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Super Stimmung und tolle Tore

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Super Stimmung und tolle Tore

SC Weiche Flensburg 08 – Hamburger SV II 4:0 (2:0)

12. September 2026

Die Serie wird immer unheimlicher! Mit dem siebenten Sieg hintereinander und einer alles in allem überzeugenden Mannschaftsleistung hat der SC Weiche Flensburg 08 am 8. Spieltag die Tabellenführung in der Regionalliga Nord eindrucksvoll verteidigt. Unsere Mannschaft bezwang die spielstarke U 21 des Hamburger SV am Freitagabend unter Flutlicht überraschend deutlich mit 4:0-Toren. Bei bestem frühherbstlichem, nicht völlig trockenem Wetter zeigte sich Weiche vor der Saison-Rekord-Heimkulisse von 1.480 Zuschauern im Manfred-Werner-Stadion als die deutlich effektivere Vertretung. „Wer die Tore schießt, der darf sie auch am Ende zählen“ – die alte Fußball-Weisheit galt an dem stimmungsvollen Freitagabend mal wieder. Gäste-Trainer Lukas Anderer sah „in der Box“ die entscheidenden Unterschiede zwischen den beiden Konkurrenten und sprach von einer wertvollen Erfahrung, die seine junge Mannschaft mitnehmen müsse. Für unseren Cheftrainer Tim Wulff war der bislang höchste Sieg über den HSV II im 27. Aufeinandertreffen ein gelungener Abend. Er sagte: „Riesenkompliment an meine Jungs. Ich will da gar keinen hervorheben, sondern es war eine geschlossene Mannschaftsleistung von uns. Da können wir heute stolz drauf sein.“

Bei unserer Mannschaft gab es im Vergleich zur Startelf des vorherigen Spiels beim HSC Hannover (6:1) zwei Änderungen. Ole Wagner und Maksym Tytarenko ersetzten die verletzungsbedingt fehlenden Torben Marten und Nick Selutin. Brandolf Duah rutschte dadurch in die Innenverteidigung. Die Kapitänsbinde übernahm Theo Behrmann. Im eher späten Verlauf der zweiten Halbzeit wurden erst Joshua Nwokoma und Marcel Cornils, danach Raul Celotto und Randy Gyamenah sowie schließlichSamuel Hust eingewechselt. Zum Spieltagsaufgebot zählten ferner Torhüter Nils Bock, Bjarne Schleemann, der etatmäßige Kapitän Kevin Ntika und Thies Richter. Nicht dabei waren neben den verletzten Torben Marten, Nick Selutin, Uchechi Duru und Alexander Laukart zudem Torhüter Bjarne Schneider, Daniel Schaen und Joshua Hansen.

HSV-Trainer Lukas Anderer nahm im Vergleich zum jüngsten 3:1-Sieg beim SSV Jeddeloh II ebenfalls zwei Änderungen in der Startelf vor. Calvin Rahr und Davis Rath begannen für Noah Adekunle und Joel Agyekum (beide nicht im Kader). Vor der Pause musste der HSV bereits verletzungsbedingt wechseln. Für Kilian Machado ging es nach einem Kopftreffer nicht weiter (41.). Der SC Weiche Flensburg 08 sendet beste Genesungswünsche!

Die Partie begann ganz nach dem Geschmack der Heimelf. Ein abgewehrter Eckstoß blieb über Ole Wagner und Erolind Krasniqi im Flensburger Ballbesitz. Das Spielgerät landete auf halbrechts bei Ilir Serifi, der die Murmel scharf ins Zentrum brachte, wo Maksym Tytarenko den Ball nur ins Netz abtropfen lassen musste: 1:0 (6.)! Kurz darauf setzte unser Ukrainer seinen Schuss vorbei, wobei allerdings ohnehin die Fahne an der Linie wegen einer Abseitsstellung nach oben gegangen war (9.). In der Folge zog sich Weiche eher etwas zurück. Die jungen „Rothosen“ sammelten viel Ballbesitz und kamen auch ab und an durchaus gefährlich vor das Flensburger Tor. Bei einer Rechtsflanke stützte sich Dorian Migalic beim Kopfballversuch bei seinem Gegenspieler auf; der Ball hätte ohnehin sein Ziel verfehlt (17.). Kevin Ojo setzte auf halblinks Joonas Frenzel ein, der auch schon an SC-Torhüter Ronny Seibt vorbei zu sein schien, aber im Abschluss zögerte, bis die Situation von Theo Behrmann kurz vor der Linie bereinigt wurde (20.). Auf der anderen Hamburger Angriffsseite war es Arnaud Riedel, der Kilian Machado in die Spur schickte. Auch er zögerte einen Tick zu lange, sodass Tanyel Eckstein im letzten Moment zum Eckstoß klären konnte (30.). Das, was der HSV-Nachwuchs bis zum Sechzehner fabrizierte, sah mitunter richtig gut aus, doch dann im Strafraum fehlt die Entschlossenheit. Da hatte Weiche einfach mehr zu bieten. Ibrahim Bashiru Ali scheiterte noch nach starker Einzelleistung auf halblinks am rechtzeitig herauseilenden Torhüter Colin Poppelbaum (26.). Absolut sehenswert war dann der zweite Treffer. Auf Rechtsaußen hatte Maksym Tytarenko fast von der Eckfahne das Streitobjekt nach innen gebracht, Erolind Krasniqi nahm den aufsetzenden Ball mit unfassbar guter Schusstechnik direkt und zimmerte ihn aus 17 Metern zum 2:0 rechts ins obere Eck (34.). Auch danach beteiligten sich die Gäste mit viel Eifer am Spiel. Der offensiv viele Akzente setzende Linksverteidiger Davis Rath brachte die Murmel bei der letzten Möglichkeit vor der Pause gefährlich nach innen, doch Ronny Seibt war wieder abgetaucht, entschärfte die Eingabe (45.).

Nach dem Seitenwechsel schien der Bundesliga-Nachwuchs mit aller Macht die Wende herbeiführen zu wollen. Mads Bröcker prüfte nach Vorarbeit von Davis Rath aus 16 Metern den Weiche-Schlussmann Ronny Seibt (50.). Dorian Migalic scheiterte ebenfalls am Torhüter, nachdem er sich über links durchgetankt hatte (56.), und Kelvin Ojo hatte nach einem Fehler im Flensburger Spielaufbau ebenfalls den Anschlusstreffer auf dem Fuß, verzog aber rechts vorbei (57.). Auf der Gegenseite parierte Torhüter Colin Poppelbaum einen Kopfball von Theo Behrmann nach Freistoß von Erolind Krasniqi (49.). Dann hatte Maksym Tytarenko die Vorentscheidung auf dem Fuß, als ein Dribbling von Ilir Serifi Raum schuf. Nach seinem Zuspiel legte Ibrahim Bashiru Ali auf den lauernden Maksym Tytarenko ab, dessen Schuss aus 15 Metern knapp über den Kasten ging (54.). Doch wenig später fiel der wichtige Treffer zum 3:0. Die Vorarbeit über rechts leistete der Kapitän Theo Behrmann nach einem Doppelpass mit Erolind Krasniqi mit einem dynamischen Vorstoß in den Strafraum. Seine flache Eingabe auf den Fünfer drückte Ibrahim Bashiru Ali problemlos ins Netz (60.).

Mit diesem Tor wuchs im Stadion der Glaube daran, dass den Platzherren im vierten Heimspiel der vierte Sieg gelingen würde. Daran bestanden trotz der durchaus vorhandenen Bemühungen der jungen HSV-Elf kaum noch Zweifel. Den Deckel endgültig drauf schraubte Marcel Cornils mit nur einem Kontakt. Zuvor hatte Ibrahim Bashiru Ali den Ball über vierzig, fünfzig Meter durch das Mittelfeld bis an den gegnerischen Strafraum getrieben, wo er sich immer wieder im Zweikampf behauptete. Sein Zuspiel auf halblinks heraus verwandelte unsere Nummer zehn mit einem präzisen Abschluss aus sieben Metern in die lange Ecke zum 4:0 (77.).

Die Schützlinge von Lukas Anderer versuchten es unverdrossen weiter. Radin Amadou scheiterte an Ronny Seibt (79.) und setzte danach einen Kopfball vorbei (86.). Davis Rath zirkelte einen Freistoß von halbrechts aus gut 18 Metern an das Außennetz (90.+1). So blieb es beim am Ende klaren 4:0-Sieg des Spitzenreiters, der seine Klasse eindrucksvoll unterstrich, während die spielerisch durchaus überzeugenden Gäste anerkennen mussten, dass sie diese Abschlussqualität nicht in ihren Reihen hatten.

Auffälligste Spieler beim HSV II waren der offensivstarke Linksverteidiger Davis Rath, Henri Schümann im zentralen defensiven Mittelfeld und Mads Bröcker, der in der Offensive viel probierte. Auf Flensburger Seite sei die auch vom Trainer unterstrichene starke Mannschaftsleistung hervorgehoben. Zu den besten auf dem Platz zählten allerdings auch die Unparteiischen um Referee Rene-Alexander Rose. Es ist in der Liga nicht immer so, dass die Schiedsrichter so wenig Angriffsfläche für eine Kritik bieten.

Weiter geht es für unsere Mannschaft mit einer „englischen Woche“. Daher ist sie im Rahmen des 9. Spieltags bereits am kommenden Mittwoch, 16. September 2026, ab 18 Uhr bei der FSV Schöningen im dortigen Elmstadion zu Gast.

Weiche: Seibt – Behrmann (Kap.), Duah, Eckstein, Wagner – Lamce (86. Hust), Serifi (83. Celotto) – Tytarenko (74. Nwokoma), Krasniqi (74. Cornils), Bashiru Ali – Tobinski (83. Gyamenah). Trainer: Wulff.

Hamburger SV II: Poppelbaum – Rahr, Bissi-Mouelle (46. Boltersdorf), Raht – Machado (41. Yildirim), Schümann, Riedel, Migalic – Bröcker (61. Puzzo), Frenzel (Kap./67. Amadou), Ojo (76. Barkowsky). Trainer: Anderer.

Tore: 1:0 Tytarenko (6.), 2:0 Krasniqi (34.), 3:0 Bashiru Ali (60.), 4:0 Cornils (77.).

Zuschauer: 1.480 unter Flutlicht im Manfred-Werner-Stadion, Flensburg-Weiche.

Schiedsrichter: Rene-Alexander Rose (TSG Bad Harzburg).

Verwarnungen: –/Bröcker (Foul an Lamce, 32.), Ojo (Foul an Serifi, 70.), Schümann (73.).

Trainerstimmen:

Der Gäste-Trainer Lukas Anderer sagte: „Glückwunsch Tim und an ganz Weiche. Wir müssen da Haltung bewahren. Das war natürlich ein ordentlicher Schlag auf den Nacken. Man merkt dann auch, was gerade für ein Flow in der Mannschaft bei Weiche herrscht. Ich brauche mich jetzt nicht hinzusetzen und zu sagen, wir hätten ein gutes Spiel gemacht. Am Ende ist es so, dass Spiele in der Box entschieden werden. Und da war Weiche richtig effizient, und wir schaffen es nicht, aus unseren Situationen richtig gefährlich zu werden und den Ball über die Linie zu bringen. Deswegen geht das hier in Ordnung. Wir müssen – wie gesagt – Haltung annehmen, weil wir am Mittwoch das Derby gegen St. Pauli haben. Da wollen wir wieder erfolgreich sein. Wir werden unseren Weg mit den jungen Spielern weitergehen. So blöd es klingt, aber es war für uns heute auch eine wertvolle Erfahrung, aus der wir ganz viel mitnehmen können für die jungen Spieler mit 18 oder 19, die das erste Mal so einen Männerfußball erleben, und diese Effizienz lernt man auch mal kennen. Wir werden uns schon berappeln. Euch weiterhin viel Erfolg, nehmt den Flow mit, solange er da ist. Hut ab, und dann freuen wir uns auf das Rückspiel.“

Unser Trainer Tim Wulff sagte: „Es war von unserer Seite natürlich ein gelungener Abend, wenn man an die Anzeigetafel schaut und wir 4:0 zuhause vor einer Megakulisse gewinnen mit Superstimmung, vielen Sponsoren, vielen Zuschauern. Das haben sich die Jungs in den letzten Wochen verdient. Das habe ich den Jungs vor dem Spiel gesagt. Es ist ein hartes Stück Arbeit. Wir dürfen keinen Zentimeter weniger machen oder paar Prozentpunkte runterschrauben. Wir müssen genauso weiterarbeiten mit dem Ball und gegen den Ball. Kompliment an meine Jungs. Sie haben die Serie fortgesetzt, weiter Gas gegeben und verdient das Spiel gewonnen, obwohl ich schon wieder zweimal wechseln musste und auch eine extrem junge Mannschaft auf dem Platz hatte. So sehr viel älter sind wir gar nicht, wenn man das Alter gegen die Mannschaft von Lukas entgegensetzt. Dementsprechend auch Riesenkompliment an meine Jungs. Ich will da gar keinen hervorheben, sondern es war eine geschlossene Mannschaftsleistung von uns. Da können wir heute stolz drauf sein, können vielleicht mal ein Glas Wein trinken. Morgen früh ist wieder Training, und dann wartet am Mittwoch mit Schöningen schon der nächste richtige Brocken auf uns, wo wir – wie Lukas es sagt – den Flow weitermitnehmen wollen, solange es irgendwie geht. Wir wollen unsere Qualitäten auch dort ausspielen. Wir sind auf einem guten Weg – aber auch nicht mehr. Wir müssen von Woche zu Woche schauen, wir müssen unsere Hausaufgaben machen. Wir brauchen jetzt nicht mit Träumen anfangen, sondern wir müssen einfach arbeiten. Das geht im Fußball, und dafür musst Du alles investieren, um positive Ergebnisse einzufahren. Da sind wir im Moment auf einem guten Weg und wollen das einfach fortsetzen. Ich bin heute sehr zufrieden und stolz auf meine Jungs. Lukas, Dir persönlich wünsche ich nur das Beste, dem HSV den maximalen sportlichen Erfolg. Bleibt alle gesund. Und wir freuen uns auch auf das Rückspiel.“