SC Weiche Flensburg 08
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Weiche wurschtelt sich ins Halbfinale

  Spielinfo

Der SC Weiche Flensburg 08 hat auch die zweite Pflichtaufgabe der neuen Saison gemeistert und genau eine Woche vor dem Beginn der Regionalliga-Saison den Sprung in das Landespokalhalbfinale geschafft. In der Runde der letzten Acht setzte sich der Regionalligist am Sonnabendnachmittag beim Oberligisten Heider Sportverein von 1925 mühsam mit 1:0 durch. Vor 402 zahlenden Zuschauern im HSV-Stadion an der Meldorfer Straße in Heide war unsere Mannschaft bei schwül-warmem Wetter zwar weitgehend überlegen, sodass der Sieg letztlich sicherlich verdient war. Doch der Fünftligist hielt nicht nur stark gegen, sondern kam auch zu einigen Möglichkeiten. Am Ende blieb aber der Pokalverteidiger im Rennen. Man darf gespannt sein, welcher Kontrahent am 3. August dem SC Weiche für das Halbfinale nun zugelost werden wird. Für das erste Regionalligaspiel am kommenden Sonnabend (28.07.2018) beim SSV Jeddeloh II ist allerdings eine deutliche Leistungssteigerung notwendig, wenn unsere Mannschaft nicht ohne Zähler die Heimreise antreten möchte.

Trainer Daniel Jurgeleit änderte seine Startelf gegenüber dem Achtelfinalspiel vor elf Tagen gegen IF Stjernen Flensborg (4:0) auf drei Positionen. Für Raphael Straub, Benjamin Safo-Mensah und Florian Meyer begannen der etatmäßige Torhüter Florian Kirschke, Torge Paetow und Patrick Thomsen. Jonas Walter komplettierte als Linksverteidiger der Dreierkette den Abwehrverbund. Davor agierten Finn Wirlmann und Dominic Hartmann. Auf den Außenbahnen spielten Kevin Njie (rechts) und Kapitän Christian Jürgensen (links). Hinter den beiden Spitzen Gary Noël und Nico Empen kam Gökay Isitan zum Zuge. Mit seiner Einwechselung durfte Joël Keller eine Viertelstunde vor Schluss sein Pflichtspieldebüt für den SC Weiche geben. Zuvor waren bereits Florian Meyer und Marvin Ibekwe in die Partie gekommen. Den 18er Kader komplettierten neben Torhüter Raphael Straub noch Hendrik Ostermann, Kevin Schulz und Tim Wulff. Nicht im Aufgebot des Tages standen Benjamin Safo-Mensah, Jannis Pläschke (beide waren am Vorabend beim 2:1-Sieg im Testspiel unserer Oberliga-Mannschaft beim Hamburger SV III im Einsatz), Nedim Hasanbegovic, Jannick Ostermann, Ilidio Pastor Santos und Jannik Drews.

Bei sommerlichen 27 Grad Lufttemperatur und unter den Augen von Jeddelohs „Spion“ Manfred Kallweit nahm die Partie nur langsam Fahrt auf. Aus der Auftaktviertelstunde blieb allenfalls ein schöner langer Diagonalball von Jonas Walter von hinten links auf Nico Empen in die Spitze notierenswert, doch Torhüter Franzenburg war rechtzeitig aus seinem Kasten geeilt (10.). Der HSV attackierte früh und aggressiv. Ihm gelang es dadurch, den Favoriten anfangs zu vielen einfachen Fehlern zu zwingen. Weiche übte danach aber mehr Druck aus und kam auch zu einigen Möglichkeiten. Ein Schuss von Kevin Njie wurde im Strafraum geblockt (16.), dann ging Gökay Isitan in einen Schuss von Dominic Hartmann von halblinks, beförderte das Streitobjekt mit der Hacke knapp rechts vorbei (20.). Gökay Isitan versuchte es gleich noch einmal aus 20 Metern, doch der Ball versprang ihm, sodass er den Kasten verfehlte (21.). Und als Gary Noël in einen unmotivierten Rückpass von Selcuk ging, konnte er zwar Torhüter Franzenburg umkurven, aber aus spitzem Winkel traf der Ex-Lübecker nur das rechte Außennetz (23.).

Zwischenzeitlich meldeten sich auch die Dithmarschener im Spiel an. Bei einem schnellen Gegenangriff stand Selcuk im Abseits, sodass sich der Heider über seine misslungene Direktabnahme nicht lange ärgern musste (24.). Nur eine Minute später versiebte Gieseler eine große Chance. Weil die SC-Abwehr am eigenen Strafraum die Kugel nicht klären konnte und sich gegenseitig anschoss, kam der vor der Partie geehrte HSV-Torjäger in eine glänzende Position, doch beim Flachschuss, unbedrängt aus zwölf Metern, war Weiches Torhüter Florian Kirschke blitzschnell unten, parierte glänzend (25.).

Die Partie blieb in der Folge unterhaltsam. Zum einen forderten allzu knappe Rückpässe die fußballerische Qualität von SC-Schlussmann Florian Kirschke. Unsere Mannschaft hatte zum anderen immer wieder Gelegenheiten, wirkte aber nicht konzentriert genug, und der HSV konterte im eigenen Stadion. Nach einem Freistoß von Dominic Hartmann von der rechten Seite parierte Franzenburg den Kopfball von Gary Noël stark, und als Christian Jürgensen den Abpraller über die Linie drückte, ging die Fahne des Assistenten an der Linie wegen einer Abseitsstellung nach oben (28.). Dann bereitete Nico Empen auf halbrechts vor, doch Gary Noël zielte aus 14 Metern knapp am Winkel vorbei (30.). Und Finn Wirlmann scheiterte nach Zuspiel von Gökay Isitan in Mittelstürmerposition am erneut stark parierenden Torhüter Franzenburg, ehe ein Verteidiger die Kugel zum Eckstoß schlug (37.). Nach einem weiten Einwurf von Torge Paetow und Kopfballverlängerung von Patrick Thomsen köpfte Christian Jürgensen am zweiten Pfosten über das Tor (39.), ehe Gary Noël die Kugel aus 20 Metern nochmals über den Kasten setzte (42.). Chancen waren da, doch die Letztüberzeugung fehlte beim Favoriten. So schien die Partie torlos in die Pause zu gehen, weil auf der Gegenseite auch Hass aus spitzem Winkel von links am langen Pfosten vorbeizielte, nachdem er von Selcuk sehenswert in die Gasse geschickt worden war (41.). Dann allerdings durften Weiche und der Flensburger Anhang mit dem Halbzeitpfiff doch jubeln: Eine Flanke von Nico Empen von der linken Seite köpfte Dominic Hartmann, im Zentrum relativ unbedrängt, ins rechte obere Eck zum 0:1-Pausenstand ein (45.).

Die zweiten 45 Minuten sollten weniger ereignisreich werden, obgleich es zunächst mit Torgelegenheiten munter weiterging. Auf Flensburger Seite war ein Zuspiel von Finn Wirlmann auf Nico Empen zu steil geraten, sodass der Angreifer auf halbrechts nur das Außennetz traf (49.). Dann setzte der Ex-St.-Pauliner – nachdem Christian Jürgensen auf links Dominic Hartmann eingesetzt und dieser geflankt hatte – einen Kopfball ebenso neben den Kasten (50.) wie schließlich auch eine Direktabnahme aus der Drehung (57.). Die Gastgeber hielten mit viel Einsatz und Laufbereitschaft dagegen. Als Hass über rechts ordentlich Platz hatte, setzte Hahn den Abschluss allerdings weit vorbei (47.). Die größte Chance gehörte dennoch dem Platzbesitzer. Als Hardock aus Nahdistanz auf das kurze Eck zielte, war Florian Kirschke erneut schnell unten und im bedrohten Eck – eine glänzende Parade des SC-Torhüters (55.).

In der Folge nahm die Partie eher eine Auszeit. Beide Mannschaften wechselten eifrig, zu richtigem Spielfluss reichte es hüben wie drüben nicht mehr. Zweimal noch war Florian Kirschke sicher zur Stelle: erst bei einem tückischen Freistoß von Selcuk von halbrechts, mit links getreten, bei dem der Flensburger Schlussmann lange warten musste, falls ein Spieler aus dem Gerangel vor ihm noch an die Kugel gekommen wäre (72.), dann bei einem Kopfball-Aufsetzer von Gieseler (88.). Auf der Gegenseite vergaben erst Gary Noël (87.) und dann die beiden Zugänge Marvin Ibekwe und Gary Noël im Duett im gegnerischen Strafraum (89.) die vorzeitige Entscheidung. So musste nach Ablauf der regulären Spielzeit weitere dreieinhalb Minuten gezittert werden, ehe der knappe 1:0-Auswärtssieg in Sack und Tüten war, den Weiches Medienchef Daniel Hoffmann unmittelbar nach Schlusspfiff erleichternd zur Kenntnis nahm und kommentierte: „Ein gutes Pferd springt halt nur so hoch, wie es springen muss.“

Die Gastgeber hatten in dem sehr agilen Selcuk ihren auffälligsten Akteur, über den sehr viele Angriffsaktionen liefen, der aber zudem genauso Defensivarbeit verrichtete und nach 80 Minuten mit Beifall vom Platz ging. Zudem boten Torhüter Franzenburg und der rechte Abwehrspieler Franck überzeugende Leistungen, und auch Gieseler war oft zu sehen, wenngleich er die entscheidenden Abschlüsse nicht zustande brachte. Bei unserer Mannschaft konnte sich Florian Kirschke mit zwei exzellenten Paraden (25., 55.) und souveränem Auftreten die beste Note verdienen. Torschütze Dominic Hartmann mit vielen guten und eben den entscheidenden Aktionen war erneut bester Flensburger Feldspieler, wobei ebenso Kapitän Christian Jürgensen eine stabile Größe war.

Ob in der Woche kurzfristig noch ein Test eingeschoben werden wird, steht aktuell nicht fest. Am kommenden Sonnabend wird es auch in der Liga bereits ernst. Der SC Weiche Flensburg 08 gastiert am 28. Juli 2018 ab 14 Uhr zum Saisonauftakt beim SSV Jeddeloh II, der dann in seine zweite Regionalliga-Saison gehen wird. Das bislang einzige Gastspiel in der 53acht-Arena im Edewechter Ortsteil hatte unsere Mannschaft am 17.10.2017 nach Treffern von René Guder (60.) und Kevin Schulz (67.) mit 2:1 gewonnen. Im Rückspiel am 21. April 2018 hatten Tim Wulff (45.) und Jannick Ostermann (77.) die Tore zum 2:0-Sieg erzielt. Der SSV sieht sich selbst als Dorfverein, der die Regionalliga rockt. Bei der erstmaligen Teilnahme am DFB-Pokalwettbewerb – qualifiziert als Landespokalfinalist in Niedersachsen (1:5 im Endspiel gegen Drochtersen) – werden die Jeddeloher am 19. August den Zweitligisten Heidenheim empfangen. Dazu werden sie ins nahe Stadion am Marschweg des Ligakonkurrenten VfB Oldenburg ausweichen müssen.


Weiche: Kirschke – Paetow, Thomsen, Walter (V/75. Keller) – Wirlmann, Hartmann – Njie, Isitan (V/64. F. Meyer), Jürgensen (Kap.) – Noël, Empen (64. Ibekwe).

Tor: 0:1 Hartmann (45.).

Zuschauer: 402, darunter viele Flensburger, im HSV-Stadion an der Meldorfer Straße, Heide (Holstein).

Schiedsrichter: Fynn Kohn (Husumer SV), hatte zuweilen ein paar Probleme bei der Zweikampfbewertung, kam mit zweimal „Gelb“ für Weiche (Isitan, 62., Foul an Hardock; Walter, 71., Foul an Gieseler) über die Runden.

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