SC Weiche Flensburg 08
//
www.weiche-liga.de

Neuigkeiten

Immer auf dem neusten Stand

Nur ein Punkt vom wackeren Aufsteiger

  Spielinfo

U. S. I. Lupo Martini Wolfsburg – SC Weiche Flensburg 08 2:2 (2:2)

Am zweiten Rückrundenspieltag trennte sich der SC Weiche Flensburg 08 vom Aufsteiger U. S. I. Lupo Martini Wolfsburg 2:2-unentschieden. Dabei vergab unsere Mannschaft am Sonntagnachmittag eine sicher geglaubte frühe 2:0-Führung und die Chance, im Rennen um Platz zwei hinter dem VfL Wolfsburg II wertvollen Boden gutzumachen. Die 200 Zuschauer im Lupo Stadio, darunter nicht ganz 20, die es mit den Fördestädtern hielten, sahen bei ruhigem und zunächst sonnig-kühlem Herbstwetter einen anfangs dominierenden Favoriten. Der Abstiegsanwärter kam aber mit einem fulminanten Distanzschuss in die Partie zurück und konnte gegen den amtierenden Meister einen Punkt für die Tabelle und die Moral buchen. Weiche blieb zwar im vierten Spiel nach einem 1:1 und 2:1 in der Saison 2016/17 sowie dem 4:0 aus dem Hinspiel der aktuellen Saison gegen den Verein italienischer Gastarbeiter ungeschlagen, doch das Remis fühlte sich eher wie eine vermeidbare Niederlage an.

 

Trainer Daniel Jurgeleit änderte die Startelf gegenüber dem Heimspiel gegen Jeddeloh II (4:2) dreimal. Jannick Ostermann, Nedim Hasanbegovic und Tim Wulff begannen für den gesperrten Patrick Thomsen (fünfte „Gelbe“), den verletzten Kevin Schulz sowie Dominic Hartmann (zunächst auf der Bank). Vor Torhüter Florian Kirschke verteidigte die Dreierkette wie zuletzt mit Torge Paetow (rechts), Finn Wirlmann (zentral) und Hendrik Ostermann (links). Die Positionen in der Mittelfeldzentrale nahmen diesmal Nedim Hasanbegovic „auf der Sechs“, Jannick Ostermann „auf der Acht“ sowie Gökay Isitan auf der „Zehn“ ein. Während die Außenpositionen mit Ilidio Pastor Santos (rechts) und Florian Meyer (links) unverändert blieben, kamen Tim Wulff und Nico Empen als Doppelspitze zum Einsatz. Zunächst wurden Dominic Hartmann und Gary Noël, danach Marvin Ibekwe im Verlauf der zweiten Halbzeit eingewechselt. Auf der Bank blieben neben Ersatztorhüter Raphael Straub auch der noch nicht vollständig genesene, etatmäßige Kapitän Christian Jürgensen sowie Jannis Pläschke und Kevin Njie. Die verletzten Jonas Walter (Muskelfaserriss in der Wade), Kevin Schulz (Innenbandriss), Joël Keller (Schulter) und Jannik Drews sowie der „Gelb“-gesperrte Patrick Thomsen fehlten im Aufgebot des Spieltages.

 

Unsere Mannschaft begann ordentlich und hatte den ersten Abschluss zu verzeichnen, als der Sekundenzeiger noch nicht einmal eine Runde vollendet hatte. Der Kopfball von Tim Wulff nach Freistoß von Gökay Isitan von der linken Seite bereitete allerdings Wolfsburgs Schlussmann Sauß keinerlei Probleme (1.). Dennoch: Die Gäste dominierten nach Belieben das Geschehen, zumal sich der Abstiegskandidat weit zurückzog. Und unsere Mannschaft wurde früh belohnt. Nach einem abgewehrten weiten Einwurf nahm Torge Paetow die Kugel gleich wieder auf, ging spielend an einen Wolfsburger vorbei und brachte den Ball von der rechten Seite nach innen. Jannick Ostermann verlängerte die Flanke mit dem Kopf zum 0:1 ins lange Eck (9.). Das ging ganz einfach – wie auch nur wenig später, als Nedim Hasanbegovic den Eckstoß von Florian Meyer, ebenfalls von rechts, in die gleiche Ecke einköpfte (14.). Die Gäste lagen 2:0 nach nicht einmal einer Viertelstunde vorn. Es schien angerichtet, zumal Weiche weitere Chancen ausließ. Als Nico Empen über rechts Gökay Isitan in die Tiefe schickte und dieser die Kugel in den Rückraum passte, setzte Tim Wulff den Ball über die Latte (16.). Dann war es Jannick Ostermann, der nach Vorarbeit von Gökay Isitan und Chip-Ball von Tim Wulff an Torhüter Sauß scheiterte (23.). Es spielte bis dahin nur eine Mannschaft.

 

Völlig überraschend meldeten sich auch die Gastgeber zum Spiel an. Henze hatte reichlich Platz, zog aus fast 30 Metern einfach einmal ab und traf satt beinahe in das linke Dreiangel zum überraschenden Anschluss – ein wahrer Sonntagsschuss am Sonntagnachmittag (25.)! Dieser Schönheitsfehler aus Flensburger Sicht hätte einer bleiben können, wenn Tim Wulff gleich im Gegenzug nach Pass von Nico Empen, der sich an der Mittellinie behauptet und den Ball durchgesteckt hatte, getroffen hätte. Aber der Stürmer hatte wohl zu viel Zeit zum Überlegen, und so scheiterte er frei vor Torhüter Sauß (29.), der wenig später erneut zur Stelle war, als er nach Ablage von Tim Wulff einen schönen Schuss von Nico Empen aus der Drehung parierte (33.). Dennoch: Die Partie war nun ausgeglichener, weil Lupo Martini die übergroße Scheu vom Kontrahenten ablegte und mutiger agierte. Als sich Henze auf Linksaußen mal behauptete und aus spitzem Winkel abzog, parierte SC-Torhüter Florian Kirschke sicher (30.). Und gleich noch einmal ging es beim Gastgeber zügig über links. Henze ließ die große Ausgleichschance liegen, als er im Zentrum den Ball freistehend verzog und Ilidio Pastor Santos die Kugel, die den Kasten ohnehin verfehlt hätte, weggrätschte (34.). Schließlich hatte Bremer eine gute Schusschance auf halbrechts, doch vom Strafraum war der Abschluss zu schwach, Florian Kirschke war rechtzeitig unten (40.). Aber nur wenig später war er geschlagen: Erneut ging es beim Gastgeber über links, im Zentrum wurde der Schuss von Henze erst von Torge Paetow geblockt, den Abpraller verwertete der Wolfsburger zum 2:2-Ausgleich (42.). Mit diesem Stand wurden die Seiten gewechselt.

 

Inzwischen war es ein weitgehend ausgeglichenes Spiel. Die eifrigen Gastgeber hatten sich in die Partie gekämpft, während unsere Mannschaft den Faden verloren hatte. In der erst einmal ereignisarmen zweiten Halbzeit besaßen die Wolfsburger die einzigen notierenswerten Chancen der ersten 30 Minuten. Als Capli plötzlich mittig frei vor Florian Kirschke zum Abschluss kam, parierte der SC-Schlussmann großartig (56.). Er war auch beim nicht ganz einfachen, direkt geschossenen Freistoß von Bremer sicher zur Stelle (69.). Und die favorisierten Gäste? Sie fanden erst in der Schlussviertelstunde wieder zu klareren Aktionen. Es begann mit einem Kopfball von Tim Wulff über den Kasten nach einem Eckstoß von Florian Meyer von der rechten Seite (75.). Dann war der eingewechselte Gary Noël bei einer Eingabe von Florian Meyer von links zwar vor Torhüter Sauß am Leder, konnte aber am kurzen Pfosten daraus keinen Nutzen ziehen (81.). Wenig später setzte der Ex-Lübecker nach öffnendem Zuspiel von Dominic Hartmann in die Tiefe die Kugel von halblinks, zehn Meter vor dem Tor, rechts über den Kasten (84.). Schließlich versagten Gary Noël die Nerven, als er nach dem schönsten Spielzug der gesamten Partie an Torhüter Sauß scheiterte (86.). Zuvor hatte Florian Meyer mit herrlichem Diagonalball von hinten links Marvin Ibekwe auf halbrechts eingesetzt und dieser weiter nach außen zum flankenden Dominic Hartmann gepasst. Solche, die Räume öffnende Aktionen mit präzisen Kombinationen sah man leider viel zu selten und jetzt erst in der Schlussphase, als beim Gastgeber die Kräfte merklich nachließen. So aber konnten die Flensburger auch die 33-sekündige Nachspielzeit im langsam dunkel werdenden Lupo Stadio nicht mehr zum Siegtreffer nutzen, obgleich Weiche in der Schlussphase endlich wieder die deutlich überlegene Mannschaft war.

 

Bei Lupo Martini waren Torhüter Sauß und Doppeltorschütze Henze die Garanten des Punktgewinns. Zudem waren Abwehrorganisator Ademeit und Kohn auf hinten rechts die auffälligsten Akteure. Die beste Note bei Weiche konnte sich Nedim Hasanbegovic – nach langer Verletzungspause erstmals wieder in der Startelf – verdienen. Stützen der Mannschaft waren zudem Florian Kirschke und Torge Paetow, der die Elf erneut als Kapitän auf den gut bespielbaren Rasen geführt hatte.

 

Zum vorletzten Heimspiel des Kalenderjahres empfängt unsere Mannschaft am Sonnabend, 24. November 2018, um 13.30 Uhr den FC St. Pauli II. Die U 23 des Hamburger Stadtteilklubs gilt als enorm junge, spielstarke Mannschaft, die besonders über das Tempo kommt. So gilt ihr bislang erfolgreichster Torjäger Sirlord Conteh (4 Tore) als einer der schnellsten Spieler der Liga. Sollte zudem der oft bei den Profis auflaufende Jan-Marc Schneider wie zuletzt wieder bei der U 23 dabei sein, so müsste sich die SC-Abwehr auf zwei pfeilschnelle Angreifer einrichten. Die 90 Hinspielminuten endeten – wie auch beide Duelle der Meistersaison 2017/18 – 1:1-unentschieden. Der Hamburger Trainer Joachim Philipkowski war seinerzeit mit der Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden, nicht aber mit dem Ergebnis, zumal er meinte, beim Flensburger Ausgleichstreffer durch Gary Noël (35.) eine klare Abseitsposition erkannt zu haben. Die tragische Figur war damals Joël Keller, der bei seinem zweiten Einsatz für Weiche zum zweiten Mal mit „Rot“ vom Platz geflogen war (13.) – und das nun gegen seinen vormaligen Verein. Inzwischen sind fast vier Monate vergangen. Der Nachwuchs der Braun-Weißen, bei dem einst auch Florian Kirschke und Nico Empen kickten, hat sich inzwischen im Tabellenmittelfeld eingenistet, wird aber nicht bereit sein, in der elften Partie in der Fremde kampflos seine achte Saisonauswärtsniederlage hinzunehmen. Im Gegenteil: In diesem 14. Duell beider Mannschaften werden die Kiezkicker einen erneuten Anlauf nehmen, um erstmals gegen Weiche überhaupt zu gewinnen.

 

Weiche: Kirschke – Paetow (Kap.), Wirlmann, H. Ostermann – Pastor Santos (82. Ibekwe), J. Ostermann, Hasanbegovic (V), F. Meyer – Isitan (72. Hartmann) – Wulff, Empen (72. Noël).

 

Tore: 0:1 J. Ostermann (9.), 0:2 Hasanbegovic (14.), 1:2 Henze (25.), 2:2 Henze (42.).

 

Zuschauer: 200, darunter fast 20 Flensburger, im Lupo Stadio, Wolfsburg-Kreuzheide.

 

 

Schiedsrichter: André Schönheit (MTV Treubund Lüneburg), hatte mit der Partie wenig Probleme, zeigte viermal „Gelb“, davon dreimal für Lupo (Schlimpert, 36. nach Foul an Wulff; Ademeit, 60. nach Foul an Wulff; Bremer, 87. sowie Hasanbegovic, 81. nach Foul an Schlimpert).

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Mehr erfahren
Verstanden!