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Knappe Niederlage beim „großen HSV“

Neuigkeiten

Knappe Niederlage beim „großen HSV“

Hamburger SV – SC Weiche Flensburg 08 2:1 (1:0)

18. August 2025

Keine zwei Tage nach dem Liga-Auftritt in Emden hat der SC Weiche Flensburg 08 am Sonntagmittag auf Einladung des Bundesliga-Aufsteigers kurzfristig ein Testspiel über zweimal 30 Minuten beim Hamburger SV absolviert. Unsere Mannschaft musste dabei auf einem von der Öffentlichkeit abgeschirmten Nebenplatz am Volksparkstadion der Elbmetropole eine 1:2 (0:1)-Niederlage hinnehmen. Bei sommerlichen Temperaturen von etwa 20 Grad zeigte Weiche eine couragierte und disziplinierte Vorstellung. Es war gewissermaßen ein Wiedersehen und eine späte Erwiderung: Die HSV-Profis waren am 6. Juli 2016 im Manfred-Werner-Stadion zu Gast, als sie mit 7:1-Toren gewannen. Diesmal ging es deutlich enger zu. Bundesliga-Trainer Merlin Polzin bedankte sich bei Weiche und zeigte sich mit der auf dem Platz gezeigten Energie zufrieden. Unser Verantwortlicher Torsten Fröhling sagte nach dem Spiel: „Für die Jungs war es tolles Erlebnis. Wieder haben wir dumme Fehler gemacht, die zu den beiden Gegentoren führten. Man sieht, dass da richtig Tempo drin ist. Ich finde, dass sich gerade die jungen Spieler gut verkauft haben.“

Bei Weiche kamen fast zwei komplette Mannschaften zum Einsatz. Nur Thies Richter absolvierte die vollen 60 Minuten. Besonders erfreulich: Marian Sarr konnte erstmals seit seiner Verletzung aus dem Spiel bei der SV Drochtersen/Assel vom 15. November 2024 wieder Spielpraxis sammeln. Nicht zum Einsatz kamen Torben Marten, René Guder, Moritz Göttel und Tarik Pannholzer sowie die verletzten Maxim Jurk und Alexander Laukart.

Die Partie begann zwar wie erwartet mit optischen Vorteilen für den Bundesligisten, der den Ball in schneller Passfolge zirkulieren ließ. Aber Weiche, in ungewohnter Aufstellung, verteidigte diszipliniert und hielt den HSV vom eigenen Tor auch fern. So waren zunächst Distanzschüsse die einzigen Höhepunkte im Spiel der Heimelf. Rayan Philippe zwang SC-Torsteher Christian Rust zu einer Parade, der den Ball über die Latte lenkte (7.). Dann bereitete der Flachschuss von Nicolai Remberg unserem Torwächter keine Probleme (14.). Marian Sarr ging beim scharfen Dribbling von Alexander Rossing-Lelesiit das Tempo mit und nahm den Zweikampf auf, sodass er den Hamburger Stürmer erfolgreich abdrängte (25.). Noah Katterbach köpfte über das Tor (27.). So richtig brenzlig schien es nicht zu werden, und doch gingen die Hamburger nach einem individuellen Fehler bei eigenem Ballbesitz am Weiche-Strafraum noch vor der kurzen Pause in Führung. Noah Katterbach traf satt aus 16 Metern ins entlegene Eck (29.). Weiche verteidigte nicht nur geschickt, sondern konnte immer wieder auch verheißungsvolle eigene Angriffe kreieren, doch zu Abschlüssen reicht es in den ersten 30 Minuten nicht.

Nach dem Seitenwechsel hatte Raul Celotto für unsere Mannschaft den ersten Abschluss. Sein Aufsetzer als Direktabnahme ging vorbei (31.). Unglücklich kassierte der SC nach einem Eckball durch Alexander Rossing-Lelesiit, der die Pille aus nächster Distanz über die Linie drücken konnte, das 0:2 (38.). Der Torschütze hätte beinahe gleich noch erhöht, aber Christian Rust gewann das Eins-gegen-Eins-Duell (39.). Am generellen Spielgeschehen hatte sich zunächst kaum etwas geändert. Aber nach der Wechsel-Arie, als Weiche für die Schlussviertelstunde nochmal sieben neue Kräfte brachte, die in Emden vor nicht einmal zwei Tagen aufgelaufen waren (44.), wurde Weiche auch optisch gleichwertig. Und dem Regionalligisten gelang der nicht unverdiente Anschlusstreffer. Raul Celotto hatten von hinten heraus Obinna Iloka an der Mittellinie angespielt, der die Kugel verteidigte und in den Lauf von Theo Behrmann auf rechts legte. Und der Rechtsverteidiger behielt die Übersicht, versenkte die Murmel zum 1:2 im langen Eck (52.). Nun begann auch der „große HSV“, ein wenig zu wackeln, zumal Weiche übergroßen Respekt abgelegt hatte und an der Überraschung schnupperte. Zur ganz großen Ausgleichschance reichte es nicht mehr. Eine zweite Szene mit Theo Behrmann, der Torhüter Daniel Peretz überlupft, aber noch einen weiten Weg vor sich hatte, verebbte. So hatte der HSV die letzte große Möglichkeit, als Sebastian Schonlau nach einem Eckstoß die Kugel aus wenigen Metern deutlich über den Kasten setzte (58.).

Beim HSV fielen die beiden Torschützen, Noah Katterbach auf Linksaußen und sein rechter Pendant Alexander Rossing-Lelesiit, besonders auf. Aus unserer Mannschaft seien Raul Celotto, Bjarne Schleemann und Ibrahim Bashiru Ali genannt.

Nach diesem „Testspiel außer der Reihe“ geht es für unsere Mannschaft planmäßig mit der Liga-Partie bei Hannover 96 II weiter. Der Anpfiff im Eilenriedestadion der niedersächsischen Landeshauptstadt wird am Samstag, 23. August 2025, um 13 Uhr ertönen.

Hamburger SV: Peretz – Soumahoro, Hefti, Schonlau, Mikelbrencis – Gocholeishvili (31. Nandja), Remberg, Megeed – Katterbach, Philippe (43. Boakye), Rossing-Lelesiit (43. Adam). Trainer: Polzin.

Weiche: Rust (44. Bock) – Duru (44. Behrmann), Ghubasaryan (44. Faleu), Sarr (35. Ntika), O. Wagner (44. Plechaty) – Nwokoma (44. Cornils), Albæk (Kap./31. Celotto), Schleemann (44. Hartmann), Richter, Tytarenko (31. Bashiru Ali) – Gyamenah (44. Iloka). Trainer: Fröhling.

Tore: 1:0 Katterbach (29.), 2:0 Rossing-Lelesiit (38.), 2:1 Behrmann (52.).

Schiedsrichter: Kilian Braun (ASC Cranz-Estebrügge).

Zuschauer: keine, auf einem Nebenplatz am Volksparkstadion, Hamburg-Stellingen.

Gelbe Karten: keine.

Trainerstimmen:

Merlin Polzin (HSV) sagte laut Homepage des HSV: „Es ging darum, dass die Spieler, die gestern (im DFB-Pokalspiel bei FK Pirmasens/d. Red.) sowie in den vergangenen Wochen weniger zum Einsatz gekommen sind, einen Belastungsreiz unter Wettkampfbedingungen kriegen. Wir sind sehr dankbar, dass die Flensburger spontan den Weg auf sich genommen haben. Der Test hat sich auf jeden Fall gelohnt. Es ging weniger um mannschaftstaktische Dinge, sondern darum, dass die Jungs in ihren Positionen und Schwerpunkten arbeiten können. Mir hat die gute Energie gefallen. Das war auch nach dem Pokalspiel gestern ein zentraler Baustein, denn wir können nur mit dieser guten Energie erfolgreich sein. Diese hat man heute definitiv gespürt.“

Torsten Fröhling (SC Weiche) sagte: „Für die Jungs war es tolles Erlebnis. Für mich ist es schade, dass wir nur zweimal 30 Minuten gespielt haben. Wir haben uns ordentlich verkauft. Wieder haben wir dumme Fehler gemacht, die zu den beiden Gegentoren führten. Man sieht, dass da richtig Tempo drin ist. Ich finde, dass sich gerade die jungen Spieler gut verkauft haben.“