SC Weiche Flensburg 08
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Wichtiger Dreier nach Rückkehr in den Alltag

  Spielinfo

Der SC Weiche Flensburg 08 hat die Rückkehr in den Regionalliga-Alltag erfolgreich gemeistert. Sechs Tage nach dem Ausnahmezustand im DFB-Pokalspiel gegen den VfL Bochum (1:0) vor ausverkauftem Haus gewann der amtierende Meister sein drittes Heimspiel in der vierten Liga am Sonnabendnachmittag gegen den BSV Schwarz-Weiß Rehden vor 792 Zuschauern mit 2:1. Bei frühherbstlichem Wetter, das in Nichts an den sonnengefluteten Sommer erinnerte, zeigte unsere Mannschaft im Manfred-Werner-Stadion zum Auftakt der nächsten „englischen Woche“ eine sehr ordentliche Vorstellung gegen einen Kontrahenten, der wieder einmal mit zahlreichen Neuverpflichtungen runderneuert, aber wie gehabt unangenehm auftrat. Nach dem siebenten Gastspiel der Rehdener an der Bredstedter Straße konnte Weiche damit die Heimbilanz auf jeweils drei Siege und Niederlagen ausgleichen. Zugleich gelang die Rehabilitation dafür, dass in den beiden Duellen der vorangegangenen Saison lediglich ein Remis herausgesprungen war (1:1/H; 1:3/A).

Sechs Tage nach dem famosen 1:0-Sieg im DFB-Pokalwettbewerb an gleicher Stelle gegen den VfL Bochum schickte Trainer Daniel Jurgeleit eine beinahe unveränderte Startelf auf den Rasen. Den Platz des verletzten etatmäßigen Kapitäns Christian Jürgensen in der Anfangself und als Spielführer übernahm als einzige Änderung positionsgetreu Jonas Walter. Vor Torhüter Florian Kirschke verteidigten Kevin Njie (rechts), Patrick Thomsen (zentral) und Torge Paetow (links) in der Dreierkette. Diese wurden in der Defensivarbeit durch die Außenbahnspieler Ilidio Pastor Santos (rechts) und Florian Meyer (links) sowie in der Zentrale von Jonas Walter (defensiv) bzw. Dominic Hartmann und Kevin Schulz (offensiv) unterstützt. Als Doppelspitze agierten Nico Empen und Gökay Isitan. Eingewechselt wurden Joël Keller, der so endlich zu seinem Weiche-Heimdebüt kam, Nedim Hasanbegovic und Tim Wulff. Ersatztorhüter Raphael Straub, Hendrik Ostermann, Brian Jungjohann und Marvin Ibekwe blieben diesmal auf der Bank. Brian Jungjohann aus unserer Oberliga-Mannschaft und dort noch am Freitagabend beim 4:2-Sieg gegen Bordesholm aktiv, stand erstmals im Aufgebot der Regionalliga-Mannschaft. Neben dem verletzt ausgefallenen Kapitän Christian Jürgensen (Leistenprellung aus dem Bochum-Spiel) und Jannick Ostermann (Grippe) waren auch die zuletzt schon verletzt fehlenden Jannis Pläschke (Außenband), Finn Wirlmann (Syndesmoseband), Gary Noël (Knieprellung) und Benjamin Safo-Mensah sowie Jannik Drews (ebenfalls am Freitagabend in unserer Oberliga-Mannschaft aktiv) nicht im 18er Kader.

Unsere Mannschaft übernahm von Beginn an das Kommando, ohne nun ein Feuerwerk vor dem Gästetor abzubrennen. Nach Vorarbeit von Ilidio Pastor Santos und Nico Empen auf der rechten Seite hatte Gökay Isitan die erste Möglichkeit, doch er scheiterte auf halblinks am gut parierenden Torhüter Sygo (6.). Und der Rehdener Schlussmann war gleich noch einmal aufmerksam zur Stelle, als Gökay Isitan auf halbrechts auf Nico Empen in die Tiefe passte (14.). Dann zog Dominic Hartmann im Dribbling durch das Mittelfeld das Tempo an, setzte Florian Meyer auf links ein, dessen Eingabe Nico Empen am kurzen Pfosten knapp neben den Kasten platzierte (17.). Und weiter ging es beinahe nur in eine Richtung. Als Petrov an der Strafraumkante in Ilidio Pastor Santos grätschte, entschied der Unparteiische auf Eckstoß, obgleich unsere Mannschaft einen Strafstoß reklamierte (20.). Dann war wieder zweimal BSV-Torhüter Sygo zur Stelle, erst beim Aufsetzer aus der Distanz von Jonas Walter (27.), dann als Nico Empen bei einem Flensburger Konter angeschossen wurde, der Ball aber eine Flugkurve in Richtung des Gäste-Tores nahm (30.). Im Detail offenbarten sich allerdings auch Abstimmungsmängel bei den Männern aus dem Landkreis Diepholz. Nach einer Flanke von Ilidio Pastor Santos, der auf rechts immer wieder seine Schnelligkeit ausspielen konnte und sich sehr aktiv zeigte, griff Sygo diesmal daneben, aus der Drehung brachte Florian Meyer das Leder in Richtung des Rehdener Tores, doch der aufmerksame Canzian da Silva klärte vor der Linie (32.). Wenig später waren sich der Schlussmann der Schwarz-Weißen und Petrov uneinig, erneut versuchte es Florian Meyer, hob die Kugel aber über den Kasten (37.). Da auch Dominic Hartmann vom Strafraum (41.) und erneut Florian Meyer bei einer Direktabnahme eines „zweiten Balles“ (42.) das Tor verfehlten, schien sich der Gast mit einem torlosen Remis in die Pause schummeln zu können. Doch nach einem weiten Einwurf von Torge Paetow von der rechten Seite nahm Jonas Walter den „zweiten Ball“ auf, passte ihn zu Florian Meyer, der wiederum auf Linksaußen Gökay Isitan einsetzte. Und dessen Eingabe verwertete Nico Empen am Fünfmeterraum technisch gekonnt: kurze Annahme mit rechts, schneller Abschluss mit links (45.).

Und der Gast? Die Niedersachsen versuchten durchaus früh zu attackieren, doch gelang es ihnen nicht, sich daraus Chancen zu erspielen. Zum ersten Abschluss kam Kapitän Hohnstedt, der allerdings ohne Druck die Kugel rechts vorbei schoss (26.). Dann war Anyamele mal mit schnellem Antritt auf links in guter Position, aber dessen Ball – halb Eingabe, halb Schuss – aus spitzem Winkel ging durch den Fünfmeterraum und letztlich weit vorbei (35.). Gäste-Trainer Muzzicato war jedenfalls mit der Vorstellung seiner Elf offenbar wenig zufrieden, wechselte bereits in Halbzeit eins (Salifou Moussa für den unsichtbaren, aber nicht angeschlagenen Rieckhof, 39.) und dann auch in der Pause (Nadaner für Petrov, 46.).

Die alles andere als langweilige Partie hatte auch gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit ein paar Höhepunkte zu bieten. Zunächst lag das möglicherweise vorentscheidende 2:0 in der Luft. Einen Freistoß von der rechten Außenseite hatte Dominic Hartmann auf Torge Paetow an den Sechszehner gepasst, dann legte Nico Empen im Strafraum kurz auf Patrick Thomsen ab, doch den 13-Meter-Schuss des SC-Innenverteidigers lenkte Torhüter Sygo noch famos an den rechten Pfosten (50.). Und nach dem folgenden Gegenangriff stand es plötzlich völlig überraschend 1:1! Becker hatte aus der eigenen Hälfte einen langen Ball halbrechts in den Lauf von Yamada gespielt, der die Kugel geschickt an- und mitnahm und sie von der Strafraumgrenze versenkte – sehenswert (51.).

Nun war unsere Mannschaft besonders gefordert. Sie brauchte auch ein paar Minuten und hätte bei zwei Möglichkeiten der Niedersachsen sogar in Rückstand geraten können. Einen Aufsetzer des gegenüber seinem Vorgänger Rieckhof deutlich aktiveren Salifou Moussa, der sich auf halblinks durchsetzte und von der Strafraumkante abschloss, parierte SC-Torhüter Florian Kirschke bei seiner ersten echten Bewährungsprobe sicher (53.), dann war er beim Kopfball von Becker aus Nahdistanz am zweiten Pfosten nach Freistoß von Menga von der linken Seite zur Stelle (61.).

Der Meister fing sich wieder, drängte mit mehr Dynamik auf die erneute Führung, die auch alsbald gelang. Gökay Isitan hatte im Strafraum auf den eingewechselten Heimdebütanten Joël Keller und dieser auf Florian Meyer gepasst. Mit einem „kurzen“ Doppelpass mit Jonas Walter hatte der Linksaußen Tempo aufgenommen und Platz gewonnen; aus spitzem Winkel sowie mit Hilfe sowohl des Torhüters Sygo als auch des zweiten Pfostens landete die Kugel zum 2:1 im Rehdener Netz (71.).

Auch die letzten Szenen gehörten Weiche. Gleich nach dem Führungstreffer passte Nico Empen von halbrechts ins Zentrum, wo Rehdens Schlussmann Sygo vor dem einschussbereiten Joël Keller zupacken konnte (73.). Schließlich verfehlte Florian Meyer mit einem verdeckten Schuss nach kurzer Ablage von Torge Paetow nur haarscharf das Ziel (82.). Und der Schuss von Dominic Hartmann nach starker Vorarbeit von Joël Keller, der auf den Elfmeterpunkt zurückgepasst hatte, wurde noch geblockt (90.). Auf der Gegenseite hatte auch noch der kurz zuvor (76.) für Menga eingewechselte Ex-Profi Sembolo eine „starke Szene“ – als er dem Unparteiischen Hippel unter Beifall des Publikums die verloren gegangene gelbe Karte erst spaßeshalber zeigte und dann zurückgab (85.). Freilich änderte diese kleine komödiantische Einlage weder etwas am Endergebnis noch am Verdienst des Flensburger Sieges.

Bei unserer Mannschaft konnten vor allem Kevin Njie, Ilidio Pastor Santos und Florian Meyer ihre starken Leistungen aus dem DFB-Pokalspiel bestätigen. Doch auch Dominic Hartmann – mit viel Drang und Dynamik im Mittelfeld, wenn auch mit verunglückten Abschlüssen – und Nico Empen verdienten sich gute Noten. Der wieder einmal neu formierte Gast aus Niedersachsen hatte in Felix Junior im zentralen Mittelfeld seinen auffälligsten Akteur, wobei auch andere wie Ex-Profi Menga hin und wieder ihre individuelle Klasse zeigen konnten. Defensiv bot der rechte Innenverteidiger Canzian da Silva eine solide Partie. Vor der Abwehr ragte zudem Becker mit Übersicht und guten Pässen – so vor dem 1:1-Ausgleichstreffer – heraus.

Die nächste Partie steht bereits am Mittwochabend, 29. August 2018, 19 Uhr, auf dem „berühmten“ Platz 11 im Gelände des Bremer Weserstadions an. Dann gastiert Weiche beim Drittliga-Absteiger SV Werder Bremen II, der 2015 als Meister der Regionalliga Nord den Aufstieg und dann immerhin zweimal in Folge den Klassenerhalt in der dritten Liga geschafft hatte. Das letzte Duell ging dort am 26. April 2015 mit 0:2 verloren, wobei sagenhaft neun der elf Startspieler auch heute in unserer Regionalligamannschaft stehen (Florian Kirschke, Torge Paetow, Patrick Thomsen, Hendrik Ostermann, Kevin Schulz, Jannick Ostermann, Jonas Walter, Ilidio Pastor Santos und Tim Wulff) und die beiden weiteren Akteure – Karl-Christian Melfsen kickt in unserer Oberliga-Elf und Marc Böhnke ist als Fitnesstrainer Mitglied des Trainerstabes – ebenfalls noch immer der Weiche-Familie angehören. In den bisherigen sechs Aufeinandertreffen blieb unsere Mannschaft indes bei drei Remis und drei Niederlagen (5:12 Tore) sieglos – eine negative Bilanz wie sie für Weiche eine große Ausnahme darstellt. Auch für die siebente Auseinandersetzung gilt der Nachwuchs der Grün-Weißen als Favorit, wenngleich die Bremer U 23 im Sommer wie immer eine hohe Fluktuation im Kader hatte.

Weiche: Kirschke – Njie, Thomsen, Paetow – Walter (Kap./V/86. Hasanbegovic) – Pastor Santos, K. Schulz (63. Keller), Hartmann, F. Meyer – Empen (V), Isitan (90.+2 Wulff).

Tore: 1:0 Empen (45.), 1:1 Yamada (51.), 2:1 F. Meyer (71.).

Zuschauer: 792 im Manfred-Werner-Stadion, Flensburg-Weiche.

Schiedsrichter: Timo Hippel (DJK Germania Blumenthal/Bremerhaven), ohne spielentscheidende Fehler, obgleich er zuweilen gut zu tun hatte (2:3 gelbe Karten). 

Die Trainerstimmen:
Der Rehdener Trainer Benedetto Muzzicato gratulierte dem Kontrahenten zu dem „im Großen und Ganzen verdienten Sieg“. In der ersten Halbzeit sei seine Mannschaft zu passiv gewesen und habe sich schwer getan. Dennoch habe man sich beinahe mit einem 0:0 in die Pause retten können. Aus der Halbzeit sei man gut gekommen, man habe mutiger agiert und den Ausgleich erzielt, doch danach habe man wieder nachgelassen. Der Trainer sprach respektvoll über die Qualität des Gegners. Es habe teilweise sehr gut ausgesehen, wie der Gastgeber spielte; individuell sei Weiche ganz stark besetzt. Für die eigene Mannschaft käme es darauf an, nicht die Köpfe hängen zu lassen, weil es bereits am Mittwoch mit der nächsten Partie weitergehen wird. Es hieße, am Montag seine Spieler wieder aufzurichten, aber er sei sich sicher, dass die Mannschaft auf Dauer belohnt werden würde.

Unser Trainer Daniel Jurgeleit bedankte sich zunächst für die Glückwünsche und zeigte sich nach der Pokalüberraschung vor einer Woche sehr zufrieden, dass die drei Punkte in Flensburg blieben. Seine Mannschaft habe hohe Ballsicherheit gehabt, auch ein gutes Spiel nach vorn gezeigt, habe die Partie diktiert und sei kurz vor der Halbzeitpause verdient in Führung gegangen. „Wenn uns dann das zweite Tor gelingt, ist das Spiel wohl gelaufen“, mutmaßte der Trainer. Der Gegner sei motiviert in die zweite Halbzeit gegangen und zum Ausgleich gekommen. Aber seine Mannschaft habe die richtige Reaktion gezeigt, was für deren Stabilität spricht. Sie habe geduldig weitergespielt und verdientermaßen gewonnen. Vor allem nach dem Pokalauftritt, aus dem man den Schwung mitgenommen habe, sei er mit den drei Punkten sehr zufrieden. „Die Mannschaft hat eine gute Leistung gezeigt – erneut“, so abschließend der SC-Trainer.

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