Drittes Heimspiel – dritter Sieg!
Neuigkeiten
Drittes Heimspiel – dritter Sieg!
SC Weiche Flensburg 08 – SV Atlas Delmenhorst 1:0 (1:0)
Der SC Weiche Flensburg 08 bleibt in der Erfolgsspur. Am 6. Spieltag der Regionalliga Nord konnte unsere Mannschaft den fünften Liga-Sieg in Folge feiern und dabei zum ersten Mal ohne Gegentor bleiben. Bei typischem Aprilwetter mit einem Mix aus Regen und Sonne reichte am Samstagnachmittag im dritten Saisonheimspiel ein goldener Treffer gegen den SV Atlas Delmenhorst, um vor 834 Zuschauern im Manfred-Werner-Stadion mit 1:0 den dritten Sieg einzufahren. Atlas-Trainer Key Riebau resümierte nach der Partie, schon etwas geknickt nach Delmenhorst zurückfahren zu müssen. Unser Cheftrainer Tim Wulff sagte: „Wir haben drei Punkte hier zu Hause behalten, haben unseren Lauf fortsetzen können. Das zählt unterm Strich. Über 90 Minuten betrachtet war es ein absolut verdienter Sieg. Da gibt es keine zwei Meinungen.“
Eine knappe Woche nach dem 4:1-Sieg bei Eintracht Norderstedt änderte Tim Wulff die Startelf einmal. Benjamin Lamce lief anstelle von Raul Celotto von Beginn an auf. Schon früh musste Uchechi Duru mit dickem Knöchel passen. Für ihn kam Ilir Serifi, der ins Mittelfeld ging, während Torben Marten die Position in der Innenverteidigung übernahm. Im Verlauf der zweiten Halbzeit kamen Joshua Nwokoma, Maksym Tytarenko, erstmals wieder Randy Gyamenah und schließlich in der Nachspielzeit Brandolf Duah zum Zuge. Zum Aufgebot des Spieltags gehörten ferner Torhüter Nils Bock sowie Raul Celotto, Samuel Hust und Thies Richter. Nicht in den Spieltagskader schafften es der verletzte Alexander Laukart sowie Torhüter Bjarne Schneider, Bjarne Schleemann, Tanyel Eckstein, Daniel Schaen, Marcel Cornils und Joshua Hansen.
Gäste-Trainer Key Riebau wechselte im Vergleich zur Startelf vom Mittwochheimspiel gegen Kickers Emden, das 3:3-unentschieden ausgegangen war, gleich fünfmal. Yehor Melenivskyi, Timon Widiker, Mats Kaiser, Eric Anozie und Amin Muja liefen für den etatmäßigen Kapitän Ibrahim Temin, Linus Urban, Niklas Tepe, Marcel Rassmann (alle zunächst auf der Bank) und Marlo Siech (nicht im Kader) von Beginn an auf. Auf den „Gelb-Rot“-gesperrten Fin Tiedeken musste Atlas ohnehin verzichten.
Die in gelben Trikots und roten Hosen auflaufenden Gäste verteidigten in einer Dreierkette, die sich bei Weiche-Angriffen schnell zu einer Fünferkette vervollständigen konnte. Mit dem flexiblen und laufstarken Spiel der Gäste hatte unsere Mannschaft gerade anfangs ihre Probleme. So lagen die Ballbesitzanteile eher beim Kontrahenten, der die Sache gut im Griff hatte, die Umschaltmomente, auf die Weiche lauerte, rasch unterband, selbst allerdings ebenfalls kaum mal Torgefahr ausstrahlte. Die Folge war ein völlig unspektakuläres Spiel mit nur wenigen Höhepunkten. Leider verletzte sich Uchechi Duru schon früh (2.), sodass er dann auch ausgewechselt werden musste (12.). Erst allmählich generierte Weiche mehr Ballbesitz. Der erste Abschluss überhaupt, von Nick Selutin, lag deutlich zu hoch (24.). Bei seinem zweiten Schuss kam unser Spieler mit der Nummer neun schon näher ans Ziel. Der Aufsetzer auf das kurze Eck ging ans Außennetz (32.). Von der anderen Seite war es Ibrahim Bashiru Ali, der es nach Aufbauspiel von Ole Wagner in die Mittelfeldschaltstation Erolind Krasniqi und dessen Zuspiel auf Linksaußen mit einem Schuss auf die kurze Ecke probierte, doch Torhüter Damian Schobert klärte um den Pfosten (33.). Nach einer Rechtsflanke von Erolind Krasniqi konnte Ibrahim Bashiru Ali im Zentrum nicht richtig druckvoll köpfen; der Ball verfehlte das Ziel (35.). Und gerade in jener Phase, in der Weiche so langsam am Führungstreffer arbeitete, holte sich Atlas-Außenbahnspieler Eric Anozie binnen 180 Sekunden erst „Gelb“ (37.) und dann „Gelb-Rot“ ab (40.), wobei er dem Unparteiischen mit seinem deutlichen Zuspätkommen gegen Ole Wagner keinerlei Ermessensspielraum gab – die zweite „Gelbe“ war „alternativlos“.
Den aufkommenden Spielfluss der Platzherren konnte der Platzverweis nicht bremsen. Rasmus Tobinski legte den Ball in die Gasse und in den Lauf von Erolind Krasniqi, der die Murmel, allein vor Torhüter Damian Schobert, im Fallen an den Schlussmann vorbei zum 1:0 ins rechte Eck schieben konnte (45.+1). Gleich darauf probierte es der Torschütze mit einem schönen Schuss aus 25 Metern, der flach links vorbei ging (45.+4). So verabschiedete sich unsere Mannschaft mit einer knappen Führung und in Überzahl in die Halbzeitpause.
Nach Wiederanpfiff erlief sich Erolind Krasniqi einen Pass von Torben Marten in die Tiefe, aber er konnte das Streitobjekt nicht richtig verarbeiten, vor allem nicht an Torhüter Damian Schobert vorbeibringen (46.). Dann scheiterte Rasmus Tobinski nach Brustablage von Ibrahim Bashiru Ali aus Nahdistanz am Schlussmann (59.). Und schließlich war es erneut Erolind Krasniqi, der diesmal ein Zuckerpass von Ilir Serifi aufnahm und die Pille am Torhüter vorbeispielte, doch Mats Kaiser bereinigte kurz vor der Linie die Situation für die Gäste (63.). Das zweite Tor, das die Partie vielleicht vorentschieden hätte, wollte einfach nicht fallen.
So waren die Delmenhorster noch nicht aus dem Spiel. Ihren allerersten Abschluss überhaupt setzte Marcel Rassmann über den Kasten (75.). Tatsächlich witterten die Gäste ihre Chance, holten einige Standards, vor allem Eckstöße heraus, und weil Weiche auch Umschaltmomente nicht gut ausspielen konnte, blieb ein Remis durchaus im Bereich des Möglichen. Randy Gyamenah scheiterte nach Zuspiel von Joshua Nwokoma nochmals am Gäste-Schlussmann (90.+2). Dann war der alles in allem hochverdiente, aber eben schwer erkämpfte Heimsieg unter Dach und Fach.
Atlas Delmenhorst hatte in Torhüter Damian Schobert und im sehr präsenten Mats Kaiser seine auffälligsten Akteure. Bei Weiche konnten neben dem goldenen Torschützen Erolind Krasniqi vor allem Torben Marten und Ilir Serifi überzeugen.
Unsere Mannschaft muss nun wieder auswärts antreten. Im Rahmen des 7. Spieltags gastiert Weiche am Sonntag, 6. September 2026, beim HSC Hannover. Anpfiff im HSC-Stadion in der Constantinstraße im Stadtteil List wird um 16 Uhrsein.
Weiche: Seibt – Behrmann, Duru (12. Serifi), Ntika (Kap.), Wagner – Marten, Lamce – Selutin (70. Nwokoma), Krasniqi (90.+3 Duah), Bashiru Ali (78. Tytarenko) – Tobinski (85. Gyamenah). Trainer: Wulff.
Delmenhorst: Schobert (Kap.) – Sanchez Romero, Melenivskyi, Ndiaye – Anozie, Kaiser (81. David), Gijsen, Widiker (67. Temin) – Muja (60. Urban), Fagerström (60. Tepe), Rohwedder (67. Rassmann). Trainer: Riebau.
Tor: 1:0 Krasniqi (45.+1).
Zuschauer: 834 im Manfred-Werner-Stadion, Flensburg-Weiche.
Schiedsrichter: Bela Bendowski (SV Eintracht Lübeck).
Verwarnungen: Krasniqi (Foul an Sanchez Romero, 43.), Wagner (Foul an Urban, 74.), Ntika (Unsportlichkeit, 76.)/Anozie (Foul an Serifi, 37.), Sanchez Romero (Foul an Marten, 84.).
Gelb-Rote Karte: –/Anozie (Foul an Wagner, 40.).
Trainerstimmen:
Der Atlas-Trainer Key Riebau sagte: „Glückwunsch erstmal an Tim und sein Team! Ärgerlich ist die Gelb-Rote Karte. Ich glaube, dass der Junge auch weiß, dass er, wenn er schon die ‚Gelbe‘ hat, dem Schiedsrichter niemals so die Möglichkeit geben darf, die klar gelbe Karte geben zu müssen. Bis dahin war es ein 0:0-Spiel. Ich glaube, dass Flensburg sich schon auch das eine oder andere Mal gefällig nach vorn kombiniert hatte, zwei, drei Abschlüsse hatte. Aber es plätscherte so ein wenig vor sich hin. Dann kriegst Du auch noch vor der Halbzeit unglücklich das 1:0. Wir wollten versuchen, möglichst lange das Ergebnis knapp zu halten. Wenn es dann in der 85. oder 88. Minute noch 1:0 steht, kannst Du immer den Lucky Punch setzen. Zur zweiten Halbzeit dann auch ein großes Kompliment an meine Mannschaft für die Bereitschaft, so gegen den Ball zu arbeiten. Dann hast Du am Ende noch zwei, drei Situationen, wo Du vielleicht das 1:1 machen kannst. Das wäre für uns super schön gewesen. Andererseits sind wir auch nicht blöd und haben gesehen, dass Flensburg den einen oder anderen Konter sehr, sehr leichtfertig verspielt hat. Da kann auch das 2:0 fallen. Am Ende fahren wir schon ein bisschen geknickt nach Hause, weil hier mehr drin war. Den Schuh müssen wir uns anziehen. Aber wir können aus dem Spiel auch ganz viel aus der ersten wie aus der zweiten Halbzeit mitnehmen. Es ist ein Lernprozess. Und dann geht es nächste Woche gegen Todesfelde weiter.“
Unser Trainer Tim Wulff sagte: „Es war, wie erwartet, ein sehr schwieriges Spiel gegen Atlas Delmenhorst, das aus einer Kompaktheit agiert. Sie sind unangenehm in Zweikämpfen, spielen einen intensiven Fußball mit vielen langen Bällen in die gefährliche Zone, die Du erstmal verteidigen musst. Meine Jungs haben das gut angenommen. Klar wollen wir viel Fußball spielen, versuchen, die Räume zu nutzen. Einige Male ist es uns gelungen, vielleicht nicht so oft, wie wir es uns gewünscht haben. Unterm Strich steht ein 1:0. Ich finde: leider etwas zu wenig. Gerade in der zweiten Halbzeit haben wir sehr fahrig gespielt. Wir hätten es mit unseren Möglichkeiten deutlicher gestalten können. Dann wäre der Sack zu gewesen, aber so war es eben in dem Spiel nicht. Wir mussten dann immer noch etwas zittern, dass da bloß keiner hinten bei uns reinmurmelt. Wir haben drei, vier, fünf riesige Chancen, die wir in den vergangenen Wochen konsequent ausgenutzt haben. So war es heute leider nicht. Dementsprechend finden wir schon etwas in der Analyse, das wir in der nächsten Woche wieder besser machen wollen. Aber: Fußball ist Ergebnissport. Wir haben drei Punkte hier zu Hause behalten, haben unseren Lauf fortsetzen können. Das zählt unterm Strich. Über 90 Minuten betrachtet war es ein absolut verdienter Sieg. Da gibt es keine zwei Meinungen. Das nehmen wir mit. Jetzt wird durchgeatmet, und dann fahren wir mit breiter Brust nächste Woche zum HSC Hannover. Von dort wollen wir möglichst die nächsten drei Punkte nach Hause bringen. Das ist unser Ziel. Euch von Atlas Delmenhorst wünsche ich den maximalen sportlichen Erfolg und das Allerwichtigste: ganz viel Gesundheit.“
Auf Nachfrage zur Verletzung von Uchechi Duru sagte Tim Wulff: „Torben Marten hat es auf der Position richtig klasse gemacht. Trotzdem würde ich mir wünschen, dass Uchechi Duru schnell wieder zurückkommt.“