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Erstes Gastspiel 2026: in Lohne

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Erstes Gastspiel 2026: in Lohne

Am Sonntag geht es zu den Blau-Weißen

21. Februar 2026

Am kommenden Wochenende sollte die Regionalliga Nord planmäßig ihren 23. Spieltag absolvieren. Vom Vorhaben mit neun Spielen ist bereits zur Mitte der Woche nur noch ein Rumpfprogramm mit drei Partien übriggeblieben. Allerdings: In Lohne – vor den „Toren“ des deutlich wärmeren Nordrhein-Westfalens – sieht es witterungsbedingt doch anders als im hohen Norden aus. Jedenfalls ist die Wahrscheinlichkeit nicht so gering, dass gespielt werden kann. Bevor unsere Mannschaft am Sonntagnachmittag um 14 Uhr im Heinz-Dettmer-Stadion der Blau-Weißen antreten muss, haben wir für Euch wieder ein paar Fakten zusammengestellt.

Zur Lage: drei Sonntagsspiele noch möglich

Der Norddeutsche Fußball-Verband (NFV), zuständig für die Regionalliga Nord, hatte sich das sicherlich ganz anders vorgestellt. Nachdem bereits am vergangenen Wochenende die vorgesehenen fünf Nachholspiele dem Wetter zum Opfer gefallen waren, trudelten schon Anfang der Woche die ersten Absagen für den 23. Spieltag – dem ersten Regelspieltag im neuen Jahr – ein. So wie es aussieht, könnte ein Mini-Programm mit drei Partien – jeweils am Sonntag – über die Bühne gehen. Ab 13.30 Uhr soll Hannover 96 II im drittliga-tauglichen und in diesem Jahr bereits drittliga-erprobten Eilenriedestadion den SV Meppen erwarten. Auch die Partie auf dem Kunstrasen im Stadion Hoheluft zwischen dem Hamburger SV II und dem Bremer SV könnte stattfinden. Anpfiff wäre hier um 15.30 Uhr. Und um 14 Uhr soll die Partie zwischen Lohne und Weiche auf dem Naturrasenplatz des Heinz-Dettmer-Stadions beginnen. Dort lag zwar am Montag noch Schnee auf der Anlage, doch die Verantwortlichen in Lohne sind zuversichtlich, und angesichts der deutlich milderen Temperaturen im Süden des NFV-Gebiets und im Westen der Republik scheint der Optimismus auch berechtigt zu sein.

Für alle sechs beteiligten Mannschaften geht es um wichtige Punkte. Meppen möchte im Titelkampf den nächsten Schritt machen. Lohne hingegen hat das Ziel, als Drittletzter mit einem „Dreier“ den Druck vor allem auf Norderstedt (Platz 15) zu erhöhen und an der Eintracht vorbei auf einen Nichtabstiegsplatz zu springen. Hannover II und Weiche werden dagegenhalten wollen, um nicht von den Rängen 8 und 9 in den Keller gezogen zu werden. Beim Spiel zwischen dem HSV II und dem Bremer SV geht es für die Tabellennachbarn aus dem oberen Mittelfeld erst einmal darum, den Klassenverblieb wieder etwas sicherer zu machen.

Zum Gegner: viel Routine und zwei Ex-Flensburger

Blau-Weiß Lohne zählte im vergangenen Herbst sicherlich zu den negativen Überraschungen in der Regionalliga Nord. Im Sommer noch namhaft verstärkt, galten die Blau-Weißen mit ihrem erfahrenen Trainer Uwe Möhrle nach zuvor sehr konstanten Jahren im Tabellenmittelfeld sogar als heimlicher Mitfavorit. Doch es lief so gar nicht für die routinierte Mannschaft. Selbst als nach dem verpatzten Start mit nur einem Sieg (2:1 gegen Hannover 96 II/H) aus den ersten fünf Liga-Spielen mit dem 3:1-Auswärtserfolg in Flensburg ein scheinbarer Befreiungsschlag gelang, kehrten die alten Muster rasch zurück. Eine 2:6-Niederlage bei Werder Bremen II und eine 0:3-Heimschlappe gegen Oldenburg, dazu noch das klare Pokal-Aus schon in Runde eins auf Landesebene in Drochtersen (2:5) – die Krise kam schneller wieder nach Lohne zurück, als die Verantwortlichen um den Sportlichen Leiter Luca Scheibel befürchtet hatten. Irgendwann war dann das Maß voll, und der verdienstvolle Trainer Uwe Möhrle musste nach einer 0:4-Niederlage in Meppen gehen. Seinem Nachfolger Christian Neidhart, lange Jahre ausgerechnet in Meppen sehr erfolgreich, gelang es, das havarierte Schiff etwas zu stabilisieren, wobei erst gegen Norderstedt vor eigener Kulisse 3:3-Remis und dann gegen den HSV-Nachwuchs 0:1 verloren wurde. Siege beim HSC Hannover (3:1) und gegen Phönix Lübeck (2:1) brachten im November wichtige sechs Punkte ein. Doch nach den Niederlagen bei Hannover 96 II (0:2) und zuhause gegen den Bremer SV (0:1) musste Lohne dennoch auf Rang 16 überwintern – ein Platz, der sehr wahrscheinlich den Abstieg bedeuten würde.

Dabei ist der Kader sehr prominent und erfahren. Zwar verlor Lohne Theo Janotta vor der Saison an Drittligist Osnabrück. Auch ist der jetzige Winterabgang Bjarne Kasper (zum Bremer SV zurück) kein in der Regionalliga Unbekannter. Aber mit Ex-Profi Luca Zander oder dem aus Flensburg gelockten Pelle Hoppe war ebenfalls Qualität auf der Zugangsseite zu registrieren. Noch mehr hatte man sich von Martin Kobylanski erhofft. Der polnische Stürmer mit Vergangenheit u. a. bei Werder Bremen, Union Berlin, Preußen Münster und Eintracht Braunschweig konnte die Erwartungen trotz seiner vier Saisontore aber nicht erfüllen. Im Winter wurde ihm nahegelegt, sich einen neuen Verein zu suchen. Das traf zunächst auch auf Luca Zander zu, doch der Abwehrspieler wurde wieder rehabilitiert und kehrte – anders als Kobylanski – wieder in den Kader zurück.

Neben Pelle Hoppe, der mit fünf Treffern bislang erfolgreichster Schütze in der Liga ist, steht mit Torben Rehfeldt ein weiterer Ex-Flensburger im Kader von „BWL“. Stammkräfte sind außerdem u. a. Torhüter Marko Dedovic, Abwehrspieler Johannes Sabah, die Mittelfeldspieler Malte Wengerowski, Rilind Neziri, Leonard Bredol, Jakub Westendorf oder die Stürmer um „Oldie“ Thorsten Tönnies, Felix Schmiederer und Nico Thoben. Im Winter kamen Luke Schierenbeck (23, von TuS Sudweyhe) für die Innenverteidigung und Mittelfeldakteur Tom Kankowski (22, von TuRa Harksheide, zuvor u. a. FC St. Pauli II und Teutonia 05) hinzu.

In der Vorbereitung, die auch bei TuS BW Lohne von einigen Testspielabsagen geprägt war, gab es ein 1:1-Remis gegen West-Regionalligist SV Rödinghausen, ein 4:3-Sieg gegen Preußen Münster II, ein 4:0 gegen Eintracht Nordhorn und zuletzt ein 3:0-Sieg gegen TuS Bersenbrück. Bei der Generalprobe auf eigenem grünen Kunstrasen am Freitag vergangener Woche trafen Nico Thoben (15.) sowie die eingewechselten Mats Wegner (83.) und Anton Wessels (90.).

Unsere Mannschaft: zum vierten Mal in Lohne

Die Wintervorbereitung war beim SC Weiche Flensburg 08 alles andere als optimal. Durch den Umstand, dass es vielen anderen Mannschaften aus dem Norden und vor allem den meisten Liga-Konkurrenten kaum besser ging, lässt sich diese Feststellung aber relativieren. Training auf grünen Plätzen war in Flensburg nicht möglich; oft wurde, auch zu Testspielen, nach Dänemark ausgewichen. Manchen Spielern wurde zudem die Ersatzform des Trainings in einem Fitnessstudio auf Dauer überdrüssig. „Die Mannschaft hat die Umstände aber gut angenommen“, so Cheftrainer Tim Wulff, den eher die personellen Engpässe aufgrund von Verletzungen und Erkrankungen ein paar Sorgen bereiteten. Dass mal wirklich 20 und mehr Spieler zum Training zur Verfügung standen, war eher die Ausnahme und nur erreichbar, wenn Talente aus der U 23 oder der U 19 zur Verfügung standen. Die Ergebnisse der Testspiele waren eher „durchwachsen“, doch die zählen nun sowieso nicht mehr.

Unser Außenverteidiger Theo Behrmann fasst die Wintervorbereitung in einem Interview für die vereinseigenen Medien dann auch kurz und bündig zusammen: „Der Schnee hat die Vorbereitung ein bisschen erschwert. Aber ich glaube, so ging es den meisten Mannschaften in der Liga. Wir haben das Beste aus den Möglichkeiten gemacht und sind bereit für die restlichen Spiele.“ Personell hat sich bei Weiche im Kader über den Winter nicht allzu viel ereignet. Mit Christian Rust löste ein verletzter Torhüter seinen Vertrag vorzeitig auf. Außerdem tat dies auch Stürmer Moritz Göttel, der inzwischen bei Altona 93 anheuerte. Neu hinzu kam Torhüter Ronny Seibt, der sich mit Nils Bock um den Platz zwischen den Pfosten duelliert. Theo Behrmann sieht die eher geringe Fluktuation positiv. Der 24-Jährige, der die Wintervorbereitung komplett absolvieren konnte („Ich fühle mich fit, und ich bin bereit für den Rest der Saison.“), sagt: „Es spricht definitiv für die Mannschaft, wenn der Verein und der Trainer uns als Spieler vertrauen. Dieses Vertrauen gilt es nun zurückzuzahlen.“ Und zur sportlichen Situation und den Aussichten für das Frühjahr sagt unsere Nummer 28: „Wir sollten uns als Mannschaft erstmal darauf konzentrieren, unsere Spiele zu gewinnen, um den Abstand auf die Mannschaften hinter uns weiter auszubauen. Wenn wir unsere Spiele gewinnen, wird sich am Ende zeigen, was noch möglich ist.“ Mit dem Gewinnen sollte möglichst schon am Sonntag in Lohne begonnen werden. Die bisherigen drei Auftritte in der kleinen, nicht ganz 30.000 Einwohner zählenden niedersächsischen Industriestadt im Landkreis Vechta zeigten einerseits, dass es schwierig und andererseits, dass es nicht unmöglich ist. Das erste Gastspiel an einem frühen Sonntagnachmittag, 19. März 2023, verlor Weiche mit 0:2. Auch der jüngste Auftritt im Heinz-Dettmer-Stadion ging an Lohne, und zwar am Freitagabend, 27. September 2024 mit 3:1. Und dazwischen gelang Weiche am 30. September 2023, an einem Freitagabend, ein 3:0-Auswärtssieg.

Insgesamt spricht die bisherige Bilanz nach sieben Duellen mit fünf Siegen und 16:10 Toren für die blau-weißen Gastgeber. Die jüngsten drei Aufeinandertreffen gingen komplett an Lohne, darunter mit 3:1 das Hinspiel am 27. August 2025.

Hinweise für alle Fans: Reise in den Frühling

Das Spiel soll am Sonntag, 22. Februar 2026, im Heinz-Dettmer-Stadion von Lohne um 14 Uhr angepfiffen werden. Schiedsrichter der Partie ist Marvin Vogt (SV Börnsen 1948), der von Timo Rehder (Heidgrabener SV) und Robert Waigant (Kickers Halstenbek/alle Hamburger Fußball-Verband) assistiert wird.

Einen Livestream könnt Ihr wie gehabt über den Anbieter SolidSport unter https://nordfv.tv/sc-weiche-flensburg-08 nutzen. Ihr gelangt dorthin ebenso, wenn Ihr über unsere Homepage (weiche-liga.de) auf den Button „Weiche 08 TV“ geht. Die Übertragungen der Gastgeber, mit fachkundiger Kommentierung und zuweilen einem weiteren Gesprächspartner, zählten in der Vergangenheit qualitativ zu den besten der gesamten Liga. Wir werden, wie gehabt, auf unseren Social-Media-Kanälen einen Ticker mit Infos zu Aufstellung, Spielbeginn, Halbzeit und Abpfiff zu laufen haben.

Die Austragungsstätte befindet sich in der Steinfelder Straße 5 im Süden der Stadt und ist für Autofahrer am besten über die Ausfahrt 65 der A 1 „Lohne/Dinklage“ zu erreichen. Von dort sind es ganze sechs Kilometer über den Südring Richtung „Stadion“. Am Kreisverkehr geht es dabei an der dritten Ausfahrt Richtung Innenstadt. Gleich hinter dem Ortseingang kommt rechter Hand die Spielstätte. Für die – im „Normalfall“ – insgesamt 335 km lange Fahrt mit dem PKW von Flensburg bis zum Spielort über die A 7, A 261 und die A 1 müssen – ohne Staus – deutlich mehr als drei Stunden eingerechnet werden. Am kommenden Wochenende ist allerdings der Elbtunnel gesperrt. Daher muss die Anreise über die Ausfahrt Neumünster Süd, B 205, A 21 und ab Autobahnkreuz Bargteheide über die A1 erfolgen. Folglich ist mit mehr Fahrzeit zu rechnen.

Nutzerinnen und Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel erreichen nach Umstiegen in Hamburg und Bremen die Kleinstadt Lohne bei Nutzung eines Fernverkehrszuges zwischen Hamburg und Bremen nach etwa fünfeinhalb Stunden (z. B. 06.17 Uhr ab Flensburg; 11.36 Uhr an in Lohne (Oldb)). Für die Rückfahrt bietet sich eine Verbindung mit Abfahrt ab Lohne um 17.21 Uhr und planmäßiger Ankunft in Flensburg um 22.42 Uhr an.

Fans können sich gern an unseren Fanbeauftragten unter fanbetreuung@weicheflensburg08.de wenden.

Ein Hinweis noch zum Wetter: In Lohne werden für den Sonntag zweistellige und damit frühlingshafte Höchsttemperaturen erwartet. Mit Niederschlag muss allerdings gerechnet werden.

Wir wünschen allen nach Lohne fahrenden Weiche-Fans eine problemlose Anreise, ein schönes Spiel und eine gut gelaunte Rückkehr nach Flensburg.