SC Weiche Flensburg 08
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  Spielinfo

SC Weiche Flensburg 08 – Lüneburger SK Hansa 4:1 (2:0)

Rundum zufriedene Gesichter beim SC Weiche Flensburg 08: Bei herrlich sonnig-warmem Oktoberwetter besiegte der amtierende Meister der Regionalliga Nord am 14. Spieltag den Lüneburger SK Hansa mit 4:1 Toren. Im Manfred-Werner-Stadion zeigte unsere Mannschaft am Sonnabendnachmittag den 810 Zuschauern eine insgesamt ordentliche, wenn auch nicht durchgängig berauschende Vorstellung. Damit hielt der Aufwärtstrend der Schützlinge von Trainer Daniel Jurgeleit an. Vor den beiden anstehenden schwierigen Auswärtsspielen in Drochtersen (So., 21.10.2018) und Lübeck (Fr., 26.10.2018) haben sie mit dem dritten Liga-Sieg in Folge so langsam Anschluss an die Spitzengruppe herstellen können. Der einstige Angstgegner aus dem niedersächsischen Lüneburg verliert indes so langsam seinen Schreckcharakter. Es war der vierte Sieg gegen die Hanseaten nacheinander (zuvor 1:0, 3:1, 2:0) und im neunten Duell mit dem LSK der höchste überhaupt.

 

Nach dem glücklichen 2:1-Sieg beim TSV Havelse veränderte Trainer Daniel Jurgeleit die Startelf auf vier Positionen. Der Gelb-Rot-gesperrte Ex-Lüneburger Gökay Isitan wurde positionsgetreu von Florian Meyer ersetzt. Außerdem mussten Jonas Walter, Kevin Schulz und Nico Empen auf der Bank Platz nehmen. Für sie kamen mit dem etatmäßigen Kapitän Christian Jürgensen sowie Jannis Pläschke und Marvin Ibekwe drei wiedergenesene Spieler, die zuvor zumindest nicht vollwertig zur Verfügung standen. Die Dreier-Abwehrkette vor Torhüter Florian Kirschke blieb in der Startformation mit Torge Paetow (rechts), Patrick Thomsen (zentral) und Joël Keller (links) unverändert. Davor agierten Ilidio Pastor Santos (rechts), Jannis Pläschke, Christian Jürgensen und Florian Meyer (links). Die Doppelspitze mit Gary Noël und Marvin Ibekwe wurde von Dominic Hartmann im offensiven Mittelfeld unterstützt. Schon früh musste Torge Paetow mit Oberschenkelverletzung passen. Der eingewechselte Finn Wirlmann – ebenfalls aus einer Verletzungspause zurück – übernahm die defensive Zentrale, sodass Patrick Thomsen nach rechts rückte. In der zweiten Halbzeit wurden zunächst Jannick Ostermann für Jannis Pläschke, dann Kevin Schulz für Florian Meyer eingewechselt. Kevin Schulz rückte in die Spitze, Marvin Ibekwe ging auf die rechte Bahn, und Ilidio Pastor Santos wechselte die Seite. Ohne Einsatz blieben Ersatztorhüter Ole Rathmann, Hendrick Ostermann, Jonas Walter und Nico Empen auf der Bank. Im Aufgebot des Spieltages fehlten neben dem gesperrten Gökay Isitan die weiterhin verletzten Nedim Hasanbegovic (Wade), Kevin Njie (Außenband) und Jannik Drews (Knie) sowie Raphael Straub und Tim Wulff.

 

In der Anfangsphase standen die Lüneburger gut geordnet. Weiche hatte sichtlich Mühe, das Spiel anzukurbeln, verfiel allerdings auch nicht in Hektik. Dennoch hatten die Niedersachsen durchaus zwei nennenswerte Möglichkeiten. Erst hatte sich Stech über seine rechte Seite durchgetankt und den Ex-Kieler Sen eingesetzt, der aus drei Metern die Kugel aus spitzem Winkel über das Tor setzte (3.). Tiefes kollektives Durchatmen war auf der Tribüne angesagt, als nach einem zu ungenauen Querpass im Spielaufbau in der Flensburger Spielfeldhälfte der Lüneburger Krottke an das Leder kam. Doch der Angreifer zog nicht energisch genug auf das gegnerische Tor, brauchte zu lange, sodass Torge Paetow mit riskantem, allerdings geglücktem Tackling den Ball noch dem Lüneburger wegspitzeln konnte. Da auch Varela Monteiro rechts mitgelaufen war, wäre es eine herausragende Torchance für die Gäste geworden (5.). Bei der Grätsche verletzte sich Torge Paetow, sodass er nur wenig später gegen Finn Wirlmann ausgetauscht werden musste (12.). Zuvor war aber Weiche mit der ersten eigenen Torannäherung gleich in Führung gegangen. Joël Keller hatte aus gut 20 Metern von halblinks abgezogen, der Ball blieb bei Kapitän Christian Jürgensen hängen, der ihn aufnahm und dann kraftvoll zur 1:0-Führung unter die Latte setzte (10.).

 

Nach dem interessanten Beginn wurden die Höhepunkte allerdings recht übersichtlich. Auf Lüneburger Seite blieb allenfalls ein Distanzschuss von Ghandour erwähnenswert, doch der Aufsetzer ging links vorbei (22.). Und Weiche stellte mit der zweiten Chance gleich auf 2:0. Einen Einwurf von Florian Meyer hatte Christian Jürgensen von links ins Zentrum gebracht, wo Gary Noël aus Nahdistanz zur Stelle war (28.). So einfach geht es. Beinahe ähnlich brachte Christian Jürgensen eine Eingabe von links flach nach innen, doch diesmal fehlte im Zentrum ein Abnehmer (40.). Das war es auch schon, was auf beiden Seiten an Torchancen in der ersten Halbzeit heraussprang.

 

Nach dem Seitenwechsel ging es zunächst wenig spektakulär weiter. Unsere Mannschaft agierte zurückhaltender, tat selbst nicht besonders viel für die Offensive, während sich die Gäste zwar mühten, aber nicht zu Abschlüssen kamen. Einzig Sen versuchte sich beim LSK einmal, zielte allerdings deutlich rechts vorbei (54.). Die beste Flensburger Möglichkeit kam nach einem von Joël Keller aus dem linken Halbfeld getretenen Freistoß zustande, bei dem sich LSK-Torhüter Springer verschätzte, aber Marvin Ibekwe und Christian Jürgensen verpassten die Kugel (50.). Auch die Zweikampfintensität nahm kaum zu. Einzig Correira Ca sah mal nach einem Foul an Dominic Hartmann die gelbe Karte (57.), nachdem kurz zuvor Christian Jürgensen wegen einer Meckerei „Gelb“ gesehen hatte (56.) und schon vor der Pause Joël Keller nach einem Foul an Krottke verwarnt worden war (30.).

 

So plätscherte das Geschehen relativ ereignislos dahin, ehe der Unterhaltungswert in der Schlussviertelstunde noch einmal enorm stieg. Einen Freistoß auf den halblinks postierten Jannick Ostermann legte dieser im Strafraum quer zu Kevin Schulz, und von dort kam die Kugel dann ins Zentrum, wo sie Gary Noël zum 3:0 versenkte, obgleich Torhüter Springer beinahe an das Leder gekommen wäre. Für dessen Vorderleute ging die Stafette einfach viel zu schnell (74.). Nur fünf Minuten später war der Dreierpack von Gary Noël perfekt. Diesmal hatte Marvin Ibekwe mit starkem Antritt auf Rechtsaußen und Rückpass auf den Elfmeterpunkt die maßgeschneiderte Vorarbeit geliefert; sein Sturmpartner musste den Ball nur noch zum 4:0 versenken (79.). Was für eine Chancenverwertung unserer Mannschaft! Der Lüneburger Schlussmann Springer konnte sich dann wenigstens einmal auszeichnen, als er einen Schuss von Dominic Hartmann aus zehn Metern von halblinks parierte, nachdem Gary Noël quergelegt hatte (81.).

 

Die Lüneburger konnten einem bei der Abschlusseffektivität der Gastgeber beinahe leidtun. Aber auch sie durften dann wenigstens einmal jubeln, als sich nach einer Flanke von der linken Seite der Kopfball des allein gelassenen Krottke etwas überraschend in den Dreiangel senkte (81.). Die Ergebniskosmetik wäre den Niedersachsen, die in der Schlussphase ihren Kapitän Pägelow mit Verletzung verloren und so die Partie zu zehnt beenden mussten (88.), beinahe noch besser gelungen, doch den strammen Schuss von Gueye von der Strafraumkante lenkte SC-Torhüter Florian Kirschke mit starker Parade über die Latte (90.). So blieb es beim 4:1-Sieg der Heimischen.

 

Auf Flensburger Seite konnte sich neben dem Dreifach-Torschützen Gary Noël auch der sehr auffällige, weil laufstarke Sturmpartner Marvin Ibekwe auszeichnen. Mit Finn Wirlmann, Christian Jürgensen und Jannis Pläschke durften zudem drei Comebacks den Trainer sehr zufrieden gestellt haben. Gute Noten aus einer ausgeglichenen Mannschaft verdienten sich zudem Joël Keller mit abgeklärtem Defensivverhalten und Dominic Hartmann als Antreiber. Bei den Gästen aus Lüneburg fielen Kapitän Pägelow aus der Abwehrkette, Sakai aus dem defensiven Mittelfeld und der fleißige Krottke im Angriff besonders auf.

 

Am Sonntag, 21. Oktober 2018, wird unsere Mannschaft am 15. Spieltag der Regionalliga Nord ab 15 Uhr bei der SV Drochtersen/Assel gastieren. Im Kehdinger Stadion hat in der aktuellen Regionalliga-Spielzeit bislang lediglich der Drittliga-Absteiger SV Werder Bremen II (2:0) gewinnen können. Selbst der FC Bayern München hatte größte Mühe, um sich im DFB-Pokalwettbewerb in Drochtersen mit 1:0 durchzusetzen. Wie schwierig es ist, bei der SVDA zu gewinnen, weiß unsere Mannschaft aus eigener Erfahrung. Nach den Niederlagen vom 6.12.2015 (1:3) und 20.11.2016 (1:2) hatte Weiche in diesem Frühjahr dort mit 2:0 gewonnen, allerdings Torge Paetow an jenem 28. April 2018 mit Verletzung selbst für die späteren Relegationsspiele verloren. Zwar hat Erfolgstrainer Enrico Maaßen nach der vergangenen Saison Drochtersen verlassen, doch auch unter Nachfolger Lars Uder hat die Spielvereinigung nichts von ihrem Image als äußerst unbequemer Gegner verloren. Wer um den Landespokal den Drittligisten Eintracht Braunschweig aus dem Wettbewerb kegelt und dann bzw. jüngst den VfB Lübeck (2:1) schlägt, hat jedenfalls genug Warnsignale gen Flensburg gesandt.

 

Weiche: Kirschke – Paetow (12. Wirlmann), Thomsen, Keller (V) – Pastor Santos, Pläschke (52. J. Ostermann), Jürgensen (Kap./V), F. Meyer (70. K. Schulz) – Hartmann – Noël, Ibekwe.

 

Tore: 1:0 Jürgensen (10.), 2:0 Noël (28.), 3:0 Noël (74.), 4:0 Noël (79.), 4:1 Krottke (82.).

 

Zuschauer: 810 im Manfred-Werner-Stadion, Flensburg-Weiche.

 

Schiedsrichter: Kevin Rosin (SV Lieth), mit überzeugendem Auftritt: klare Linie, deutliche Ansprache, kaum Fehler.

 

 

Die Trainerstimmen:

 

Der Trainer des LSK, Rainer Zobel, wollte vorab herausgestellt wissen, dass man als Gast in Flensburg sehr herzlich aufgenommen wurde. Dafür bedankte er sich. Zur Partie meinte er, dass der Spielstand vielleicht etwas zu hoch ausgefallen, aber der Sieg vollauf gerechtfertigt sei. Der Spielverlauf mache ihn jedoch traurig, weil man sehr ordentlich begonnen und auch die ersten Möglichkeiten gehabt habe. Man habe allerdings, gerade was das Zweikampfverhalten betrifft, gesehen, dass eine erfahrene Männermannschaft heute auf eine etwas jüngere Mannschaft getroffen sei. Er sei seinen Jungs jedoch nicht böse. Man habe heute eben nicht die Normalform erreicht. „So habe ich mich über nichts zu beklagen“, so der erfahrene Ex-Bayern-Profi weiter.

 

Unser Trainer Daniel Jurgeleit sprach von einem „unheimlich wichtigen Spiel“. In der Anfangsphase sei man nicht so sicher aufgetreten und habe nicht die Stabilität gehabt. Er erinnerte hierbei an den unnötigen Querpass, mit dem Lüneburg eingeladen wurde, in dessen Folge sich Torge Paetow beim notwendigen Tackling verletzt hatte. Das 1:0 sei dann sehr wichtig gewesen, zumal man auch die eine oder andere Veränderung im Mittelfeld gehabt habe. So habe die Mannschaft ein vielleicht nicht herausragend gutes, aber doch ein ordentliches Spiel absolviert. Der Gegner hatte nach dem 0:2 nichts zu verlieren, wobei dann vielleicht ein wenig die Angst bei seiner Elf hinzukam, da eine 2:0-Führung in Norderstedt verspielt und es in Havelse nach dem 2:0 noch einmal eng wurde. Lüneburg habe er in den vergangenen Wochen als gut organisierte Mannschaft gesehen. Vielleicht war sie heute nicht in Normalform, aber das hinge auch immer vom Gegner ab. „Ich bin sehr zufrieden, dass wir die drei Punkte geholt haben“, schloss der Trainer seine Einschätzung.

 

Gefragt nach Gary Noël meinte Daniel Jurgeleit, dass der Stürmer bei drei Toren als Matchwinner ganz weit vorn liegen würde. Er habe es sich verdient, nachdem es für ihn nicht einfach war. Doch man müsse Geduld haben und warten. „Man sieht, dass er Tore machen kann“, meinte der Trainer weiter, „und wenn man einmal drin ist, läuft es so weiter. Die Frage ist aber, ob er in Drochtersen deshalb von Beginn an spielen wird.“

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