Prüfung beim Tabellenzweiten
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Prüfung beim Tabellenzweiten
Am Samstag reist der SC nach Drochtersen
Für den SC Weiche Flensburg 08 steht am kommenden 26. Spieltag eine echte Härteprüfung auf dem Programm. Aktuell kann es in der Liga kaum eine schwierigere Aufgabe geben. Es geht zum Tabellenzweiten SV Drochtersen/Assel. Bevor unsere Mannschaft am Samstagnachmittag ab 14 Uhr im Kehdinger Stadion von Drochtersen vom aktuell heimstärksten Nord-Regionallisten getestet wird, haben wir für Euch wieder ein paar Fakten zusammengestellt.
Zur Lage: Spitzentrio setzt sich auswärts durch
Spannung pur gab es auch am 25. Spieltag der Regionalliga Nord, der ganz im Zeichen des Spitzentrios stand. Es löste seine Auswärtsaufgaben, wobei der Sieg des SV Meppen beim SSV Jeddeloh II nach scheinbar sicherer 2:0-Pausenführung und 2:2-Ausgleich der Platzherren am stärksten gefährdet war. Das Momentum schien vor 1.913 Zuschauern bei den Ammerländern zu liegen, die auch Möglichkeiten zum 3:2-Führungstreffer hatten. Aber spät in der Nachspielzeit erzielte Niclas Wessels das 3:2-Siegtor für den Tabellenführer. Weniger Mühe hatten Drochtersen/Assel beim 2:0-Sieg beim Tabellenfünften 1. FC Phönix Lübeck und vor allem der VfB Oldenburg, der beim 3:0-Sieg beim HSC Hannover recht früh auf die Siegerstraße einbog. Durch die Heimniederlagen verloren Phönix und vor allem Jeddeloh II den Anschluss, sodass der Titelgewinn nun vermutlich vom Trio an der Tabellenspitze unter sich ausgemacht werden wird.
Dahinter konnten der Bremer SV, der Hamburger SV II, Weiche und der VfB Lübeck punkten. Während sich der HSV II und Weiche im direkten Duell 2:2-unentschieden trennten, gewann der VfB in Altona mit 3:2-Toren. Kurioses tat sich in Bremen, wo in der Nachspielzeit die FSV Schöningen ausgerechnet durch ihren Spieler Nils Bremer zum 3:3-Endstand kam und damit den Bremern noch zwei Zähler abnahm. In den übrigen beiden Partien ging es gegen den Abstieg. Lohne konnte auch das Heimspiel gegen Werder Bremen II nicht gewinnen und musste sich mit einem torlosen Remis begnügen. Hingegen gelang Norderstedt mit einem 3:2-Sieg im Krisengipfel gegen den FC St. Pauli II ein wichtiger „Dreier“. Die zweite Halbzeit dieses „Stadionduells“ glich hierbei einer Achterbahnfahrt mit drei Eintracht-Führungen auf der einen und einem Eigentor, einem verschossenen Strafstoß sowie dem späten K.-O.-Niederschlag in der Nachspielzeit auf der anderen Seite. Weil im Eilenriedestadion von Hannover ein neuer Rasen verlegt werden musste, war die Begegnung zwischen der „96“-Zweiten und Kickers Emden schon zuvor vom Plan abgesetzt worden.
Der 26. Spieltag startet bereits am Freitag mit zwei stimmungsvollen Partien. Ab 18.30 Uhr möchte Oldenburg gegen Lohne die nächsten drei Punkte einfahren, wobei sich die Gäste wehren werden, da sie sonst den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze zu verlieren drohen. Eine Stunde später wird an der Lübecker Lohmühle der angesichts einer bestehenden Fanfreundschaft dort gern gesehene HSV-Nachwuchs gastieren.
Am Samstag um 14 Uhr greifen die beiden anderen Titelanwärter ebenfalls mit Heimspielen in das Geschehen ein. Spitzenreiter Meppen empfängt Werder Bremen II, und Drochtersen/Assel hofft auf weitere Punkte gegen Weiche Flensburg. Ab 15.30 Uhr hat Altona gegen den HSC Hannover erneut Heimrecht. Um 16 Uhr werden die Spiele in Emden (gegen Norderstedt) und Jeddeloh II (gegen Hannover 96 II) angepfiffen.
Der Sonntag hält noch zwei Begegnungen ab 14 Uhr bereit. Dann empfängt der Bremer SV seinen Gast Phönix Lübeck, und für den FC St. Pauli II geht es gegen Schöningen darum, im 13. Heimspiel endlich den ersten „Dreier“ zu landen.
Zum Gegner: enorm heimstark, robust, erfahren und eingespielt
Die gastgebende SV Drochtersen/Assel steht mit 52 Punkten aus nur 23 Spielen auf Platz zwei der Regionalliga Nord. Bei einer Partie Rückstand auf den SV Meppen liegt der 1977 fusionierte Verein aus den beiden Ortschaften Drochtersen und Assel nur vier Zähler auf den Liga-Primus zurück. Seit dem Aufstieg aus der Oberliga in die Regionalliga 2015 hat „D/A“ vor allem durch Beständigkeit beeindruckt. Fast immer sprangen Abschlussplatzierungen unter den ersten Zehn heraus. Im Vorjahr war es dann erstmals Rang drei, und nun wird sogar ernsthaft der Drittliga-Aufstieg ins Visier genommen. Passend dazu hat die SV D/A kurz vor Weihnachten unter der Überschrift „Unser Kehdinger Stadion: Zukunft gestalten in Drochtersen“ ihre Stadionpläne veröffentlicht. Darin geht es u. a. um den perspektivischen Ausbau der Kapazität auf „etwas mehr als 5.000 Zuschauerinnen und Zuschauern“, eine neue Flutlichtanlage und eine Rasenheizung bzw. generell um infrastrukturelle Anpassungen, „um die Anforderungen höherer Spielklassen zu erfüllen“.
Hört, hört! Zwar ist es noch nicht soweit. Der Alltag heißt schließlich zumindest bis Mai 2026 weiterhin Regionalliga Nord. Doch „D/A“ ist sportlich bestens unterwegs. Besonders beeindruckend ist die Heimbilanz, obgleich die Spiele bislang im Schnitt „nur“ 1.016 Fans verfolgt haben – Platz sechs der Zuschauertabelle. Aber elf der zwölf Partien wurden vor eigenem Publikum bei insgesamt 37:12 Toren gewonnen. Die einzige Niederlage kassierten die Rot-Blauen beim 0:2 gegen den stark konternden HSV-Nachwuchs schon am 4. Spieltag im August 2025. Hingegen hat die erfahrene und eingespielte Mannschaft von Cheftrainer Oliver Ioannou auf eigener Wiese z. B. gegen Phönix Lübeck (4:0), Hannover 96 II (4:0), den VfB Lübeck (7:2) oder jüngst Eintracht Norderstedt (5:1) wahre Schützenfeste gefeiert. Im neuen Kalenderjahr kam neben dem Sieg gegen „EN“ der 2:0-Auswärts-„Dreier“ bei Phönix vom vergangenen Samstag hinzu, sodass die Bilanz mit sechs Zählern und 7:1-Toren die aktuelle Leistungsstärke des Landespokal-Halbfinalisten unterstreicht. Am Ostermontag kommt es übrigens zum Pokalkracher, wenn „D/A“ zum VfB Oldenburg muss, um dort um den Einzug ins Endspiel zu kämpfen.
Besonders beeindruckend ist die Konstanz der Mannschaft über Jahre, was vielleicht auch daran liegt, dass die Fluktuation im Kader gering gehalten wird. Mit Stammtorhüter Patrick Siefkes (36, seit 2015), Kapitän Nico von der Reith (32, seit 2011) und dem universell einsetzbaren Jannes Elfers (30, seit 2013) sind noch immer drei Routiniers dabei, die schon die Premieren-Viertligasaison nach dem Aufstieg 2015 bestritten hatten. Die Ex-Kieler Liam Giwah und Tjorve Mohr gelten defensiv als Stützen. Das Mittelfeld ist bespickt mit Spielern, die mal beim HSV das Kicken erlernt haben wie Matti Steinmann, Maximilian Geißen, Sebastian Haut oder der Ex-St.-Paulianer Dennis Rosin. Die Angreifer Miguel Fernandes und Alla Hamid bringen Geschwindigkeit mit, und Haris Hyseni ist im Sturmzentrum für seine körperliche Wucht bekannt und mit zehn Treffern aktuell der beste Torschütze. Im vergangenen Sommer fanden die Brüder Jannes und Jorik Wulff in Drochtersen wieder zusammen. Auch der vom VfB Lübeck gekommene Rechtsverteidiger Robin Kölle stellt eine Verstärkung dar. Im Winter gab es – typisch für die Beständigkeit des Kaders – keinerlei Transfers: weder Ab- noch Zugänge. Bei der SV D/A – das ist die Erfahrung der vergangenen Jahre – wird echter „Männerfußball“ gespielt. Hier geht es körperlich zur Sache. Die Mannschaft ist erfahren, eingespielt sowie robust und folglich gerade bei Standards – sowohl offensiv wie defensiv – extrem stark.
Unsere Mannschaft: auch in Drochtersen mutig sein!
Nach der Rückkehr vom Auswärtsspiel bei der U 21 des Hamburger SV (2:2) am vergangenen Samstag blieb nicht viel Zeit. Schon am Sonntagmorgen gab es eine regenerative Trainingseinheit und die Videoanalyse zur Partie. Der Montag war trainingsfrei, ehe es mit einer Doppelschicht am Dienstag in die Vorbereitung auf die Partie gegen Drochtersen/Assel ging. Die Stimmung bei unseren Jungs ist gut. Nachdem sie zuvor beim Sieg in Lohne (3:0) und beim Test gegen Phönix Lübeck (0:0) ihre defensive Stabilität nachweisen konnte, waren es diesmal vor allem die Fähigkeit und Bereitschaft, nach den beiden Rückständen ins Spiel zurückzufinden und jeweils noch auszugleichen. Mit dem Remis waren nicht alle so vollkommen zufrieden. Cheftrainer Tim Wulff etwa sagte: „Gern hätten wir auch drei Punkte gehabt. Wir können aber mit dem 2:2 letztlich sehr gut leben.“ Und beim formstarken Sandro Plechaty hörte es sich ebenfalls nicht nach völliger Zufriedenheit an. Unsere Nummer 27 bilanzierte: „Das Ergebnis ist irgendwo ärgerlich, wenn man sieht, wie die Gegentore gefallen sind. Wir hätten das Spiel auch gewinnen können.“
Rundum positiv stellt sich zumindest in der Entwicklung die personelle Situation dar. Zwar umfasste das Aufgebot gegen den HSV II gerade einmal 17 Spieler, sodass drei Kaderplätze freiblieben. Aber mit Torben Marten stand ein lange verletzter Innenverteidiger wieder zur Verfügung, der angesichts der starken Leistungen seiner Kollegen Marshall Faleu und Uchechi Duru im Stadion Hoheluft noch ohne Einsatz blieb. Hingegen konnte Mads Albæk erstmals wieder auf dem Platz helfen, als er für die Schlussphase ins Spiel kam. Demnächst ist auch mit der Rückkehr von Bjarne Schleemann, Kevin Ntika, Obinna Iloka und Randy Gyamenah zu rechnen – vielleicht bei dem einen oder anderen sogar schon in Drochtersen. Und ebenso könnte am Südufer der Elbe Alexander Laukart zum Kader gehören. Er hatte im Test gegen Phönix sein Comeback gegeben und war für den Kader gegen den HSV II vorgesehen, zog sich allerdings im Training am Donnerstag vergangener Woche eine Verletzung zu, die dafür sorgte, dass sein Liga-Comeback nochmals verschoben werden musste. Auf etwas längere Sicht dürften nur Ole Wagner und Maxim Jurk verletzt ausfallen.
Gegen Drochtersen/Assel hat unsere Mannschaft in der Vergangenheit überwiegend positive Erfahrungen sammeln können. Bislang gab es 19 Duelle, von denen elf an Weiche gingen. Außerdem stehen vier Remis und vier Niederlagen bei insgesamt 26:17 Toren in der Bilanz. Freilich waren die jüngsten vier Auftritte im Kehdinger Stadion nicht so erfolgreich: 1:1 (2022), 1:2 (2023), 0:0 (2023) und 0:3 (2024). So liegt der letzte Flensburger Auswärtssieg bereits sechseinhalb Jahre zurück, als Weiche am 22. September 2019 – vor der Corona-Epidemie – durch Tore vom heutigen Cheftrainer Tim Wulff (57.) und von Torge Paetow (90.+1) dort nach 0:1-Rückstand mit 2:1 gewinnen konnte. Doch es können sich – mit Ausnahme unseres Torhüter-Neuzugangs Ronny Seibt – alle Flensburger Spieler noch an das denkwürdige Hinspiel erinnern. Am 12. September 2025 gewann Weiche nach einer bärenstarken Energieleistung und rund 40-minütiger doppelter Unterzahl mit 3:2-Toren. Sandro Plechaty, damals enorm willensstarker Siegtorschütze, freut sich jedenfalls auf die Partie am Samstag. Er sagte: „Es ist ein Highlight-Spiel, weil Drochtersen um den Aufstieg mitspielt und jeden Punkt braucht.“ Dazu bedarf es von unserer Mannschaft defensiver Kompaktheit und Mut im Spiel nach vorn.
Hinweise für alle Fans: Elb-Fähre oder via Hamburg
Das Spiel wird am Samstag, 14. März 2026, um 14 Uhr im Kehdinger Stadion von Drochtersen (Am Sportplatz 19) angepfiffen. Schiedsrichter der Partie ist Tim Otto (TSV Weyhe-Lahausen 1949/Bremen), der von Jonah Fichtner (TSG Ahlten) und Kevin-Noah Traemann (TuS Sudweyhe) an den Linien assistiert wird.
Wie gehabt wird es einen von den Gastgebern kommentierten kostenlosen Livestream über den zentralen Vermarktungskanal der Regionalliga Nord über den Anbieter SolidSport unter https://nordfv.tv/ geben. Ferner werden wir für alle daheim bleibenden Weiche-Fans gewohntermaßen zudem einen Ticker mit Infos zu Spielbeginn, Halbzeit sowie Abpfiff auf unseren Social-Media-Kanälen anbieten.
Das Kehdinger Stadion befindet sich „leicht versteckt“ nahe des Ortszentrums auf der Elb-fernen Seite der Ortsdurchfahrt von Drochtersen. Für Autofahrer bieten sich zwei Strecken an: die deutlich kürzere über die (kostenpflichtige) Elbfähre zwischen Glückstadt und Wischhafen oder die längere über die A 7 und Hamburg mit weiterer Fahrt Richtung Stade. Für den Hamburger Reiseweg müssen mit PKW – ohne Staus – etwa zweieinhalb Stunden für rund 220 km eingerechnet werden. Nutzerinnen und Nutzer der Autofähre über die Elbe haben lediglich ca. 150 km vor sich, sind aber aufgrund möglicher Wartezeiten vor der Fähre sehr vom dortigen Andrang abhängig. Die Fähre verkehrt gewöhnlich alle 30 Minuten. Achtung: Gerade an einem Samstag kann es vor allem auf der Hinfahrt an der Rader Hochbrücke und am Elbtunnel bzw. an der Fähre zu viel Verkehr, Staus und damit verlängerten Fahrzeiten kommen. Der Fahrpreis für die Fähre setzt sich aus der Anzahl der Personen und Art bzw. Größe des Fahrzeugs zusammen.
In diesem Jahr funktioniert sogar eine Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Drochtersen. Zur Hinfahrt bietet sich die Abfahrt ab Flensburg um 07.17 Uhr mit dem RE 7 mit S-Bahn-Anschluss von Hamburg-Altona bis Stade sowie Weiterfahrt mit dem Bus der Linie 2025 (Richtung Bahnhofstraße Freiburg/Elbe) und Ankunft in Drochtersen, Kirche um 12.38 Uhr an. Die Verbindung sollte aufgrund der relativ langen Umstiegszeiten selbst bei Verspätungen klappen. Von der Bushaltestelle, gelegen in der Ortsmitte, sind es über „Alter Hof“ und „Am Sportplatz“ noch rund 650 m zu Fuß bis zum Stadion. Für die Rückfahrt kann der Bus der Linie 2025 nach Stade um 16.18 Uhr ab Drochtersen, Kirche genutzt werden. Ab Stade öffnen sich dann Möglichkeiten entweder mit dem RE 5 bis Buxtehude oder bis Hamburg-Harburg sowie Weiterfahrt nach Hamburg-Altona mit der S-Bahn oder sofortiger S-Bahnnutzung bis Altona, wobei letzteres allerdings dazu führt, dass in Altona ein späterer Anschluss nach Flensburg erreicht wird. Früheste Ankunft in Flensburg ist um 20.41 Uhr; sonst um 21.41 Uhr. Für all die Verbindungen ist das Deutschland-Ticket ausreichend.
Einlass ist im Kehdinger Stadion ab 12.30 Uhr. Die Eintrittspreise für einen Stehplatz im Gästeblock liegen bei vorheriger online-Buchung bei 11,34 Euro (Normalpreis; inkl. USt. und Versandkosten) und 9,27 Euro (Rentner, Schwerbehinderte). Der Normalpreis für einen Sitzplatz beträgt online 16,52 Euro.
Fans können sich gern an unseren Fanbeauftragten unter fanbetreuung@weicheflensburg08.de wenden.
Ein Hinweis zum Wetter: In Drochtersen werden für den Samstag Höchsttemperaturen von 10 Grad erwartet. Die Niederschlagswahrscheinlichkeit ist eher gering.
Wir freuen uns über Fan-Unterstützung und wünschen allen nach Drochtersen fahrenden Weiche-Anhängern eine problemlose Anreise, ein schönes Spiel und eine gut gelaunte Rückkehr nach Flensburg.