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Drei Weiche-Ostereier im HSC-Netz

Neuigkeiten

Drei Weiche-Ostereier im HSC-Netz

HSC Hannover – SC Weiche Flensburg 08 1:3 (1:3)

7. April 2026

Im Nachholspiel des 20. Spieltags der Regionalliga Nord kam der SC Weiche Flensburg 08 am Ostermontag zu einem 3:1-Sieg beim HSC Hannover. Bei Frühlingswetter mit teilweisem Sonnenschein legte unsere Mannschaft vor 250 Zuschauern im HSC-Stadion an der Constantinstraße der niedersächsischen Landeshauptstadt den Grundstein für den zehnten Liga-Sieg der Saison in der überlegen geführten ersten Halbzeit. Unsere Mannschaft konnte damit auch das vierte Aufeinandertreffen mit dem Aufsteiger und niedersächsischen Meister von 2025 gewinnen. Während HSC-Trainer Vural Tasdelen von verteilten Ostergeschenken sprach, sagte unser Cheftrainer Tim Wulff: „Wir sind froh, dass wir drei Punkte am Ostermontag mitnehmen konnten. Unterm Strich ist es ein verdienter Sieg.“

Im Vergleich zum jüngsten Pflichtspiel beim SSV Jeddeloh II (1:5) gab es vier Änderungen in der Startelf. Wegen einer „Gelb“-Sperre fehlte Raul Celotto. Hingegen stand Marcel Cornils, der zuvor „gelb“-gesperrt gefehlt hatte, wieder zur Verfügung. Ferner musste Trainer Tim Wulff auf Erjanik Ghubasaryan (erkrankt) verzichten. Mads Albæk und René Guder saßen zunächst auf der Bank. Neben Marcel Cornils kamen auch Thies Richter, Torben Marten und Maksym Tytarenko neu in die Startelf. Schon nach einer knappen halben Stunde musste Maksym Tytarenko mit Oberschenkelverletzung passen. Für ihn kam René Guder. Zur Halbzeitpause ging auch Marcel Cornils angeschlagen raus. Er wurde von Randy Gyamenah ersetzt. Im Verlauf der zweiten Halbzeit wurden des Weiteren Mads Albæk, Kevin Ntika und A-Junior Joshua Hansen – mit seinem zweiten Liga-Einsatz – eingewechselt. Für Kevin Ntika war es das Comeback nach längerer Pause. Dem 18 Spieler umfassenden Kader des Spieltags gehörten außerdem Torhüter Nils Bock und Bjarne Schleemann an. Außer Raul Celotto waren auch die Rekonvaleszenten Ole Wagner, Maxim Jurk, Alexander Laukart und Obinna Iloka sowie die erkrankten Marian Sarr und Erjanik Ghubasaryan nicht dabei.

HSC-Trainer Vural Tasdelen änderte die Startelf gegenüber jener von der 2:3-Niederlage beim FC St. Pauli II ebenfalls viermal. Er verzichtete auf Stammtorhüter Bastian Fielsch, an dessen Stelle Kevin Ansu den Kasten hütete. Außerdem liefen Fabian Weigel, Johann Wegner und Tom Hausmann für Mico Noel Schmidt, Ammon Moser (beide zunächst auf der Bank) und Lasse von Boetticher (nicht im Kader) von Beginn an auf.

Unsere Mannschaft zeigte sich von Beginn an konzentriert. Sie wollte keinesfalls wieder frühzeitig in Rückstand geraten. Die Konzentration zeigte sich in frühen Ballgewinnen. So gingen die ersten Möglichkeiten komplett an die Flensburger. Ein Eckstoß von Marcel Cornils erreichte Marshall Faleu per Kopf, doch blieb die Murmel in der Spielertraube vor der Linie hängen (8.). Dann war es auch schon passiert: Über rechts mit Maksym Tytarenko ging es zügig vor das Tor, die Eingabe verfehlte Freund und Feind und erreichte nach einer Zwischenberührung von Thies Richter am zweiten Pfosten den lauernden Marcel Cornils. Unsere Nummer 10 blieb cool und netzte am Fünfmeterraum zur 1:0-Führung und seinen zehnten Saisontreffer ein (14.). Beinahe wäre es ein Doppelschlag geworden. Nach frühem Ballgewinn von Maksym Tytarenko stand der vollendende Ibrahim Bashiru Ali jedoch im Abseits (17.). Wenig später war das 2:0 perfekt. Torben Marten behielt den Überblick, nachdem der Ball ihm zentral vor der Kiste vor die Füße gefallen war. Er netzte zum 2:0 ein; zuvor war es erneut über die rechte Seite und Maksym Tytarenko schnell nach vorn gegangen (24.).

Die Gastgeber wirkten nicht energisch genug und brachten selbst kaum konstruktive Angriffe zustande. Doch mit der ersten Offensivaktion schlug es im SC-Kasten ein. Paul Wegner hatte plötzlich auf der rechten Seite zu viel Platz. Seinen Pass in den Rückraum nahm Ebrima Jobe aus 15 Metern direkt, und die Kugel schlug flach im linken Eck zum 1:2-Anschluss ein (36.). Kurz darauf entschärfte SC-Torhüter Ronny Seibt den Schuss von Paul Wegner im zweiten Zupacken (39.). Den alten Zwei-Tore-Abstand stellte wenig später Marcel Cornils wieder her. Der weite Einwurf von Theo Behrmann passierte die Spielertraube im Zentrum und wurde von René Guder verlängert; hinten lauerte wieder Marcel Cornils am zweiten Pfosten, der das Streitobjekt direkt nahm und ins kurz Eck zum 1:3 hämmerte (43.) – sein elftes Saisontor! Und beinahe hätte es noch einmal geklappt: Diesmal kam die weitgezogene Flanke von rechts von Theo Behrmann über die HSC-Deckung, Marcel Cornils versuchte es erneut direkt, traf den Ball aber nicht richtig, sodass er am Tor vorbei ging (45.+3).

In der zweiten Halbzeit überließ Weiche dem nicht aufsteckenden Kontrahenten den Ball. Der HSC hatte zwar überwiegend die Murmel, konnte damit aber selten wirklich Gefahr ausstrahlen. Colin Piepenbrink passte mal von der linken Seite auf Ebrima Jobe, der diesmal den Abschluss verzog (49.). Dann war SC-Torhüter Ronny Seibt beim Schuss von Finn Kiszka von halbrechts zur Stelle, wehrte zum Eckstoß ab (68.). Nochmals parierte unser Schlussmann stark bei einem weiteren Versuch von Finn Kiszka, der die Vorarbeit von Denis Vukancic nutzte (83.). Aber es blieb trotz der Bemühungen der Hannoveraner bei diesen Versuchen. Alles andere räumte die stabile SC-Abwehr ab. Weiche selbst nutzte die Kontersituationen nicht richtig aus. So war Torhüter Kevin Ansu beim Steilpass von Sandro Plechaty auf Randy Gyamenah rechtzeitig aus dem Kasten geeilt (50.). Nach weitem Einwurf von Theo Behrmann lag der Fallrückzieher von Marshall Faleu etwas zu hoch (51.). Und der vierte SC-Treffer wäre fällig gewesen, als nach Vorarbeit von Dominic Hartmann Ibrahim Bashiru Ali frei vor dem HSC-Torhüter auftauchte, an diesem aber scheiterte (89.). Letztlich war das egal, weil der Auswärtssieg nicht mehr in Gefahr geriet.

Der HSC hatte in Mittelfeldtalent Tayar Tasdelen (künftig Holstein Kiel) und Torschütze Ebrima Jobe seine auffälligsten Akteure. Bei unserer Mannschaft konnten sich Torben Marten als Stabilisator vor der Abwehr und mit seinem ersten Pflichtspieltor im Herrenbereich und für unseren SC sowie Sandro Plechaty die besten Noten verdienen. Außerdem seien Maksym Tytarenko und Doppeltorschütze Marcel Cornils hervorgehoben, die vor der Pause mit für den Unterschied sorgten. Torhüter Ronny Seibt wiederum strahlte Ruhe und Zuverlässigkeit aus.

Weiter geht es für Weiche mit dem 29. Spieltag am kommenden Samstag, 11. April 2026. Dann empfängt unsere Mannschaft ab 13.30 Uhr im Manfred-Werner-Stadion den Bremer SV.

HSC Hannover: Ansu – P. Wegner (66. Röhrbein), Weigel, Vukancic, J. Wegner (77. Fender) – Jobe (84. Özün), T. Tasdelen, Langer (Kap.), Hausmann (55. Pohlmann) – Kiszka, Piepenbrink (81. Moser). Trainer: V. Tasdelen.

Weiche: Seibt – Behrmann, Faleu, Duru, Richter (83. Ntika) – Marten (77. Albæk), Hartmann (Kap.) – Tytarenko (32. Guder), Plechaty, Cornils (46. Gyamenah) – Bashiru Ali (90.+2 Hansen). Trainer: Wulff.

Tore: 0:1 Cornils (14.), 0:2 Marten (24.), 1:2 Jobe (36.), 1:3 Cornils (43.).

Zuschauer: 250 im HSC-Stadion an der Constantinstraße, Hannover-List.

Schiedsrichter: Jost Steenken (Vorwärts Nordhorn).

Verwarnungen: -/Behrmann (86., Spielverzögerung).

 

Trainerstimmen:

HSC-Trainer Vural Tasdelen sagte: „Flensburg hat keine überragende Leistung gebracht. Wenn es heißt, dass Geschenke zu Ostern verteilt wurden, haben wir gleich drei verteilt. In der zweiten Halbzeit haben wir nicht viel zugelassen. Wir hatten die Hoffnung, dass wir früh das 2:3 machen würden. So geht der Sieg für Flensburg in Ordnung, aber nicht weil sie so stark waren, sondern weil wir Geschenke verteilt haben. Dennoch: Glückwunsch an Flensburg zum Sieg.“

Unser Trainer Tim Wulff sagte: „Wir sind froh, dass wir drei Punkte am Ostermontag mitnehmen konnten. In der ersten Halbzeit habe ich eine richtig gute Mannschaft gesehen: mit Mut und Willen. Dann haben wir einmal nachgelassen und wurden gleich bestraft. In der zweiten Halbzeit waren wir zu passiv und haben den HSC ins Spiel kommen lassen. Wir haben es aber gut verteidigt, hätten jedoch auch einige Aktionen nach vorn besser ausspielen können, um frühzeitig den Deckel draufzumachen. Unterm Strich ist es aber ein verdienter Sieg. Euch wünsche ich noch viel Erfolg und viele Punkte.“