SC Weiche Flensburg 08
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Weiche taumelt an die Tabellenspitze

  Spielinfo

Der SC Weiche Flensburg 08 kam am Donnerstagabend im Landesderby gegen den Verfolger VfB Lübeck vor eigenem Publikum zu einem glücklichen 1:0-Sieg und verdrängte damit den Hamburger SV II von der Tabellenspitze der Regionalliga Nord. Zwei Tage nach dem 5:0-Sieg in der Nachholpartie bei Altona 93 taumelte unsere Mannschaft vor 1.724 Zuschauern im Manfred-Werner-Stadion beinahe auf den Knien über die Ziellinie. In der dritten Partie binnen fünf Tagen merkte man den Fördestädtern den Kräfteverschleiß in „der englischsten aller englischen Wochen“ deutlicher an als den Lübeckern, die in Flensburg durch diese Niederlage möglicherweise bereits ihre letzte Chance auf den Meistertitel verspielt haben. Bei bestem, schon fast sommerlichem Wetter arbeiteten beide Mannschaften in einer von der Taktik geprägten Partie bis an ihre körperlichen Grenzen.

 

Im Vergleich zum Spiel vom Dienstagabend in Altona (5:0) tauschte Trainer Daniel Jurgeleit das Personal gleich fünfmal. Für Junior Ebot-Etchi, Fiete Sykora, Jannick Ostermann, Tim Wulff und Fabian Arndt rotierten Benjamin Safo-Mensah, Jonas Walter nach abgesessener „Gelb“-Sperre, Marvin Kleihs, Nico Empen und René Guder in die Startelf. Die Rekonvaleszenten Nedim Hasanbegovic, Jannis Pläschke und Jannik Drews waren noch immer nicht im 18er-Kader. Außerdem fehlten der leicht angeschlagene Finn Wirlmann, Fabian Arndt, Jannick Ostermann sowie Tayfun Can im Aufgebot des Spieltags. Für Benjamin Safo-Mensah war es der erste Startelf-Einsatz in dieser Saison, nachdem er in Altona vor zwei Tagen erstmals in der Spielzeit eingewechselt worden war.

 

Benjamin Safo-Mensah hatte nach Anpfiff auch gleich die erste nennenswerte Aktion. Sein Kopfball nach weitem Einwurf von Torge Paetow von der rechten Seite zwang VfB-Torhüter Gommert zu einer Parade (4.). Danach blieben die Höhepunkte rar gesät, weil beide Mannschaften in erster Linie sicher und kompakt agieren wollten. Eine erste Chance auf der Gegenseite vergab Noel, der von Deichmann schön in der Spitze angespielt wurde, aber am aufmerksamen SC-Torhüter Florian Kirschke scheiterte (21.). Etwas überraschend ging dann unsere Mannschaft in Führung. Wieder hatte Torge Paetow weit eingeworfen, den zu kurz abgewehrten Ball hämmerte Dominic Hartmann trocken unten links zum 1:0 ins Lübecker Netz (25.).

 

Der neue Zwischenstand spielte den Flensburgern noch stärker in die Karten. Die Folge waren optische Vorteile für die Hansestädter, die allerdings das deutliche Plus an Ballbesitz kaum nutzen konnten. Ein Seitfallzieher von Isitan nach Flanke von Halke wurde von der Weiche-Abwehr geblockt (28.), den Kopfball von Noel vom linken Fünfmetereck nach Flanke von rechts parierte Florian Kirschke sicher (33.). Lübeck zeigte sich offensiv sehr bemüht, aber die Gefährlichkeit endete am Strafraum, wo die Flensburger mit viel Einsatz bravourös verteidigten. So bekam Benjamin Safo-Mensah für ein wichtiges gelungenes Tackling zum Eckstoß Sonderapplaus, und Patrick Thomsen blockte beim nachfolgenden Standard ebenso dringend am Fünfmeterraum (45.+1). Unserer Mannschaft gelang es hingegen kaum, Bälle im Mittelfeld festzuklemmen und die Angriffsspitzen wirkungsvoll in Szene zu setzen. Einzig Christian Jürgensen hatte mit einem Heber aus Mittelstürmerposition über den gegnerischen Kasten noch eine halbwegs gute Gelegenheit (36.).

 

Nach der Pause änderte sich an diesem Bild nur insofern etwas, als dass der Gast immer stärker drückte. Schon eine VfB-Eckballserie zu Beginn der zweiten Halbzeit deutete die vorzugsweise Spielrichtung der folgenden 45 Minuten an. Einzig René Guder hatte auf der Gegenseite noch eine Chance zum 2:0, als Christian Jürgensen den Ball unter Bedrängnis im Strafraum zurücklegte, doch den Flachschuss aus 16 Metern parierte Gommert sicher (58.). Die Lübecker Möglichkeiten hielten sich allerdings trotz deutlicher optischer Überlegenheit arg in Grenzen. Den satten Distanzschuss von Gomig von halblinks entschärfte Florian Kirschke prächtig (54.), ein Seitfallzieher von Deichmann verfehlte den Flensburger Kasten (67.).

 

Trainer Daniel Jurgeleit reagierte auf die nachlassenden Kräfte in unserer Mannschaft, brachte mit Kevin Schulz (60.), Ilidio Pastor Santos (68.) und Tim Wulff (83.) vergleichsweise früh neues Personal in der Hoffnung, seiner Mannschaft damit helfen zu können. Immerhin gelangen in der Schlussphase dann auch zwei, drei Entlastungsangriffe, doch die Kugel war immer wieder schnell in Lübecker Besitz. Die Gäste, die am Dienstag ihr Spiel gegen Jeddeloh II (1:0) sogar mit rund 45minütiger Unterzahl bestreiten mussten, zeigten großen Willen und eine starke Energieleistung, die Respekt abnötigt. Doch als Florian Kirschke mit Ablauf der dreiminütigen Nachspielzeit noch einen direkt getretenen Freistoß sicher festhielt (90.+4), war das Zittern vorbei, der Flensburger Sieg unter Dach und Fach sowie der VfB Lübeck nach der Niederlage so gut wie aus dem Meisterschaftsrennen. Gleich nach Schlusspfiff entluden sich die angestauten Emotionen leider in heftigen Rangeleien zwischen Akteuren beider Mannschaften.

 

Unsere Elf hatte sich mit letzten Kräften über die Ziellinie geschleppt und sich den sicherlich als glücklich zu bezeichnenden Sieg erzittert. Leider war bei der Tortur, die beide Kontrahenten durch den heftigen Spielplan derzeit erleiden müssen, keine fußballerisch bessere Qualität möglich. So blieb die Partie von großem Kampf und viel Taktik geprägt, wobei die Gäste die größeren Kraftreserven zu haben schienen. Letztlich ist aber für unsere Mannschaft das Resultat wichtig.

 

Beim vor allem defensiv geforderten SC Weiche konnten sich Torhüter Florian Kirschke und Abwehrchef Patrick Thomsen für die besten Noten empfehlen. Ein besonderes Lob hat zudem Benjamin Safo-Mensah verdient, der etwas überraschend erstmals in der Startelf stand und viele Kopfballduelle im Mittelfeld gewann. Ebenso ist Torge Paetow, Christian Jürgensen und Dominic Hartmann – zum zweiten Mal in Folge Schütze des wichtigen 1:0 – Respekt ob des dritten Startelfeinsatzes binnen fünf Tagen zu zollen. Der VfB Lübeck hatte defensiv in Marheineke und Weissmann seine besten sowie in Halke auf rechts sowie Deichmann zentral seine auffälligsten Akteure.

 

Zum Ausklang der „Stresswoche“ mit vier Spielen in sieben Tagen empfängt unsere Mannschaft am Sonnabend, 21. April 2018, ab 13.30 Uhr im Manfred-Werner-Stadion an der Bredstedter Straße den SSV Jeddeloh II. Der Aufsteiger aus dem Ammerland hat bislang in der Regionalliga eine starke Saison gespielt, steht zudem im Finale des niedersächsischen Landespokals und damit schon in der ersten Runde des DFB-Pokalwettbewerbs der kommenden Saison. Nun wird der Neuling erstmals an der Förde gastieren. Der SSV aus dem Ortsteil von Edewecht versteht sich selbst als Dorfverein, der gerade die Regionalliga rockt. Herausragender Akteur ist Nils Laabs, der als Zielspieler im Zentrum in dieser Saison bereits 14mal einnetzte und auch im Hinspiel traf, wobei aber unsere Mannschaft nach Toren von René Guder und Kevin Schulz dennoch mit 2:1 gewann. Auf Seiten der Gäste wird ein bekanntes Gesicht zu sehen sein, wechselte doch unser Betreuer Manfred Kallweit in der Winterpause ablösefrei ins Ammerland.

 

Weiche: Kirschke – Paetow, Thomsen, H. Ostermann – Safo-Mensah (68. Pastor Santos), Walter – Kleihs, Hartmann (83. Wulff), Jürgensen (Kap./V) – Empen (60. K. Schulz), Guder (V).

 

Tor: 1:0 Hartmann (25.).

 

Zuschauer: 1.724 im Manfred-Werner-Stadion, Flensburg-Weiche.

 

Schiedsrichter: Fynn Kohn (Husumer SV), hatte ordentlich zu tun, wobei er die umkämpfte Partie mit sieben gelben Karten (2:5) sehr ordentlich im Griff hatte.

 

 

Die Trainerstimmen:

 

Der Trainer des VfB Lübeck, Rolf Martin Landerl, zeigte sich stolz auf seine Mannschaft. Er erläuterte, dass vorgesehen war, tiefer zu stehen und relativ viel zuzulassen, um ökonomisch zu spielen. Dann bekam seine Mannschaft nach einem Standard das 0:1, weshalb man versucht habe, nach der Pause offensiver aufzutreten und das Spiel zu gestalten. „Wenn wir zum Schluss einen Punkt mitnehmen, kann sich keiner beschweren“, so der Trainer weiter, der sich vor der Aufgabe gestellt sieht, seine Mannschaft nun wieder aufzurichten. Weiche wünschte er abschließend viel Erfolg.

 

Unser Trainer Daniel Jurgeleit nahm die Glückwünsche seines Gegenübers dankend an und meinte dann, das Spiel ähnlich gesehen zu haben. Es sei darauf angekommen, kompakt zu stehen und wenig zuzulassen. So hätten sich beide Kontrahenten weitgehend neutralisiert. Bei derart engen Spielen können dann Fehler oder Standards entscheiden. Da seine Mannschaft einen Standard nutzte, kam es in der zweiten Halbzeit darauf an, dies zu verteidigen. Dabei sei zu merken gewesen, dass die Luft immer dünner wurde, und vielleicht auch Angst eine Rolle gespielt habe, die Führung noch zu verspielen. Schließlich hätte immer etwas passieren können, aber man hätte auch mit einem 1:1 gut leben können. Da heute Ergebnissport angesagt war, sei er mit dem Resultat sehr zufrieden.

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