Punkteteilung zur Jahresheimpremiere
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Punkteteilung zur Jahresheimpremiere
SC Weiche Flensburg 08 – FC St. Pauli II 1:1 (1:1)
Nach langem Warten hat der SC Weiche Flensburg 08 endlich wieder ein Heimspiel absolvieren können. Am 27. Spieltag der Regionalliga Nord trennte sich Weiche beim ersten Auftritt vor eigenem Publikum seit dem 6. Dezember 2025 von der U 23 des Bundesligisten FC St. Pauli mit einem 1:1-Remis. Vor 1.297 Zuschauern im Manfred-Werner-Stadion – Saisonheimbestwert – litt die Partie am trüben und kühlen Samstagnachmittag unter den unebenen Platzverhältnissen, die ein kontrolliertes Spiel kaum zuließen. Während Gäste-Trainer Karsten Neitzel von einem letztlich gerechten Ausgang der Partie sprach, sagte unser Cheftrainer Tim Wulff: „Vielen Dank für die Unterstützung heute! Wir hätten Euch gern drei Punkte geschenkt. Es sollte uns im Endeffekt nicht gelingen. Dennoch wirft uns das nicht um. Es ist ein Punkt mehr für die Tabelle. Wir müssen weiterarbeiten.“
Bei unserer Mannschaft gab es gegenüber der Startelf vom Auftritt in Drochtersen (1:3) drei Änderungen. Für den nach Platzverweis gesperrten Uchechi Duru und den „gelb“-gesperrten „Dauerbrenner“ Dominic Hartmann, der als letzter SC-Akteur erstmals in dieser Saison fehlte, rutschten Thies Richter und Mads Albæk in die Anfangsformation. Unser Däne wiederum, der die Elf als Kapitän auf den unebenen Platz führte, hatte zuletzt am 1. November in der Anfangsformation gestanden. Außerdem begann Marcel Cornils anstelle von Torben Marten. In die Partie kamen im späten Verlauf der zweiten Halbzeit Maksym Tytarenko, Randy Gyamenah und Torben Marten. Das nur 18 Akteure umfassende Aufgebot des Spieltags komplettierten ferner Torhüter Nils Bock sowie die Abwehrspieler Bjarne Schleemann, Marian Sarr und – erstmals nach längerer verletzungsbedingter Pause wieder – Kevin Ntika. Nicht dabei waren neben Uchechi Duru und Dominic Hartmann auch die noch immer verletzten Ole Wagner, Maxim Jurk, Alexander Laukart und Obinna Iloka.
Beim FC St. Pauli II, der am vergangenen Spieltag auf eigenem Platz mit 0:5 gegen die FSV Schöningen verloren hatte, gab es gleich sechs (!) Änderungen in der Startelf. Anstelle von Luca Günther, David Nemeth, Jannik Robatsch, Kenan Aydin, Taichi Hara (alle nicht im Kader) und Max Hermann (auf der Bank) liefen Jannik Westphal, Rijad Smajic, Calvin Rahr, Haron Sabah, Nick Schmidt und Nikky Goguadze von Beginn an auf. Vom Umbruch war damit u. a. die komplette Dreierabwehrkette betroffen.
Der Anfang machte Hoffnung auf mehr. Kaum eine Minute war gespielt, als Marcel Cornils nach Vorarbeit von Sandro Plechaty von links mit einem Schuss vom Strafraum das gegnerische Tor knapp verfehlte (2.). Und unsere Nummer zehn hatte gleich noch einen vielversprechenden Abschluss, als er die Eingabe von René Guder von der anderen Seite ebenfalls am linken Pfosten vorbei verlängerte (6.). Dieser Auftakt erwies sich allerdings als Strohfeuer. Die Gäste blieben stabil in ihrer Ordnung mit vier, fünf Spielern stets in einer „Restverteidigung“, sodass es Weiche sehr schwer fiel, sich Chancen zu erarbeiten. Raul Celotto setzte seinen flachen Abschluss aus gut 19 Metern nach Vorarbeit von Sandro Plechaty ebenfalls links vorbei (30.). Und die Hamburger meldeten sich offensiv nach knapp einer Viertelstunde an. SC-Torhüter Ronny Seibt war einmal rechtzeitig aus seinem Kasten geeilt, um kurz vor dem Strafraum per Kopf vor Romeo Airgbekaen zu klären (15.). Dann schoss er Romeo Aigbekaen am Sechzehner an, von dem die Murmel links neben dem Pfosten ins Toraus ging (27.). Die Gästeführung fiel dennoch überraschend. Erjanik Ghubasaryan hatte im Strafraum Jamel Gramberg beim Lauf ins Toraus zu Fall gebracht (38.). Den Strafstoß zimmerte Adem Podrimaj zum 0:1 in die Tormitte (39.). Immerhin konnte Weiche aber vor dem Pausenpfiff ausgleichen. Eine Flanke von Raul Celotto aus dem linken Halbfeld köpfte Ibrahim Bashiru Ali vor dem zu zögerlich herauseilenden St.-Pauli-Torhüter Emil Gazdov am Fünfmeterraum zum 1:1 in die Maschen (45.+1).
Den ersten Abschluss des Bundesliga-Nachwuchses aus dem Spiel heraus gab es bald nach Wiederanpfiff, doch Nikky Goguadze verzog (47.). Es war für lange Zeit der einzige Höhepunkt einer Partie, die immer zerfahrener wurde. Einfache Fehler führten auf beiden Seiten zu Ballverlusten. Ein kontrolliertes Spiel mit Aktionen mal über drei, vier Stationen kam kaum zustande. Dann zog René Guder mit Schmackes von halblinks ab. Der Schuss zischte, berührt von Torhüter Emil Gazdov, knapp über die Latte (64.) wie auch der Kopfball von Ibrahim Bashiru Ali nach Flanke von René Guder (67.). Die Gäste blieben aber unbequem. Der auffällige Romeo Aigbekaen schoss aus wenigen Metern aus vollem Lauf bei der besten Chance der Hamburger nur knapp vorbei (65.).
In der Schlussphase hatte Weiche mehr Aktionen, wirkte etwas druckvoller, ohne jedoch den Kontrahenten wirklich einschnüren zu können. Dennoch: Bei zwei Lattentreffern hatte der SC zudem etwas Pech. Erst war es Raul Celotto, der aus 17 Metern das Quergebälk traf, nachdem Theo Behrmann über rechts in den Strafraum eingedrungen war und flach auf den Elfmeterpunkt zurückgepasst hatte (81.). Dann landete ein Eckstoß von René Guder auf dem Torgestänge (90.+3). Das war es aber auch schon. Insgesamt boten beide Mannschaften zu wenig, um sich die drei Punkte zu verdienen.
Der FC St. Pauli II hatte in Rijad Smajic im Abwehrzentrum und Offensivkraft Romeo Aigbekaen seine auffälligsten Akteure. Die besten Noten auf Flensburger Seite konnten sich Raul Celotto und Sandro Plechaty verdienen.
Unsere Mannschaft ist am kommenden Samstag, 28. März 2026, wieder gefordert. Dann reist sie im Rahmen des 28. Spieltags zum SSV Jeddeloh II. Anpfiff in der Haskamp-Arena des Edewechter Ortsteils ist um 16 Uhr.
Weiche: Seibt – Behrmann, Faleu, Ghubasaryan, Richter (70. Tytarenko) – Albæk (Kap.), Celotto – Guder, Cornils (88. Marten), Plechaty – Bashiru Ali (70. Gyamenah). Trainer: Wulff.
FC St. Pauli II: Gazdov – Westphal, Smajic, Rahr – Podrimaj, Dahaba, Sabah, N. Schmidt – Gramberg (66. St. John) – Goguadze (Kap./84. Skakun), Aigbekaen (90.+3 Mats Herrmann). Trainer: Neitzel.
Tore: 1:0 Podrimaj (39., Strafstoß), 1:1 Bashiru Ali (45.+1).
Zuschauer: 1.297 im Manfred-Werner-Stadion, Flensburg-Weiche.
Schiedsrichter: Florian Lisiak (SV Friedrichsort).
Verwarnungen: Cornils (Foul an Aigbekaen, 62.), Ghubasaryan (Foul an Aigbekaen, 77.)/-.
Trainerstimmen:
Der Trainer des FC St. Pauli II, Karsten Neitzel, sagte: „Wir waren in der letzten Woche nach der 0:5-Heimniederlage gegen Schöningen in einer außergewöhnlichen Situation, die uns ein stückweit zurückgeworfen hat. Deswegen kam es heute darauf an, die Voraussetzungen zu schaffen, um zu punkten bzw. drei Punkte zu holen. Die Voraussetzung in der Regionalliga ist dafür nun einmal gerade bei diesen Platzverhältnissen im März/April, Zweikämpfe zu führen und zu gewinnen, taktisch vernünftig zu stehen, immer wieder ins Pressing zu gehen, um im letzten Drittel dann auch Fußball zu spielen. Das haben wir heute versucht, das haben wir über weite Strecken sehr gut hinbekommen. Daher haben wir ein Regionalligaspiel gesehen, das aus meiner Sicht vom Ergebnis ein gerechtes Ende gefunden hat. Es hätte in die eine Richtung kippen können, es hätte aus meiner Sicht auch in die andere Richtung kippen können. Für uns ist es dennoch nicht optimal, weil wir Drei-Punkte-Spiele brauchen. Aber so haben wir wenigstens mal die Voraussetzung geschaffen, dass wir wieder mehr daran glauben als letzte Woche. Auch wenn es von Woche zu Woche schwieriger wird, da unten doch noch mal ranzukommen.“
Unser Trainer Tim Wulff sagte: „Wir haben gegen den Tabellenletzten gespielt und die jüngsten Spiele natürlich verfolgt, und sie hatten auch viel Pech in den letzten Wochen. Sie haben eine vernünftige Truppe, gegen die wir anspielen wollten. Zum Spielverlauf: Wir liegen wieder mit 0:1 hinten durch einen blöden Elfmeter. Es war vielleicht keiner. Ich muss mir das im Video anschauen. Dennoch haben meine Jungs Moral gezeigt. Wir kommen zum 1:1 zurück. Wir hatten in der Halbzeit angesprochen, dass wir das Spiel natürlich hier zuhause und vor Publikum gewinnen wollten. Vielen Dank für die Unterstützung heute! Dementsprechend hätten wir Euch gern drei Punkte geschenkt. Es sollte uns im Endeffekt nicht gelingen. Dennoch wirft uns das nicht um. Es ist ein Punkt mehr für die Tabelle. Es fehlte vielleicht ein Quäntchen Glück bei Eckbällen oder Standards. Wir müssen weiterarbeiten. Vielleicht haben wir im Auswärtsspiel in Jeddeloh II das Quäntchen mehr Glück, um die drei Punkte nach Hause mitzunehmen.“