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Endlich wieder im Pokal-Halbfinale!

Neuigkeiten

Endlich wieder im Pokal-Halbfinale!

FC Kilia Kiel – SC Weiche Flensburg 08 0:2 (0:1)

26. Juli 2026

Nachdem der SC Weiche Flensburg 08 zuletzt dreimal in Folge im Viertelfinale ausgeschieden war, hat der Regionalligist endlich wieder den Einzug in das Halbfinale des SHFV-LOTTO-Landespokalwettbewerbs geschafft. Im diesjährigen Viertelfinale gewann unsere Mannschaft beim FC Kilia Kiel letztlich verdient mit 2:0-Toren. Vor 520 Zuschauenden im Kilia-Stadion am Hasseldieksdammer Weg langte unsere Mannschaft bei trockenem Wetter mit Temperaturen von über 20 Grad gegen den Oberligisten mit einem frühen und einem späten Tor entscheidend zu. So hat Weiche nun zum vierten Mal seit 2021 die Pokal-Hürde beim ambitionierten Oberligisten aus der Landeshauptstadt erfolgreich überspringen können. Unser Cheftrainer Tim Wulff sagte nach der Partie: „Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, und im Pokal zählt nur das Ergebnis. Uns war klar, dass es ein schweres Spiel werden würde. Hintenheraus und unter dem Strich ist es verdient.“

Das Halbfinale, das am kommenden Freitagabend im Rahmen der Saisoneröffnung in der schleswig-holsteinischen Oberliga ausgelost werden soll, erreichten außerdem die beiden anderen Regionalligisten 1. FC Phönix Lübeck und VfB Lübeck sowie Oberligist Oldenburger SV. Spieltermine für die Runde der letzten Vier sind noch nicht bekannt.

Gegenüber der Vorwoche mit dem 4:1-Sieg in Enge-Sande änderte Trainer Tim Wulff seine Anfangself zweimal. Für Brandolf Duah und Nick Selutin begannen positionsgetreu Uchechi Duru und Ibrahim Bashiru Ali. Zur Pause ersetzte Brandolf Duah den am Knie angeschlagenen Torben Marten. Im Verlauf der zweiten 45 Minuten wurden dann Nick Selutin sowie ferner Randy Gyamenah, Samuel Hust und der Ex-Kilianer Joshua Nwokoma eingewechselt. Den 19er Spieltagskader komplettierten Torhüter Nils Bock sowie Raul Celotto und Joshua Hansen. Noch immer fehlten die verletzten bzw. im Aufbautraining befindlichen Torhüter Bjarne Schneider sowie Bjarne Schleemann, Tanyel Eckstein, Daniel Schaen, Alexander Laukart, Thies Richter, Maksym Tytarenko und Marcel Cornils.

Kilia-Trainer Nicola Soranno musste kurzfristig auf Torjäger Marc Schwabe verzichten, der auch beim 5:1-Achtelfinalsieg in Elmenhorst fünf Tage zuvor den Torreigen eröffnet hatte. Für ihn rückte Berat Ayyildiz hinten links in die erste Elf.

Die Partie begann ganz nach dem Geschmack der sicherlich leicht favorisierten Gäste. Ole Wagner hatte auf links einen Ball lang nach vorn gespielt. Ilir Serifi erlief ihn sich, legte dann auf Erolind Krasniqi ab. Unsere Nummer 48 blieb wiederum vor dem gegnerischen Kasten ruhig, ließ auf halblinks noch einen Gegenspieler aussteigen und netzte nach zwei Minuten und 33 Sekunden aus Nahdistanz zum 0:1 ein (3.). Vielleicht wäre das Spiel ruhiger aus Gäste-Sicht verlaufen, wenn Ibrahim Bashiru Ali kurz darauf nicht einen Schritt zu spät gekommen und Kilia-Torhüter Tom Pachulski nicht aufgepasst hätte (11.). Gleich im Gegenzug hatte Lucas Groß die dicke Chance zum Ausgleich. Der lange Ball passierte die letzte Reihe des SC, der Kilia-Stürmer lief durch und hob das Spielgerät dann aus vollem Lauf allein vor Weiche-Torhüter Ronny Seibt über das Tor (11.).

Die Aktion zeigte, dass die Flensburger Defensive durchaus anfällig war. Vor allem aber übernahmen die Kieler danach das Kommando. Sie sammelten viel Ballbesitz, drängten den Regionalligisten in dessen Hälfte, der wiederum zwischenzeitlich nur wenig Konstruktives zustande brachte. Zweimal noch waren die Landeshauptstädter in Halbzeit eins nahe am Ausgleich. Wieder war es Lucas Groß, dem nach einem Eckstoß die Murmel vor die Füße fiel, die er allerdings nicht richtig traf, sodass Ronny Seibt den Abschluss aus Nahdistanz ohne große Probleme parieren konnte (31.). Und als Tino Klein über rechts sich durchsetzte und den Ball nach innen brachte, verpasste erneut Lucas Groß, diesmal hart bedrängt von Kevin Ntika, den Ball im Zentrum nur knapp (39.). Insgesamt waren die Gastgeber in jener Phase nahe am Ausgleich, doch fehlte ihnen vielleicht der nicht im Kader stehende Torjäger Marc Schwabe sehr. Weiche hatte noch eine gute Chance, als Kevin Ntika mit einem Flachpass durch das Zentrum Benjamin Lamce einsetzte, der sich gegen Luca Senger behaupten konnte, an Torhüter Tom Pachulski indes scheiterte (15.). Danach dauerte es mehr als eine halbe Stunde, ehe von Weiche offensiv wieder etwas kam. Der Schuss von Ibrahim Bashiru Ali von halbrechts ging aber über den Kasten (45.+2).

Unmittelbar nach Wiederanpfiff schien sich das Geschehen so fortzusetzen. Da musste Theo Behrmann nach einer Eingabe von rechts am zweiten Pfosten in allerhöchster Not zum Eckball klären (46.). Aber in der Folge bekam Weiche das Spiel besser in den Griff, konnte es zunehmend in die gegnerische Hälfte verlagern und sich allmählich auch Chancen erspielen. Nennenswerte Abschlüsse gingen in der Folge fast nur noch auf das Flensburger Konto. Rasmus Tobinski scheiterte nach einem Solo-Lauf von Ibrahim Bashiru Ali aus Nahdistanz an Torhüter Tom Pachulski (51.). Ibrahim Bashiru Ali setzte einen Freistoß über das Tor (64.), und als Brandolf Duah nach einem Freistoß aus dem Halbfeld von Ilir Serifi zum vermeintlichen 0:2 eingenetzt hatte, entschied der Referee korrekterweise auf Handspiel des Neu-Flensburgers (66.). Eine Eckstoß-Eingabe von Erolind Krasniqi von der linken Seite köpfte Uchechi Duru am zweiten Pfosten per Aufsetzer vorbei (70.). Dann prüfte zweimal Nick Selutin den Kilia-Torsteher mit Abschlüssen auf das kurze Eck, erst per Fuß (72.), der per Kopf (81.).

Die Gastgeber versuchten zwar, in die Offensive zu investieren, um den nur knappen Rückstand noch ausgleichen zu können, doch mittlerweile hatte Weiche das Geschehen recht sicher im Griff. Da brannte nicht mehr viel an, da sich unsere Mannschaft gesteigert hatte und mit den Einwechslungen weitere Qualität nachlegen konnte, während bei Kilia die Kräfte und wohl auch der Glaube nachließen. Nach langer Abstinenz sandte Hussein Sharba per Volleyabnahme, die am Tor vorbei ging, ein Lebenszeichen der Kilianer (85.). Der gleiche Spieler hatte zudem die letzte Aktion, als er mit der Hacke das Tor verfehlte (90.+4). Zu jener Zeit hatte Weiche mit dem zweiten Treffer den Sack aber schon zugebunden. Nach einem Standard holte sich Kevin Ntika auf Linksaußen den Ball und brachte ihn gefährlich nach innen. Randy Gyamenah musste die Kugel nur noch zum 0:2-Endstand über die Linie drücken (87.).

Auffälligste Spieler bei den Landeshauptstädtern waren der zentrale Innenverteidiger und Kapitän Ove Witt mit viel Körperlichkeit sowie der dynamisch-ballsichere Mittelfeldakteur Tino Klein. Bei Weiche konnten vor allem Theo Behrmann, Uchechi Duru und der im zweiten Spielabschnitt sehr präsente Benjamin Lamce überzeugen. Außerdem geht ein Kompliment an alle eingewechselten SC-Akteure, die sich sehr gut einfügen konnten.

Am kommenden Wochenende startet die Regionalliga Nord in ihre neue Saison. Unsere Mannschaft wird dann am Samstag, 1. August 2026, ab 14 Uhr im Stadion an der Lohmühle beim VfB Lübeck zu Gast sein.

Kilia Kiel: Pachulski – Jakubowski, Witt (Kap.), Ayyildiz (83. Ködörgü) – Senger (57. Sharba) – Trepca, Klein, Cetintürk (46. Freund), Meseberg – Groß (61. Niebergall), Müller (68. Warncke). Trainer: Soranno.

Weiche: Seibt – Behrmann, Duru, Ntika (Kap.), Wagner – Marten (46. Duah), Lamce – Bashiru Ali (68. Selutin), Serifi (89. Hust), Krasniqi (90.+2 Nwokoma) – Tobinski (73. Gyamenah). Trainer: Wulff.

Tore: 0:1 Krasniqi (3.), 0:2 Gyamenah (87.).

Zuschauer: 520 im Kilia-Stadion am Hasseldieksdammer Weg, Kiel.

Schiedsrichter: Luca Sambill (VfB Lübeck).

Verwarnungen: Witt (Meckern, 45.+2), Niebergall (Halten von Serifi, 63.)/Selutin (Unsportlichkeit, 78.).

Trainerstimmen:

Kilia-Trainer Nicola Soranno sagte: „Glückwunsch an den SC Weiche. Am Ende des Tages ist es durchaus verdient. Doch ich finde, wir haben ein gutes Spiel gemacht. Letztlich hat die individuelle Qualität entschieden. Zwischen den Sechzehnern haben wir es gut gemacht. Wir haben uns gute Chancen herausgespielt. Aber das zählt am Ende nicht.“

Unser Trainer Tim Wulff sagte: „Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, und im Pokal zählt nur das Ergebnis. Uns war klar, dass es ein schweres Spiel werden würde. Kilia ist eine Top-Oberliga-Mannschaft, und das haben sie auch gezeigt. Zwischenzeitlich war es nicht so gut. Da hätte ich mir mehr Spielkontrolle gewünscht, aber hintenheraus und unter dem Strich ist es verdient.“