Niederlage im Ammerland
Neuigkeiten
Niederlage im Ammerland
SSV Jeddeloh II – SC Weiche Flensburg 08 5:1 (2:0)
Ohne Punkte und stattdessen mit einer deutlichen Schlappe im Gepäck kehrte der SC Weiche Flensburg 08 am Samstagabend von der Partie des 28. Spieltags der Regionalliga Nord beim SSV Jeddeloh II zurück. Unsere Mannschaft verlor am späten Nachmittag bei kühlem und nahezu trockenem Wetter in der Haskamp-Arena vor 425 Zuschauern deutlich mit 1:5-Toren. Schon das Hinspiel war klar mit 4:0 an den Tabellenvierten gegangen, der sich erneut als eine Spitzenmannschaft präsentierte. Während SSV-Trainer Björn Lindemann neben den drei gewonnenen Punkten auch den wieder besser werdenden Fußball hervorhob, sagte unser Cheftrainer Tim Wulff: „Für uns ist es ein sehr unglücklicher Tag. Nach einer langen Anreise wollten wir auch etwas mitnehmen. Fünf Gegentore sind aber einfach zu viel.“
Gegenüber der Startelf vom Heimspiel gegen den FC St. Pauli II (1:1) beließ es Cheftrainer Tim Wulff bei zwei Änderungen. Während Marcel Cornils „gelb“-gesperrt fehlte, kehrte Dominic Hartmann nach Absitzen seiner „Gelb“-Sperre zurück. Außerdem ersetzte Uchechi Duru, der für seinen Platzverweis in Drochtersen (1:3) nur für ein Spiel gesperrt worden war, hinten links Thies Richter. Zur Pause kam Randy Gyamenah für die Spitze, während Sandro Plechaty ins Zentrum und Ibrahim Bashiru Ali auf Linksaußen gingen. Außerdem wurden im Verlauf der zweiten Halbzeit Maksym Tytarenko und Bjarne Schleemann eingewechselt. Zum erneut nur 18 Akteure umfassenden Aufgebot des Spieltags gehörten des Weiteren Torhüter Nils Bock sowie Marian Sarr, Torben Marten und Thies Richter. Neben Marcel Cornils fehlten die noch nicht einsatzbereiten Ole Wagner, Maxim Jurk, Alexander Laukart, Kevin Ntika und Obinna Iloka.
SSV-Trainer Björn Lindemann wechselte gegenüber der Startelf vom 1:0-Sieg bei Eintracht Norderstedt ebenfalls zweimal. Niklas von Aschwege kehrte nach Absitzen seiner Sperre wegen der zehnten Gelben Karte zurück und ersetzte Philip Gramberg. Außerdem verdrängte Kasra Ghawilu, der nach „Rot“-Sperre wieder dabei war, den Routinier Max Wegner auf die Bank.
Die Partie nahm früh eine Richtung an, denn der favorisierte Tabellenvierte lag schon nach noch nicht einmal vier Minuten mit dem ersten Angriff vorn. Über die linke Seite ging es zu schnell für Weiche, die Eingabe in den Rückraum veredelte Kasra Ghawilu mit unhaltbarem Abschluss aus 13 Metern ins lange Eck zum 1:0 (4.). Weiche hatte sichtlich Mühe mit dem Positionsspiel der Gastgeber, die immer wieder größere Lücken in der Flensburger Abwehr aufreißen konnten. Nachdem SC-Torhüter Ronny Seibt einen sehenswerten Schlenzer von Robin Krolikowski von der linken Seite aus dem Tordreieck gefischt und zum Eckstoß gelenkt hatte (16.), fiel das fällige 2:0 beinahe nach ähnlichem Muster, nur von der rechten Seite. Ebrima Ndure drang in den Sechzehner ein und passte quer durch den Fünfmeterraum ins Zentrum. Tom Geida stand dort ziemlich blank, nahm die Kugel an und setzte sie dann unhaltbar wieder ins rechte Eck zum 2:0 (23.). Die Führung war alles in allem auch in der Höhe verdient, weil Jeddeloh II immer wieder Lücken in der SC-Defensive aufdeckte. Erst Ebrima Ndure aus 19 Metern zentraler Position (32.), dann Tobias Bothe im Zentrum nach einer Linksflanke mit Abschluss aus 14 Metern (34.) sowie schließlich Tom Kanowski nach Kombination über Ebrima Ndure und Keita Taguchi (40.) schossen über den Kasten. Auch wenn unsere Mannschaft im Verlauf der ersten Halbzeit etwas mehr am Spiel teilnehmen konnte, war sie doch vor dem Seitenwechsel deutlich unterlegen. Die beste, allerdings zugleich einzige Angriffsaktion des SC, die zu einem Abschluss führte, hätte freilich beinahe den Anschlusstreffer gebracht. René Guder setzte einen Freistoß aus gut 21 Metern an den rechten Pfosten (31.). So ging es mit einer 2:0-Führung der Heimelf in die Pause.
Nach Wiederanpfiff konnte Weiche rasch ausgleichen. Ein weiter Einwurf von Theo Behrmann wurde auf Mads Albæk abgeköpft, dessen Schuss von Marshall Faleu ins Netz der Heimelf abgelenkt wurde (48.). Das schien das Signal zum Erwachen der Flensburger zu sein, die nun mit einer ganz anderen Körpersprache auftraten und dem Gastgeber auch mal wehtaten. Kurz darauf verpasste Marshall Faleu eine Flanke nur knapp (55.). Randy Gyamenah schaffte es dann in einer Fünfmeterraumszene nicht, dem Ball einen letzten Kick zu geben, sodass vor der Linie geklärt werden konnte (57.). Die Strafe folgte auf dem Fuß. Nachdem Ronny Seibt einen Schuss von Kasra Ghawilu noch sicher pariert hatte (54.), war er bei einem Strafstoß chancenlos. Erst hatte Uchechi Duru Kasra Ghawilu kurz vor der Torauslinie unnötig zu Fall gebracht (63.), dann verlud der SSV-Kapitän unseren Torhüter, wobei die Flensburger protestierten, weil die Nummer 10 beim Strafstoß möglicherweise sich selbst angeschossen und somit unzulässigerweise zweimal den Ball hintereinander berührt haben könnte (64.).
Weiche gab nicht auf, hatte durch einen Kopfball von Ibrahim Bashiru Ali, der zu zentral genau auf Torhüter Moritz Onken ging (66.), Randy Gyamenah aus vollem Lauf (76.) und Maksym Tytarenko (78.) Möglichkeiten, bei denen der SSV-Schlussmann auf der Höhe war. Dann aber spielte Marshall Faleu einen zu kurzen Rückpass, den Max Wegner erahnte. Der Routinier passte zu Moritz Brinkmann im Zentrum, der wiederum sicher zum 4:1 abschloss (81.). In der Folge parierte Ronny Seibt stark mit Fußabwehr beim Schuss von Pascal Steinwender aus Nahdistanz (83.), und auf der Gegenseite klärte Fynn Luca Friedrichs nach einem Schuss von Maksym Tytarenko und anschließender Verwirrung auf der Linie (87.). Es hatte nicht sollen sein. Den Schlusspunkt setzte Gazi Siala. Er schoss mit dem Abpfiff einen Freistoß aus 18 Metern über die Flensburger Mauer mit notwendiger Wucht und Präzision ins linke obere Eck sehenswert zum 5:1-Endstand ein (90.+4).
Beim SSV Jeddeloh II waren Abwehrchef Gazi Siala sowie die Mittelfeldakteure Ebrima Ndure und Kapitän Kasra Ghawilu die auffälligsten Akteure. Torhüter Ronny Seibt und Innenverteidiger Erjanik Ghubasaryan waren bei unserer Mannschaft die besten Akteure.
Am eigentlich punktspielfreien Oster-Wochenende ist unsere Mannschaft in einem ersten von zwei ausstehenden Nachholspielen gefordert. Sie reist am Ostermontag, 6. April 2026, zum HSC Hannover, wo im Stadion in der Constantinstraße der niedersächsischen Landeshauptstadt die Partie um 15.30 Uhr angepfiffen werden wird. Der Termin für den nachzuholenden Heimauftritt gegen Altona 93 steht ebenfalls fest. Dieses Spiel soll am Mittwoch, 29. April 2026, um 19.30 Uhr ausgetragen werden.
SSV Jeddeloh II: Onken – von Aschwege (80. Touray), Siala, Friedrichs – Krolikowski – Ndure, Ghawilu (Kap./72. M. Brinkmann), Taguchi, Kanowski (65. Janßen) – Bothe (56. Wegner), Gaida (56. Steinwender). Trainer: Lindemann.
Weiche: Seibt – Behrmann, Faleu, Ghubasaryan, Duru – Albæk (84. Schleemann), Celotto (46. Gyamenah) – Guder, Hartmann (Kap.), Plechaty – Bashiru Ali (69. Tytarenko). Trainer: Wulff.
Tore: 1:0 Ghawilu (4.), 2:0 Gaida (23.), 2:1 Faleu (48.), 3:1 Ghawilu (64., Strafstoß), 4:1 M. Brinkmann (81.), 5:1 Siala (90.+4).
Zuschauer: 425 in der Haskamp-Arena, Edewecht, Ortsteil Jeddeloh II.
Schiedsrichter: Björn Behrens (TuS Wettbergen/Hannover).
Verwarnungen: von Aschwege (Foul an Plechaty, 30.), Janßen (Foul an Behrmann, 65.)/Albæk (Foul an Ghawilu, 6.), Celotto (Foul an Kanowski, 44.), Ghubasaryan (Meckern, 63.), Hartmann (Meckern, 64.), Duru (Unsportlichkeit, 88.), Behrmann (Foul an Friedrichs, 90.+3).
Trainerstimmen:
SSV-Trainer Björn Lindemann sagte: „In der ersten Halbzeit haben wir gut angefangen. Wir sind gut ins Spiel gekommen. Das erste Tor haben wir sehr schön herausgespielt. Dann legen wir auch nach, haben es aber verpasst, mit einem 3:0 noch vor der Pause den Deckel draufzumachen, weil wir die Situationen zu unsauber ausgespielt haben. In der zweiten Halbzeit kriegen wir das Anschlusstor. Und wir wussten, dass Flensburg mit der Größe und Physis immer gefährlich sein kann, vor allem bei Standards. Da wurde es richtig eklig. Mit dem 3:1 haben wir ihnen den Stecker gezogen. Am Ende haben wir es sauber runtergespielt. Dass es dann noch 5:1 ausgeht, hätte ich auch nicht gedacht. Unser Fußball wird aber jetzt auch wieder besser.“
Unser Trainer Tim Wulff sagte nach den Glückwünschen an seinen Kollegen und an Jeddeloh II zu den drei Punkten: „Für uns ist es ein sehr unglücklicher Tag. Nach einer langen Anreise wollten wir auch etwas mitnehmen. Wir liegen schnell mit 0:1, dann mit 0:2 hinten. Das war auch verdient. Zur Halbzeit haben wir uns viel vorgenommen. Wir kommen auch gut raus und machen das Anschlusstor. Dann kriegen wir zweimal den Ball nicht final über die Linie. Und schließlich kriegen wir, wie zuletzt immer, einen Elfmeter gegen uns. Das 1:3 hat uns den Stecker gezogen. Danach ist der Drops gelutscht gewesen. Ein zu kurzer Rückpass führte zum vierten Gegentor. Und dann gab es für Euch noch ein schönes Freistoßtor. Fünf Gegentore sind denn einfach zu viel. Wir müssen uns sammeln. Im Spiel beim HSC Hannover wollen wir unbedingt punkten.“