SC Weiche Flensburg 08
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Zweitligist eine Nummer zu groß

  Spielinfo

Der SC Weiche Flensburg 08 hat in seinem zweiten Testspiel eine deutliche Niederlage einstecken müssen. Unsere Mannschaft war gegen den Zweitligisten FC St. Pauli chancenlos und unterlag mit 1:6 (1:3). Bei schönstem Fußballwetter bekamen die 804 Zuschauer im Manfred-Werner-Stadion zur Mittagsstunde einen spielfreudigen Favoriten, viele gelungene Kombinationen und sieben Tore geboten. Für die Schützlinge von SC-Trainer Daniel Jurgeleit war es – gerade im Hinblick auf das Spiel am 19. August im DFB-Pokal gegen den VfL Bochum – eine lehrreiche Partie, die zeigte, dass die Kluft zur zweiten Bundesliga erheblich ist.

Auf Flensburger Seite kamen insgesamt 22 Akteure zum Einsatz. Als einziger Akteur spielte Torhüter Raphael Straub, der den noch immer leicht angeschlagenen etatmäßigen Schlussmann Florian Kirschke vertrat, die 90 Minuten durch. Bereits in der Vorpausenelf liefen die vier Neuzugänge Kevin Njie (hinten rechts), Marvin Ibekwe (rechte Bahn/Foto), Gökay Isitan (zentral) und Gary Noël (Spitze) auf. Aus unserer Oberliga-Mannschaft wurde Mitte der zweiten Halbzeit Marcel Cornils eingewechselt. Die zuletzt verletzten Jannis Pläschke und Torge Paetow konnten ebenfalls wieder Einsatzzeit sammeln. Neben Stammtorhüter und Ex-St.-Paulianer Florian Kirschke, der 90 Minuten auf der Bank Platz nahm, fehlte auch Patrick Thomsen. Der erst am Donnerstag verpflichtete Joël Keller war gegen seinen bisherigen Verein ebenfalls nicht dabei.

Die Partie begann ohne großes Abtasten. Die erste Möglichkeit hatte Vieth auf Seiten der Gäste, doch Jonas Walter klärte den Ball aus der Gefahrenzone (3.). Unsere Mannschaft ging sogar in Führung, als Gary Noël den Ball nach links in den Lauf von Dominic Hartmann passte, der mit trockenem Abschluss ins lange Eck vollendete (7.). Allerdings blieb der Vorsprung nicht lange erhalten. Die Hamburger kombinierten sich sehenswert durch, nach Vorarbeit von Conteh erzielte Zehir den 1:1-Ausgleich (11.). Und Zehir sorgte gleich noch mit einem sehenswerten Fallrückzieher, den Raphael Straub mit Flugparade pflückte, für einen besonderen Augenschmaus (19.). Dann aber klingelte es erneut im Weiche-Kasten. Vieth erzielte nach schönem und effektivem Doppelpass mit Schneider den zweiten Hamburger Treffer (20.). Der Zweitligist spielte leicht und locker auf, und wenn er das Tempo mal verschärfte, taten sich bedenkliche Löcher in der Flensburger Defensive auf. Der sehr aktive Möller-Daehli wurde so freigespielt, traf völlig unbedrängt aus zehn Metern zum 1:3 (28.), wobei erneut Schneider die entscheidende Vorarbeit geleistet hatte (28.). Ein weiteres Tor von Möller-Daehli wurde wegen einer Abseitsposition nicht anerkannt (38.). Auf Flensburger Seite blieb neben dem Treffer nur eine weitere Gelegenheit notierenswert, als Ilidio Pastor Santos von Linksaußen abzog und den Kasten von Torhüter Himmelmann nur knapp verfehlte (28.). Insgesamt aber wurde der Zwei-Klassen-Unterschied deutlich. Dem Kiezklub gelang es immer wieder, sich mit klugen Laufwegen, guter Raumaufteilung und Tempoverschärfungen den notwendigen Platz zu schaffen, um so Torchancen zu kreieren. Dagegen wirkte unsere Mannschaft nicht kompakt genug, sodass ein ums andere Mal die Räume für die Gäste aufgingen.

Während die Hamburger zur zweiten Halbzeit eine komplett neue Elf brachten, blieben bei Weiche neben Torhüter Raphael Straub auch Kapitän Christian Jürgensen und der Ex-St.-Paulianer Nico Empen zunächst auf dem Platz. Unsere Mannschaft schien nun kompakter zu stehen und die Räume enger halten zu können, was auf Kosten der Ballbesitzanteile ging. Der Zweitligist dominierte so zwar weiterhin das Geschehen, er kam aber nicht mehr so leicht zu Möglichkeiten. Just nachdem Weiche mit Marcel Cornils und Benjamin Safo-Mensah nochmals frische Spieler gebracht hatte (62.), klingelte es allerdings doch. Nach einem Ballverlust im Spielaufbau konnte Allagui relativ unbedrängt zum Solo ansetzen. Sein Abschluss landete hart unter der Latte zum 1:4 (63.). War Raphael Straub im Weiche-Tor hier chancenlos, so tauchte er wenig später rechtzeitig ab, um den Schuss von Allagui aus Nahdistanz auf das kurze Eck zu entschärfen (66.). Aber der Ex-Bundesligaspieler war kaum noch zu bremsen. Nach Vorarbeit von Miyaichi über die linke Seite netzte Allagui im Zentrum locker zum 1:5 ein (79.). Und den Hattrick machte der Angreifer mit verwandeltem Strafstoß zum 1:6 perfekt (83.), nachdem der gerade eingewechselte Torge Paetow den aufgerückten Innenverteidiger Avevor zu Fall gebracht hatte. Die Gäste, mit viel Ballbesitz, nutzten nach der Pause durch die Treffer von Allagui ihre Chancen resolut. Lediglich noch ein Kopfball von Park von der linken Seite verfehlte den Kasten (80.). Unsere Mannschaft blieb hingegen im zweiten Spielabschnitt nahezu komplett ohne Torchance. Einzig bei einem Freistoß von Jannis Pläschke aus 20 Metern, zentrale Position, den Heerwagen sicher pflückte (70.), kam sie mal vor das Tor des Kiezklubs.

Beim FC St. Pauli ragten Möller-Daehli, Vieth und Schneider vor der Pause sowie Avevor und Allagui nach dem Seitenwechsel heraus. Mit Jonas Walter und Christian Jürgensen fielen beim Gastgeber trotz der drei Gegentreffer zwei Abwehrspieler in den ersten 45 Minuten positiv auf. Aus der Elf der zweiten Halbzeit können Kevin Schulz und Florian Meyer lobend hervorgehoben werden.

Unsere Mannschaft empfängt am kommenden Sonnabend (14.07.2018, 14 Uhr) mit Borussia Mönchengladbach einen Erstligisten zum Test. Doch vorher steht zunächst der erste Pflichtspielauftritt der Saison 2018/19 auf dem Programm. Am Dienstag (10.07.2018, 19 Uhr) gastiert der SC zum Stadtderby in der ersten Runde des Landespokalwettbewerbs bei IF Stjernen Flensborg in der Brahmsstraße. Die Flensburger Dänen aus dem Stadtteil Engelsby haben eine erfolgreiche Saison 2017/18 hinter sich gebracht, stiegen in die Landesliga auf und wurden Kreispokalsieger. Weiche ist in Schleswig-Holstein bekanntlich Pokalverteidiger und möchte die Hürde erfolgreich nehmen. Daher gilt es, schon zu dem frühen Zeitpunkt der neuen Spielzeit sich voll auf diese Aufgabe zu konzentrieren und auch den nur 23 Stunden später angesetzten Test beim Zweitligisten Holstein Kiel (11.07.2018, 18 Uhr, Kiel-Projensdorf, Steenbeker Weg) auszublenden.


Weiche 1. Halbzeit: Straub – Njie, Walter, Jürgensen (Kap.) – Hartmann (V), Hasanbegovic – Ibekwe, Isitan, Pastor Santos – Empen, Noël.

Weiche 2. Halbzeit: Straub – Wirlmann, Jürgensen (Kap./62. Safo-Mensah), H. Ostermann – J. Ostermann, K. Schulz – Pläschke (79. Paetow), F. Meyer, Drews – Empen (62. Cornils), Wulff.

Tore: 1:0 Hartmann (7.), 1:1 Zehir (11.), 1:2 Vieth (20.), 1:3 Möller-Daehli (28.), 1:4 Allagui (63.), 1:5 Allagui (79.), 1:6 Allagui (83., Strafstoß).

Schiedsrichter: Timo Winkel (TSV Flintbek/Kiel), hatte das Spiel sehr gut im Griff (einmal „Gelb“ für Hartmann nach Foul an Möller-Daehli/42.).

Zuschauer: 804 im Manfred-Werner-Stadion, Flensburg-Weiche.

Die Trainerstimmen:
Sehr zufrieden zeigte sich Gästetrainer Markus Kauczinski. Zunächst bedankte er sich für die Gastfreundschaft. Sie sei außergewöhnlich. Dann sprach er davon, dass seine Mannschaft ein gutes Spiel gemacht habe. Nach dem Rückstand habe man viel Ballkontrolle gehabt. In der zweiten Halbzeit habe man etwas gebraucht, doch sei er sehr zufrieden, zumal er auch einige junge Spieler gebracht habe. Dennoch sei es eine sehr homogene Leistung gewesen.

„Wenn der Gästetrainer mit seiner Mannschaft sehr zufrieden ist“, begann unser Trainer Daniel Jurgeleit, dann könne er es nicht sein. „Wir haben gut angefangen“, meinte der Übungsleiter, doch nach der Führung kamen viel zu früh die Gegentreffer in kurzer Zeit. Normalerweise verstünde es seine Mannschaft gut, kompakt zu stehen. So aber könne er nicht zufrieden sein. Auch er habe viel gewechselt und alle spielen lassen. Es gäbe noch viel zu tun. Der Trainer hob als positive Erkenntnis hervor: „Wir müssen nochmals mehr tun, um das Erreichte zu bestätigen. Wir stoßen ab und zu mal an unsere Grenzen. Aber ein einfaches ‚Weiter so‘ wird nicht funktionieren.“

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