SC Weiche Flensburg 08
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Weiterhin weiße Heim-Weste gegen „DA“

  Spielinfo

SC Weiche Flensburg 08 – SV Drochtersen/Assel 2:0 (0:0)

 

Der SC Weiche Flensburg 08 hat am 32. Spieltag der Regionalliga Nord einen verdienten 2:0-Heimsieg eingefahren. Vor 847 Zuschauern im Manfred-Werner-Stadion bezwang unsere Mannschaft im vorletzten Saisonheimspiel den Tabellennachbarn SV Drochtersen/Assel. Dabei knüpfte sie am Sonnabendnachmittag bei typischem Aprilwetter mit Temperaturen im einstelligen Celsius-Bereich an die gute Leistung vom Spiel in Lüneburg (3:1) an. Die vom scheidenden SHFV-Präsidenten Hans-Ludwig Meyer vor der Partie geäußerten Wünsche – ein fairer Verlauf und Werbung für den Fußball – erfüllten ihm die Akteure auf dem frisch gemähten, mit Sand aufgefüllten und nunmehr deutlich besser bespielbaren Platz. Für die Männer aus dem Landkreis Stade reichte es auch beim vierten Gastspiel an der Bredstedter Straße weder zum ersten Punkt noch zum ersten Treffer. Es war insgesamt schon der fünfte Zu-Null-Erfolg unserer Mannschaft im Duell mit Drochtersen in Folge. Im Aufeinandertreffen zweier Landespokalfinalisten – „DA“ empfängt im niedersächsischen Finale den Drittligisten SV Meppen mit René Guder – festigte Weiche den vierten Tabellenplatz. Vor dem Knaller gegen den VfB Lübeck ist selbst Platz drei wieder in Sichtweite, hat doch die U 23 des SV Werder Bremen lediglich drei Zähler mehr auf dem Konto.

 

Trainer Daniel Jurgeleit schickte nach dem 3:1-Sieg in Lüneburg die gleiche Startelf auf den Platz. In der Dreierkette vor Torhüter Florian Kirschke verteidigten Kevin Njie (rechts), Jonas Walter (zentral) und Christian Jürgensen (links). Torge Paetow, Patrick Thomsen und Dominic Hartmann spielten im zentralen Mittelfeld. Die Außenbahnen wurden wie zuletzt von Ilidio Pastor Santos (rechts) und Florian Meyer (links) besetzt. Marvin Ibekwe und Gökay Isitan bildeten die Doppelspitze. Eingewechselt wurden in der Schlussphase erneut Finn Wirlmann sowie Nico Empen. Außerdem standen Torhüter Raphael Straub, Kevin Schulz, Jannick Ostermann, Tim Wulff und Gary Noël im Spieltagsaufgebot. Nicht im Kader waren Leon Pascal Kroiß, Hendrik Ostermann und Jannik Drews, die wenige Stunden später im Oberliga-Derby beim TSB Flensburg (1:6) spielten, sowie die angeschlagenen Nedim Hasanbegovic, Joël Keller und Jannis Pläschke.

 

Nachdem Vereinschef Hans-Ludwig „Haddy“ Suhr und Liga-Geschäftsführer Harald Uhr – stellvertretend dankend für alle Vereine der Region – mit dem SHFV-Präsidenten Hans-Ludwig Meyer und dem Vorsitzenden des Kreisfußballverbandes Schleswig-Flensburg, Volker Schlehahn, zwei verdiente Funktionäre verabschiedet hatten, konnte es losgehen. Weiche übernahm sofort die Initiative, ohne dass sich die Gäste anfangs versteckten. Zu nennenswerten Abschlüssen kamen jedoch nur die Gastgeber. Jonas Walter zielte nach guter Einzelaktion aus 18 Metern ebenso rechts vorbei (6.) wie kurz darauf Marvin Ibekwe nach schönem Pass von Florian Meyer (9.). Torge Paetow bekam nach einer Flanke von Ilidio Pastor Santos von rechts den Ball noch unter Kontrolle, scheiterte dann aber an Torhüter Siefkes (10.). Weiter ging es zunächst fast nur in eine Richtung, wobei hochkarätige Chancen nicht heraussprangen. Gökay Isitan setzte die Kugel erst links am Kasten vorbei (15.), fand dann in Siefkes seinen Meister (19.). Sein dritter Versuch, ein Distanzschuss, verfehlte wiederum links das Tor (37.). Dazwischen kam Christian Jürgensen im Zentrum einen Schritt vor seinem Gegenspieler an die Eingabe von Kevin Njie, doch Siefkes parierte sicher (30.). Mittlerweile hatte sich der Gast von der Elbe zunehmend zurückgezogen und eine stabile Defensive aufgebaut. Die Folge war zwar viel Flensburger Ballbesitz, aber der das Streitobjekt führende Fördestädter hatte es immer schwieriger, eine Lücke im Abwehrverbund der Gäste zu finden.

 

Und die Niedersachsen? Hatten sie anfangs vor allem über den agilen Jung über die linke Seite noch Offensivakzente gesetzt, so beließen sie es zunehmend auf eine gute Ordnung in der eigenen Hälfte. Die Gäste konnten auch ein, zwei Unsicherheiten in der Weiche-Defensive nicht nutzen. So ging nach einem Fehler am eigenen SC-Strafraum zwar ein Raunen durch die Zuschauerreihen, doch Neumann, der unsere Mannschaft in der Vergangenheit schon oft genug geärgert hatte, zögerte zu lange, wurde geblockt (31.). Daher blieb es bei einer guten Angriffsaktion vor der Pause. Nagel köpfte, SC-Torhüter Florian Kirschke flog ins bedrohte Eck, parierte sicher (35.).

 

Mit Beginn der zweiten Halbzeit spielte unsere Mannschaft weiterhin ordentlich Fußball, versuchte immer wieder hinter die dicht gestaffelte „DA“-Abwehr zu kommen. Der Führungstreffer fiel durch eine schnelle Umkehrbewegung. Nach energischem Einsatz von Ilidio Pastor Santos mit Ballgewinn hatte Florian Meyer aus der eigenen Hälfte von halblinks Gökay Isitan diagonal angespielt. Unsere Nummer 10 lief mit dem Ball, zog nach innen, legte die Kugel auf halbrechts in den Lauf von Marvin Ibekwe. Der Angreifer zögerte nicht, traf hart ins lange Eck zum 1:0 (54.). Und nur wenig später erhöhte Torge Paetow als blitzschnell reagierender Abstauber, nachdem Torhüter Siefkes den Torpedo-Kopfball von Christian Jürgensen nach Eckstoß von Dominic Hartmann zwar parieren, aber nicht festhalten konnte: 2:0 (57.).

 

Unsere Mannschaft blieb Herr im eigenen Hause, spielte zuweilen sehenswert und schnell nach vorn, doch bei so mancher Eingabe zeigten sich die Gäste vor allem in der Innenverteidigung im Bilde. Drochtersen selbst fehlte es weiterhin an klaren Chancen. Bei einem Seitenwechsel von Jung auf Neumann, nahm der „DA“-Kapitän das Leder mutig direkt, zielte aber in die dritte Etage (67.). So blieben zwei Freistöße von Andrijanic erwähnenswert. Den ersten holte Florian Kirschke aus dem bedrohten Eck (70.), der zweite verfehlte das Ziel (77.). Weiche blieb insgesamt souverän und hatte die Möglichkeit, noch zu erhöhen. Von Patrick Thomsen lief die Kugel über Gökay Isitan zu Florian Meyer, dessen Abschluss aus spitzem Winkel an das Außennetz geblockt wurde (78.). Das war es dann auch schon. Die spielfreudigen Gastgeber fuhren den 2:0-Sieg sicher nach Hause.

 

Bei unserer geschlossen auftretenden Mannschaft konnten sich Kevin Njie mit fehlerfreier Partie in der Defensive und Torge Paetow als Akteur der weiten Wege die besten Noten verdienen. Auch Marvin Ibekwe und Patrick Thomsen bestätigten ihre zuletzt steigende Form. Auffälligste Gäste-Spieler waren Andrijanic, der vor der Abwehr begann, sich dann in die Kette fallen ließ, Ioannou in der defensiven Mittelfeldzentrale und der vor der Pause auf der linken Bahn sehr aktive, später aber abbauende und schließlich ausgewechselte Jung.

 

Im letzten Heimspiel hat unsere Mannschaft am kommenden Freitagabend, 10. Mai 2019, ab 19 Uhr den VfB Lübeck zum mit Spannung erwarteten Landesderby zu Gast. Die Hansestädter haben eine starke Saison gespielt und speziell in der Rückrunde konstant gepunktet. Vor allem dank einer überragenden Abwehrarbeit konnten die Grün-Weißen, denen eine ausgesprochene Stärke bei Standardsituationen nachgesagt wird, den eigentlich schon enteilten Favoriten VfL Wolfsburg II in einen spannenden Zweikampf um den Titel verwickeln. Der Tabellenzweite hat vor den letzten beiden Spieltagen noch immer berechtigte Hoffnungen, den Drei-Punkte-Rückstand auf den VfL-Nachwuchs wettmachen zu können, sodass er für das Duell gegen unsere Mannschaft sicherlich nicht extra motiviert werden muss. Auf beiden Seiten wird im Hintergrund bereits das 15 Tage später an der Lübecker Lohmühle anstehende Landespokalfinale durchschimmern. Mit einem Sieg gegen den jeweiligen Kontrahenten möchte man sich Selbstvertrauen für das Endspiel holen, während der Verlierer bemüht sein wird, den Unterschied zwischen Punktekampf und Pokalfinale herauszustellen. Zusätzliche Anreize gibt es auf beiden Seiten. So stehen im Flensburger Regionalliga-Kader mit Dominic Hartmann (2011-13), Nedim Hasanbegovic, Kevin Schulz (beide 2012/13), Gökay Isitan (2017/18) und Gary Noël (2016-18) fünf Spieler, die auch schon für die Grün-Weißen aufliefen. Während die Marzipanstädter in der Saison 2017/18 gleich dreimal gegen unsere Mannschaft den Kürzeren zogen und bei der 0:1-Punktspielniederlage vor einem Jahr im Manfred-Werner-Stadion – am 19. April 2018 traf Dominic Hartmann (25.) – selbst alle Titelchancen einbüßten, schmerzte auf Flensburger Seite die 1:3-Hinspielniederlage an der Lohmühle fünf Tage vor dem DFB-Pokalspiel gegen Werder Bremen an gleicher Stelle. Unser Trainer Daniel Jurgeleit, der von 1994 bis 1997 selbst für den VfB auf Torjagd ging, musste an jenem 26. Oktober 2018 auf der anschließenden Pressekonferenz eingestehen, dass Weiche diesmal kein guter Gegner war. Sicherlich soll das nun anders werden. So ist ein packendes letztes Heimspiel zu erwarten.

 

Weiche: Kirschke – Njie, Walter (V), Jürgensen (Kap.) – Pastor Santos, Paetow, Thomsen, Hartmann (87. Empen), F. Meyer (V/80. Wirlmann/V) – Ibekwe, Isitan.

 

Tore: 1:0 Ibekwe (54.), 2:0 Paetow (57.).

 

Zuschauer: 847 im Manfred-Werner-Stadion, Flensburg-Weiche.

 

Schiedsrichter: Stefan Zielsdorf (SpVgg. Hülsen-Westerloh 1970), hatte mit der fairen Partie wenig Probleme, wenngleich er sechsmal zu „Gelb“ griff (Walter wegen Haltens gegen Neumann, 12.; F. Meyer wegen Foulspiels an Andrijanic, 59.; Wirlmann wegen Foulspiels an Kleine, 90.+1/Siefkes wegen Meckerns, 54.; Fiks wegen Foulspiels an Ibekwe, 64.; Nagel wegen Foulspiels an Ibekwe, 82.).

 

 

Die Trainerstimmen:

 

Der Trainer der SV Drochtersen/Assel, Lars Uder, sprach von einem spannenden Spiel, in dem es um Platz vier ging. Es habe sich nicht so entwickelt, wie man es sich dachte, was aber auch daran gelegen habe, dass am Ende der Saison die Kraft ein wenig fehlen würde. So habe Weiche viele Räume gehabt. Es sei ein schwieriges Spiel gewesen, bei dem man sich speziell in der ersten Halbzeit viele Chancen erspielt und nur wenig zugelassen habe. Zur Pause sei klar gewesen, dass vermutlich der gewinnen würde, der das erste Tor erzielen könnte. Beim Führungstreffer habe sich Marvin (Ibekwe/d. Red.) geschickt abgesetzt und dann grandios das Tor erzielt. „Nach diesem Spiel werden wir uns wohl mit Platz fünf zufriedengeben müssen“, meinte der Gäste-Trainer abschließend.

 

Unser Trainer Daniel Jurgeleit zeigte sich sehr zufrieden. „Wir haben über 90 Minuten ein gutes Spiel gemacht, verdient gewonnen und die Leistung von der vergangenen Woche bestätigt“, meinte er. Er stellte dann die Vorzüge heraus: ballsicher, gut bewegt, gut umgeschaltet gegen einen Kontrahenten, der nicht umsonst auf dem fünften Platz steht. „Wir haben verdient gewonnen, hatten schon in der ersten Halbzeit einige gute Chancen, sind stabil aus der Halbzeit gekommen und haben noch einen Tick zugelegt“, meinte unser Trainer, der zudem positiv hervorhob, dass „wir zu Null gespielt haben“. So sei es „eine runde Sache, ein guter Auftritt“ gewesen.

 

 

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