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Abendspiel gegen Altona

Neuigkeiten

Abendspiel gegen Altona

Am Mittwoch gastiert der Kultklub in Flensburg

28. April 2026

Für den SC Weiche Flensburg 08 steht Teil zwei des Heimspiel-Doppelpacks gegen Aufsteiger an. Vier Tage nach dem Gastspiel der FSV Schöningen reist Altona 93 an die Flensburger Förde. Bevor unsere Mannschaft am Mittwoch ab 19.30 Uhr im Manfred-Werner-Stadion die nächsten drei Punkte holen möchte, haben wir für Euch wieder ein paar Fakten zusammengestellt.

 

Zur Lage: Meppen fast Meister

Nach dem 31. Spieltag steht der Titelgewinn des SV Meppen so gut wie fest. Mit einem souveränen Auftritt und einem 4:0-Sieg vor 2.815 Zuschauern holten sich die Emsländer in Lohne drei weitere Punkte. Sie profitierten von der 2:4-Niederlage, die der VfB Oldenburg zeitgleich vor 3.600 Zuschauern in einem hitzigen Duell mit drei Roten Karten für Spieler und zwei weiteren Platzverweisen für VfB-Verantwortliche bei Kickers Emden kassierte. Vom Spitzenquartett musste zudem Jeddeloh II eine Niederlage einstecken. Die Ammerländer verloren mit 2:3-Toren bei Phönix Lübeck. Hingegen konnte Drochtersen/Assel die Ambitionen auf den Vizemeistertitel mit einem 3:1-Heimsieg gegen Altona unterstreichen.

Neben Altona 93 und Lohne kassierte vom Schlusstrio auch der FC St. Pauli II mit 0:1 gegen Hannover 96 II eine Niederlage, sodass sich am Tabellenende weiterhin ein „Schneckenrennen“ abzeichnet. Allerdings vergrößerte sich der Abstand auf die Nichtabstiegsränge etwas, denn der HSC Hannover gewann erstmals in der Rückrunde. Er schlug den VfB Lübeck mit 1:0. So ist aktuell am ehesten Norderstedt gefährdet. Die Eintracht verlor beim Bremer SV mit 0:2. Es gab ferner zwei Heimsiege in Spielen, die für die Tabellensituation oben und unten wenig maßgebend waren. Weiche schlug Schöningen mit 2:0, und der Nachwuchs von Werder Bremen bezwang jenen des Hamburger SV mit 2:1.

Am Mittwoch steht lediglich das Nachholspiel zwischen Weiche und Altona auf dem Programm, wobei bereits ein Tag später – am Donnerstag ab 19.30 Uhr – der 32. Spieltag mit der Partie zwischen dem VfB Lübeck und Drochtersen/Assel eröffnet wird.

 

Zum Gegner: Wiedersehen mit Tayfun Can und Moritz Göttel

Mit dem bisherigen Saisonverlauf kann der Altonaer FC 93 selbst als Aufsteiger nicht wirklich zufrieden sein, obgleich sich der langjährige Cheftrainer Andreas Bergmann in der traditionellen Umfrage von „kicker.de“ zu den eigenen Aussichten vor der Spielzeit sehr zurückhaltend geäußert hatte. Er sagte: „Wir können uns viele Dinge nicht erkaufen, wollen mit großer Leidenschaft und Euphorie das Unternehmen Klassenverbleib angehen. Das Fundament der Mannschaft ist zusammengeblieben und wurde mit hungrigen, ehrgeizigen Spielern aufgestockt.“ Inzwischen ist Andreas Bergmann zumindest als Cheftrainer des Aufsteigers Geschichte, wobei er dem Verein in anderer Funktion erhalten blieb. Stattdessen soll seit knapp drei Wochen André Trulsen, die Legende des FC St. Pauli, die Ligazugehörigkeit des AFC sichern. André Trulsen lief für den Kiezklub 177-mal in der ersten Liga und insgesamt 383-mal auf. Nun duelliert er sich mit der U 23 seines FC St. Pauli um den Ligaverbleib. Mit Richard Golz – einst jahrelang Torwart beim HSV, aktuell Berater des Managements und zuvor Sportlicher Leiter bei Altona 93 – wirkt im Übrigen eine weitere Hamburger Fußball-Legende beim AFC im Hintergrund.

Der Hamburger Meister überwinterte auf dem Abstiegsplatz 17. Dabei war er vielversprechend in die Spielzeit gestartet. Im September stand Altona auf Platz zehn. Aber nach dem 2:1-Sieg auf der Lohmühle beim VfB Lübeck vom 6. September 2025 gab es eine desaströse Phase mit zwölf Niederlagen, einem 1:1-Remis bei Blau-Weiß Lohne und nur einem Sieg, einem 4:2 beim FC St. Pauli II. Im Frühjahr wurde zweimal auf eigenem Platz gewonnen, jeweils gegen Mitkonkurrenten im Abstiegskampf: 3:0 gegen den HSC Hannover und 3:2 gegen Lohne. Doch dazwischen wurde wieder fünfmal hintereinander verloren. Aktuell hat keine Mannschaft mehr Gegentore kassiert (82) und häufiger verloren (20 von 30 Spiele). Dass das aktuelle Tabellenschlusslicht mit nur 22 Punkten nicht schon längst abgestiegen ist, liegt einfach daran, dass der Abstiegskampf halt einem „Schneckenrennen“ gleicht. So würde Altona schon mit einem Remis in Flensburg auf Platz 16 springen. Freilich wird die Chance auf den Ligaverbleib nur durch einen Sieg im Manfred-Werner-Stadion so richtig am Leben gehalten. Der Kultklub hat danach noch die beiden Heimspiele gegen den FC St. Pauli II und Kickers Emden sowie dazwischen den Gastauftritt bei Phönix Lübeck zu absolvieren.

Der Kader des AFC ist durchaus namhaft bestückt. Viele haben bei anderen Regionalligisten bereits Erfahrungen gesammelt. Dazu zählen beispielsweise Kapitän Michael Ambrosius (ehemals u. a. FC St. Pauli II), Emmanuel Ntsiakoh (zuletzt Teutonia 05), Emmanuel Appiah (HSV II), Mittelfeldregisseur Gianluca Przondziono (u. a. Teutonia 05 und Lohne) oder die im vergangenen Sommer aus Norderstedt gekommenen Marcell Sobotta und Nils Brüning. Ebenfalls in Norderstedt, aber auch bei Weiche sammelte Tayfun Can Viertliga-Erfahrungen. Für ihn bedeutet die Partie im Manfred-Werner-Stadion die Rückkehr in seine Heimatstadt. Und nicht zuletzt ist da Moritz Göttel zu nennen, der im Januar beim Hallenmasters in Kiel noch für unsere Farben auflief. Bei „kicker.de“ wurde damals von einem „Coup“ gesprochen, der mit der Verpflichtung dem Kultklub gelungen sei. Dem Torjäger mit der Nummer neun, der in der Hinrunde für unsere Mannschaft sechsmal eingenetzt hatte, sind in zehn Spielen für seinen neuen Verein immerhin fünf Treffer gelungen. Seine Tore und seine Erfahrung werden benötigt. Sturmpartner Rasmus Tobinski etwa bringt vor allem Oberliga-Erfahrung aus Hamburg (53 Spiele, 38 Tore) und Schleswig-Holstein (35 Spiele, 23 Tore) mit. Der Stürmer, der als einziger bislang in keinem Liga-Spiel des AFC fehlte, steht bei sieben Treffern und damit knapp hinter dem achtfachen Saisontorschützen Gianluca Przondziono. Gerade in Schleswig-Holstein ist zudem beispielsweise Keenon Erfurth kein Unbekannter. Der Stürmer kickte u. a. beim VfB Lübeck II, VfR Neumünster und zuletzt SV Eichede, spielt aber derzeit bei den Hamburgern offenbar keine ernsthafte Rolle.

Die Verpflichtung von Moritz Göttel kurz vor Schließen des Wintertransferfensters war eigentlich noch einmal eine Ansage. Zweiter Winterneuzugang war der inzwischen 21 Jahre alte Torhüter Michel Dorow, der die Erfahrung von 13 Oberliga-Spielen in Hamburg mitbrachte. Die Nummer 32 ergänzte das Torhüter-Trio mit dem 35-jährigen vorherigen Stammschlussmann Dennis Lohmann und dem 30-jährigen Nikolas Wulf. Am Sonntag in Drochtersen kam der Jüngste des Trios zu seinem Viertliga-Debüt.

Wie Moritz Göttel bei Altona so gibt es auch auf Flensburger Seite einen Spieler, der den direkten Weg vom Kontrahenten gegangen ist: Theo Behrmann. Unser Abwehrspieler sagte im Interview für unser Stadionmagazin „Steilpass“ über Altona 93: „Der Verein ist sehr familiär und besonders durch seine Geschichte, sein traditionsreiches Stadion und die enge Verbindung zu den Fans. Ich bin gerne für Altona aufgelaufen, und ich laufe aktuell auch sehr gerne für Weiche auf.“ Die Chancen seines Ex-Klubs auf den Klassenerhalt schätzte der Ur-Hamburger zum Zeitpunkt des ursprünglichen Spieltermins Ende Februar wie folgt ein: „Unten ist alles sehr eng beieinander, und viele Teams haben sich im Winter auch nochmal verstärkt. Ich glaube, am Ende wird es ein enges Rennen. Aber ich traue Altona auch aufgrund ihrer Heimkulisse den Klassenerhalt auf jeden Fall zu.“ Zwei Heimspiele haben die Hamburger in ihrem Restprogramm – das könnte ihr Pfund im Abstiegskampf werden.

 

Unsere Mannschaft: an Leistung anknüpfen und Abschlüsse verbessern

Obgleich der Klassenerhalt längst erreicht ist, wird beim SC Weiche von einem lockeren Austrudeln der Saison nicht viel gehalten. Finanz-Geschäftsführer Harald Uhr erklärte nach dem 2:0-Sieg gegen Schöningen am Samstag, dass es die sportliche Fairness gebietet, auch gegen Altona voll auf die drei Punkte zu gehen. Die Konkurrenz im Tabellenkeller erhofft sich schließlich Flensburger Schützenhilfe. Ganz ähnlich denkt Cheftrainer Tim Wulff, der zuletzt immer wieder sagte, dass seine Mannschaft in den ausstehenden Spielen so viele Punkte wie möglich holen und sich tabellarisch verbessern möchte. Auf der Pressekonferenz nach dem 2:0-Heimsieg sprach Tim Wulff schon mal ein Dilemma an. „Am Toreschießen müssen wir bis Mittwoch noch schleifen, damit wir es besser machen. So haben wir positiv die englische Woche eingeleitet, in der wir maximal punkten wollen. Es geht schon am Mittwoch weiter.“ Insgesamt wolle seine Mannschaft gegen Altona aber an der Leistung anknüpfen, „um den nächsten ‚Dreier‘ nachzulegen“.

Personell wird sich bis zum Spiel am Mittwoch vermutlich kaum etwas ändern. Die drei Langzeitrekonvaleszenten Ole Wagner, Maxim Jurk und der aktuell individuell trainierende Alexander Laukart werden fehlen, sodass der eher magere 17er Kader vom Samstag eher durch die „Kurzzeit-Ausfälle“ aufgestockt werden kann. Thies Richter ist nach Kniebeschwerden wieder ins Training eingestiegen und wird vermutlich am Mittwoch zur Verfügung stehen. Erjanik Ghubasaryan war fast mit der Schlussszene im Spiel in Meppen ausgeknockt worden, sodass er gegen Schöningen fehlte. Er könnte ebenfalls in den Kader zurückkehren. Hingegen verletzte sich Maksym Tytarenko erneut am Oberschenkel, sodass er weiter pausieren wird. Nach einer Trainingsverletzung trägt Marcel Cornils voraussichtlich bis Mittwoch Gips am Arm. Damit wird für ihn ein Einsatz am Mittwochabend zu früh kommen.

Bei unserer Mannschaft steht – wie erwähnt – mit Theo Behrmann ein Spieler im Kader, der 2023 von Altona direkt nach Flensburg gewechselt war. Außerdem war Randy Gyamenah ebenfalls 2022/23 bei Altona 93, ging dann aber erst noch nach Koblenz. Und wie sieht Theo Behrmann das Duell mit seinem Ex-Verein? Unser Rechtsverteidiger, der auf einen 2:0-Sieg tippt: „Altona kommt vor allem über viel Kampf. Und sie sind besonders gefährlich durch ruhende Bälle. Es gilt also, Standardsituationen zu verhindern, körperlich gegenzuhalten und durch Spielkontrolle das Spiel auf unsere Seite zu ziehen.“ Dem Aufeinandertreffen mit Moritz Göttel sieht er mit gewisser Gelassenheit entgegen. „Am Ende wird es auf dem Platz entschieden“, sagte unsere Nummer 28, um zu ergänzen: „Ich kenne seine Qualitäten, aber auch unsere. Daher bin zuversichtlich, dass ich oder einer meiner Mitspieler das Duell für sich entscheiden wird.“

Zwischen Weiche und Altona 93 gab es bislang sechs Liga-Spiele, von denen unsere Mannschaft vier gewinnen konnte. Ausnahmen waren ein 1:1-Remis vom Oktober 2019, als Weiche in der Adolf-Jäger-Kampfbahn zahlreiche Chancen verballerte, und das Hinspiel der laufenden Saison, das die Platzherren vor 1.892 Fans mit 2:0-Toren für sich entscheiden konnten. In Flensburg gab es übrigens erst zwei Partien, die mit 2:0 (2017) und 4:2 (2021) an den SC gingen. Insgesamt stehen 15:6 Tore in der Bilanz. Aktuell bester Schütze des Duells ist Dominic Hartmann. Unsere Nummer 37 traf gegen Altona schon viermal.

Die 0:2-Hinspielniederlage sollte unsere Mannschaft wurmen. Altona hat überhaupt nur in einer weiteren Partie keinen Gegentreffer hinnehmen müssen, beim 3:0-Heimsieg gegen den HSC Hannover vor ein paar Wochen. Daher lassen wir gern noch einmal unseren Cheftrainer zu Wort kommen. Auf das Spiel vorausblickend sagte Tim Wulff: „Wir wollen die Leistung aus dem Spiel gegen Schöningen nun am Mittwoch gegen Altona bestätigen und dreifach punkten. Ich hoffe, dass uns dann die Zuschauer wieder unterstützen werden.“

 

Hinweise für alle Fans: Live ist nur im Manfred-Werner-Stadion!

Das Spiel wird am Mittwoch, 29. April 2026, um 19.30 Uhr im Manfred-Werner-Stadion angepfiffen. Schiedsrichter der Partie ist Filip Gagelmann (ATSV Sebaldsbrück/Bremen), der von Noah Müller (SG Aumund-Vegesack) und David Gediga (TSV Lesum-Burgdamm) an den Linien assistiert wird.

Tickets zum Spiel gibt es wie üblich in den Kategorien Stehplatz/Sitzplatz ohne Dach und Sitzplatz mit Dach. Das kostenlose Stadionmagazin „Steilpass“ mit weiteren Informationen zur Partie gibt es online und kann hier heruntergeladen werden: www.weiche-liga.de/steilpass/ bzw. https://weiche-liga.de/stadionzeitung/25-26/ausgabe_13.pdf.

Wer die Partie nicht live im Stadion verfolgen kann, hat die Möglichkeit, sich den kostenlosen kommentierten Livestream über den zentralen Vermarktungskanal des Anbieters SolidSport auf nordfv.tv anzuschauen. Ihr gelangt zum Stream unter https://nordfv.tv/sc-weiche-flensburg-08 und ebenso, wenn Ihr über unsere Homepage (weiche-liga.de) auf den Button „Weiche 08 TV“ geht. Auf fussball.de bieten wir zudem einen Liveticker an. Ferner werden wir Infos zu Aufstellung, Spielbeginn, Halbzeit und Abpfiff wie gehabt auf unseren Social-Media-Kanälen geben. So richtig „live“ ist allerdings nur der Stadionbesuch.

Fans von Altona 93 beachten bitte, dass der Parkplatz mit der Stadionadresse Bredstedter Straße 2 allein Eurem Mannschaftsbus vorbehalten bleibt und die Bredstedter Straße als Anwohnerstraße keinerlei Parkplätze bietet. Bitte benutzt die ausgewiesenen Parkplätze in der Otto-Hahn-Straße. Sie sind kostenlos.

Fans, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, können ab dem Bahnhof Flensburg oder dem Zentralen Omnisbusbahnhof (ZOB) in der Innenstadt die Buslinie 12 bis zur Haltestelle „Bredstedter Straße“ nutzen.

Fans des SC Weiche können sich gern an unseren Fanbeauftragten unter fanbetreuung@weicheflensburg08.de wenden.

Ein Hinweis zum Wetter: Die Prognose verheißt für Mittwoch angenehme frühlingshafte Temperaturen, die in den Abendstunden mit Sonnenuntergang allerdings stark abfallen werden, bei niedriger Regenwahrscheinlichkeit. Das bedeutet: Einem Stadionbesuch sollte nichts entgegenstehen.

Wir freuen uns über Euren Besuch sowie Eure Unterstützung und wünschen allen Fußballfans einen schönen Abend in unserem Manfred-Werner-Stadion.