet. Unsere Mannschaft möchte so lange auf der Erfolgswelle reiten, wie es geht. Nun steht das Gastspiel beim HSC Hannover an. Bevor die Schützlinge von Cheftrainer Tim Wulff am Sonntag ab 16 Uhr um den nächsten „Dreier“ kämpfen werden, haben wir für Euch wieder ein paar Fakten zusammengestellt.
Zur Lage: Oldenburg nach wildem Spiel vorneweg
Am vergangenen sechsten Spieltag feierte der VfB Oldenburg nach einem 2:3-Rückstand gegen Eimsbüttel vor 2.609 Zuschauern noch einen fulminanten 7:3-Sieg, sodass der Ex-Zweitligist die Tabellenspitze vor Weiche behauptete. Unsere Mannschaft war ein paar Stunden zuvor zu einem 1:0-Sieg gegen Delmenhorst gekommen. Vom Spitzentrio musste daher nur Schöningen Punkte lassen, wobei sich das 2:2-Remis beim Bremer SV für den Tabellendritten fast wie ein Sieg anfühlte, da die Gäste nach 0:2-Rückstand erst in der Nachspielzeit ausgleichen konnten. Ebenfalls 2:2 trennten sich der FC St. Pauli II und der 1. FC Phönix Lübeck. Es gab zwei weitere Unentschieden. Jeweils 1:1 hieß es am Ende in den Partien zwischen Werder Bremen II und dem HSC Hannover sowie zwischen Kickers Emden und Hannover 96 II. Im Kickers-Stadion waren 1.700 Zuschauer dabei. Für die Verlierer der drei übrigen Begegnungen gab es bittere Enttäuschungen. Jeddeloh II, in der ersten Runde um den DFB-Pokal noch vor kurzem bundesweit für den Sieg gegen Heidenheim geschätzt, unterlag beim SV Todesfelde mit 0:2 und ist derzeit von den Ergebnissen aus der starken Vorsaison weit entfernt. Der HSV-Nachwuchs schien sich nach dem Sieg an der Lübecker Lohmühle gefunden zu haben, zog nun aber gegen den Nachbarn Eintracht Norderstedt ebenfalls mit 0:2 den Kürzeren. Und beim Traditionsverein VfB Lübeck herrscht derzeit ganz große Ernüchterung. Die Grün-Weißen bleiben nach der 2:3-Heimniederlage vor 1.921 Fans gegen Drochtersen/Assel weiterhin Schlusslicht und als einzige Mannschaft noch ohne Sieg. In einem Nachholspiel des fünften Spieltags unterlag am Mittwochabend der HSC Hannover gegen den 1. FC Phönix Lübeck am Ende deutlich mit 0:3-Toren. Während sich Phönix nun in einer Verfolgerposition zur Tabellenspitze befindet, ist der HSC mit jetzt ausgeglichener Bilanz – jeweils zwei Siege, Unentschieden und Niederlagen – im Mittelfeld angekommen.
Der anstehende siebente Spieltag wird am Freitagabend um 18.30 Uhr mit dem Duell der Zweitliga-Reserven von Hannover 96 und des FC St. Pauli eingeläutet. Eine Stunde später versucht die SV Drochtersen/Assel, mit einem Heimerfolg gegen den Eimsbütteler TV ihren eigenen Ansprüchen näher zu kommen. Der Samstag hält nur eine Partie bereit, wenn ab 15 Uhr der SSV Jeddeloh II den Hamburger SV II empfangen wird.
Hauptkampftag wird der Sonntag sein, wenn um 14 Uhr gleich vier Spiele angepfiffen werden. Das Spitzenduell steigt in Schöningen, wo der Dritte den aktuellen Liga-Primus aus Oldenburg empfangen wird. In Delmenhorst, wo Todesfelde gastiert, sind Aufsteiger bzw. Rückkehrer unter sich. Norderstedt ist tabellarisch als Favorit in ungewohnter Rolle gegen den VfB Lübeck. Außerdem spielen Werder Bremen II und Phönix Lübeck gegeneinander. Um 15 Uhr geht es am Bremer Panzenberg los, wenn der heimische BSV auf Kickers Emden treffen wird. Und der Spieltag wird vom HSC Hannover und SC Weiche beschlossen. Anpfiff hier ist am Sonntag erst um 16 Uhr.
Zum Gegner: jung und regional
Der HSC Hannover hat im Sommer einen mehr oder weniger großen Umbruch erlebt. Nach vier Jahren in der Verantwortung als Cheftrainer gab Vural Tasdelen das Amt an Timo Struckmeier ab, der zuvor beim Liga- und Stadt-Rivalen Hannover 96 II als Co-Trainer gearbeitet hatte. Mit Vural Tasdelen, der dem Verein allerdings – in welcher Funktion auch immer – erhalten bleiben sollte, ist zudem der Spielersohn Tayar Tasdelen gegangen. Das große Talent wechselte endgültig zu Holstein Kiel, nachdem der Mittelfeldspieler bereits zum 1. Januar 2026 vom Zweitligisten verpflichtet, dann jedoch gleich wieder an den HSC für den Rest der Saison 2025/26 verliehen worden war.
Neben den beiden „Tasdelens“ hatte der HSC zwei weitere bedeutende Abgänge zu verkraften. Linksverteidiger Johann Wegner schloss sich der U 23 des SV Werder Bremen an, und Stürmer Finn Kiszka, der im Vorjahr 13 Liga-Tore erzielt hatte, schaffte den Sprung in die 3. Liga zum nahen TSV Havelse. Nun interessieren weniger diejenigen, die nicht mehr da sind, als vielmehr diejenigen, die da sind. Und da hat der HSC seinen Kader erheblich aufgefüllt. Gleich 16 Neuzugänge gibt es im 30 Akteure großen Aufgebot. Die namhaftesten „Neuen“ dürften Innenverteidiger Lukas Dominke von Hannover 96 II (45 Liga-Spiele, davon 14 in der 3. Liga) sowie die beiden Stürmer Bennet Winter vom FC St. Pauli II (30 Spiele, 13 Tore in der Regionalliga Nord) und Amoro Diedhiou vom Bremer SV (78 Spiele, 5 Tore in der Regionalliga Nord) sein. Bennet Winter hat allerdings für seinen neuen Verein noch keine Ligapartie absolvieren können. Die anderen Neuverpflichtungen erfüllen genau die Prämissen, für die der HSC gern stehen möchte: junge Spieler, die aus der Region kommen. Aus dem eigenen Verein schafften vier Talente den Sprung in den Vierliga-Kader, von Hannover 96 sind es zwei, vom nahem Oberligisten 1. FC Germania Egestorf/Langreder gleich drei. Mit 23,7 Jahren ist der Kader des HSC erneut sehr jung. Allerdings hat er im Vergleich zum Vorjahr deutlich an Erfahrung gewonnen. Vor den U-Mannschaften der Profi-Vereine reihen sich immerhin noch Eimsbüttel (23,0), Weiche (23,3), Kickers Emden (23,5) sowie der VfB Lübeck und der Bremer SV (je 23,6) ein, bevor der HSC kommt. Bislang setzten die Hannoveraner in den sechs Liga-Spielen 22 verschiedene Spiele ein.
Die ersten Auftritte in der Liga verliefen insgesamt positiv. Nach einem 4:4-Remis nach 4:1-Führung gegen Kickers Emden wurde zwar das Stadtderby gegen die hochgehandelte U 23 von Hannover 96 mit 0:2 verloren, aber gegen Delmenhorst gab es einen deutlichen 3:0- und danach beim Bremer SV einen 1:0-Sieg. Beim SV Werder Bremen II erreichte der HSC ein 1:1-Unentschieden, nachdem er zuvor beim Drittligisten SV Meppen im Landespokal-Viertelfinale knapp mit 0:1 gescheitert war. Am Mittwochabend folgte beim dritten Liga-Heimauftritt die erste Pleite auf eigenem Rasen, als die Partie gegen den 1. FC Phönix Lübeck nachgeholt wurde. Durch die am Ende klare 0:3-Niederlage ist der gute Saisonstart der Hannoveraner allerdings etwas verpufft.
Finn Hofmann, einer der Neuzugänge aus Egestorf, ist mit drei Treffern aktuell der beste Torschütze des Vorjahresdreizehnten, dessen Kapitän weiterhin Marcel Langer ist. Stammtorhüter ist Bastian Fielsch. Zwar hat Johann Wegner den HSC – wie erwähnt – in Richtung des Platzes 11 am Bremer Weserstadion verlassen. In Hannover geblieben ist jedoch dessen Zwillingsbruder Paul Wegner, der hinten die rechte Seite der Defensive bearbeitet, aber auch schon ein Saisontor erzielt hat. Am Mittwoch musste Fabian Weigel früh ausgewechselt werden. Es wäre keine Überraschung, wenn der 28-jährige Abwehrspieler – seit 2017 beim HSC und damit ein „Urgestein“ – am Sonntag ausfallen würde.
Unsere Mannschaft: gegen HSC mit weißer Weste
Unsere Mannschaft ist nach den ersten sechs Spielen in der Liga ungeschlagen und steht auf Platz zwei der Tabelle. Die Ausbeute mit 16 von 18 möglichen Punkten hat es in Flensburg tatsächlich noch nicht gegeben. Und die Mannschaft hat inzwischen verschiedene Facetten gezeigt. So konnte in Norderstedt ein 0:1-Rückstand nach einer nicht so guten ersten Halbzeit aufgrund einer Steigerung und der Qualität, immer ein Tor erzielen zu können, noch zu einem 4:1-Sieg gedreht werden. Bei den beiden anderen Auswärtsspielen geriet Weiche zunächst ebenfalls mit 0:1 ins Hintertreffen, um dann vom VfB Lübeck (1:1) noch einen Punkt und vom SV Werder Bremen II (2:1) einen Sieg mitzunehmen. In der vergangenen Woche wiederum zeigte Weiche, dass es auch minimal geht, wenn hinten in der Defensive die Null gehalten wird.
Den „Plan“ für die kommende Partie in Hannover verriet Cheftrainer Tim Wulff nach dem jüngsten Auftritt gegen Delmenhorst. Er sagte: „Wir finden schon etwas in der Analyse, was wir in Hannover wieder besser machen wollen. Daran werden wir unter der Woche arbeiten, und dann fahren wir mit breiter Brust am Sonntag zum HSC Hannover. Von dort wollen wir möglichst die nächsten drei Punkte nach Hause bringen. Das ist unser Ziel.“ Was da Co-Trainer und Videoanalyst Kawa Moustafa für Spielszenen herausgesucht haben wird, dürfte kein großes Geheimnis gewesen sein. Vor allem das Ausspielen eigener Umschaltsituationen sorgte trotz des 1:0-Sieges gegen Delmenhorst nach der Partie für einige Diskussionen. Der Trainer bemängelte insgesamt, dass in der zweiten Halbzeit „zu fahrig“ gespielt wurde.
Personell war die Lage zuletzt sehr entspannt. Gegen Delmenhorst zog sich aber Innenverteidiger Uchechi Duru einen dick geschwollenen Knöchel zu, was auf ein lädiertes Außenband schließen ließ. Tim Wulff gab zumindest für die Mannschaft Entwarnung: „Torben Marten hat es auf der Position richtig klasse gemacht. Trotzdem würde ich mir wünschen, dass Uchechi Duru schnell wieder zurückkommt.“
Uchechi Duru könnte neben Alexander Laukart der einzige verletzungsbedingte Ausfall sein. Spieler, die bislang in dieser Saison noch nicht oder auch kaum zum Zuge kamen, drängen in den Kader. Gegen Delmenhorst konnte Randy Gyamenah sein Liga-Saison-Debüt geben.
Die bisher vier Aufeinandertreffen zwischen dem HSC und Weiche gingen komplett an unsere Mannschaft. In der Saison 2019/20 gewann Weiche in Hannover mit 1:0 und das Rückspiel mit 4:1. Beim 4:0-Heimsieg im Vorjahr zeigte sich der damalige HSC-Trainer Vural Tasdelen tief enttäuscht über das Ergebnis. Im Rückspiel am Ostermontag, 6. April 2026, traf Marcel Cornils doppelt. Unsere Nummer zehn scharrt nach langer Verletzungspause schon „mit den Hufen“, möchte am liebsten sofort wieder auflaufen. Beim 3:1-Sieg vor fünf Monaten war das Halbzeit- auch das Endresultat. Besonders gern in Erinnerung haben wird die Partie Torben Marten, der damals als „Sechser“ sein erstes Liga-Tor für Weiche erzielen konnte.
Hinweise für alle Fans: Live in oder Livestream aus Hannover
Das Spiel wird am Sonntag, 6. September 2026, um 16 Uhr im HSC-Stadion an der Constantinstraße in Hannover-List angepfiffen. Schiedsrichter der Partie ist Furkan Cevdet Vardar (Rot-Weiß Wilhelmsburg), der von Marvin Repke (Harburger TB) und Sandro Birkenhof (SC Eilbek/Hamburg) an den Linien assistiert wird.
Mit Pkw sollten für die knapp 308 km lange Strecke über die A 7 in den Norden Hannovers deutlich mehr als drei Stunden eingeplant werden, zumal am Sonntag nochmals mit verstärktem Urlauber-Rückreiseverkehr vor allem auf der Autobahn zu rechnen sein wird. Parkflächen stehen im Umkreis der HSC-Sportanlage an der Constantinstraße zur Verfügung. Die Gastgeber empfehlen Parkplätze/Parknischen, die in der Günther-Wagner-Allee in geringem Umfang vorhanden sind.
Für Nutzer des ÖPNV bietet sich eine Verbindung am Sonntag um 11.17 Uhr ab Flensburg mit Umstieg in einen ICE bereits in Neumünster an. Hannover Hbf. soll dann planmäßig um 14.48 Uhr erreicht werden. Von dort geht es mit einer Straßenbahn der Linie 13 Richtung Fasanenkrug (z. B. 14.57 Uhr) weiter. Die Haltestelle Pelikanstraße wird um 15.03 Uhr erreicht. Alternativ kann ab Hauptbahnhof die Linie 7 Richtung Misburg genutzt werden. Von der U-Bahn-Haltestelle Pelikanstraße ist noch ein Fußweg von etwa 750 Metern (maximal zehn Minuten) zu absolvieren. Der Weg führt über jene an der Haltestelle beginnende Pelikanstraße bis zur Ecke Constantinstraße, dort nach links in die Constantinstraße, wo sich nach weniger als 100 Metern der Stadioneingang befindet. Für die Rückreise bietet sich die späteste Abfahrt um 18.51 Uhr ab Pelikanstraße bzw. die Abfahrt um 19.08 Uhr ab Hannover Hbf. an. Nach Umstieg in Hamburg Hbf. kann Flensburg planmäßig um 22.42 Uhr erreicht werden. Achtung: Die Fahrzeiten verlängern sich entsprechend, wenn nur der Regionalverkehr und z. B. komplett das „Deutschlandticket“ genutzt werden.
Das Stadion in Hannover öffnet 60 Minuten vor Anpfiff, d. h. um 15 Uhr. „Lärmgeräte“ wie Trommeln sind aufgrund der Lage in einem Wohngebiet nicht gestattet.
Alle Spiele der Regionalliga Nord können im Stream kostenpflichtig über den Anbieter LEAGUES (www.leagues.football/rlnord) verfolgt werden, so auch unser Gastauftritt beim HSC Hannover. Die Spiele werden mit Kameramann und Kommentator(en) begleitet. Ihr gelangt zum Stream ebenso, wenn Ihr über unsere Homepage (weiche-liga.de) auf den Button „Weiche 08 TV“ geht. Wir werden Informationen zu Aufstellung, Spielbeginn, Halbzeit und Abpfiff sowie den Torschützen wie gehabt auf unseren Social-Media-Kanälen geben.
Fans können sich gern an unseren Fanbeauftragten unter fanbetreuung@weicheflensburg08.de wenden.
Ein Hinweis zum Wetter: Für den Sonntag werden in Hannover Höchsttemperaturen von über 20 Grad erwartet. Dabei soll es Sonne geben und trocken bleiben.
Wir wünschen allen nach Hannover fahrenden Weiche-Fans eine problemlose Anreise, ein schönes Spiel sowie eine gut gelaunte Rückkehr nach Flensburg.