SC Weiche Flensburg 08
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Torlos im Advent

  Spielinfo

Hannover 96 II – SC Weiche Flensburg 08 0:0

Im letzten Auswärtsspiel des Jahres 2018 kam der SC Weiche Flensburg 08 bei Hannover 96 II im Nachwuchsleistungszentrum „96 – Das Stadion“ zu einem torlosen Remis. Bei zwar milden Temperaturen, aber Dauernieselregen wurde am ersten Advent den 121 Zuschauern nicht besonders viel geboten. Die etwa 15 Flensburger Fans konnten sich immerhin noch über den Besuch ihres Ex-Stürmers René Guder (jetzt SV Wehen Wiesbaden) freuen. Vorweihnachtlich strahlte allenfalls das Flutlicht, das bereits zur Anstoßzeit um 13 Uhr bemüht werden musste, so wolkenverhangen war der Himmel über Hannover. Zwar blieb Weiche gegen die U 23 von Hannover 96 damit zum neunten Mal in Folge ungeschlagen, aber das Remis fühlte sich angesichts der zahlenmäßigen Überlegenheit über gut 70 Minuten eher wie eine Niederlage an. Zugleich ist Weiche seit der 1:3-Niederlage vom Gastspiel in Lübeck in nunmehr fünf Partien ungeschlagen, hat davon allerdings auch lediglich die Begegnung gegen Jeddeloh II (4:2) gewinnen können. Die beiden Kontrahenten dieser Duells trennten sich im vierten Aufeinandertreffen in Folge remis. Die bislang einzige Auswärtsniederlage und letzte Niederlage überhaupt gegen Hannover 96 II kassierte Weiche mit 0:1 am 2. August 2014.

 

Trainer Daniel Jurgeleit veränderte die Startelf gegenüber dem Spiel gegen den FC St. Pauli II (3:3) auf vier Positionen. Patrick Thomsen, Jannis Pläschke, Gary Noël und Marvin Ibekwe liefen für den „Gelb“-gesperrten Kapitän Christian Jürgensen, Ilidio Pastor Santos, Gökay Isitan (beide auf der Bank) und den erkrankten Nico Empen auf. Vor Torhüter Florian Kirschke agierte die Dreierkette diesmal mit Patrick Thomsen (rechts), Finn Wirlmann (zentral) und Torge Paetow (links). Im zentralen Mittelfeld spielten Jannick Ostermann, Nedim Hasanbegovic (beide eher defensiv) und Dominic Hartmann (offensiv). Während auf den Außenpositionen Jannis Pläschke (rechts) und Florian Meyer (links) begannen, bildeten Marvin Ibekwe und Gary Noël die Doppelspitze. Eingewechselt wurden zunächst Joël Keller, der offensiver als sein Vorgänger Nedim Hasanbegovic agierte, und Gökay Isitan positionsgetreu für Gary Noël. Für die letzten Minuten kam noch Ilidio Pastor Santos für die rechte Seite für Jannis Pläschke. Auf der Bank blieben neben Ersatztorhüter Raphael Straub auch Kevin Njie, Hendrik Ostermann und Nico Empen. Nicht im 18er Kader waren neben dem gesperrten, aber anwesenden Christian Jürgensen und den verletzten bzw. rekonvaleszenten Jonas Walter und Kevin Schulz auch Jannik Drews (der einen Tag zuvor mit der Oberliga-Mannschaft gegen Kropp sein Comeback gab) und der erkrankte Tim Wulff.

 

In der Anfangsphase verlief die Partie auf tiefem Boden, der durch den Dauernieselregen zum Teil sogar mit schwer berechenbaren Wasserlachen bedeckt war, unspektakulär und ausgeglichen. Ein missglückter Flankenball von Wolf auf das Dach des Weiche-Kastens (13.) war noch die aufregendste Aktion der Anfangsviertelstunde. Ziemlich unvermittelt kam es wenig später zur Schlüsselszene der Partie. Ein mächtiger Kopfball von Hadzic nach Eckstoß von Tarnat landete am linken Pfosten des Weiche-Tores; als dann der Ball aus dem Strafraum geklärt wurde, schritt Schiedsrichter Rosin ein, zückte sofort „Rot“ für Springfeld, der sich offenbar beim Zurücklaufen eine Tätlichkeit geleistet hatte (18.).

 

Mit dieser zahlenmäßigen Dezimierung änderten sich die Gewichte im Spiel. Weiche hatte das Geschehen gegen nun tief stehende Gastgeber sofort im Griff, während auf Hannoveraner Seite mit Dauter ein neuer Innenverteidiger auf Kosten des offensiven Stefandl eingewechselt wurde (20.). Und mit dem Platzverweis wurde die Partie giftiger, wodurch der Referee zwischenzeitlich Mühe hatte, wieder Ordnung herzustellen. So duellierte sich erst Torge Paetow mit Emghames (28.), schließlich Florian Meyer mit Emghames (30.) in ziemlich unflätiger Weise. Die Verwarnungen zückte Schiedsrichter Rosin allerdings erst danach: für Tarnat nach Foul an Jannick Ostermann (32.) und Wolf nach Foul an Finn Wirlmann (38.) auf 96er Seite sowie für Jannick Ostermann nach Foul an Tarnat (42.) bei den Fördestädtern. Nach dem Seitenwechsel gab es noch einmal eine Phase mit erhöhter „Gelb“-Gefahr. Erst sahen Patrick Thomsen nach Foul an den gerade eingewechselten Demir (60.) und Nedim Hasanbegovic nach Foul an Marusenko (63.) die Karte, dann waren es auf der Gegenseite Marusenko nach Foul an Nedim Hasanbegovic (65.) und Hadzic nach Foul an Jannick Ostermann (84.). Spielerische Höhepunkte blieben hingegen nach der Roten Karte vor der Pause gänzlich aus. Zwar hatte Weiche das Geschehen mittlerweile komplett im Griff, doch zu Abschlüssen kamen die Fördestädter nicht.

 

An dem prinzipiellen Bild änderte sich in den zweiten 45 Minuten kaum etwas. Weiche hatte zumeist den Ball, ging es aber mal in die torgefährliche Zone, war er sofort wieder weg. Die jungen Hannoveraner verteidigten durchaus geschickt. Allerdings fiel unserer Mannschaft auch wenig ein. Den ersten nennenswerten Abschluss verzeichnete Dominic Hartmann, der aus der Drehung über den Kasten schoss (51.). Es folgte die beste Flensburger Chance im gesamten Spiel. Florian Meyer hatte von halblinks quer durch den Strafraum Marvin Ibekwe erreicht, der am Elfmeterpunkt am aufmerksamen, aus seinem Kasten geeilten Torhüter Weinkauf scheiterte, der Abpraller von Jannis Pläschke blieb in niedersächsischen Abwehrbeinen hängen (52.). Ansonsten wirkte das Flensburger Angriffsspiel ohne Überraschungen, Ideen und Bewegung. So hatte es der Gastgeber beim Verteidigen nicht allzu schwer. Lediglich Jannick Ostermann, der nach einer Flanke von Florian Meyer köpfen konnte, aber keinen Druck hinter den Aufsetzer bekam, sodass Schlussmann Weinkauf problemlos zupacken konnte, hatte eine kleinere Möglichkeit (81.), ehe es in der Nachspielzeit bei einer unübersichtlichen Situation doch einmal im 96er Torraum brannte, aber die Fahne des Assistenten an der Linie war hochgegangen (90.+1).

 

Die Gastgeber beschränkten sich weitgehend auf eine gute Defensive. Sie versuchten zwar zuweilen, die Flensburger Verteidiger früh anzulaufen, doch die leisteten sich auf dem schwer bespielbaren Boden keine Patzer. Dennoch hatten auch die Hannoveraner nach der Pause zwei Möglichkeiten. Erst nahm Emghames einen weiten von Schulz getretenen Freistoß von der Mittellinie direkt, drosch die Kugel aber aus 17 Metern von halbrechts in die zweite Etage (54.). Dann tauchte nach einem schnellen Gegenzug über den eingewechselten Demir auf links überraschend der linke Verteidiger Gloster im Flensburger Strafraum auf, scheiterte aber nach einem Schwenk nach innen und freier Schussposition am glänzend parierenden Florian Kirschke im SC-Tor (73.).

 

Bei den Gastgebern waren der omnipräsente Tarnat im defensiven Mittelfeld sowie mit Schulz und Gloster zwei Verteidiger die auffälligsten Akteure. Die besten Noten auf Flensburger Seite konnten sich Finn Wirlmann und Jannick Ostermann verdienen.

 

Zum Jahresabschluss mit dann 46 (!) Pflichtspielen seit dem 20. März 2018 und zum bereits 27. (!) Saisonpflichtspiel empfängt unsere Mannschaft am kommenden Sonnabend, 8. Dezember 2018, ab 13.30 Uhr im Manfred-Werner-Stadion den 1. FC Germania Egestorf/Langreder. Es wird der dritte Gastauftritt der Männer vom Deister im hohen Norden und das vierte Aufeinandertreffen in diesem Jahr werden. Bislang hat die Germania, die sehr unbequem agieren kann, immer die Punkte in Flensburg gelassen. Am 30. Oktober 2016 hieß es 2:1 und am 7. April 2018 – wenige Tage vor dem denkwürdigen 2:0-Sieg gegen den HSV II – im Titelkampf vor 928 Zuschauern 2:0 für Weiche. Bei den drei Partien in Egestorf haben hingegen die Barsinghausener mit zwei Siegen die Nase vorn. Anfang August diesen Jahres sorgte der 1:0-Erfolg des 1. FC an einem Mittwochabend, am 08.08.2018, in Egestorf für Ernüchterung bei unserer Mannschaft, die sich in 90 Minuten kaum einmal eine Torchance herausspielen konnte, obgleich sie überwiegend in Ballbesitz war. Inzwischen hat Erfolgstrainer Jan Zimmermann Egestorf verlassen. An der Seitenlinie ist nunmehr Paul Nieber der verantwortliche Trainer. Unter ihm gelangen der Germania als „Mannschaft der Stunde“ zuletzt fünf Liga-Siege in Folge.

 

Weiche: Kirschke – Thomsen (V), Wirlmann, Paetow (Kap.) – Pläschke (85. Pastor Santos), J. Ostermann (V), Hasanbegovic (V/75. Keller), F. Meyer – Hartmann – Noël (75. Isitan), Ibekwe.

 

Tore: keine.

 

Zuschauer: 121, darunter ca. 15 Flensburger, im „96 – Das Stadion“ des Nachwuchsleistungszentrums von Hannover 96, Clausewitzstraße.

 

Schiedsrichter: Kevin Rosin (SV Lieth), hatte allerhand zu tun, behielt aber insgesamt den Überblick.

 

 

Stimme zum Spiel:

 

Der Angreifer des Drittligisten SV Wehen Wiesbaden, René Guder, befand nach der Partie: „Es war für Weiche mehr drin. Allerdings haben die Ideen im Spiel gefehlt. Und wenn man nur dreimal auf das Tor schießt ... Dennoch hätte es aber zum Schluss beinahe zum Lucky Punch gereicht.“

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