SC Weiche Flensburg 08
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Weiche wieder in der Spur

  Spielinfo

Altonaer FC 93 – SC Weiche Flensburg 08 0:5 (0:3)

Der SC Weiche Flensburg 08 hat am Dienstagabend die Nachholpartie beim Altonaer FC 93 klar mit 5:0 für sich entschieden, den höchsten Saisonsieg eingefahren und damit für zumindest knapp 24 Stunden erstmals in dieser Saison die Tabellenspitze erklommen. Zwei Tage nach der 0:1-Niederlage in Hildesheim dominierte Weiche beim Liga-Schlusslicht vor 708 zahlenden Besuchern in der traditionsreichen Adolf-Jäger-Kampfbahn von Beginn an das Geschehen, sodass die Partie bereits zur Pause entschieden war. Daher konnte die Mannschaft von Trainer Daniel Jurgeleit in den zweiten 45 Minuten zumindest teilweise den Sparmodus einschalten, um inmitten „der englischsten aller englischen Wochen“ Kräfte für das anstehende Landesderby gegen den VfB Lübeck zu sparen. Bei bestem frühlingshaft-trockenem Fußballwetter konnte Weiche die Breite des Kaders als Vorteil nutzen. Während der SC damit wieder in der Spur ist, hat der Hamburger Stadtteilklub auch nach dem zwölften Heimauftritt noch keinen Punkt auf dem Konto.

 

Trainer Daniel Jurgeleit baute die Startelf nach der 0:1-Niederlage in Hildesheim gleich auf fünf Positionen um. Für Jonas Walter, Marvin Kleihs, Ilidio Pastor Santos, René Guder und Nico Empen begannen Hendrik Ostermann, Junior Ebot-Etchi, Fiete Sykora, Tim Wulff und Fabian Arndt. Während Ilidio Pastor Santos und Jonas Walter – wie auch Finn Wirlmann – erst gar nicht im 18er-Spieltagskader waren, wurden Marvin Kleihs sowie die beiden Angreifer René Guder und Nico Empen auf der Bank geschont. Nicht im Kader waren zudem die Rekonvaleszenten Nedim Hasanbegovic, Jannis Pläschke und Jannik Drews sowie Tayfun Can. Benjamin Safo-Mensah und Florian Meyer kehrten hingegen erstmals nach längerer Zeit in das Aufgebot zurück und wurden in der zweiten Halbzeit eingewechselt wie auch der wieder genesene Kevin Schulz. Für Benjamin Safo-Mensah war es das Saisondebüt in der Regionalliga-Mannschaft, für Florian Meyer das Comeback nach längerer Verletzungspause. Schonung erhielt in der Schlussphase auch Dauerbrenner Torge Paetow, der bislang in dieser Viertliga-Saison keine Spielminute versäumt hatte, nun aber in der Schlussphase ausgewechselt wurde.

 

Mit neu bestückter Offensive – hinter den beiden Angreifern Tim Wulff und Fabian Arndt agierte Fiete Sykora – begann Weiche die Partie in übergestreiften Trainingsleibchen, weil die Unparteiischen das weinrot-hellblaue Weiche-Trikot vom weiß-rot-schwarzen Jersey der Hamburger nicht sicher unterscheiden konnten. Zwar gab es den ersten Aufreger vor dem Kasten von Weiche-Torhüter Florian Kirschke, der beim direkt getretenen Freistoß von Linksaußen von Brisevac mit dem Aufsetzer etwas Mühe hatte (5.), aber die Gäste dominierten von Beginn an das Geschehen und sorgten schnell für klare Verhältnisse. Über einen ausbleibenden Strafstoßpfiff – nach weitem Einwurf von Torge Paetow war Christian Jürgensen zumindest „nicht ganz astrein“ zu Fall gekommen (7.) – musste man gar nicht lange lamentieren. Nur zwei Minuten später traf Dominic Hartmann satt unten rechts zum 0:1 in die Ecke, nachdem die Gastgeber einen Flensburger Angriff über Tim Wulff nicht entscheidend klären konnten (9.). Und die Fördestädter blieben am Drücker, stellten gleich auf 0:2. Auf Linksaußen hatten sich Christian Jürgensen und Tim Wulff die Kugel erkämpft, letzterer den Ball nach innen gebracht, wo Fabian Arndt und der AFC-Innenverteidiger Novotny ins Kopfballduell gingen und den Ball dabei verlängerten – die Kugel landete hinter dem verdutzten Torhüter Grubba im Netz (11.).

 

Unsere Mannschaft beherrschte den Kontrahenten, gewann im Mittelfeld mit Jannick Ostermann und Dominic Hartmann die meisten Duelle, Fiete Sykora zeigte seine Ballsicherheit, und die beiden Spitzen Tim Wulff und Fabian Arndt konnten immer wieder die Abwehrspieler des Traditionsvereins in Verlegenheit stürzen. Ein Schuss von Jannick Ostermann wurde noch geblockt (15.), die Unruhe im Altonaer Strafraum nach dem Flankenlauf von Junior Ebot-Etchi über rechts und Kopfballablage von Christian Jürgensen blieb ungenutzt (23.). Doch wenig später bereitete Fabian Arndt auf Rechtsaußen den dritten Treffer vor, den Tim Wulff im Zentrum erzielte, als er am Fünfmeterraum vor Wachowski am Leder war: 0:3 (24.). Beinahe typisch für das Feuer, das die beiden Stürmer legten, war eine Szene nach gut einer halben Stunde. Tim Wulff gewann zehn Meter hinter der Mittellinie nach weitem Schlag aus der Flensburger Hälfte allein gegen die AFC-Defensive wieder einmal ein Kopfballduell, legte auf links in den Raum, Fabian Arndt erlief sich die Kugel und spielte sie wieder in die Spitze, wo Tim Wulff gegenüber Torhüter Grubba nur knapp zu spät kam und mit diesem zusammenstieß (31.). Der Schlussmann verletzte sich bei dieser Karambolage leider und musste fünf Minuten später gegen Grundmann ausgetauscht werden (36.). Weiche jedenfalls hatte alles im Griff und schien noch immer nach Toren hungrig. Jannick Ostermann mit einem Schuss aus 22 Metern, bei dem Grundmann keine Reaktion zeigte (40.), sowie Fiete Sykora auf rechts nach einem weiten Pass von Jannick Ostermann und guter Ballbehauptung (44.) verfehlten den Kasten jeweils nur knapp.

 

Die spielerisch unterlegenen Hamburger kamen immerhin auch zu zwei nennenswerten Szenen. Einen schönen Pass von Hacker in die Spitze konnte sich Hinze aber nicht erlaufen, weil Torhüter Florian Kirschke rechtzeitig zur Stelle war (26.), und bei einem weiteren satt getretenen Freistoß von Kapitän Brisevac musste der SC-Schlussmann schon nachfassen (34.).

 

Im Stile einer Spitzenmannschaft klärten die Gäste nach dem Seitenwechsel sehr schnell die Fronten. Erst nahm Fabian Arndt nach einem Pass, den Junior Ebot-Etchi flach die rechte Außenlinie entlang gespielt hatte, Fahrt auf, behauptete sich gegen Novotny und zog vom Strafraumeck hart und flach ab. Im langen Eck landete die Kugel zum 0:4 (48.). Und nach einer punktgenauen Flanke von Christian Jürgensen von Linksaußen köpfte Tim Wulff freistehend zwischen den beiden schlecht postierten Innenverteidigern Wachowski und Novotny die Kugel schulbuchmäßig mit Hilfe des Innenpfostens zum 0:5 ein (55.). Zuvor hatte Tim Wulff bei einer Flanke von Dominic Hartmann seinen Kopfball noch zu hoch angesetzt (47.).

 

Erst danach ließ Weiche die Platzherren am Spiel teilnehmen, indem der SC zwei Gänge zurückschaltete. Altona, bis zum Schluss vom eigenen Publikum „gefeiert“, kam nun auch zu einigen guten Aktionen. Nach einem ersten flüssigen Angriff der Hamburger stand Hinze im Zentrum noch im Abseits (49.). Dann hob Edeling den vermutlich als Flanke gedachten Ball auf das Tordach (56.). Siebert legte die Kugel schön in die Tiefe auf Schultz, der jedoch vor Torhüter Florian Kirschke den Ball nicht richtig unter Kontrolle bekam, sodass der SC-Torhüter zupacken konnte (62.). Nur Sekunden später ballerte Siebert sehenswert aus der Distanz in Richtung des Dreiangels, doch Florian Kirschke parierte prächtig (62.). Dann stand Schultz in aussichtsreicher Position im Abseits (63.). Schließlich jagte erneut Brisevac einen Freistoß diesmal über den Kasten (86.). Dem sehr bemühten Schlusslicht gestattete Weiche ab der 60. Minute einiges an Möglichkeiten, doch die Hausherren konnten daraus keinen Treffer erzielen. Unsere Elf war hingegen mittlerweile im Sparmodus angekommen, wechselte zudem frische Kräfte für das bereits am Donnerstag wieder geforderte Stammpersonal, sodass die Ruhe und Ordnung ein wenig verloren ging, und auch im Angriff zeigte man sich nun nicht mehr so bissig und torhungrig wie in der sehr überzeugenden ersten Stunde. Daher blieb es am Ende beim klaren 5:0-Gästesieg.

 

Bei der Elf von AFC-Trainer Berkan Algan fielen neben Kapitän Brisevac noch Siebert und Edeling besonders auf. Unsere Mannschaft hatte in den beiden Angreifern Tim Wulff und Fabian Arndt ihre gefährlichsten Akteure, die sich nachhaltig für weitere Einsätze empfehlen konnten. Die später ausgewechselten Dominic Hartmann und Christian Jürgensen konnten sich ebenfalls sehr gute Noten verdienen. Erfreulicherweise durfte man konstatieren, dass sich beispielsweise mit Jannick Ostermann und Fiete Sykora weitere Spieler, die zuletzt eher seltener zum Einsatz kamen, für die kommenden Aufgaben anbieten konnten.

 

In weniger als 46 Stunden nach dem Abpfiff in Hamburg-Altona muss unsere Mannschaft schon wieder ran. Am Donnerstag, 19.04.2018, Anpfiff 18.15 Uhr, empfängt der SC Weiche den Landesrivalen VfB Lübeck an der Bredstedter Straße. Die Hansestädter sind ebenfalls im Terminstress, haben am vergangenen Sonnabend (gegen Hannover 96 II) und am Dienstagabend (gegen Jeddeloh II) jeweils mit 1:0 vor eigenem Publikum gewonnen. In den 28 Tagen bis zum Saisonende am 16. Mai soll der Ex-Zweitligist sogar noch zehnmal – und damit zweimal mehr als Weiche – um Regionalligapunkte kämpfen. Können die Grün-Weißen diese wohl einzigartige Tortur meistern, dann würde der VfB in den augenblicklichen Dreikampf um den Titel ernsthaft eingreifen. Dazu benötigen die Marzipanstädter Punkte aus dem Manfred-Werner-Stadion, wo sie das bislang letzte Duell am 13.11.2016 mit 2:0 auch tatsächlich gewannen. Allerdings konnte unsere Elf die bisherigen beiden Partien dieser Saison für sich entscheiden. Sowohl das Pokal-Aus im Elfmeterschießen als auch die 0:4-Schmach im Meisterschaftsspiel an der Lohmühle dürfte die grün-weiße Seele noch heute wurmen.

 

Weiche: Kirschke – Paetow (81. K. Schulz), Thomsen, H. Ostermann – J. Ostermann, Hartmann (65. F. Meyer) – Ebot-Etchi (V), Sykora, Jürgensen (Kap./74. Safo-Mensah) – Wulff, Arndt.

 

Tore: 0:1 Hartmann (9.), 0:2 Arndt (11.), 0:3 Wulff (24.), 0:4 Arndt (48.), 0:5 Wulff (55.).

 

Zuschauer: 708 Zahlende in der Adolf-Jäger-Kampfbahn, Hamburg-Ottensen.

 

Schiedsrichter: Patrick Mewes (SpVg Laatzen), hatte mit der Partie keinerlei Probleme und konnte so zweimal äußerst pünktlich abpfeifen.

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