SC Weiche Flensburg 08
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Viele Fehler, Chancen und Tore bei knapper Niederlage

  Spielinfo

Der SC Weiche Flensburg 08 hat seine zweite Rückrundenniederlage hinnehmen müssen. Am frühen Sonnabendnachmittag unterlag unsere Mannschaft als noch amtierender Meister im Duell mit seinem Vize bei der U 21 des Hamburger SV mit 3:4 (0:2)-Toren. Die Partie des 29. Spieltages der Regionalliga Nord vor 350 Zuschauern im Wolfgang-Meyer-Stadion war reich an Höhepunkten und Torchancen. Bei sonnigem und schließlich immer wärmer werdendem Fußballwetter fabrizierte Weiche zu viele Fehler, gab aber auch trotz eines zwischenzeitlich klaren 0:3- und 1:4-Rückstandes nie auf und war am Ende nahe an einem möglichen und nicht unverdienten Remis. Doch nach fünf ungeschlagenen Spielen in Folge verlor unsere Mannschaft gegen einen offensivstarken und namentlich prominent besetzten Kontrahenten. Es war zugleich beim siebenten Auftritt beim HSV-Nachwuchs die zweite Niederlage. Zuvor hatte Weiche am 16. August 2014 bei den Rothosen mit 1:3 verloren.

 

Im Vergleich zur Vorwoche (1:0 gegen Norderstedt) änderte Trainer Daniel Jurgeleit die Startelf zweimal. Nedim Hasanbegovic und Florian Meyer begannen für Kevin Schulz und den erkrankten Ilidio Pastor Santos. Dadurch stellte sich die Mannschaft geringfügig defensiver auf. Die Dreierkette vor Torhüter Florian Kirschke wurde von Torge Paetow (rechts), Patrick Thomsen (zentral) und Jonas Walter (links) gebildet. Im zentralen Mittelfeld kamen Nedim Hasanbegovic, Jannick Ostermann und Dominic Hartmann zum Einsatz. Auf den Außenbahnen begannen Kevin Njie (rechts) und Florian Meyer (links). Die Doppelspitze bestand aus Nico Empen und Gökay Isitan, wobei Letzterer eher den Ballschlepper als Bindeglied zwischen Mittelfeld und Angriff spielte. Zu Beginn der zweiten Halbzeit tauschten Torge Paetow und Kevin Njie die Positionen. Als Tim Wulff nach knapp einer Stunde für Jannick Ostermann ins Spiel kam, wurde es offensiver. Wenig später ersetzte Marvin Ibekwe in der Spitze Nico Empen. Beim dritten Wechsel binnen knapp zehn Minuten kam Geburtstagskind Christian Jürgensen nach krankheitsbedingter Pause zu seinem Comeback. Für ihn musste Nedim Hasanbegovic weichen. Des Weiteren standen Torhüter Raphael Straub, Leon Pascal Kroiß, Jannik Drews sowie Kevin Schulz im 18er Aufgebot des Spieltages. Hingegen waren neben dem langzeitverletzten, aber auf der Tribüne zuschauenden Finn Wirlmann und dem erkrankten Ilidio Pastor Santos auch Hendrik Ostermann, Jannis Pläschke, Joël Keller und Gary Noël, die alle fast zeitgleich beim 2:1-Heimsieg unserer Oberliga-Mannschaft gegen den VfR Neumünster zum Einsatz kamen, nicht im Kader.

 

Der Gastgeber konnte gleich mit seiner ersten Aktion in Führung gehen. Ferati hatte von der rechten Seite einen Freistoß an das linke Strafraumeck geschlagen, wo Pfeiffer erst ein Kopfballduell gewann, ehe dem HSV-Innenverteidiger das Leder wieder vor die Füße fiel und er es mit platziertem Abschluss im langen Eck versenkte (3.). Von diesem Rückstand erholte sich unsere Mannschaft aber gut. In der Folge spielte sie optisch ordentlich mit. Sie schien zunehmend das Geschehen in den Griff zu bekommen, erarbeitete sich mehr Spielanteile, kombinierte auch zuweilen flüssig, musste allerdings immer wieder aufpassen, weil der Angriff der Gastgeber mit dem schwer vom Ball zu trennenden Sturmtank Wintzheimer und dem flinken Linksaußen Opoku seine Gefährlichkeit immer wieder zeigte. Hingegen war vom künftigen Bayern-Stürmer Arp – anders als von Ferati auf der rechten Außenbahn – vor der Pause nicht so viel zu sehen.

 

Weiche wäre beinahe früh zum Ausgleich gekommen. Bei einen Kopfball von Jannick Ostermann nach weitem Einwurf von Torge Paetow musste sich HSV-Schlussmann Schauer schon mächtig strecken, um die Kugel wohl noch vor der Linie zu erwischen, ehe ihm die Behinderung durch Nedim Hasanbegovic und damit ein Freistoßpfiff zur Hilfe kam (8.). Unsere Mannschaft hatte einige sehenswerte Angriffe zu bieten. Der erste Eckstoß sprang heraus, als es über links und Gökay Isitan zügig nach vorn ging (15.). Dann war Gökay Isitan nach Pass von Torge Paetow über rechts zu finden (17.). Ebenfalls schnell und sehenswert ging es, als Florian Meyer über links Dominic Hartmann schickte, dessen Rückpass von der Grundlinie auf den Elfmeterpunkt Nedim Hasanbegovic direkt nahm, doch Schauer im HSV-Tor reagierte prächtig (25.), nachdem er zuvor bei einem direkt getretenen, allerdings deutlich zu hoch angesetzten Freistoß von Nico Empen von der Strafraumgrenze von halblinks nicht eingreifen musste (21.). Auch leitete Kapitän Jonas Walter mit einem genauen Diagonalball von hinten links auf vorn rechts zu Torge Paetow einen Angriff ein, bei dem es über Jannick Ostermann und Nico Empen weiterging, aber es sprang nur ein weiterer Eckstoß heraus (31.). Schließlich bugsierte Torge Paetow auf rechts nach Vorarbeit von Gökay Isitan die Kugel aus spitzem Winkel nur an das Außennetz (34.). Optisch sah das alles recht gut aus. Hier wurde versucht, Fußball zu spielen. Allerdings gab es ebenso Defizite. So fehlte es beim finalen Pass an Präzision, zuweilen auch an Abschlusszielstrebigkeit, und in der Rückwärtsbewegung taten sich Lücken auf. Beispielsweise war Opoku nach einem Querpass von Ferati von der rechten auf die linke Seite völlig blank. Der Abschluss des flinken Dribblers der Hamburger rauschte nur haarscharf am langen Pfosten vorbei (23.).

 

Die letzten Minuten vor dem Seitenwechsel gehörten dann den Elbestädtern. Zunächst zog Geißen die Kugel von der rechten Strafraumkante auf das lange Eck, wo Wintzheimer den Ball haarscharf verfehlte (39.). Torge Paetow lief dann in einen Schuss von Ferati und köpfte die Kugel nur knapp neben den eigenen Kasten (40.). Schließlich fiel doch der zweite Hamburger Treffer, als Ferati einen Fehler im Flensburger Spielaufbau provozierte, dann an SC-Torhüter Florian Kirschke scheiterte, Behounek den Abpraller aber hoch ins Netz versenkte (42.). Dass die Defensive der Fördestädter nicht immer auf der Höhe war, konnte man beim Strafraum-Chaos wenig später sehen. Ferati nutzte die Chance nicht, verzog aus spitzem Winkel von rechts (44.). Insgesamt hatte unsere Mannschaft vor der Pause zwar mehr Aktionen und optisch durchaus gefällig agiert, doch die klareren Chancen lagen bei den Gastgebern.

 

Und die Hamburger schienen die Partie frühzeitig zu entscheiden. Trafen sie zu Beginn und Ende der ersten Halbzeit, so waren sie auch am Anfang der zweiten 45 Minuten erfolgreich. Der robuste Wintzheimer behauptete das Streitobjekt und hatte die Kugel am Strafraum zu Opoku auf Rechtsaußen durchstecken können. Der Ex-Münchener war dann im Zentrum blank, sodass er die Eingabe locker verwandeln konnte (47.).

 

Unsere Mannschaft gab nicht auf und hätte für die sofortige Antwort sorgen können. Dominic Hartmann passte den Ball zu Nico Empen durch, der den rechten Pfosten traf, und den Abpraller bugsierte der Vorbereiter dann über den Kasten (48.). Und gleich noch einmal war die große Chance da, doch nach Einwurf von Torge Paetow und Kopfballverlängerung von Jannick Ostermann köpfte Nedim Hasanbegovic relativ unbedrängt über den Kasten (49.). Die junge HSV-Elf antwortete über Opoku, der mit seinen Tempodribblings Löcher aufreißen kann. Hier geriet sein Abschluss aber zu schwach. Weiche-Schlussmann Florian Kirschke parierte den Flachschuss sicher (50.). Es ging – gerade nach dem Seitenwechsel – hin und her. Weil unsere Mannschaft den Vorwärtsgang einlegte, die Hamburger Deckung zudem nicht souverän wirkte, die Flensburger allerdings auch anfällig für das Konterspiel der jungen Rothosen blieb, hielt die Partie noch viele weitere Torgelegenheiten parat.

 

Beim Kopfball des gerade eingewechselten Tim Wulff nach schnell ausgeführtem Freistoß von Florian Meyer verhinderte eine starke Parade von HSV-Torhüter Schauer den Flensburger Torjubel (58.). Kurz danach ging Tim Wulff akrobatisch mit dem Kopf am kurzen Pfosten in eine Flanke, erreichte sie aber nicht mehr (60.). Auf der Gegenseite bewahrte Florian Kirschke seine Mannschaft vor dem vierten Gegentreffer, als er im Eins-gegen-Eins-Duell gegen den zu Bayern München wechselnden Arp Sieger blieb, nachdem das junge Sturmjuwel mit tollem Antritt alle Flensburger stehen gelassen hatte. Der Nachschuss von Wintzheimer wurde dann geblockt (69.). Wenig später sorgte der erste Flensburger Treffer für neuen Antrieb bei den Fördestädtern. Der ebenfalls eingewechselte Marvin Ibekwe hatte von links geflankt, Tim Wulff den Ball mit der Brust heruntergenommen, ehe er die Kugel mit Links und mit Hilfe des Innenpfostens versenkte (70.).

 

Die Konter der Hamburger blieben gefährlich. Nach einem Solo verzog Opoku jedoch deutlich (71.), ehe er es besser machte und nach einem Abschlag von Torhüter Schauer fast ohne Gegenwehr auf links marschieren konnte. Er versenkte dann die Kugel im kurzen Eck zur vermeintlichen Entscheidung (80.). Allerdings gab unsere Mannschaft noch immer nicht auf. Und sie wurde belohnt. Eine Kopfballverlängerung von Tim Wulff in den Lauf von Gökay Isitan veredelte Marvin Ibekwe mit schönem Abschluss ins lange Eck (84.). Und als Florian Meyer über rechts Torge Paetow in die Tiefe schickte, Gökay Isitan flankte, köpfte Tim Wulff die Kugel ins lange Eck zum 3:4-Anschluss (88.). Was war hier nur los? Der Nachwuchs des HSV konnte dann die viereinhalbminütige Nachspielzeit unbeschadet überstehen, sodass es beim knappen Sieg der Rothosen blieb.

 

Bei den Hamburgern fielen mit Opoku und Wintzheimer sowie in der zweiten Halbzeit auch Arp drei Offensivkräfte besonders auf. Defensiv hatte der Gastgeber in den Innenverteidigern Giese und – zumindest vor der Pause – Pfeiffer ihre stärksten Kräfte. Aus unserer Mannschaft konnten sich der eingewechselte Doppeltorschütze Tim Wulff, Gökay Isitan mit großem Aktionsradius – wenngleich manchen Fehlern – und Jonas Walter die besten Noten verdienen. Gerade vor der Pause fiel zudem die Leistung von Dominic Hartmann, der später angeschlagen wirkte, positiv auf.

 

Am 30. Spieltag wird unsere Mannschaft zum drittletzten Heimauftritt der Saison den TSV Havelse empfangen. Die Partie am Sonnabend, 13. April 2019, wird im Manfred-Werner-Stadion um 13.30 Uhr angepfiffen werden. Dabei geht es vor allem für den Gast um wichtige Punkte, von denen er noch so manche zum Klassenerhalt benötigen wird. Bislang gelangen in 14 Partien in der Fremde erst zehn Treffer, mit denen der TSV immerhin vier Siege und in der Summe 14 Zähler hamstern konnte. Der Ex-Zweitligist (1990/91) kickt seit 2010/11 in der Regionalliga Nord und zählt damit seit dem Aufstieg von Weiche im Jahre 2012 zu den Dauerkontrahenten unserer Mannschaft. So werden die Garbsener, die aktuell über eine A-Junioren-<wbr />Bundesligamannschaft und insgesamt schon seit längerem über eine starke Nachwuchsarbeit verfügen, bereits zum siebenten Mal zu einem Regionalligaspiel in die Fördestadt reisen. An der Bredstedter Straße gewannen sie allerdings erst einmal, und das beim Premierengastspiel vor mehr als sechs Jahren – am 9. März 2013 mit 3:2. Überhaupt: Trotz einer insgesamt ausgeglichenen Bilanz blieb unsere Mannschaft in den letzten acht Duellen mit dem TSV Havelse ungeschlagen, wobei von den jüngsten sechs Aufeinandertreffen drei mit einem 2:1-Sieg und drei mit einem 1:1-Remis endeten.

 

Weiche: Kirschke – Paetow (V), Thomsen, Walter (Kap.) – Njie, Hartmann, Hasanbegovic (68. Jürgensen), J. Ostermann (56. Wulff), F. Meyer – Empen (64. Ibekwe), Isitan (V).

 

Tore: 1:0 Pfeiffer (3.), 2:0 Behounek (42.), 3:0 Wintzheimer (47.), 3:1 Wulff (70.), 4:1 Opoku (80.), 4:2 Ibekwe (84.), 4:3 Wulff (88.).

 

Zuschauer: 350, davon rund 60 Flensburger, im Wolfgang-Meyer-Stadion an der Hagenbeckstraße, Hamburg-Stellingen.

 

Schiedsrichter: Patrick Mewes (SpVg Laatzen), ließ lange Zeit die Karten stecken und bewies damit viel Geduld, ehe Paetow (Foul an Arp, 56.) und Isitan (Meckern, 90.+4) sowie Gmeiner (Foul an Paetow, 57.) verwarnt wurden.


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