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Den Spitzenreiter hart gefordert

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Den Spitzenreiter hart gefordert

SV Meppen – SC Weiche Flensburg 08 2:1 (0:1)

20. April 2026

Am 30. Spieltag der Regionalliga Nord war der SC Weiche Flensburg 08 ganz nah dran, ein Ausrufezeichen zu setzen. Beim Tabellenführer und heißen Aufstiegsanwärter SV Meppen lag unsere Mannschaft am Samstagnachmittag bei bestem Frühlingswetter lange Zeit in Führung. Am Ende zog sie unglücklich mit 1:2-Toren den Kürzeren. Die 8.565 Fans in der Hänsch-Arena sorgten für einen Rekord. Noch nie waren mehr Zuschauer bei einem Regionalliga-Spiel mit Weiche-Beteiligung dabei. Unsere Mannschaft konnte damit – bei vier Remis – auch beim achten Auftritt bei den Emsländern nicht gewinnen. Nach der Partie sprach der Meppener Trainer Lucas Beniermann stolz von der Serie von nun 17 Spielen ohne Niederlage. Unser Cheftrainer Tim Wulff sagte: „Wir haben es Meppen maximal schwer und in der zweiten Halbzeit richtig gut gemacht. Meppen steht zu Recht da oben.“

Eine Woche nach dem torlos endenden Heim-Auftritt gegen den Bremer SV gab es in der Flensburger Startaufstellung eine Änderung. Für Marcel Cornils, der zunächst auf der Bank Platz nahm, begann Raul Celotto. Unser Trainer wechselte im Verlauf der zweiten Halbzeit viermal. Es kamen nacheinander Marcel Cornils, Obinna Iloka, Mads Albæk und – ganz zum Schluss – Erjanik Ghubasaryan. Zum 19 Spieler umfassenden Kader zählten zudem Torhüter Nils Bock sowie Bjarne Schleemann, Marian Sarr und Joshua Hansen. Neben den Langzeit-Rekonvaleszenten Ole Wagner, Maxim Jurk und Alexander Laukart fehlten die ebenfalls verletzten Thies Richter, Makysm Tytarenko und Randy Gyamenah.

Lucas Beniermann bot im Vergleich zum jüngsten Spiel beim HSC Hannover, das 5:0 gewonnen wurde, ebenfalls eine nur auf einer Position veränderte Startelf auf. Für Daniel Haritonov begann Dominique Domröse.

Weiche hatte gleich nach Anpfiff bange Situationen zu überstehen. Oliver Issa Schmitt zog von links in den Strafraum und sorgte mit seiner Eingabe nach 17 Sekunden für Chaos im Flensburger Fünfmeterraum (1.). Danach lief der Angriff über rechts und Mika Stuhlmacher. Den Kopfball von Julian Ulbricht parierte SC-Torhüter Ronny Seibt, der gleich in den Mittelpunkt geriet (2.). Bei einem Eckstoß, getreten von Thorben Deters von rechts, kam Oliver Issa Schmitt frei zum Abschluss, jagte den Ball aus zentraler Position aber deutlich über den Kasten (5.). Es ging sofort richtig zur Sache, und Weiche hatte anfangs enorme Probleme, sich zu orientieren, fand dann aber so langsam in die Partie. Und als nach knapp 13 Spielminuten bereits bei zwei Bällen die Luft draußen war (14.), bekam Weiche endlich etwas mehr Zugriff. Allerdings galt es nochmals, eine bange Situation zu überstehen: Dominique Domröse und Mika Stuhlmacher gingen über rechts in einen schnellen Gegenzug. Der Abschluss von Mika Stuhlmacher aus spitzem Winkel kratzte am langen Pfosten (20.). – Und plötzlich führte Weiche! Ein Freistoß aus dem linken Halbfeld von René Guder fand Raul Celotto rechts. Unsere Nummer acht leitete den Ball direkt nach innen, und Torben Marten konnte die Murmel aus Nahdistanz zum überraschenden 0:1 über die Linie drücken (25.).

In der Folge konnte Weiche den Angriffselan der Platzherren gut ausbremsen. Unsere Mannschaft stand tief, erwartete die Angriffe des Spitzenreiters und versuchte, in Umschaltsituationen zu kommen. Raul Celotto zielte aus der Distanz mal am Tor vorbei (32.). Insgesamt schenkten die Gäste Ballgewinne oft zu schnell wieder ab, doch die Meppener konnten aus 70 oder 75 Prozent Ballbesitz kein Kapital schlagen. Als Luis Sprekelmeyer mal tief laufen und von rechts flanken konnte, verpasste Julian Ulbricht im Zentrum die Eingabe (40.). Einen Kopfball von Oliver Issa Schmitt entschärfte SC-Torhüter Ronny Seibt (42.). Glück hatte Weiche, als der SVM nach einem feinen Spielzug Oliver Issa Schmitt freispielen konnte, der den Ball, etwas versetzt von links laufend, auf die kurze Ecke drücken wollte, doch nur den linken Pfosten traf (45.).

Nach der Halbzeitpause war ein druckvolles Angriffsspiel des Liga-Primus zu erwarten. Aber Weiche stand kompakt, verteidigte geschickt und konnte zahlreiche Eingaben von den beiden Seiten entschärfen, sodass die ganz große Torgefahr der Platzherren nicht zustande kam. Und unsere Mannschaft fand vereinzelt Aktionen nach vorn, sodass daraus sogar ein kleines Chancenplus resultierte. Dominic Hartmann konnte einmal über die halblinke Seite allein Richtung Tor laufen, wurde dabei vielleicht etwas zu sehr abgedrängt. Seinen Schuss aus spitzem Winkel parierte Julius Pünt, der auch den Nachschuss von Raul Celotto hielt (57.). Bei einer Freistoßflanke von René Guder von halbrechts kam Uchechi Duru überraschend frei am zweiten Pfosten zum Kopfball, setzte ihn aber vorbei (67.). Und Uchechi Duru schickte Sandro Plechaty in die Gasse, der die Murmel von links aus spitzem Winkel verzog (75.). Weiche hatte in jener Phase ein exzellentes Auswärtsspiel geboten. Die Gastgeber wussten so langsam nicht mehr, wie sie den Flensburger Abwehrriegel knacken sollten. Aber dann schepperte es halt doch noch. Julian Ulbricht lief bei einer Eingabe von Leon Tasov von der rechten Außenbahn auf halblinks durch, bekam die Murmel mit, behielt die Nerven und netzte cool zum Ausgleich ein (78.). Der Bann war gebrochen. Nun waren das Stadion und die Kulisse da. Rund zehn Minuten später köpfte Simon Engelmann den Ball nach einer exakten Flanke von Daniel Haritonov vom linken Strafraumeck am zweiten Pfosten per Aufsetzer zum umjubelten 2:1 ins kurze Eck (89.).

Weiche gab sich noch nicht geschlagen und hatte über Kevin Ntika eine richtig gute Chance. Seinen Kopfball aus Nahdistanz nach Freistoßflanke von Mads Albæk parierte SVM-Torhüter Julius Pünt stark (90.+2). Danach hatte Weiche bei einem Eckstoß nochmals die Möglichkeit zum Ausgleich, bekam beim Kopftreffer von Daniel Horitonov gegen Erjanik Ghubasaryan keinen Strafstoß und anschließend die Murmel im Gewühl nicht über die Torlinie (90.+3). So blieb es beim 2:1-Sieg des Aufstiegskandidaten.

Die Meppener hatten im Innenverteidiger Jonas Fedl und Mittelstürmer Julian Ulbricht ihre auffälligsten Spieler. Beim SC Weiche konnten sich Torhüter Ronny Seibt sowie Torben Marten und Sandro Plechaty die besten Noten verdienen.

Am kommenden Samstag, 25. April 2026, darf Weiche wieder im eigenen Stadion antreten. Ab 13.30 Uhr wird im Manfred-Werner-Stadion erstmals der Aufsteiger FSV Schöningen zu Gast sein.

Meppen: Pünt – Domröse (62. Tasov), Sprekelmeyer, Fedl (Kap.), Mißner (71. Wensing) – Deters (77. Wessels), Zenga, Zehir – Stuhlmacher (62. Engelmann), Ulbricht, Schmitt (71. Haritonov). Trainer: Beniermann.

Weiche: Seibt – Behrmann, Faleu, Ntika, Duru – Marten (90. Ghubasaryan), Hartmann (Kap.) – Guder (70. Iloka), Celotto (79. Albæk), Plechaty – Bashiru Ali (63. Cornils). Trainer: Wulff.

Tore: 0:1 Marten (25.), 1:1 Ulbricht (78.), 2:1 Engelmann (89.).

Zuschauer: 8.565 in der Hänsch-Arena, Meppen.

Schiedsrichter: Gerhard Alexander Ludolph (Hoisbütteler SV/Hamburg).

Verwarnungen: Verwarnungen: Sprekelmeyer (Foul an Bashiru Ali, 44.), Tasov (Foul an Duru, 90.+1)/Plechaty (Foul an Sprekelmeyer, 76.), Cornils (Foul an Wensing, 90.+3).

Trainerstimmen:

Der Meppener Trainer Lucas Beniermann sagte: „Danke, Tim, für die Glückwünsche. Was die Analyse des Spielverlaufs betrifft, kann ich mich anschließen. Ich hätte mir gewünscht, dass wir aus der Startphase Kapital schlagen. Ihr seid, was Länge betrifft, die größte Mannschaft der Liga. Das Zentrum war brutal geschlossen. Ich hätte mir gewünscht, dass wir die Flanken besser schlagen, wenn die Hünen in der Mitte stehen. Jetzt haben wir wieder in der Schlussphase den Sieg geholt, aber er ist verdient, auch wenn er uns schwer gefallen ist. Wir reden hier über eine Serie von 17 Spielen am Stück ohne Niederlage, und die meisten Spiele davon haben wir gewonnen. Es werden in der Saison Rekorde notwendig sein. Wir werden die 80 Punkte knacken müssen und dürfen keinen Zentimeter nachlassen. Euch, Tim und Weiche, wünsche ich nur das Beste.“

Unser Trainer Tim Wulff sagte: „Glückwunsch, Lukas und dem SV Meppen, zu den drei Punkten. Die hätten wir gern gehabt. Wir haben es aber Meppen maximal schwer gemacht. Wir hatten auf unsere Situationen gehofft. In den ersten zehn Minuten hatten wir das Spielglück. Wir sind dann etwas besser reingekommen und machen aus einem Standard das 1:0 und es nachfolgend bis zur 40. Minute gut. Bei dem Pfostenschuss kurz vor der Pause hatten wir nochmal Spielglück. So gehen wir positiv in die Halbzeitpause. Dann machen wir es in der zweiten Halbzeit richtig gut, haben Meppen es sehr schwer gemacht. Aber Meppen hat dann die Qualität mit zwei klasse Stürmern; Stürmer Nummer eins macht den Ausgleich, die Nummer zwei den Siegtreffer. Meppen steht zu Recht da oben. Zum Schluss war das Spielglück bei Euch.“