SC Weiche Flensburg 08
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Weiche besteht Härtetest

  Spielinfo

Härtetest bestanden! Mit einem verdienten 2:0-Heimsieg gegen den SSV Jeddeloh II hat der SC Weiche Flensburg 08 die erst vor zwei Tagen erkämpfte Tabellenführung in der Regionalliga Nord bestätigt. Vor leider nur 814 Zuschauern im Manfred-Werner-Stadion zeigte unsere Mannschaft zum Abschluss der „mega-englischen Woche“ mit vier Partien in sieben Tagen bei idealem Fußballwetter eine erstaunlich souveräne Vorstellung. Keine zwei Tage nach dem kräftezehrenden Landesderby gegen den Verfolger VfB Lübeck war unsere Mannschaft gegen einen Kontrahenten überlegen, der zuletzt am Dienstag in Lübeck mit 0:1 verloren und damit zwei Tage länger Pause hatte, aber personell aus dem letzten Loch pfiff. Nach der 0:1-Niederlage von Hildesheim holte der SC aus den drei Partien innerhalb von fünf Tagen bei 8:0 Toren alle neun Punkte – was für eine starke Leistung der gesamten Mannschaft!

 

Trainer Daniel Jurgeleit nahm zum Ausklang dieser Stresswoche im Vergleich zum Spiel vom Donnerstagabend gegen Lübeck (1:0) sechs Änderungen vor. Für Hendrik Ostermann, Benjamin Safo-Mensah, Marvin Kleihs, Kapitän Christian Jürgensen, René Guder und Nico Empen liefen Jannick Ostermann, Junior Ebot-Etchi, Ilidio Pastor Santos, Fiete Sykora, Tim Wulff und Fabian Arndt in der Anfangsformation auf. Noch immer fehlten die Verletzten bzw. Rekonvaleszenten Finn Wirlmann, Nedim Hasanbegovic, Jannis Pläschke und Jannik Drews im 18er-Kader. Außerdem waren die am Donnerstag gegen Lübeck geforderten Christian Jürgensen, Benjamin Safo-Mensah und Marvin Kleihs nicht im Aufgebot des Spieltags.

 

Unsere Mannschaft begann die Partie mit vielen guten Offensivaktionen, denen zunächst noch die letzte Abschlussgenauigkeit fehlte. So schoss Fiete Sykora nach schöner Kombination auf der linken Seite über Fabian Arndt, Jannick Ostermann und Junior Ebot-Etchi im Zentrum aus zwölf Metern über den Kasten (6.). Den Kopfballaufsetzer von Tim Wulff nach Einwurf von Torge Paetow und Verlängerung von Jannick Ostermann entschärfte SSV-Torhüter Bohe (7.). Bei einem weiten Pass von Torge Paetow von der Mittellinie in die Tiefe setzte sich Tim Wulff auf halbrechts in Szene, kam dabei in Strafraumhöhe zu Fall, doch der Pfiff des Unparteiischen blieb aus (10.). Und bei einem direkt getretenen Freistoß von halbrechts von Dominic Hartmann zeigte sich Schlussmann Bohe wieder auf dem Posten (13.). Als Fiete Sykora eine Flanke von Jonas Walter von links auf halbrechts direkt nahm, krachte die Kugel an den linken Pfosten (19.). Ohne dass Weiche nun Dauerdruck entwickelt hätte, erspielte sich unsere Mannschaft immer wieder ihre Möglichkeiten. Die erste kleinere Gelegenheit auf der Gegenseite hatte Bennert, der nach Vorarbeit von Oltmer zu hoch zielte (14.).

 

Immerhin kamen die Gäste in der Folge etwas besser ins Spiel. Als Ziga mit schönem Pass an den Fünfmeter-Raum auf rechts Laabs einsetzte, wurde es schon gefährlicher, doch der Gäste-Kapitän war etwas abgedrängt und zielte so rechts am Kasten vorbei (27.). Ein Raunen ging durch das Publikum, als Ziga die Kugel aus gut 18 Metern an die Latte ballerte (34.). Zumindest nach Treffern an das Torgebälk hatten die Ammerländer nunmehr ausgeglichen.

 

Doch die aktivere Elf blieb Weiche. Nachdem Fiete Sykora technisch anspruchsvoll mit der Sohle Ilidio Pastor Santos im 16-m-Raum auf links eingesetzt und dieser perfekt geflankt hatte, köpfte Tim Wulff die Kugel aus bester Position über den Kasten (44.). Die ausgelassene Chance kam allerdings noch vor der Pause wieder. Fabian Arndt hatte den Ball Mitte der SSV-Spielfeldhälfte gewonnen, passte auf halbrechts zu Tim Wulff, der sich die Kugel mit einem Schwenk an seinem Gegenspieler vorbei vom rechten auf den linken Fuß legte und sie dann zielsicher in die lange Ecke zum 1:0-Führungstreffer versenkte (45.).

 

Nach dem Seitenwechsel blieb unsere Mannschaft die bessere Elf. Tim Wulff setzte an der rechten Eckfahne erneut mit starkem Zweikampfverhalten Ilidio Pastor Santos ein, dessen Pass ins Zentrum Dominic Hartmann am 5-m-Raum mit der Hacke verwerten wollte (50.). Auf der rechten Seite setzte sich Junior Ebot-Etchi gegen Gnerlich durch, die etwas zu weite Flanke köpfte Tim Wulff aus spitzem Winkel nur gegen das Außennetz (66.), dann zielte Junior Ebot-Etchi selbst rechts vorbei (67.). Schließlich blieb der fällige Strafstoßpfiff aus, als nach Flanke des enorm spielfreudigen und trickreichen Ilidio Pastor Santos von links Tim Wulff am Fünfmeterraum zwar noch zum Kopfball kam, ihm dabei aber beinahe das Trikot ausgezogen wurde. Warum der Assistent an der Linie sein Fähnchen nicht hob, blieb unergründlich (70.), Torhüter Bohe konnte den Kopfball dann locker aufnehmen. Und weiter spielte fast nur eine Mannschaft. Einen Eckstoß von rechts köpfte Patrick Thomsen nach der Verlängerung von Fiete Sykora über den Kasten (73.). Weiche arbeitete kontinuierlich am zweiten Treffer, der dann auch endlich fiel. Nach einem Einwurf von Torge Paetow von rechts lag der Ball am Elfmeterpunkt frei, Jannick Ostermann versenkte die Kugel aus der Drehung unhaltbar zum längst verdienten 2:0 (77.). Der inzwischen eingewechselte René Guder traf schließlich von rechts aus spitzem Winkel nur das Außennetz (88.).

 

Und die Gäste? Sie mühten sich, wirkten aber müde und im Angriff recht harmlos. Es blieb bei einigen zarten Offensivbemühungen. So lief Bennert einmal allein auf die Weiche-Abwehr zu, jagte die Kugel allerdings in die dritte Etage (61.). Und als Bennert auf halblinks den Ball schön auf Gnerlich durchstecken konnte, ging die Flanke ins Toraus (84.). So blieb es letztlich bei einem vollauf verdienten 2:0-Sieg des souverän die Partie herunterspielenden Gastgebers.

 

Unsere Mannschaft hatte im trickreichen, schnellen und kaum zu stellenden Ilidio Pastor Santos auf der linken Bahn sowie Torge Paetow hinten rechts sehr auffällige Spieler. Die besten Noten bei einer durchweg starken Kollektivleistung ohne Ausfall konnten sich außerdem Tim Wulff als zweikampfstarker, robuster Angreifer und Abwehrchef Patrick Thomsen nach erneut souveräner Defensivarbeit verdienen. Bei den Gästen aus dem Ammerland fielen der später ausgewechselte Ziga – mit einigen gelungenen Vorstößen vor der Pause – sowie Oltmer mit gelegentlichen Dribblings auf.

 

Nach diesem „Hammerprogramm“ der letzten Woche darf unsere Mannschaft vor dem Schlussspurt mit noch sechs Liga-Spielen letztmals kurz durchatmen. „Erst“ am kommenden Sonnabend, 28. April 2018, 17 Uhr, steht der Gastauftritt bei der SV Drochtersen/Assel auf dem Plan. Dabei dürfte den Schützlingen von Trainer Daniel Jurgeleit bekannt sein, was sie im Kehdinger Stadion erwartet. Bei den bisherigen beiden Partien in Drochtersen gab es nämlich nichts zu holen. Erst hieß es am 6.12.2015 nach dem Ausgleichstreffer von Jonas Walter zum Halbzeitstand (40.) am Ende 1:3, dann am 20.11.2016 nach 1:0-Führung (René Guder, 66.) mit Abpfiff 1:2 aus Flensburger Sicht. Das Hinspiel dieser Saison gewann indes unsere Mannschaft durch das goldene Tor von Patrick Thomsen (74.) mit 1:0. Es war eine von nur sechs Niederlagen der Kehdinger. Stratege und Torjäger der SVDA ist Alexander Neumann, der in der laufenden Spielzeit bislang achtmal traf. Die Elf des zum Saisonende scheidenden Trainers Enrico Maaßen steht defensiv kompakt, kassierte in 27 Partien lediglich 26 Gegentore und ist dafür mit 13 Unentschieden der Remiskönig der Liga.

 

Weiche: Kirschke – Paetow, Thomsen, Walter – J. Ostermann, Hartmann (67. K. Schulz) – Ebot-Etchi, Sykora (Kap./80. Can), Pastor Santos – Wulff, Arndt (67. Guder).

 

Tore: 1:0 Wulff (45.), 2:0 J. Ostermann (77.).

 

Zuschauer: 814 im Manfred-Werner-Stadion, Flensburg-Weiche.

 

Schiedsrichter: Carsten Wessel (TSV Lamstedt/Hamburg), ließ in der an sich fairen Partie oft Gnade vor Recht ergehen.

 

 

Die Trainerstimmen:

 

Der Trainer des SSV Jeddeloh II, Key Riebau, zeigte sich enttäuscht vom Spielverlauf, da man sich unmittelbar vor der Pause ein sehr ärgerliches Tor eingefangen habe. Danach sei es schwierig, gegen einen erfahrenen Gegner, der sich dann auch eher stärker fallen lassen könne, etwas auszurichten. „Wir haben heute für die vielen Spiele der letzten Wochen Tribut gezahlt, uns haben die Körner gefehlt“, gestand der Gäste-Trainer. „Das ist schade, aber wir haben gegen einen sehr sehr souveränen Gegner verdient 0:2 verloren.“ Aus solchen Partien müsse seine Mannschaft, die auch junge Spieler habe, lernen und Erfahrungen sammeln. Abschließend wünschte er den Gastgebern alles Gute, um grinsend noch nachzuschieben: „... und hoffentlich nicht bis nächste Saison!“

 

Unser Trainer Daniel Jurgeleit war mit seiner Mannschaft sehr zufrieden, wie sie das Spiel angegangen ist: souverän, ruhig geblieben, kontrolliert, nicht in Hektik gefallen. Das mag vielleicht nicht spektakulär aussehen. Man hätte auch früher in Führung gehen können, aber man habe die Nerven im Griff gehabt. In der zweiten Halbzeit sei man weiterhin kompakt und kontrolliert aufgetreten. So habe man gegen eine richtig gute Mannschaft, die gegen Lübeck am Dienstag hätte gewinnen können, verdient gewonnen. Dabei sei der eine oder andere geschont worden. Die eingesetzten Spieler hätten aber das Vertrauen gerechtfertigt, was als Mannschaft unheimlich wichtig sei.

 

Nun würde es zwei freie Tage geben, um sich zu erholen und abzuschalten, was auch vom Kopf her wichtig sei.

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Verstanden!