SC Weiche Flensburg 08
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Wenig Glanz, ein Tor und drei Punkte

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SC Weiche Flensburg 08 - FC Eintracht Norderstedt 1:0 (1:0)

Der SC Weiche Flensburg 08 hat das Landesderby gegen den FC Eintracht Norderstedt mit 1:0 gewonnen. Zum Auftakt des 28. Spieltages der Regionalliga Nord sahen immerhin 848 Zuschauer im Manfred-Werner-Stadion am frühen Freitagabend kein besonders schönes Spiel, bei dem der abstiegsgefährdete Gast aus dem Hamburger Umland viele Spielanteile hatte und sich ein Remis durchaus verdient hätte. Unsere Mannschaft hatte bei bestem Fußballwetter mit Sonnenschein am späten Nachmittag das bessere Ende für sich. Sie blieb damit im bereits fünften Spiel in Folge ungeschlagen. Für die Eintracht, die dringend Punkte im Kampf um den Klassenerhalt benötigt und ohne den Ex-Flensburger Tayfun Can antrat, bleibt die Fördestadt hingegen ein unangenehmes Pflaster. Auch beim sechsten Gastspiel an der Bredstedter Straße gelang kein Sieg, und nach insgesamt zwölf Aufeinandertreffen in der Regionalliga steht noch immer nur ein Erfolg für die Eintracht in der Statistik.

Trainer Daniel Jurgeleit brachte im Vergleich zur Startelf vom 1:1-Remis beim VfL Wolfsburg II lediglich einen neuen Spieler. Für Nedim Hasanbegovic begann Kevin Schulz. Damit änderte sich allerdings in der offensiveren Startaufstellung mehr. Vor Torhüter Florian Kirschke begannen Kevin Njie (rechts), Patrick Thomsen (zentral) und Jonas Walter (links) in der im Verlauf der Partie noch umgestellten Dreierkette. Das zentrale Mittelfeld wurde von Jannick Ostermann und Dominic Hartmann besetzt. Torge Paetow (rechts) und Ilidio Pastor Santos (links) bearbeiteten die Außenbahnen. Die Doppelspitze bestand aus Nico Empen und Gökay Isitan, die zuweilen vom etwas defensiveren Kevin Schulz ergänzt wurde. Kurz vor der Halbzeitpause musste Dominic Hartmann angeschlagen vom Platz. Es kam positionsgetreu Nedim Hasanbegovic. In der zweiten Halbzeit wurden erst Marvin Ibekwe, dann in der Schlussphase Tim Wulff eingewechselt. Im 18er Aufgebot des Spieltages standen zudem Torhüter Raphael Straub, Leon Pascal Kroiß, Jannik Drews sowie Florian Meyer. Nicht im Kader waren neben dem langzeitverletzten Finn Wirlmann auch die nach ausgeheilter Erkrankung noch fehlenden Christian Jürgensen und Hendrik Ostermann (beide Trainingsrückstand) sowie Jannis Pläschke, Joël Keller und Gary Noël.

Der Gast aus Norderstedt begann mutig und forsch. Er hatte anfangs klarere Aktionen und deckte manche Schwächen, vor allem auf der linken defensiven Seite, bei unserer Mannschaft auf. Zudem gelang es dem robusten Lüneburg oft, seine Mitspieler mit kurzen Ablagen gut in Szene zu setzen. Allerdings konnte man aus Eintracht-Sicht schon in jener Startphase bemängeln, dass die richtig große Torgefahr nicht aufkam. Zwar provozierten die Rand-Hamburger Fehler in der Flensburger Defensive, zu hochkarätigen Chancen reichte es aber nicht. So brachte ein vielversprechendes Dribbling des anfangs auffälligen von Knebel Doeberitz ebenso nur einen Eckstoß ein (4.) wie wenig später, als Patrick Thomsen den Schuss von Lüneburg noch blocken konnte (9.). Beim Kopfball vom Brüning nach einem von Büyükdemir getretenen Eckstoß war SC-Torhüter Florian Kirschke ebenso zur Stelle (9.) wie bei zwei Freistößen von Büyükdemir von halbrechts (12., 25.). Die Defensive des SC agierte in jener Phase alles andere als souverän, ließ jedoch keinen Gegentreffer zu. Nach 25 Minuten und der Umstellung der Dreierkette, in der fortan Patrick Thomsen auf rechts, Kevin Njie auf links und Jonas Walter zentral verteidigten, wurde Weiche stabiler. Allerdings mussten kurz vor der Pause noch zwei bange Situationen überstanden werden. Erst flipperte die Kugel im Flensburger Straf- und sogar Torraum einige Male hin und her (40.), dann segelte ein Kopfball von Büyükdemir, der auf links viele gute Offensivaktionen hatte, nach einer Flanke von Marcos auf die Lattenoberkante (42.).

Zu jenem Zeitpunkt lag unsere Mannschaft schon mit 1:0 in Führung. Auch wenn Weiche deutlich weniger Aktionen hatte, so waren die Möglichkeiten von besserer Qualität. Nach einem Einwurf von Torge Paetow machte Kevin Schulz den Anfang. Sein Abschluss war aber zu mittig und zu schwach, um Eintracht-Schlussmann Grundmann vor ernsthafte Probleme zu stellen (7.). Bei der folgenden Doppelchance war eigentlich schon die Flensburger Führung fällig. Erst forderte Nico Empen mit sehenswertem Seitfallzieher Torhüter Grundmann zu einer tollen Parade heraus (21.). Nach dem folgenden Eckstoß kam Torge Paetow frei zum Kopfball. Doch er traf die Kugel nicht richtig, sodass Grundmann erneut parieren konnte (22.). Wenig später war es dann aber passiert. Gökay Isitan holte sich nach einem Fehler von Bojadgian die Kugel, zog auf halblinks energisch das Tempo an, passte auf Dominic Hartmann, der den Ball an Grundmann vorbei auf das lange Eck zog. Dort kam Nico Empen angeflitzt, und er drückte das Streitobjekt zu seinem neunten Saisontreffer über die Linie (31.). Und Nico Empen - zuletzt in toller Form - hatte gleich noch das 2:0 auf dem Fuß, als er von Gökay Isitan geschickt wurde, schneller als Bojadgian war und allein vor Torhüter Grundmann auftauchte. Er entschloss sich zu einem schnellen Abschluss; der Ball rauschte rechts oben am Kasten vorbei (36.).

Nachdem schon kurz vor dem Pausenpfiff Dominic Hartmann verletzt passen musste (44.), stellte Weiche mit Beginn der zweiten Halbzeit defensiv auf ein 5-4-1-System um, bei dem Kevin Njie nun rechts auf der Bahn und Torge Paetow hinten links verteidigte. Unsere Mannschaft überließ weitgehend dem Kontrahenten den Ball und das Agieren, aber defensiv war inzwischen weit mehr Ordnung eingezogen, und die Außenbahnen wurden zugestellt, sodass sich Norderstedt kaum Chancen erspielen konnte. Die Höhepunkte nach dem Seitenwechsel waren daher rar gesät; das Spiel bekam seine Längen. Dabei hatte von Knebel Doeberitz, der sich auf rechts behaupten konnte, aus spitzem Winkel allerdings den Kasten links deutlich verfehlte, gleich nach Wideranpfiff ein Offensivzeichen gesetzt (48.). Die größte Möglichkeit zum Ausgleich hatte der kurz zuvor eingewechselte Facklam nach Flanke des ebenfalls gerade erst ins Spiel gekommenen Brown, doch der Kopfballaufsetzer ging über den Weiche-Kasten (72.). Veselinovic, der dritte Wechsler der Eintracht, prüfte mit einem Kopfball SC-Schlussmann Florian Kirschke (90.+3) in einer Schlussphase, in der unsere Mannschaft fast nur noch tief hinten drin stand und auch mehrere Eckstöße abwehren musste. Die größten Hoffnungen hatten die Gäste da wohl in Schiedsrichterin Susann Kunkel, die aber bei zwei heiklen Situationen im Flensburger Strafraum nach gut einer Stunde (57.) und bei einer weiteren Aktion in der Nachspielzeit die Partie weiterlaufen ließ (90.+4).

Unsere Mannschaft konnte in der gesamten zweiten Halbzeit nur zweimal gefährlich in Erscheinung treten. Erst verzog Torge Paetow auf halbrechts bei einem zweiten Ball nach einem seiner weiten Einwürfe (64.), dann tauchte Tim Wulff quasi mit dem Schlusspfiff frei vor dem Kasten der Norderstedter auf, scheiterte jedoch mit seinem Abschluss (90.+5). Aber auch so reichte es zu einem etwas gequälten und sicherlich nicht glanzvollen 1:0-Heimsieg.

Aus unserer Mannschaft konnten sich Patrick Thomsen und Torge Paetow die besten Noten verdienen. Auf Seiten der Rand-Hamburger waren der "Sechser" Nyarko und - zumindest vor der Pause - Büyükdemir auf der rechten Bahn die auffälligsten Akteure. Torhüter Grundmann sei ebenfalls mit positiver Leistung erwähnt.

Am kommenden Sonnabend (06.04.2019, 13 Uhr) gastiert unsere Mannschaft als noch amtierender Meister bei seinem letztjährigen Vize, der U 21 des Hamburger SV. Spiele im Wolfgang-Meyer-Stadion an der Hagenbeckstraße, wo der HSV II seit der Saison 2013/14 sein Heimrecht ausübt, waren stets eng. Insgesamt vier der sechs Begegnungen beim HSV-Nachwuchs endeten unentschieden. So hieß es in der vergangenen Saison mit dem Abpfiff 1:1, als in der Spitzenpartie am 18. November 2017 das Führungstor von Patrick Thomsen (85.) nicht zum Sieg reichte. In der Saison zuvor, 2016/17, hatte es nach zwei Treffern von René Guder (17., 83.) bei einem frühen Gegentor (13.) den bislang einzigen Flensburger Auswärtssieg beim HSV II gegeben. Auch aktuell ist die Heimbilanz der jungen Rothosen bemerkenswert gut. Acht Siegen aus 14 Spielen stehen lediglich drei Niederlagen gegenüber. Zudem kassierten die Elbestädter auf eigenem Rasen nur zehn Gegentreffer. Das Hinspiel der laufenden Saison ging hingegen an Weiche. Nach einem 0:1-Pausenrückstand durch Khaled Mohssen (36.) drehten Patrick Thomsen (48.), Kevin Schulz (80.) und Marvin Ibekwe (90., Strafstoß) nach dem Seitenwechsel die Partie, die unsere Mannschaft mit 3:1 gewann.

Weiche: Kirschke - Njie, Thomsen, Walter (Kap.) - Paetow, Hartmann (44. Hasanbegovic), J. Ostermann, Pastor Santos - K. Schulz - Empen (85. Wulff), Isitan (62. Ibekwe).

Tor: 1:0 Empen (31.).

Zuschauer: 848 im Manfred-Werner-Stadion, Flensburg-Weiche.

Schiedsrichterin: Susann Kunkel (SV Eichede), ließ das Spiel sehr tolerant laufen (ohne Verwarnung) und blieb insofern dann auch bei den strittigen Entscheidungen im Flensburger Strafraum konsequent bei ihrer eher großzügigen Linie.

Die Trainerstimmen: Der Norderstedter Trainer Dirk Heyne bedauerte die aus seiner Sicht unglückliche Niederlage. Viele hätten gesehen, dass nicht die schlechtere Mannschaft heute verloren habe. Seine Equipe hätte manche Vorteile gehabt, aber keine bei den strittigen Entscheidungen der Schiedsrichterin. "Wir haben die Möglichkeiten nicht genutzt und einen entscheidenden Fehler im Abwehrverhalten gemacht", so der Ex-DDR-Nationaltorwart weiter. Er bilanzierte: "So war es eine gute Leistung von uns gewesen. Es wäre eine sehr gute Leistung geworden, wenn wir hier einen Punkt mitgenommen hätten."

Unser Trainer Daniel Jurgeleit sah es ähnlich. "Norderstedt hat das gut gemacht", bestätigte er. Seine Mannschaft habe es in den ersten 20 Minuten hingegen nicht gut gemacht. Wichtig war der Führungstreffer zum 1:0, wobei kurz darauf das 2:0 möglich gewesen wäre. "Fußballspielen war bei den Platzverhältnissen allerdings nicht möglich", meinte unser Trainer. So habe man zur Pause auf ein 5-4-1 umgestellt und über Außen nichts mehr zugelassen. Die Ordnung in der zweiten Halbzeit sei besser gewesen. Es sei immer schwer gegen Mannschaften zu spielen, die dringend Punkte benötigen, aber seine Elf habe es wesentlich besser gemacht als in Rehden (letzte Niederlage mit 0:1/d. Red.). Der Trainer abschließend: "Es war kein schönes Spiel, doch auf dem Platz ist es auch nicht möglich, schön Fußball zu spielen. Wir sind damit heute durchgekommen. Ich bin zufrieden, dass wir den Sieg nach Hause gefahren haben."

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