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Keine Flensburger Festspiele

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Keine Flensburger Festspiele

Aus nach der Vorrunde

12. Januar 2026

Der SC Weiche Flensburg 08 ist am Samstagabend bei der 26. Auflage des SHFV-LOTTO-Hallenmasters in der mit 8.650 Zuschauern ausverkauften Kieler Wunderino-Arena bereits nach der Vorrunde ausgeschieden. In den drei Gruppenspielen ging unsere Mannschaft, die von 500 Fans lautstark unterstützt wurde, zwar stets in Führung, doch am Ende fehlte immer ein Quäntchen, um sich in der Vorrunde durchzusetzen. So blieb Weiche letztlich an dem Abend ohne Sieg. Unser Cheftrainer Tim Wulff resümierte: „Wir ärgern uns über das Abschneiden. Gern wären wir Minimum ins Halbfinale eingezogen. Aber Kleinigkeiten haben entschieden, so zum Beispiel auch im ersten Spiel gegen Todesfelde.“ Eine gute Botschaft hatte indes unser Physiotherapeut Moritz Wanger nach der gut fünfstündigen Veranstaltung parat. Mit Ausnahme von Schürfwunden hat sich kein Flensburger ernsthaft verletzt.

Im Weiche-Kader tauchten mit „Turnier-Routinier“ Dominic Hartmann sowie Torhüter Nils Bock und Thies Richter lediglich drei Spieler auf, die schon im vergangenen Jahr im SC-Trikot dabei waren. Obinna Iloka lief in den vergangenen beiden Jahren bereits mit Phönix Lübeck auf den Kunstrasen. Im zweiten Turnierspiel konnte Ronny Seibt, der erst im Verlauf der vergangenen Woche nach Flensburg gekommen war, sein Debüt im Weiche-Trikot geben. Außerdem gehörten die Turnier-Debütanten Raul Celotto, Maksym Tytarenko, Moritz Göttel, Ibrahim Bashiru Ali sowie die U-23-Akteure Clemens Barth und Jonas Kabus unserer Mannschaft an. Ein möglicher zwölfter Kaderplatz blieb unbesetzt, da aktuell viele Spieler des SC Weiche erkrankt oder verletzt sind und so in Kiel nicht zur Verfügung standen.

Insgesamt war die Veranstaltung auch ein Stelldichein von Ex-Flensburgern. So kamen mit Karim Hüneburg (Phönix), Christopher Kramer (Neumünster), Fabian Arndt, Jonah Gieseler (beide Heide), Gustav Karimi und Malte Petersen (beide Holstein) immerhin sechs Ex-Weiche-Spieler in vier Vertretungen zum Zuge.

Unsere Mannschaft hatte in ihrem Auftaktspiel gegen den Pokalverteidiger SV Todesfelde zwar anfangs eine bange Situation zu überstehen, als Benny Soares krachend die Latte traf (4.). Doch insgesamt machten es die Jungs gegen die routinierten Blau-Gelben sehr gut. Durch Raul Celotto ging Weiche mit 1:0 in Führung (5.). Danach hatten Ibrahim Bashiru Ali und Dominic Hartmann, die am gegnerischen Schlussmann scheiterten, sowie Moritz Göttel, der den Pfosten traf, gute Chancen, um die Führung auszubauen, ehe der Titelverteidiger mehr drückte. Durch Mats Klüver, der einen Neunmeter verwandelte, kam Todesfelde erst kurz vor Schluss zum 1:1-Ausgleich (12.).

Im anderen Gruppenspiel besiegte Holstein Kiel den SV Eichede mit 3:2. Absolut sehenswert war dabei der Kracher von Laurynas Kulikas zum 1:0 (6.). In der Schlussphase kam der SVE binnen weniger Sekunden zum 2:2-Ausgleich, um unmittelbar darauf noch den Treffer zur 2:3-Niederlage hinnehmen zu müssen.

Bei ihrem zweiten Auftritt trafen die Wulff-Schützlinge auf die U 23 von Holstein Kiel. Hier besorgte Maksym Tytarenko schon nach 29 Sekunden das 1:0 für unsere Mannschaft (1.). Debütant Ronny Seibt musste allerdings nur 40 Sekunden später durch Felix Bölter erstmals hinter sich fassen (2.). Ein Doppelschlag binnen 38 Sekunden von Laurynas Kulikas (5., 6.) – beim 1:2 mit geschicktem Spiel über die Bande – brachte die Landeshauptstädter erstmals in den klareren Vorteil. Zwar schob nach weiteren nur 54 Sekunden Ibrahim Bashiru Ali zum 2:3-Anschluss ein (7.), aber auf der Gegenseite konnte der 19-jährige Islam Matene nur 20 Sekunden später am zweiten Pfosten zum 2:4 abstauben (7.). Jonas Kabus drückte die Murmel aus Nahdistanz mit letztem Einsatz zum erneuten Anschlusstreffer über die Linie (8.). Es blieben immerhin noch knapp fünf Minuten Spielzeit, doch die jungen Störche brachten den 4:3-Sieg ins Ziel.

In der Gruppe ging es mit einem 2:2-Remis zwischen Eichede und Todesfelde weiter. Hier führte der SVE lange Zeit mit 1:0, ehe Mats Klüver und Janek Sternberg die Partie spät drehten. In der Schlussminute erzielte Albin Nishori für Eichede aber noch den Ausgleich.

Das frühe Turnier-Aus für unsere Mannschaft besiegelte der SV Todesfelde durch seinen 2:1-Sieg gegen die bereits für das Halbfinale qualifizierte Holstein-Vertretung. Mats Klüver hatte „Tofe“ in Führung gebracht, doch der feine Techniker Islam Matene konnte ausgleichen. Der Titelverteidiger musste die Partie unbedingt gewinnen, und da half dann ein Eigentor der Störche mit.

Im abschließenden Gruppenspiel ging es sowohl für Weiche als auch für den SV Eichede nur noch um die Ehre und den ersten Sieg des Abends. Weiche legte flott los, führte durch Tore von Raul Celotto (1., Strafstoß), Maksym Tytarenko (3.) und Dominic Hartmann (4.) rasch mit 3:0. Ebenso schnell drehte der Kontrahent die Partie komplett, weil Silas Meyer (5., Strafstoß), Kazusanosuke Ikeda (7.), Noah Fritzen (8.) und Evgenij Bieche (10.) trafen. Den 4:4-Endstand besorgte Maksym Tytarenko nach feiner Einzelleistung (12.).

In der anderen Gruppe zeichnete sich schnell ab, dass die Lübecker Regionalligisten einen schweren Stand hatten. Zum Auftakt kassierten Phönix gegen Neumünster und der VfB gegen Heide 0:1-Niederlagen. Im Anschluss setzte sich Phönix mit 3:2-Toren im Stadtderby gegen den VfB durch, während sich Heide und Neumünster 2:2-unentschieden trennten und damit ihre guten Ausgangspositionen bewahrten. Der VfB Lübeck, bereits nach zwei Spielen quasi ausgeschieden, unterlag dann Neumünster mit 0:1. Die letzte Gruppenpartie hätte Phönix gegen Heide gewinnen müssen, um ins Halbfinale einzuziehen. Doch Heide, mit einem starken Jonah Gieseler, der immer wieder geschickt die Bande zu nutzen wusste und im Turnier mehrfach Treffer auflegte, setzte sich mit 2:1-Toren durch.

Damit waren die drei Regionalligisten nach der Vorrunde komplett ausgeschieden. In den beiden Halbfinals setzten sich Todesfelde mit 3:2 gegen Heide und Holstein mit 4:2 gegen die zwischenzeitlich mit 2:1 in Führung liegenden Neumünsteraner durch. Todesfelde hatte im Finale einen Blitzstart. Routinier Mirko Boland traf nach nur 23 Sekunden zur Führung der Blau-Gelben. Nachdem Benny Soares erhöht hatte, besorgte Laurynas Kulikas den Anschluss. Danach war Holstein nahe am 2:2-Ausgleich, ehe Janek Sternberg kurz vor Schluss mit dem Treffer zum 3:1 den Deckel auf den dritten Turniersieg von Todesfelde – nach 2020 und 2025 – drauf machte.

Insgesamt wurden viele harte Zweikämpfe in intensiven Spielen geführt. Keine Mannschaft hob sich nennenswert hervor oder fiel deutlich ab, sodass die Partien in der Regel bis zum Schluss hart umkämpft und die Ausgänge offen waren. Spielerische Lösungen und technische Raffinesse kamen an dem Abend so in Summe etwas zu kurz. Dabei konnte man durchaus auch herausragende Einzelkönner am Ball bewundern, so Anton Ihde (Phönix), Ilir Serifi (Neumünster), Jonah Gieseler (Heide), Robin Shivani (VfB Lübeck), Islam Matene und Laurynas Kulikas (Holstein), Mats Klüver (Todesfelde), Silas Meyer (Eichede) oder Maksym Tytarenko (Weiche). Die spielerisch beste Mannschaft war Holstein. Heide und ebenso der PSV Neumünster traten mit geschlossener, konzentrierter Leistung auf.

Neben Makysm Tytarenko waren Raul Celotto, Dominic Hartmann und Jonas Kabus beste Akteure des SC Weiche. Ein großes Dankeschön geht an Clemens Barth und Jonas Kabus, die an diesem Abend aus unserer U 23 ausgeholfen hatten.

Unsere Mannschaft wird nach kurzer Trainingspause voll in die Vorbereitung auf die Frühjahrsrunde in der Regionalliga einsteigen. Im ersten Testspiel gastiert Weiche am Samstag, 24. Januar 2026, ab 14 Uhr beim dänischen Zweitligisten Kolding IF.

Weiche spielte mit: Bock, Seibt – Iloka, Kabus (1 Tor), Celotto (2 Tore), Richter, Hartmann (1 Tor), Tytarenko (3 Tore), Göttl, Bashiru Ali (1 Tor), Barth.

Die Spiele unserer Mannschaft:

1. Spiel: Weiche – Todesfelde 1:1. Tore: 1:0 Celotto (5.), 1:1 Klüver (12., Strafstoß).

2. Spiel: Weiche – Holstein Kiel 3:4. Tore: 1:0 Tytarenko (1.), 1:1 Bölter (2.), 1:2 Kulikas (5.), 1:3 Kulikas (6.), 2:3 Bashiru Ali (7.), 2:4 Matene (7.), 3:4 Kabus (8.).

3. Spiel: Eichede – Weiche 4:4. Tore: 0:1 Celotto (1., Strafstoß), 0:2 Tytarenko (3.), 0:3 Hartmann (4.), 1:3 S. Meyer (5., Strafstoß), 2:3 Ikeda (7.), 3:3 Fritzen (8.), 4:3 Bieche (10.), 4:4 Tytarenko (12.).

Die kompletten Turnierergebnisse:

Vorrunde: Phönix – Neumünster 0:1, VfB – Heide 0:1, Weiche – Todesfelde 1:1, Holstein – Eichede 3:2, Phönix – VfB 3:2, Heide – Neumünster 2:2, Weiche – Holstein 3:4, Eichede – Todesfelde 2:2, Neumünster – VfB 1:0, Heide – Phönix 2:1, Todesfelde – Holstein 2:1, Eichede – Weiche 4:4.

Gruppe A: 1. Heide 5:3/7, 2. VfR Neumünster 4:2/7, 3. Phönix 4:5/3, 4. VfB Lübeck 2:5/0.

Gruppe B: 1. Holstein 8:7/6, 2. Todesfelde 5:4/5, 3. Weiche 8:9/2, 3. Eichede 8:9/2.

Halbfinale: Heide – Todesfelde 2:3, Neumünster – Holstein 2:4. Finale: Todesfelde – Holstein 3:1.

Beste Torschütze: Laurynas Kulikas und Islam Matene (Holstein) mit je 4 Toren. Bester Spieler: Islam Matene (Holstein). Bester Torhüter: Christopher Newe (VfR Neumünster).