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Erstmals kommt Schöningen

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Erstmals kommt Schöningen

Weiche empfängt Gäste aus Ost-Niedersachsen

24. April 2026

Die Regionalliga Nord biegt auf die Zielgerade. Der SC Weiche Flensburg hat noch drei Heim- und zwei Auswärtsspiele vor der Brust. Nun steht ein Heimspiel-Doppelpack gegen zwei Aufsteiger an. Erst kommt die FSV Schöningen, nur vier Tage später gastiert Altona 93 an der Flensburger Förde. Bevor unsere Mannschaft am Samstag ab 13.30 Uhr im Manfred-Werner-Stadion erstmals die FSV Schöningen empfangen wird, haben wir für Euch wieder ein paar Fakten zusammengestellt.

Zur Lage: D/A patzt am Mittwochabend

Was war das wieder für ein Spieltag in der Regionalliga Nord? Die ersten Vier konnten am vergangenen Wochenende ihre Aufgaben lösen. Während Drochtersen/Assel bei Hannover 96 II mit 2:1-Toren die Oberhand behielt, musste Meppen um den 2:1-Sieg gegen den SC Weiche Flensburg 08 vor 8.565 Zuschauern schwer kämpfen. Lange Zeit sah es nicht nach einem „Dreier“ der Emsländer aus, und nachdem sie führten, mussten sie zweimal noch kräftig zittern. Da machten es der VfB Oldenburg beim 4:1-Sieg gegen den FC St. Pauli II vor 3.298 Zuschauern und vor allem der SSV Jeddeloh II mit einem 4:0 gegen den HSC Hannover deutlicher.

Im Abstiegskampf konnten sich der HSC und der FC St. Pauli II trösten, dass auch Lohne eine Niederlage kassierte. Ein Dreierpack von Rasmus Tobinski bescherte Altona vor 2.089 Fans im Krimi gegen Lohne einen 3:2-Sieg. Zweiter Gewinner war Norderstedt. Die Eintracht bezwang Schöningen mit 3:1. Während der HSV-Nachwuchs gegen Emden mit 0:2-Toren den Kürzeren zog, gab es in Lübeck und Bremen jeweils Stadtderbys. Der VfB feierte vor 5.213 Fans im 150. Duell einen 3:1-Heimsieg gegen Phönix, während der Werder-Nachwuchs gegen den Bremer SV mit 1:2-Toren unterlag. Viermal gab es damit vierstellige Kulissen, und die insgesamt 21.625 Zuschauer – im Schnitt 2.402 – können sich erneut sehen lassen.

Am Mittwoch standen erneut vier Nachholspiele an, sodass das Defizit im Spielplan halbiert wurde. Dabei musste sich Drochtersen/Assel trotz zweimaliger Führung beim HSC Hannover mit einem 2:2-Unentschieden begnügen, sodass die Titelhoffnungen im Kehdinger Land bei nun neun Punkten Rückstand und nur noch vier ausstehenden Spieltagen einen kräftigen Dämpfer bekamen. Die beiden anderen Verfolger hielten sich schadlos. Oldenburg holte sich in Schöningen mit einem 3:0-Sieg die nächsten drei Punkte, sodass nun der VfB der aussichtsreichste Verfolger von Meppen ist. Der SSV Jeddeloh II bezwang den VfB Lübeck spät mit 3:2. Und im vierten Spiel konnte Phönix Lübeck die bislang schwache Rückrunde abmildern, während der FC St. Pauli II keine Punkte im Abstiegskampf sammelte. Die Partie ging mit 3:0-Toren an Phönix.

Der nun schon 31. Spieltag wird von Weiche und Schöningen am Samstag ab 13.30 Uhr eröffnet. Eine halbe Stunde später empfängt Phönix Lübeck den SSV Jeddeloh II, und der FC St. Pauli II tritt ausnahmsweise mal an einem Samstag zuhause an. Er trifft im Abstiegskampf auf Hannover 96 II.

Die übrigen sechs Begegnungen folgen am Sonntag. Spitzenreiter Meppen ist zum Abschluss des Spieltags ab 16 Uhr beim Abstiegskandidaten Lohne gefordert. Oldenburg muss zeitgleich in Emden antreten. Viermal geht es ab 15 Uhr zur Sache. Dabei wird zweimal in Bremen gespielt. Der Werder-Nachwuchs empfängt jenen des HSV, und der BSV kickt ein paar Kilometer weiter gegen Norderstedt. Drochtersen/Assel muss gegen Altona 93 dreifach punkten. Zudem empfängt der HSC Hannover den VfB Lübeck.

Zum Gegner: jüngster Klub, älteste Mannschaft

Der Start in die Saison war dem erst 2011 als Fusionsclub gegründeten und damals noch in der Kreisliga kickenden Liga-Neuling FSV Schöningen im vergangenen Sommer völlig missglückt. Es hagelte fünf Niederlagen in Folge mit in Summe 1:15 Toren. Erst im fünften Spiel – einer 1:5-Pleite in Meppen – gelang Daniel Reiche der erste Treffer des Vereins in der neuen Spielklasse. Doch nach dem ersten Sieg – dem 2:1 vom 27. August 2025 in Emden – wurde deutlich, dass die „Fußball-Sport-Vereinigung“ konkurrenzfähig ist. Zwischen dem 27. September und dem 19. Oktober 2025 gelangen in fünf Spielen gleich vier „Dreier“. Aus der Hinrunde standen nach 17 Partien mit sechs Siegen und einem Remis gute 19 Punkte in der Bilanz, wobei das Spiel gegen Lohne (1:1) erst am 15. April 2026 absolviert wurde. „Hopp oder topp“, hieß es bei Spielen von Schöningen – Sieg oder Niederlage.

Das neue Jahr begann mit einem 3:3-Remis beim Bremer SV – dem ersten Unentschieden in der Regionalliga-Geschichte der FSV überhaupt – und einem glatten 5:0 beim FC St. Pauli II – dem höchsten Saisonsieg – erfolgreich. Ende März spitzte sich die tabellarische Situation allerdings wieder zu, nachdem Schöningen die Heimspiele gegen den VfB Lübeck (0:4), Kickers Emden (1:2) sowie Meppen (0:1) verloren und beim Hamburger SV II (2:2) nicht gewonnen hatte. Mit dem 3:1-Heimerfolg am Ostersonntag gegen Hannover 96 II wurde jedoch viel Druck genommen. Es folgte ein 3:2-Heimsieg gegen Altona und das 1:1-Remis gegen Lohne. Dann wurde allerdings am vergangenen Sonntag in Norderstedt mit 1:3-Toren und am Mittwoch gegen Oldenburg mit 0:3-Toren verloren. Dennoch stehen die Schöninger mittlerweile schon seit einigen Monaten konstant über dem Strich. Die Partie gegen die technisch beschlagene U 23 aus Hannover war bezeichnend: Während die Gäste meistens den Ball hatten und mit viel „Schnörkel“ versuchten, sich Chancen zu erspielen, ging die Elf von Christian Benbennek im letzten Drittel konsequent und kompromisslos dazwischen. Mit langen Bällen aus der eigenen Abwehr zeigte die FSV den Gästen, wie im Herrenbereich erfolgreich Fußball gespielt wird.

Nach dem Gastspiel in Flensburg wird Schöningen noch drei Partien zu absolvieren haben, um den Klassenerhalt endgültig einzutüten. Am 32. Spieltag kommt mit dem HSC Hannover ein Mitaufsteiger in das Elmstadion. Es folgt das Gastspiel in Lohne bei einem weiteren Abstiegskandidaten, ehe zum Saison-Halali Phönix Lübeck bei der FSV gastieren wird.

Die – wie erwähnt – erst 2011 gegründete FSV Schöningen ist der jüngste Klub der Regionalliga Nord. Sie setzt aber auf die älteste Mannschaft und zudem seit dem 1. Juli 2024 auf die Dienste von Christian Benbennek. Bereits Anfang Februar 2026 wurde der zum Saisonende auslaufende Vertrag des Trainers bis zum 30. Juni 2028 verlängert. Der 53-Jährige – zuvor u. a. in Babelsberg, Havelse und Aachen sowie beim BFC Dynamo an der Linie tätig – ist nicht nur Cheftrainer, sondern zugleich Sportlicher Leiter. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden und Hauptsponsor Karsten Kräcker hat er sich einen enorm erfahrenen Kader zusammengestellt. Mit einem Durchschnitt von über 28 Jahren liegt die FSV in jener Wertung deutlich vor Drochtersen/Assel und Lohne, die auf den Plätzen 2 und 3 folgen. Damit stellt die FSV gewissermaßen einen Gegenentwurf zum Mitaufsteiger HSC Hannover dar, der die Regionalliga mit Talenten zu halten versucht.

Den Altersdurchschnitt schrauben einige nach oben. In erster Linie ist da Christian Beck zu nennen. Mit seinen 38 Jahren ist der Torjäger, der in 303 Pflichtspielen 131-mal für den 1. FC Magdeburg traf, freilich nur noch „Teilzeitarbeiter“. Er hat bereits seinen Abschied im Sommer zum Burger BC 08 (Landesklasse Sachsen-Anhalt) verkündet. So werden wir ihn in Flensburg wohl nur dieses eine Mal auf dem Spielfeld sehen können. In der laufenden Saison schoss er immerhin vier Tore, darunter eines im Hinspiel.

Neben Christian Beck ist der nur vier Tage jüngere Abwehrspieler Daniel Reiche (38) zu nennen. Auch er ist ein Ex-Profi und zugleich einer von zwei Akteuren der FSV, die noch die klassentieferen Zeiten in Schöningen kennen. Der andere „Vereins-Methusalem“ ist Johannes Lutz (30), der seit 2014 dabei ist und damit beinahe die Vereinsgründung erlebt hat. Zu den älteren Spielern zählen ferner Christian Skoda (35), der Ex-Meppener Willi Evseev (34), Brian Behrendt (34) und Torhüter Philipp Steinke (33). Stammtorwart ist Tobias Dahncke (23). Als Kapitän fungiert gewöhnlicherweise Maximilan Sauer (31). Torgarant ist Philipp Harant (27). Mit 15 Toren zählt der Stürmer zu den sechs besten Schützen der gesamten Liga. Nach seiner fünften „Gelben“, die er am Mittwochabend im Nachholspiel gegen Oldenburg erhielt, dürfte er jedoch ebenso in Flensburg fehlen wie Ayhan Cankor (21), der ebenfalls zum fünften Mal verwarnt wurde. So liegt in Flensburg vielleicht mehr Last auf den Schultern des schnellen Ousman Touray (26), der es bislang auf sechs Tore bringt.

Dass bei der FSV „nicht gekleckert“ wird, ist an den Wintertransfers zu sehen. Mit Yannik Möker (26) wurde ein erfahrener Drittliga-Spieler (90 Einsätze für Zwickau und Cottbus) geholt. Außerdem kamen mit Maxim Safronow (24) ein ehemaliger Kieler Jung-Storch und mit Malick Sanogo (21) – Sohn von Ex-Erstliga-Profi Boubacar Sanogo (einst u. a. Hamburger SV und Werder Bremen) – ein Talent vom 1. FC Magdeburg II aus der Regionalliga Nordost.

Wenngleich die FSV Schöningen für viele Fußballinteressierte bei uns im hohen Norden noch vergleichsweise unbekannt ist, so hat unser Stürmer Randy Gyamenah doch schon Erfahrungen mit den Männern aus dem Landkreis Helmstadt. Im Interview für unser Stadionmagazin „Steilpass“ sagte er über den kommenden Kontrahenten: „Die Mannschaft hat auf jeden Fall einen klaren Plan, wie sie spielen wollen. Und sie nutzt gerade mit ein, zwei Spielern im Angriff ihre Situationen, wo sie über ihre Schnelligkeit kommen können.“ Unser Spieler mit der Trikotnummer 14 weiter: „Sie machen es ganz gut als Aufsteiger und haben an sich keine schlechte Mannschaft. Sie können auch gerne weiter punkten – nur nicht gegen uns.“

Unsere Mannschaft: gierig nach Punkten sein

Nach der Rückkehr am späten Samstagabend aus Meppen hatte die Mannschaft zwei Tage frei. Am Dienstag ging es mit einer Doppelschicht in die neue Trainingswoche. Bei allem Lob an der Leistung blieb dennoch haften, dass keine Punkte aus der Hänsch-Arena entführt wurden. So wiegelte Cheftrainer Tim Wulff alle allzu positiven Rückmeldungen eher ab. Ein Erfolg blieb eben aus. Und nun gegen Schöningen – so der Trainer – wird es ein ganz anderes Spiel werden.

Personell mussten für die Fahrt nach Meppen Randy Gyamenah und Thies Richter passen. Auch Maksym Tytarenko schaffte es nach seiner Oberschenkelblessur nicht rechtzeitig zurück in den Kader. Neben diesen drei Fällen, die für das Aufgebot am Samstag nicht aussichtslos erscheinen, werden die schon seit langem verletzten Ole Wagner, Maxim Jurk und Alexander Laukart vermutlich weiterhin fehlen. Die fast schon „eingeplante“ zehnte Verwarnung von Kevin Ntika blieb in Meppen aus. Er wird ebenso zur Verfügung stehen wie die beiden „Gelb“-Sünder aus der Hänsch-Arena, Sandro Plechaty und Marcel Cornils. Offen dürfte hingegen sein, ob Erjanik Ghubasaryan dabei sein wird. Er bekam in der Nachspielzeit im Meppener Strafraum einen ungeahndeten Tritt gegen den Kopf – was einen Strafstoß zur Folge hätte haben müssen –, erlitt eine blutende Blessur auf dem Nasenrücken und hatte danach Gedächtnislücken. Der Deutsch-Armenier musste die Nacht zur Beobachtung in einem Krankenhaus verbringen und bekam ein dreitägiges Sportverbot.

„Gegen Schöningen haben wir aus dem Hinspiel noch etwas gutzumachen“, merkt Cheftrainer Tim Wulff an. Das bislang einzige Aufeinandertreffen beider Klubs ging am 11. Oktober 2025 im Schöninger Elmstadion mit 2:3-Toren verloren. Damals führten die Platzbesitzer mit schnörkellosem geradlinigem Spiel nach Toren von Ousman Touray (7.), Philipp Harant (58.) und Christian Beck (64.) verdient bereits mit 3:0, ehe Obinna Iloka (67.) und Dominic Hartmann (90.+5) spät den Anschluss schafften. Dazwischen hatte Randy Gyamenah einen Strafstoß über das Tor gesetzt (77.). Unsere Nummer 14 meinte im Interview für unser Stadionmagazin rück- und vorausblickend: „Wir hatten eine gute Aufholjagd und hätten an einem guten Tag auch noch das 3:3 gemacht. Ich denke, die Fehler – gerade in der ersten Halbzeit – werden wir so nicht wieder machen. Wir werden besser vorbereitet sein.“ Im Übrigen tippt er auf einen 3:1-Sieg. Und sein Trainer Tim Wulff sagt: „Es wird kein angenehmer Gegner werden, aber wer ist in der Regionalliga Nord schon angenehm? Trotzdem wollen wir gewinnen und ein gutes Spiel machen.“ Und zur Gesamtzielsetzung für die übrigen Spiele sagt der Trainer: „Wir wollen so viele Punkte wie möglich holen und uns tabellarisch verbessern.“ Dabei könnte ein Vorteil für unsere Mannschaft sein, dass die FSV am Mittwoch gegen Oldenburg in einem Nachholspiel gefordert war, dort mit 0:3 verlor und wenig Zeit zur physischen wie psychischen Regeneration hatte.

Hinweise für alle Fans: Live ist nur im Manfred-Werner-Stadion!

Das Spiel wird am Samstag, 25. April 2026, um 13.30 Uhr im Manfred-Werner-Stadion angepfiffen. Schiedsrichter der Partie ist Daniel Piotrowski (Buchholzer FC), der von Alexander Roj (TSV Barsinghausen) und Sören Thalau (VfL Westercelle) an den Linien assistiert wird.

Tickets zum Spiel gibt es wie üblich in den Kategorien Stehplatz/Sitzplatz ohne Dach und Sitzplatz mit Dach. Das kostenlose Stadionmagazin „Steilpass“ mit weiteren Informationen zur Partie gibt es online und kann hier heruntergeladen werden: www.weiche-liga.de/steilpass/ bzw. https://weiche-liga.de/stadionzeitung/25-26/ausgabe_16.pdf.

Wer die Partie nicht live im Stadion verfolgen kann, hat die Möglichkeit, sich den kostenlosen kommentierten Livestream über den zentralen Vermarktungskanal des Anbieters SolidSport auf nordfv.tv anzuschauen. Ihr gelangt zum Stream unter https://nordfv.tv/sc-weiche-flensburg-08 und ebenso, wenn Ihr über unsere Homepage (weiche-liga.de) auf den Button „Weiche 08 TV“ geht. Auf fussball.de bieten wir zudem einen Liveticker an. Ferner werden wir Infos zu Aufstellung, Spielbeginn, Halbzeit und Abpfiff wie gehabt auf unseren Social-Media-Kanälen geben. So richtig „live“ ist allerdings nur der Stadionbesuch.

Fans der FSV Schöningen beachten bitte, dass der Parkplatz mit der Stadionadresse Bredstedter Straße 2 allein Eurem Mannschaftsbus vorbehalten bleibt und die Bredstedter Straße als Anwohnerstraße keinerlei Parkplätze bietet. Bitte benutzt die ausgewiesenen Parkplätze in der Otto-Hahn-Straße. Sie sind kostenlos.

Fans, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, können ab dem Bahnhof Flensburg oder dem Zentralen Omnisbusbahnhof (ZOB) in der Innenstadt die Buslinie 12 bis zur Haltestelle „Bredstedter Straße“ nutzen.

Fans des SC Weiche können sich gern an unseren Fanbeauftragten unter fanbetreuung@weicheflensburg08.de wenden.

Ein Hinweis zum Wetter: Die Prognose verheißt für Samstagnachmittag Temperaturen von etwas über zehn Grad bei niedriger Regenwahrscheinlichkeit. Das bedeutet: Einem Stadionbesuch sollte nichts entgegenstehen.

Wir freuen uns über Euren Besuch sowie Eure Unterstützung und wünschen allen Fußballfans ein schönes Spiel in unserem Manfred-Werner-Stadion.