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Niederlage beim Tabellenzweiten

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Niederlage beim Tabellenzweiten

SV Drochtersen/Assel – SC Weiche Flensburg 08 3:1 (1:0)

15. März 2026

Am 26. Spieltag der Regionalliga Nord hat der SC Weiche Flensburg 08 bei der SV Drochtersen/Assel eine 1:3-Niederlage und eine Rote Karte hinnehmen müssen. Aus dem Kehdinger Stadion, das bei Dauernieselregen mit 730 Zuschauern nur mäßig besucht war, konnte Weiche am Samstagnachmittag wie zuvor schon elf andere Gastmannschaften nichts Zählbares mit auf die Heimreise nehmen. Für Weiche war es im dritten aufeinanderfolgenden Auswärtsspiel des Jahres 2026 die erste Niederlage, die zugleich die Zeit der im Kehdinger Stadion nicht gewonnenen Partien weiter verlängerte. Zuletzt hatte Weiche am 22. September 2019 in Drochtersen durch einen 2:1-Erfolg alle Punkte entführen können. Während der Trainer des Tabellenzweiten, Oliver Ioannou, nach der Partie von einem guten Auftritt seiner Jungs sprach, sagte unser Cheftrainer Tim Wulff: „Für uns war es ein gebrauchter Tag. Wir wollten natürlich etwas nach Hause mitnehmen. Aber wir waren in den ersten 20 Minuten zu mutlos, und nach dem 1:3 war es brutal schwer, hier etwas zu reißen.“

Gegenüber der Startelf vom Spiel vor einer Woche beim Hamburger SV II (2:2) gab es eine Änderung. Hinten links lief nach einem knappen halben Jahr verletzungsbedingter Pause erstmals wieder Torben Marten auf, die zuletzt beim 3:2-Heimsieg gegen den HSV II am 5. September 2025 dabei war. Dafür musste Marcel Cornils auf die Bank, doch mit Wiederanpfiff tauschten beide die Rollen. Außerdem wurden im Verlauf der zweiten Halbzeit der ebenfalls lange verletzte Randy Gyamenah sowie Mads Albæk, Maksym Tytarenko und Marian Sarr eingewechselt. Zum nur 19 Spieler umfassenden Kader des Spieltags zählten außerdem Torhüter Nils Bock,Bjarne Schleemann und Thies Richter. Es fehlten die noch immer verletzten Ole Wagner, Kevin Ntika, Maxim Jurk, Alexander Laukart und Obinna Iloka.

Auf Seiten der Platzherren nahm Trainer Oliver Ioannou eine Änderung in der Startelf gegenüber jener vom 2:0-Sieg vor einer Woche beim 1. FC Phönix Lübeck vor. Jannes Wulff begann anstelle des im Kader fehlenden Allah Aid Hamid.

Die Gastgeber legten mit einer enormen Wucht los, drängten unsere Mannschaft in die eigene Hälfte, die anfangs das Runde selten mal über zwei, drei Stationen im Besitz halten konnte. Zunächst war SC-Torhüter Ronny Seibt rechtzeitig aus dem Kasten, um gegen Jannes Wulff auf halbrechts zu klären (8.). Dann sendete der sehr offensive Robin Kölle nach einem Schwenk von rechts nach innen vom Sechzehner einen Knaller ab, den Ronny Seibt noch über die Querlatte bugsieren konnte (9.). Luftduelle und zweite Bälle gingen in jener Phase nahezu komplett an die SV D/A. Weiche stand massiv unter Druck und leistete sich einen folgenschweren Fehler, als René Guder gegen Jannes Elfers im Strafraum auf der rechten Seite unnötig hart ins Duell ging und einen Strafstoß provozierte (15.). Den „Elfer“ verwandelte Haris Hyseni trocken, flach und unhaltbar in die rechte Ecke zur 1:0-Führung (16.).

Danach kam Weiche mal etwas besser ins Spiel. Sandro Plechaty profitierte erst von einem Fehler von Robin Kölle, bediente Ibrahim Bashiru Ali, dessen Abschluss zum Eckball abgefälscht wurde (22.). Und Sandro Plechaty hatte nach kraftvoller Aktion nicht mehr die Energie zum saftigen Abschluss, sodass Patrick Siefkes den Ball problemlos parieren konnte (25.). Es folgte der zweite Nackenschlag für die Gäste, als Uchechi Duru nach einem langen Freistoß von Torhüter Patrick Siefkes aus dem eigenen Strafraum und Kopfballverlängerung im Zentrum Jannes Wulff gut 28 Meter vor dem Tor kurz festhielt und dafür wegen einer „Notbremse“ mit „Rot“ vom Platz flog (28.). Den Freistoß von Jorik Wulff lenkte Ronny Seibt um den Pfosten (30.). In der Folge drückte Drochtersen wieder stärker, Ronny Seibt parierte beim fünften Eckstoß der Platzherren gleich zweimal gegen den aufgerückten Innenverteidiger Liam Giwah stark (34.). Glück hatte Weiche, als der Schuss von Jannes Elfers vom rechten Innenpfosten nicht ins Tor sprang (44.). So ging es bei einem knappen Pausenstand von 1:0 bei 6:1 Eckstößen und einer doch deutlichen Überlegenheit des Favoriten in die Kabinen.

Drochtersen/Assel hatte nach der Pause nach einem Eckstoß und Kopfballaufsetzer von Tjorve Mohr erneut die Chance, um zu erhöhen (50.), musste dann aber den überraschenden Ausgleich hinnehmen. Nach Pass von Raul Celotto auf links entstand plötzlich kurzzeitig eine 2:1-Überzahlsituation für Weiche. Sandro Plechaty passte in das Zentrum, wo Marcel Cornils das Kunstleder zum 1:1 ins kurze Eck hineingrätschte und damit den Spielverlauf zwischenzeitlich auf den Kopf stellte (51.).

Weiche war nun dran, steigerte sich kämpferisch und schien dem Favoriten – ähnlich wie beim 3:2-Sieg im Hinspiel – in Unterzahl nun trotzen zu können. Dann aber spielte Ronny Seibt die Kugel Jorik Wulff am Sechzehner direkt in die Füße, der sich mit sattem Abschluss ins kurze Eck zur 2:1-Führung der Spielvereinigung bedankte (61.). Und nur zwei Minuten später bzw. 30 Sekunden nach Wiederanpfiff schob Dennis Rosin, der nach einem weiten Diagonalball von Matti Cebulla von hinten rechts auf vorne links allein auf den SC-Torhüter zulaufen konnte, die Kugel unter Ronny Seibt hindurch zum vorentscheidenden 3:1 in die Maschen (63.).

Die Partie war damit quasi durch und Drochtersen/Assel nahm zwei Gänge vom Tempo raus. Zudem wechselten beide Mannschaften ordentlich durch. SC-Torhüter Ronny Seibt konnte sich nachfolgend ein paar Mal auszeichnen, so gegen Matti Cebulla aus spitzem Winkel (65.) und beim Schuss von Matti Steinmann (68.). Der Tabellenzweite erzielte noch zwei Abseitstreffer (85., 90.+2) und konnte auch eine Kontersituation nicht nutzen (90.+1). Bei einem Eckenverhältnis von 11:1 fiel der Sieg des sehr robust auftretenden Favoriten letztlich angemessen aus.

Bei den körperlich überlegenen Gastgebern waren Matti Steinmann im defensiven Mittelfeld sowie Jannes Elfers und die Wulff-Brüder Jorik und Jannis die auffälligsten Akteure. Unsere Mannschaft hatte in Torhüter Ronny Seibt, Marshall Faleu und Erjanik Ghubasaryan in der stark geforderten Defensive ihre Aktivposten. Im Offensivspiel fielen Sandro Plechaty und Marcel Cornils positiv auf.

Weiter geht es für den SC Weiche am kommenden Samstag, 21. März 2026, mit dem ersten Heimspiel seit 105 Tagen. Im Manfred-Werner-Stadion wird ab 13.30 Uhr die U 23 des FC St. Pauli zu Gast sein.

Drochtersen: Siefkes – Kölle (62. Cebulla), Giwah, Mohr, von der Reith (Kap.) – Steinmann – Jorik Wulff, Rosin (70. Fernandes), Elfers (87. Serra) – Hyseni (83. Aue), Jannes Wulff (79. Daginnus). Trainer: Ioannou/Jagemann.

Weiche: Seibt – Behrmann (79. Sarr), Faleu, Duru, Marten (46. Cornils) – Ghubasaryan, Celotto (69.Albæk) – Guder (69. Tytarenko), Hartmann (Kap.), Plechaty – Bashiru Ali (62. Gyamenah). Trainer: Wulff.

Tore: 1:0 Hyseni (16., Strafstoß), 1:1 Cornils (51.), 2:1 Jorik Wulff (61.), 3:1 Rosin (63.).

Zuschauer: 730 im Kehdinger Stadion, Drochtersen.

Schiedsrichter: Tim Otto (TSV Weyhe-Lahausen 1949/Bremen).

Rote Karte: -/Duru (Notbremse, 28.).

Verwarnungen: Jorik Wulff (Foul an Celotto, 66.), Jannes Wulff (Foul an Behrmann, 71.)/Hartmann (Foul an Steinmann, 67.), Tytarenko (Foul an Jannes Wulff, 75.).

Trainerstimmen:

Der Trainer der SV D/A, Oliver Ioannou, sagte: „Wir haben heute alles auf den Platz bekommen, was wir uns vorgenommen hatten. Es waren anfangs richtig gute 20 Minuten. Dann haben wir kleinere Fehler gemacht und den Gegner dadurch etwas reingebracht. Ein zweites Tor hätte dafür gesorgt, dass es für uns etwas entspannter geworden wäre. Unmittelbar vor dem 1:1 müssen wir wieder das 2:0 machen. Wir haben dann das Gegentor gut aufgefangen. Hintenheraus hätte es noch mal etwas brenzlig werden können, wurde es aber nicht. Es war ein guter Auftritt von uns. Wichtig ist, auf uns zu schauen und nicht darauf, was andere machen.“

Unser Trainer Tim Wulff sagte: „Glückwunsch an Drochtersen/Assel zu den drei Punkten. Für uns war es ein gebrauchter Tag. Wir wollten natürlich etwas nach Hause mitnehmen. Aber wir waren in den ersten 20 Minuten zu mutlos und kriegen dann auch verdient durch den Elfmeter das Gegentor. Dann kommt die Rote Karte, bei der ich nicht weiß, ob man die geben muss. Das mussten wir akzeptieren. Wir wollten in der zweiten Halbzeit mutiger rauskommen und machen dann auch in Unterzahl schnell das 1:1. Dann hätte das Spiel uns entgegenkommen können, aber wir legen das zweite Gegentor nur wenig später selber auf und kassieren nur zwei, drei Minuten später das 3:1. Und dann ist es brutal schwer, hier etwas zu reißen. Ich wünsche Euch viel Erfolg weiterhin.“

 

Foto: @picselweb_sportfotos