SC Weiche Flensburg 08
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Vier Tore und keine Zweifel im Oldenburger Regen

  Spielinfo

VfL Oldenburg – SC Weiche Flensburg 08 0:4 (0:2)

Der SC Weiche Flensburg 08 hat am 25. Spieltag der Regionalliga Nord seinen bislang höchsten Saisonauswärtssieg gefeiert. Beim Aufsteiger VfL Oldenburg kam unsere eigentlich ersatzgeschwächte Mannschaft zu einem nie gefährdeten 4:0-Erfolg. Auf dem Kunstrasen im Hans-Prull-Stadion bestimmte der amtierende Meister von Beginn an das Geschehen und ließ mit einem insgesamt souveränen Auftritt keine Zweifel am ersten „Dreier“ der Flensburger im neuen Regionalliga-Jahr 2019 aufkommen. Die 340 Zuschauer, darunter etwa zehn Flensburger Fans und der ehemalige Mitspieler René Guder (jetzt SV Meppen), trotzten dem Dauernieselregen. Der Abstiegskandidat aus dem Oldenburger Norden, der bislang all seine 16 Punkte auf eigenem Platz erkämpft hatte, konnte an die respektable Leistung aus dem Hinspiel, als Weiche nur ein 1:0-Sieg gelungen war, diesmal nicht anknüpfen. Beim aktuellen Punktestand und in jener Verfassung können sich die Grün-Weißen wohl nur noch mit einem Wunder vor dem Gang in die Oberliga retten.

 

Trainer Daniel Jurgeleit musste die Startelf im Vergleich zum Spiel gegen Werder Bremen II (1:1) gleich sechsmal (!) ändern. Für den nach gelb-roter Karte gesperrten Ilidio Pastor Santos, die erkrankten oder verletzten Florian Kirschke, Nedim Hasanbegovic, Marvin Ibekwe und Kevin Schulz sowie Florian Meyer (auf der Bank) liefen Raphael Straub, Kevin Njie, Jannick Ostermann, Gökay Isitan, Nico Empen und Tim Wulff von Beginn an auf. In der Abwehr vor Torhüter Raphael Straub, der zu seinem Saisondebüt kam, verteidigten Kevin Njie (rechts), Patrick Thomsen (zentral) und Christian Jürgensen (links). Torge Paetow (rechte Bahn), Dominic Hartmann, Jonas Walter, Jannick Ostermann (alle zentral) sowie Gökay Isitan (linke Bahn) besetzten das Mittelfeld. Im Angriff begannen Nico Empen und Tim Wulff. Spielpraxis konnten in der Schlussphase noch Jannis Pläschke, Joël Keller und Gary Noël sammeln. Leicht angeschlagen musste Kapitän Christian Jürgensen vom Platz (84.). Zum 18er Spieltagskader zählten zudem Florian Kirschke, Leon Pascal Kroiß (am Vortage beim 4:2-Sieg unserer Oberligamannschaft gegen Eutin im Einsatz), Jannik Drews und Florian Meyer. Neben dem langzeitverletzten Finn Wirlmann und dem gesperrten Ilidio Pastor Santos gehörten auch Hendrik Ostermann, Nedim Hasanbegovic, Marvin Ibekwe und Kevin Schulz nicht zum Spieltagskader.

 

Die Partie begann mit viel Ballbesitz der Flensburger. Unsere Mannschaft baute geduldig hinten herum auf, um zuweilen mit langen Bällen in die Spitze das Tempo zu verschärfen. „Zweite Bälle“ landeten zudem häufiger bei den Flensburgern, sodass unsere Mannschaft oft schnell wieder in den Besitz des Streitobjektes kam. Auch wenn sich der Gastgeber tendenziell zurückzog, so war er doch aufmerksam, um Ungenauigkeiten der Gäste bestrafen zu können. Die Folge waren anfangs einige harte Duelle und – beiderseits – Foulspiele, bei denen der Referee ohne die eigentlich fälligen „Karten“ über die Runden kam. Für den ersten Abschluss benötigte unsere Elf etwas mehr als elf Minuten. Einen Diagonalball von Jonas Walter von hinten links an die rechte Strafraumkante nahm Nico Empen mutig direkt, er verzog jedoch deutlich (12.). Der nächste nennenswerte Angriff war gleich erfolgreich. Patrick Thomsen hatte am eigenen Strafraum einen Ball nach einer Standardsituation erkämpft, über Torge Paetow auf rechts lief der schnelle Gegenzug, die mustergültige Flanke von Gökay Isitan, der hierzu seine angestammte linke Seite verlassen hatte, auf den zweiten Pfosten drückte Nico Empen per Kopf mit etwas Glück an Torhüter Oetjen vorbei zum 0:1 über die Linie (17.).

 

Nennenswerte Aktionen blieben weiterhin eine Flensburger Angelegenheit. Nach Brustablage von Tim Wulff setzte Torge Paetow einen Aufsetzer am Kasten vorbei (20.). Und wieder war es der Offensivdrang des diesmal auf der rechten Bahn eingesetzten Torge Paetow, der nun zu einem Foulstrafstoß führte. Den Schuss platzierte Dominic Hartmann allerdings nicht gut, sodass Torhüter Oetjen parieren konnte (34.). Die Hoffnungen auf eine Signalwirkung des parierten Strafstoßes erfüllten sich bei den Grün-Weißen aber nicht. Nach einem der zahlreichen Fouls an Tim Wulff, nun in bester zentraler Lage, aus gut 17 Metern Torentfernung, hob Nico Empen beim fälligen Freistoß die Kugel über die Abwehrmauer zum 0:2 ins Oldenburger Netz (36.).

 

Erst in der Folge kamen die Gastgeber mal zu Abschlüssen. Sowohl Blömer (40.) als auch Erdogan (42.) verfehlten den Kasten von Raphael Straub jedoch deutlich. So ging es mit einer souveränen 2:0-Gästeführung und vermutlich mahnenden Worten von Trainer Daniel Jurgeleit in die zweite Halbzeit, denn unsere Mannschaft hatte schon gegen Eintracht Norderstedt und Lupo Martini Wolfsburg sicher anmutende 2:0-Führungen in fremden Stadien noch aus der Hand gegeben.

 

Tatsächlich wurde der VfL etwas mutiger, hatte nun mehr Ballbesitz und strebte den Anschlusstreffer an. Doch erst Köhler (47.), dann Blömer von halblinks (51.) verzogen jeweils. Unsere Mannschaft sah sich etwas in die Defensive gedrängt, schaffte es aber immer wieder, mit Azong den mutmaßlich gefährlichsten Oldenburger Angreifer zu doppeln, sodass Raphael Straub auch in der Folge nicht ernsthaft eingreifen musste.

 

Die Bemühungen der Gastgeber wurden unterbrochen von einem Schuss von halblinks von Gökay Isitan nach Vorarbeit von Nico Empen, der rechts den Kasten verfehlte (48.), und einem schnell ausgeführten Freistoß von Jonas Walter, dessen Flachschuss Torhüter Qetjen jedoch sicher parierte (57.). Nur Sekunden später war aber die Entscheidung gefallen. Einen langen Ball von Jonas Walter von der Mittellinie verlängerte Tim Wulff in den Lauf von Nico Empen, der sich anschließend Torhüter Oetjen ausguckte und die Kugel sicher zum 0:3 und seinem dritten Treffer versenkte (57.).

 

In der letzten halben Stunde war dann das Feuer aus der Partie. Weiche dominierte deutlich, ließ defensiv nichts mehr anbrennen und kam vorn zuweilen noch zu Abschlüssen. Eine Flanke von Gökay Isitan von der linken Seite nickte Tim Wulff ein, doch ging da die Fahne des Assistenten wegen einer Abseitsstellung hoch (73.), und der kopfballstarke Mittelstürmer hatte noch einmal Pech, als er die Flanke von Torge Paetow von der anderen Seite nur knapp am Kasten vorbei setzte (76.). Zwischen beiden Szenen fiel allerdings noch der vierte Gästetreffer. Erneut war es Torge Paetow, der über Rechtsaußen druckvoll agierte und die Kugel nach innen passte, Nico Empen ließ geschickt passieren und hinter ihm hatte Gökay Isitan viel Zeit, um die Kugel sicher zum 0:4 zu versenken (74.). Bei diesem Resultat blieb es schließlich.

 

In der Oldenburger Mannschaft fielen Kapitän Frenzel als rechter Innenverteidiger und der allerdings schon nach 55 Minuten ausgewechselte offensivere Blömer auf. Bei Weiche überragte Nico Empen mit drei Treffern und einer Torvorbereitung. Auch Gökay Isitan, Torge Paetow und Tim Wulff konnten gerade in Sachen Torgefahr bzw. Torvorbereitungen punkten. Letztlich bekamen die Oldenburger vor allem die Flensburger Doppelspitze mit dem fleißigen, technisch feineren Nico Empen und dem robusten Zweikämpfer Tim Wulff, die von beiden Außenbahnspielern Torge Paetow (rechts) und Gökay Isitan (links) wirkungsvoll unterstützt wurden, nie richtig in den Griff.

 

Mit der U 23 der KSV Holstein wird am kommenden Sonnabend, 16. März 2019, ab 13.30 Uhr der Aufsteiger aus Kiel seine Visitenkarte an der Bredstedter Straße in Flensburg-Weiche abgeben. An diesem 26. Spieltag der Regionalliga Nord kommt es damit zum zweiten Viertliga-Duell mit dem Holstein-Nachwuchs, nachdem unsere Mannschaft das Hinspiel in der Landeshauptstadt am 9. September 2018 nach einer überzeugenden Vorstellung sowie Treffern von Dominic Hartmann (25., Strafstoß) und Marvin Ibekwe (77.) mit 2:0 gewinnen konnte. Die jungen Störche um Routinier Tim Siedschlag und Torjäger Laurynas Kulikas spielten eine starke Hinrunde, haben aber zuletzt – mit Ausnahme des jüngsten 2:0-Sieges gegen Drochtersen/Assel – nicht mehr so fleißig gepunktet. Unsere Mannschaft wird allerdings auch wissen, dass ein solcher Gegner besonders gefährlich sein kann.

 

Weiche: Straub – Njie (77. Pläschke), Thomsen, Jürgensen (Kap./84. Keller) – Paetow, Walter, Hartmann, Isitan – J. Ostermann – Wulff (V/84. Noël), Empen.

 

Tore: 0:1 Empen (17.), 0:2 Empen (36.), 0:3 Empen (57.), 0:4 Isitan (74.).

 

Zuschauer: 340, darunter etwa zehn Flensburger, im Hans-Prull-Stadion (Kunstrasen) an der Alexanderstraße, Oldenburg.

 

Schiedsrichter: Benjamin Schmidt (SpVg Laatzen), ließ anfangs die eigentlich fälligen Karten stecken und hatte später dann keine Probleme mit der Partie; gab einmal „Gelb“ (Wulff, 52., Foulspiel).

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