SC Weiche Flensburg 08
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Weiche ergattert Punkt am Weserstadion

  Spielinfo

Der SC Weiche Flensburg 08 hat am 7. Spieltag der Regionalliga Nord zwar sowohl im vierten Anlauf den ersten Auswärtssieg dieser Saison als auch beim siebenten Versuch den ersten „Dreier“ gegen den Nachwuchs des SV Werder Bremen verpasst (jetzt vier Remis, drei Niederlagen, 6:13 Tore), in einer gutklassigen Partie zweier Spitzenmannschaften nach einem Rückstand aber immerhin einen Punkt ergattert. Beim Meister der Regionalliga Nord von 2015 und Drittliga-Absteiger kam der amtierende Champion am Mittwochabend unter Flutlicht – wohl dem, der eines hat – zu einem 1:1-Remis. Dabei lag die spielstarke U 23 der Grün-Weißen vor bemerkenswerten 650 Zuschauern – viele wollten sich den Pokalgegner der Werder-Profis schon einmal anschauen – auf dem „Platz 11“ am Weserstadion lange Zeit in Führung. Bei spätsommerlich-warmen Temperaturen gelang unserer Mannschaft in der besseren zweiten Halbzeit der Ausgleich. Am Ende hätten beide Kontrahenten die spannende Partie gewinnen können. Für unsere Mannschaft war es inmitten dieser nächsten „englischen Woche“ das bereits zehnte (!) Pflichtspiel der noch jungen Saison. 

Vier Tage nach dem 2:1-Heimsieg gegen Rehden änderte Trainer Daniel Jurgeleit die Startelf auf zwei Positionen. Für Kevin Schulz und Florian Meyer, die beide zunächst auf der Bank Platz nahmen, liefen positionsgetreu Nedim Hasanbegovic und Joël Keller auf. Unverändert blieb die engere Defensive mit Torhüter Florian Kirschke sowie der Dreierkette mit Kevin Njie (rechts), Patrick Thomsen (zentral) und Torge Paetow (links). Auf den Außenbahnen agierten Ilidio Pastor Santos (rechts) und Joël Keller (links). Das Zentrum im Mittelfeld bearbeiteten defensiv Jonas Walter sowie etwas offensiver Nedim Hasanbegovic und Dominic Hartmann. Nico Empen und Gökay Isitan bildeten die Doppelspitze. Zur Pause stellte der Trainer um. Fortan spielte Joël Keller zentral in der Dreierkette, während Patrick Thomsen nach hinten rechts ging und Kevin Njie eine Position nach vorn rückte. Ilidio Pastor Santos wechselte dafür die Seite. Marvin Ibekwe, Tim Wulff und Kevin Schulz wurden in der zweiten Halbzeit eingewechselt. Auf der Bank blieben Ersatztorhüter Raphael Straub, Brian Jungjohann, Florian Meyer und Gary Noël, der erstmals nach seiner in Egestorf erlittenen Knieverletzung wieder im Aufgebot stand. Nicht im Kader für das Spiel in Bremen waren die verletzten bzw. noch nicht voll belastbaren Christian Jürgensen (Leistenprellung), Finn Wirlmann (Syndesmoseband), Jannis Pläschke (Außenband) und Benjamin Safo-Mensah sowie Jannick Ostermann (Trainingsrückstand nach Grippe), Hendrik Ostermann (beruflich verhindert) und Jannik Drews. Neben Kapitän Christian Jürgensen und Jannick Ostermann, die dennoch in Bremen weilten, verstärkte auch Thomas Seeliger, Trainer unserer Oberliga-Mannschaft, die Flensburger Bank. 

Beim Gastgeber gab es ebenfalls zwei Änderungen gegenüber dem letzten Punktspiel (2:0-Sieg in Drochtersen). Für Torhüter Dos Santos Haesler stand Plogmann zwischen den Pfosten, anstelle des Kapitäns Groß lief der Ex-HSVer Ronstadt auf. 

Unsere Mannschaft kam ganz gut in die Partie, wenngleich die erste Torannäherung die Grün-Weißen zu verzeichnen hatten. Osabutey köpfte nach einem Eckstoß noch deutlich über den Kasten (2.). Die erste Toraktion bei Weiche ging auf das Konto von Kapitän Jonas Walter, der aus der Distanz flach abzog, doch Plogmann parierte sicher (7.). Eine richtig gute Möglichkeit ergab sich dann nach einem Solo von Gökay Isitan durch das offensive Mittelfeld. Über Dominic Hartmann kam Nico Empen auf halbrechts in eine gute Schussposition, doch sein Abschluss aus 15 Metern ging am langen Pfosten knapp vorbei (17.). Danach wurde allerdings der Gastgeber mit seinem gekonnten Positions- und Passspiel immer dominanter. Unsere Mannschaft kam nicht mehr richtig in die Zweikämpfe, weil der Werder-Nachwuchs den Ball gut laufen ließ. Und so entstanden Lücken in der Weiche-Abwehr und Chancen für die Grün-Weißen. Zunächst schoss der sehr aktive Osabutey am kurzen Pfosten deutlich vorbei, nachdem Bitter von hinten rechts durch das Mittelfeld marschiert war und Straudi auf Linksaußen eingesetzt hatte (20.). Doch dann veredelte der ebenfalls sehr auffällige Sargent einen Steilpass von Bünning aus der eigenen Hälfte gekonnt. Auf halblinks kam er relativ frei in Schussposition, ließ SC-Torhüter Florian Kirschke mit einem Schlenzer ins lange Eck zum 1:0 keine Abwehrchance (27.). 

Und die Gastgeber verdienten sich die Führung quasi nachträglich, denn nun hatten sie deutliche Vorteile. Nach einem Eckstoß nahm Wagner einen „zweiten Ball“ auf, setzte ihn links am Kasten flach vorbei (29.). Dann musste Jonas Walter bei einem Heber von Mboum auf der Linie retten (33.). Und das 2:0 der Gastgeber war eigentlich fällig, als der starke US-Nationalspieler Sargent nach einem Flugball in das Zentrum frei vor Florian Kirschke auftauchte, doch der SC-Torhüter parierte aus Nahdistanz famos (37.). Schließlich köpfte Mboum eine Flanke von Bitter über den Kasten (39.). 

Unsere Mannschaft hatte alle Hände voll zu tun, weil sich immer wieder Löcher auftaten. Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit fand sie allmählich ins Spiel zurück. Als Joël Keller im Strafraum ungeschickt zu Boden gerammt wurde, hätte sich der Gastgeber über einen Pfiff des Unparteiischen und damit einen Flensburger Strafstoß nicht beschweren dürfen (35.). Danach hatte Torhüter Plogmann beim Distanzschuss von Gökay Isitan seine Probleme, lenkte die Kugel nur mit Mühe um den Pfosten (40.). Und dann trafen sich Gökay Isitan und Torge Paetow gleich dreimal in kurzer Folge auf dem linken Flügel zum Zusammenspiel, doch sie fanden im Sturmzentrum bei ihren Eingaben – zweimal von Torge Paetow (41., 44.), einmal von Gökay Isitan (43.) – keine Abnehmer. 

SC-Trainer Daniel Jurgeleit wirkte ab Mitte der ersten Halbzeit unzufrieden, schickte schon früh Marvin Ibekwe zum Warmlaufen (35.), wechselte aber zur Halbzeit noch nicht, sondern stellte lediglich um. Joël Keller ging in die Zentrale der Dreierkette, gestaltete fortan von dort den Spielaufbau. Kevin Njie (rechts) und Ilidio Pastor Santos (nun links) besetzten die Außenbahnen neu. Ob es an diesen Umstellungen lag? Jedenfalls bekam Weiche einen deutlich besseren Zugriff auf die Partie, vielleicht auch, weil Werders U 23 nun defensiver agierte und eher aus einer Konterhaltung heraus abwartete. Die Gastgeber hatten in der zunächst chancenärmeren zweiten Halbzeit die erste Möglichkeit. Straudi zielte aus der Distanz flach am Weiche-Kasten vorbei (52.). Danach fand Beste nach schnellem Angriff über links mit seiner scharfen Eingabe keinen Abnehmer (65.). Auf der Gegenseite jubelten ein paar Flensburger auf der Tribüne beim direkt getretenen Freistoß von Joël Keller bereits, doch die Kugel landete lediglich auf dem Tordach (58.). So fiel der Ausgleich angesichts nur weniger Strafraumaktionen zu jenem Zeitpunkt vielleicht doch etwas überraschend. Torge Paetow hatte mit einem Pass in die Tiefe Nico Empen auf links in Szene gesetzt, dieser den Ball nach innen gegeben, wo der gerade eingewechselte Marvin Ibekwe am Fünfmeterraum in Höhe des zweiten Pfostens lauerte, und er brachte die Kugel dann tatsächlich an Torhüter Plogmann vorbei zum 1:1-Ausgleich ins Netz (67.). 

In der Schlussviertelstunde nahm die Partie zuweilen Züge eines echten Spitzenspiels und offenen Schlagabtausches an. Beide Mannschaften suchten den Sieg und hatten dazu ihre Möglichkeiten. Als Marvin Ibekwe ein Ball von Torge Paetow mit der Brust abklatschen ließ, jagte Dominic Hartmann die Kugel aus der Distanz vorbei (77.). Im Gegenzug rettete Joël Keller mit starkem Einsatz für seinen bereits geschlagenen Torhüter Florian Kirschke auf der Linie, nachdem der eingewechselte Young auf der linken Seite Betrieb gemacht und die Kugel auch schon am SC-Schlussmann vorbeigebracht hatte (79.). Was für eine Chance für Werders Nachwuchs! Und Florian Kirschke parierte dann einen Schuss des ziemlich viel Wind machenden Young, der – von links kommend – einen Schwenk nach innen gemacht und so eine gute Schussbahn hatte (83.). Bitter traf danach nur das Außennetz (85.), bevor noch einmal Florian Kirschke zur Stelle war und diesmal einen Kopfball von Bünning nach einem Eckstoß parierte (86.). Dem hatte unsere Mannschaft zunächst zwei Abschlüsse von Marvin Ibekwe entgegenzusetzen. Beim ersten, eher schwächeren Schuss hatte Torhüter Plogmann so seine Schwierigkeiten (80.), den zweiten parierte der 18-jährige Torhüter dann sicher (89.). Und in der Nachspielzeit ergaben sich die beiden größten Möglichkeiten für die Flensburger, um das Spiel für sich zu entscheiden. Zunächst hätte eine Drei-gegen-Eins-<wbr />Überzahlsituation entstehen können, doch hier hatte unsere Mannschaft nicht den Überblick (90.+3), dann scheiterte Kevin Schulz im Sturmzentrum, wobei ein Bremer Abwehrspieler im Strafraum die Hand zu Hilfe genommen hatte (90.+4). Der Strafstoßpfiff blieb jedoch aus. Gleich danach beendete der Unparteiische eine sehr unterhaltsame Partie, sodass es beim 1:1-Remis blieb. 

Die auffälligsten Werder-Spieler waren der amerikanische Nationalstürmer Sargent sowie Mboum und Osabutey. Aus der Abwehrkette ragte Bünning heraus. Bei unserer sehr ausgeglichen auftretenden Mannschaft konnte sich Torhüter Florian Kirschke die beste Note verdienen. Positiv seien auch Joël Keller mit sehr ordentlicher zweiter Halbzeit und eminent wichtiger Rettungstat (79.) sowie Dominic Hartmann im zentralen Mittelfeld hervorgehoben. 

Bereits in drei Tagen geht es mit dem achten Spieltag in der Regionalliga weiter. Dann erwartet unsere Mannschaft am Sonnabend, 1. September 2018, ab 13.30 Uhr im Manfred-Werner-Stadion erstmals den VfL Oldenburg. Der Neuling steht im Schatten seines bekannteren Stadtrivalen VfB. Dementsprechend verfolgt der Verein für Leibesübungen andere Zielstellungen. Die Grün-Weißen, die im Vorjahr in der Oberliga Niedersachsen knapp hinter Mitaufsteiger Lupo Martini Wolfsburg Vizemeister und hinter Holstein Kiel II Zweiter in der Aufstiegsrunde wurden, backen kleinere Brötchen und haben sich den Klassenerhalt auf ihre Fahnen geschrieben. Dafür haben sie immerhin bereits fünf Zähler gesammelt. Allerdings ergaunerten sie bei ihren drei Auswärtsauftritten noch keinen Punkt, erzielten in der Fremde auch noch keinen Treffer (0:11 Tore). Weiche will da sicherlich nicht der erste Kontrahent sein, der dem VfL mit Gastgeschenken entgegenkommt. 

Weiche: Kirschke – Njie, Thomsen, Paetow (V) – Walter (Kap.) – Pastor Santos, Hasanbegovic, Hartmann, Keller (87. K. Schulz) – Empen (84. Wulff), Isitan (62. Ibekwe). 

Tore: 1:0 Sargent (27.), 1:1 Ibekwe (67.). 

Zuschauer: 650, darunter etwa 15 Flensburger, unter Flutlicht am „Platz 11“ am Weserstadion, Bremen-Peterswerder. 

Schiedsrichter: Lukas Benen (Vorwärts Nordhorn), entschied beidseitig je einmal wohlwollend auf Weiterspielen; erst bei der Rettungsaktion von Keller auf oder hinter der Linie (79.), dann bei einem Handspiel im Bremer Strafraum (90.+4); kam mit je einmal „Gelb“ (Ronstadt, 57./Paetow, 75.) ohne Probleme über die Runden.  

Stimmen: Unser Trainer Daniel Jurgeleit meinte unmittelbar nach dem Spiel: „Wir haben gegen eine richtig gute Mannschaft einen Punkt nach einem Rückstand geholt. Damit können wir gut leben.“  Sein Kapitän Christian Jürgensen sah es ganz ähnlich: „Nach der ersten Halbzeit können wir gut mit dem Unentschieden leben. In der ersten Halbzeit hatten wir keinen Zugriff gehabt. Das wurde schon zum Ende der ersten Halbzeit besser. Und mit Glück hätten wir das Spiel dann sogar noch gewinnen können.“

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