Am Bremer Panzenberg
Neuigkeiten
Am Bremer Panzenberg
Weiche spielt am Sonntag beim Bremer SV
Der SC Weiche Flensburg 08 steht nach zuletzt zwei Niederlagen vor der Frage, wohin die weitere tabellarische Reise gehen wird. Am kommenden Sonntag wird unsere Mannschaft beim Bremer SV zu Gast sein. Bevor es ab 15 Uhr um die Punkte vom 11. Spieltag gehen wird, haben wir für Euch wieder ein paar Fakten zusammengestellt.
Zur Lage: Phönix an der Spitze
Am vergangenen zehnten Spieltag rückte die Spitzengruppe unfassbar eng zusammen. Aus dem Trio der ersten Spieltage ist ein Quintett geworden, das nur um zwei Punkte auseinander liegt. Spitzenreiter Schöningen konnte sich über Platz eins lediglich drei Tage freuen, kassierte mit 0:5 in Emden vor 1.600 Zuschauern die erste Niederlage. Der Zweite, der VfB Oldenburg, musste im Derby zuhause vor 4.538 Fans gegen Jeddeloh II eine 1:3-Niederlage hinnehmen und fiel nun auf Platz vier zurück. Die Gunst der Stunde nutzte Phönix Lübeck. Der 1. FC übernahm mit einem 2:1-Sieg beim SC Weiche Flensburg 08, der auf Platz drei lag und weiterhin liegt, die Tabellenspitze. Zweiter großer Gewinner des Spieltags war Top-Favorit Drochtersen/Assel. Die SV hat mit einem 1:0-Heimsieg gegen den FC St. Pauli II vor 1.012 Zuschauern den Anschluss hergestellt. Auch Hannover 96 II darf nach einem 3:1-Heimsieg gegen Todesfelde wieder nach oben schielen, hat allerdings noch eine Lücke von drei Punkten zu schließen.
Am Tabellenende konnte der VfB Lübeck seinen ersten Saisonsieg feiern. Mit 2:1-Toren wurde an der Lohmühle vor 1.996 Zuschauern der Bremer SV besiegt. Im Aufsteiger-Duell trennten sich Delmenhorst und Eimsbüttel 1:1-unentschieden. Die Zweitvertretungen von Werder Bremen – 5:2 bei Eintracht Norderstedt – und des Hamburger SV – 4:0 beim HSC Hannover – rissen ihre Gastgeber stärker in den Abstiegskampf. Und der HSC verlor kurz darauf nochmals, und zwar seinen Trainer Timo Struckmeier, der ab sofort als Co-Trainer von André Breitenreiter beim Drittligisten FC Hansa Rostock arbeiten wird.
Der neue Spitzenreiter muss am kommenden 11. Spieltag zunächst zusehen. Das abgesetzte Top-Duell zwischen Phönix Lübeck und Oldenburg hat noch keinen Termin, weil das Niedersachsenpokal-Achtelfinale zwischen Oldenburg und Havelse ursprünglich für den kommenden Samstag vorgesehen war (und inzwischen aufgrund eines Liga-Spiels von Havelse auf den 7. Oktober verschoben worden ist). So hat Schöningen im anderen Spitzenspiel die Chance, wieder auf Platz eins zu klettern, doch wartet im Elmstadion am Freitagabend Top-Favorit Drochtersen/Assel. Während sich aus dem Spitzen-Quintett vier Mannschaften in den beiden Top-Spielen gegenüberstehen würden, tritt unser SC Weiche am Sonntag ab 15 Uhr beim Tabellensiebzehnten Bremer SV an.
Am Freitagabend spielen ab 19.30 Uhr auch der VfB Lübeck und Todesfelde in einem sowohl geographischen als auch tabellarischen (Fast-)Nachbarschaftsduell des Sechzehnten gegen den Achtzehnten gegeneinander. Der Samstag beginnt um 14 Uhr mit drei Partien. Eimsbüttel trifft auf den HSC Hannover, der Hamburger SV II erwartet Atlas Delmenhorst, und der FC St. Pauli II empfängt Kickers Emden. Eine Stunde später ist Anpfiff in der Begegnung zwischen Jeddeloh II und Norderstedt. Die Partie zwischen den Zweitvertretungen von Werder Bremen und Hannover 96 wird erst am 6. Oktoberausgetragen.
Zum Gegner: im Abstiegskampf
„Die Tabelle lügt nicht“, heißt es oft im Fußball-Jargon. Demnach befindet sich der Bremer SV mitten im Abstiegskampf. Anders als in der vergangenen Saison, als der BSV überraschend Siebenter wurde, steht er aktuell auf Platz 17. Mit nur neun geschossenen Toren aus zehn Spielen verfügen die Blau-Weißen derzeit über die schwächste Offensive. Allerdings haben sie mit dem schon siebenfachen (!) Saisontorschützen Bastian Redecker den Fünften der Torschützenliste in ihren Reihen. Kein anderer Verein ist derzeit von den Treffern nur eines Spielers so abhängig wie die Schützlinge von Trainer Ralf Voigt, der zugleich auch Sportlicher Leiter ist. Der 19-jährige Stürmer kam vor der Saison von der U 19 von Eintracht Braunschweig, ist wohl einer der derzeit interessantesten Spieler der Liga und ein wahrer Glücksgriff von Ralf Voigt. Der Verantwortliche hatte im Sommer mal wieder Schwerstarbeit zu verrichten, weil deutlich mehr als 20 Spieler den Verein verließen und entsprechend deutlich mehr als 20 auch wieder neu geholt werden mussten. So ist der BSV völlig „runderneuert“ wie es sonst allerhöchstens eine U-Mannschaft eines Erst- oder Zweitligisten ist. Im vergangenen Jahr klappte ein beinahe ähnlich großer Umbruch prima. Der siebente Platz – völlig frei von Abstiegssorgen – war für eine Mannschaft, bei der es im Sommer 2025 noch fraglich war, ob der Verein das finanzielle Wagnis eines damals unerwarteten Klassenerhalts bei ausbleibender DFB-Pokalteilnahme überhaupt eingehen sollte, beinahe eine sportliche Sensation.
Ralf Voigt, der im Sommer den Trainerposten eigentlich aufgeben wollte, kann als Sportlicher Leiter seine Vorstellungen als verantwortlicher Übungsleiter optimal umsetzen, wenn einmal davon abgesehen wird, dass der BSV zumindest nach Eigenangaben eben zu den „Armenhäusern“ der Regionalliga Nord zählt. Daher waren und sind sicherlich auch künftig innovative Transfers notwendig. Gesucht wurden und werden Spieler aus unteren Ligen, die Ehrgeiz und Talent mitbringen und vor allem auf dem Platz „ackern“ können. Die Verpflichtung bereits gestandener Spieler oder sogar von Ex-Profis steht folglich nicht auf der Agenda. Aus dem Vorjahr blieben Kapitän Justin Bretgeld und Vedat Tunc, daneben noch der aktuell verletzte Torwart-„Oldie“ Tobias Duffner, der Japaner Ryusei Hosokawa sowie Daniel Michel und Luca Schlake. Mittelstürmer Fritz Kleiner kehrte nach einem Jahr beim Wuppertaler SV zurück an den Panzenberg.
Von immerhin schon sechs absolvierten Heimspielen hat der Bremer Rekordmeister nur zwei Remis geholt, viermal hingegen den Kürzeren gezogen. Auswärts läuft es für die Männer vom Panzenberg bislang bei jeweils zwei Siegen und Niederlagen sowie 5:5 Toren besser. Allerdings mag diese Widersprüchlichkeit zumindest ein Stückweit den Ansetzungen geschuldet sein. Zuhause wurde gegen Oldenburg 0:4 und gegen Hannover 96 II 0:3 deutlich verloren, ausgerechnet gegen die beiden Erstplatzierten der Tabelle gab es die Remis: 0:0 gegen Phönix, 2:2 gegen Schöningen. Die Niederlagen gegen HSC Hannover (0:1) und Kickers Emden (2:3) waren eher vermeidbar.
Für die Bremer, 15-maliger Meister und zehnmaliger Pokalsieger des Landesverbandes, gilt seit dem Regionalliga-Aufstieg von 2022, dass Abstiegskampf eben vor allem Kampf bedeutet. Wenn die Jungs alles auf dem Platz gelassen haben, wird ihnen selbst bei Niederlagen vom eher „alternativ“ ausgerichteten Anhang verziehen. Der 1906 gegründete Traditionsverein kann sich dabei auf sein Stammpublikum und die mitunter mit originellen Aktionen aufwartenden Fans verlassen. Im Schnitt passierten nach den sechs Heimspielen genau 1.000 Zuschauer die Stadiontore, wobei Emden und Oldenburg zahlreiche Fans mitbrachten. Zu immerhin vier der sechs Partien auf eigenem Platz lag die Besucherzahl im knapp vierstelligen Bereich.
Unsere Mannschaft: wieder aufstehen!
Nach der kräftezehrenden „englischen Woche“ mit zuletzt zwei Spitzenspielen innerhalb von vier Tagen hatte die Mannschaft nach der Trainingseinheit vomSonntagvormittag, die für die Stammspieler regenerativen Charakter hatte, zwei trainingsfreie Tage. Am Mittwoch begann dann die konzentrierte Vorbereitung auf den Auftritt beim BSV.
Das mit 1:2 verloren gegangene Spiel gegen Phönix hatte wie schon drei Tage zuvor in Schöningen entlarvt, dass unsere Mannschaft einerseits mit den beiden Führenden der Tabelle fußballerisch auf Augenhöhe agieren konnte und sie andererseits drei der vier Gegentore nach Eckstößen kassierte. Auch der kommende Gegner, Bremer SV, hat zumindest in den vergangenen Jahren sehr oft Standards eingesetzt, um offensiv Wirkung erzielen zu können. „Wir müssen daran arbeiten, dass man Standards verteidigt und nicht nur reinmacht“, so Cheftrainer Tim Wulff, der ergänzte: „Da haben wir noch jede Menge Arbeit vor uns.“ Daran, dass die zwei unnötigen Niederlagen bei unserer Mannschaft einen Knacks hinterlassen werden, glaubt unser Trainer nicht. Noch einmal Tim Wulff: „Ich bin absolut optimistisch. Wir werden wieder aufstehen. Da bin ich mir zu 100 Prozent sicher. Wir werden nach Bremen fahren und da die nächsten Punkte einsammeln.“ Auf Nachfrage eines Journalisten, inwieweit die beiden Niederlagen für die Psyche der Spieler eine negative Rolle spielen könnten, antwortete unser Trainer: „Es sind alles Menschen. Der Kopf spielt immer eine wichtige Rolle. Wir müssen den Schalter umlegen. Es gehört einfach als Fußballer dazu, dass man nicht nur gewinnt und gelobt wird, sondern auch mal verliert oder Kritik einstecken muss.“ Und um alle Zweifel auszuräumen, legte unser Regionalliga-Rekordtorjäger (61 Tore) nach: „Ich bin da optimistisch, dass wir das Ruder wieder rumreißen und weiter für Punkte sorgen. Ich habe da keine Bedenken.“
Apropos Torjäger: Marcel Cornils erzielte gegen Phönix Lübeck sein 56. Tor in der Regionalliga Nord, wodurch er seinen Rückstand auf den Trainer auf fünf Tore verkürzen konnte. Unsere Stürmer mit der Nummer zehn hatte wegen eines Bruchs des Sprunggelenks aus dem Liga-Spiel vom Mai gegen Norderstedt (1:1) zum Anfang der Saison verletzungsbedingt gefehlt. Nun ist er wieder fit und trumpfte nach seinen vier Einwechslungen mit stetig zunehmender Spielzeit immer stärker auf. Als Wechsler traf er zweimal – in den beiden Heimspielen gegen den HSV II und gegen Phönix – und konnte sich für noch mehr Spielzeit empfehlen. Vielleicht dürfen wir ihn am Sonntag beim Bremer SV auch in der Startelf erwarten. Ansonsten ist nicht mit gravierenden Änderungen im Aufgebot zu rechnen. Torben Marten und Nick Selutin könnten alsbald in den Kader zurückkehren. Auch Uchechi Duru, der in den ersten fünf Liga-Spielen eine Bank in der Innenverteidigung war, wird demnächst wieder im Trainingskader zurückerwartet. Im Verletztenstand ist zudem Alexander Laukart.
Gegen den Bremer SV hat es bislang acht Duelle gegeben. Der einzige Bremer Sieg ist mittlerweile schon fast vier Jahre her. Am 4. Dezember 2022 überrumpelte der BSV unsere Mannschaft in der Anfangsphase. Letztlich verlor Weiche damals im Stadion am Panzenberg beim Premierenauftritt mit 0:4. Danach gab es in Bremen zwei Remis (0:0, 2:2) sowie – am 11. August 2024 – einen 4:2-Sieg. In Flensburg gab es zwei knappe Weiche-Siege (2:1, 3:2) und zwei Unentschieden (4:4, 0:0). Die vier Partien in Bremen sahen dabei 3.103 Zuschauer (im Schnitt 776 pro Spiel); bei den vier Duellen in Flensburg waren 3.328 Fans (832) dabei. Im Übrigen ist hinter dem Ex-Bremer Nikky Goguadze, der im BSV-Trikot viermal gegen Weiche getroffen hat, aktuell aber für den FC St. Pauli II kickt, kein geringerer als Marcel Cornils der erfolgreichste Schütze der acht Duelle zwischen den blau-weißen Bremern und unserer Mannschaft. „Corni“ traf bislang dreimal ins BSV-Netz.
Hinweise für alle Fans: Live in Bremen oder im Stream!
Das Spiel wird am Sonntag, 27. September 2026, um 15 Uhr im Stadion am Panzenberg angepfiffen. Schiedsrichter der Partie ist Alexander Schenkemeyer (Hemmingen/Hannover), der von Tim Otto (TSV Weyhe-Lahausen) und Kian Gorny (HSC Hannover) an den Linien assistiert wird.
Für die Reise über die A 7, die A 261, die A 1 und die A 27 in die rund 270 km entfernte Hansestadt Bremen müssen (ohne Staus) mit PKW fast drei Stunden eingerechnet werden. Allerdings ist am Wochenende der Elbtunnel in beide Richtungen gesperrt. Es wird eine weiträumige Umfahrung empfohlen, sodass mit deutlich mehr Fahrzeit zu rechnen ist. In Bremen werden offiziell öffentliche Parkplätze, die auf der Bürgerweide zur Verfügung stehen würden (Anschrift:Theodor-Heuss-Allee 15, 28215 Bremen), empfohlen. Von dort – Nordseite des Hauptbahnhofs – soll der Fußweg zum Stadion (Anschrift: Landwehrstraße 4) noch 15 Minuten betragen. Man kann auch die Straßenbahnlinie 10 (Richtung Gröpelingen) vom Hauptbahnhof bis zur Haltestelle „Haferkamp“ nehmen, muss dann – am Penny-Parkplatz vorbei – etwas zurückgehen. Generell wird die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfohlen. Parkmöglichkeiten in unmittelbarer Stadionnähe sind eher rar.
Bei Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel (über Hamburg) muss mit einer Gesamtanreisezeit von knapp vier Stunden gerechnet werden. Mit ICE zwischen Hamburg und Bremen ist eine Verbindung etwa ab Flensburg um 10.17 Uhr mit Ankunft am Bremer Hauptbahnhof um 13.41 Uhr möglich. Vom Hauptbahnhof kann z. B. um 13.52 Uhr mit der Linie 10 Richtung Gröpelingen an der vierten Station um 13.58 Uhr die Haltestelle „Haferkamp“ erreicht werden. Für die Rückfahrt bietet sich z. B. eine Verbindung spätestens um 17.59 Uhr ab Haferkamp bzw. 18.17 Uhr ab Bremen Hbf. an. Planmäßige Ankunft in Flensburg ist dann um 21.41 Uhr. Bei Nutzung nur des Nahverkehrs – und damit des Deutschlandtickets – verlängern sich die Fahrzeiten entsprechend.
Beim Bremer SV öffnet die Tageskasse i. d. R. 90 Minuten vor Anpfiff, d. h. um 13.30 Uhr. Die Ticketpreise liegen an der Tageskasse bei 15 Euro für einen Sitzplatz (ermäßigt: 10 Euro) und 12 Euro für einen Stehplatz (ermäßigt: 8 Euro). Ermäßigungen gibt es für Rentner, Schüler, Studierende, Arbeitslose und Schwerbehinderte (mind. 50 % GdB). Kinder bis sechs Jahre haben freien Eintritt. Im Onlinevorverkauf kosten die Tickets jeweils einen Euro mehr (alle Preisangaben ohne Gewähr). Nebenbei: Offiziell ist das Stadion am Panzenberg im Stadtteil Walle derzeit für 4.999 Zuschauerinnen und Zuschauer zugelassen. Der unüberdachte Gästeblock neben der Haupttribüne fasst 350 Stehplätze sowie 60 Sitzplätze und drei Rollstuhlplätze.
Wer die Partie nicht live im Stadion verfolgen kann, hat die Möglichkeit, sich hinter einer Bezahlschranke den kommentierten Livestream mit von handgeführter Kamera auf dem neuen zentralen Vermarktungskanal der Regionalliga Nord über den Anbieter LEAGUES (www.leagues.football/rlnord) anzuschauen. Ihr gelangt zum Stream ebenso, wenn Ihr über unsere Homepage (weiche-liga.de) auf den Button „Weiche 08 TV“ geht. Infos zu Aufstellung, Spielbeginn, Halbzeit und Abpfiff werden wir wie gehabt auf unseren Social-Media-Kanälen geben.
Fans des SC Weiche können sich gern an unseren Fanbeauftragten unterfanbetreuung@weicheflensburg08.de wenden.
Ein Hinweis zum Wetter: Für den Sonntagnachmittagist in Bremen mit Temperaturen von über 20 Grad zu rechnen. Dabei soll es keinen Niederschlag geben.
Wir wünschen allen nach Bremen fahrenden Weiche-Fans eine problemlose Anreise, ein schönes Spiel und eine gut gelaunte Rückkehr nach Flensburg.