SC Weiche Flensburg 08
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Unglückliche und ärgerliche Auftaktniederlage

  Spielinfo

Zum Auftakt der neuen Regionalligasaison 2018/19 verlor der Meister SC Weiche Flensburg 08 am Sonnabendnachmittag beim SSV Jeddeloh II mit 1:2 (0:2) Toren. Vor 598 Zuschauern in der 53acht-Arena im Edewechter Ortsteil Jeddeloh II lagen die Gastgeber zur Pause durch zwei umstrittene, aber eben verwandelte Strafstöße mit 2:0 vorn. Unsere dezimierte Mannschaft steigerte sich nach dem Seitenwechsel und kam zum Anschlusstreffer. Der eigentlich verdiente Ausgleich gelang indes nicht mehr. So bleibt es dabei: Zum Saisonauftakt kann Weiche zum fünften Mal in Folge nicht gewinnen. Bei sieben Versuchen seit dem Aufstieg in die Regionalliga 2012 gelang es überhaupt erst einmal – am 3. August 2013 beim 3:1-Heimsieg gegen Eichede. Immerhin hatte es danach viermal wenigstens einen Punkt gegeben (26.7.14: St. Pauli II (H) 0:0; 26.7.15: Cloppenburg (A) 1:1; 30.7.16: Wolfsburg II (A) 2:2; 29.7.17: St. Pauli II (H) 1:1); diesmal trauerte unsere Mannschaft der schwächeren ersten Halbzeit und den vergebenen Möglichkeiten in der dominanten Schlussphase nach. Der bereits als Geheimfavorit gehandelte SSV, der sich u. a. mit Abwehrchef Geiger (Meppen), Mittelfeldspieler Lindemann (Egestorf) und Außenspieler Tönnies (VfB Oldenburg) namhaft verstärkt hat und auf den 16fachen Vorjahrestorschützen Laabs (auf der Bank) verzichten konnte, kam hingegen nach 1:2- und 0:2-Niederlagen in der Vorsaison im dritten Anlauf zum ersten Mal überhaupt gegen die Förderstädter zu Punkten.

Trainer Daniel Jurgeleit vertraute weitgehend der Startelf vom Pokal-Viertelfinalspiel in Heide (1:0). Er nahm lediglich drei Änderungen vor. Für Jonas Walter, Gökay Isitan und Nico Empen begannen Joël Keller, Kevin Schulz und Tim Wulff. Mit Joël Keller (linke Bahn), Kevin Njie (rechte Bahn) und Gary Noël (Spitze) begannen drei der fünf Neuzugänge. Vor Florian Kirschke (Tor) verteidigten zunächst Torge Paetow, Patrick Thomsen und Kapitän Christian Jürgensen; Letzterer zuweilen im Tausch mit Joël Keller. Finn Wirlmann, Kevin Schulz und Dominic Hartmann besetzten die Zentrale im Mittelfeld, Kevin Njie und Joël Keller die Außen. Im Sturm begannen Gary Noël und Tim Wulff. Für Gary Noël kam nach 70 Minuten Ilidio Pastor Santos. In der Schlussphase wurden zudem Florian Meyer und Jannick Ostermann eingewechselt. Auf der Bank blieben Torhüter Raphael Straub, Jonas Walter, Gökay Isitan und Nico Empen. Benjamin Safo-Mensah, Hendrik Ostermann, Jannis Pläschke, Nedim Hasanbegovic, Marvin Ibekwe und Jannik Drews standen nicht im Spieltagskader.

Die vor der Partie drohende Hitzeschlacht kam nicht zustande, ging doch fünf Minuten vor dem terminierten Anstoß ein ordentlicher Gewitterregen auf der Anlage des selbsternannten Dorfklubs herunter, der für eine Verzögerung von rund fünf Minuten und für eine ordentliche Temperaturabkühlung sorgte. Zunächst schien es so, als seien damit auch die Gemüter auf dem Platz beruhigt. Die Partie nahm nur langsam Fahrt auf. Den ersten Torabschluss verzeichnete Weiche durch einen Distanzschuss von Joël Keller (6.). Der Kopfball von Tim Wulff, der ebenfalls zu hoch angesetzt war, sorgte schon für etwas mehr Gefahr (7.). Es blieb insgesamt aber zunächst eher ereignisarm. Beim Freistoß von Lindemann von der rechten Seite, den der Fußballweltenbummler direkt oben auf das kurze Eck zog, war SC-Torhüter Florian Kirschke mit der Faust zur Stelle (21.). Dann verpassten bei der ersten „richtigen“ Chance Tönnies und Bennert im Zentrum am Fünfmeterraum eine Eingabe von rechts nur knapp (22.). Auf der Gegenseite parierte der SSV-Schlussmann Meyer einen Fallrückzieher von Tim Wulff von halbrechts relativ mühelos (34.). Weiche schien dennoch die Partie in den Griff zu bekommen, hatte einen ruhigen, dominanten Spielaufbau, während der SSV immer wieder schnell mit langen Bällen in die Tiefe Unruhe stiften wollte. Und das gelang schließlich auch! Ein solcher langer Ball, in die halbrechte Angriffsposition gespielt, führte wieder einmal zu einem Laufduell zwischen Bennert und Patrick Thomsen; Bennert nahm einen leichten Kontakt dankend an, und der Unparteiische, der ursprünglich auf Abstoß entscheiden wollte, erkannte nach Intervention seines Assistenten an der Linie auf Strafstoß (35.). Stütz verwandelte vom Punkt sicher (36.). Und er durfte gleich noch einmal ran und einen zweiten Strafstoß verwandeln (40.). Vorausgegangen war ein Missverständnis zwischen Joël Keller und Patrick Thomsen. Minns erkannte die Situation – erneut auf halbrechts – am schnellsten, wurde dann zu Fall gebracht. Der Unparteiische entschied zum Entsetzen der Flensburger wieder auf Strafstoß, obwohl sich doch der Tatort an der linken Strafraumkante knapp außerhalb des 16-m-Raumes befand. Und es kam noch schlimmer: Der Schiedsrichter erkannte eine Notbremse, schickte Joël Keller dafür mit „Rot“ vom Platz, wenngleich im Zentrum Spieler mitgelaufen waren und die Aktion auf der halblinken Flensburger Abwehrseite geschah, wo eine unmittelbare Torgefahr noch nicht gegeben war (38.). Mit diesen beiden einigermaßen überraschenden Treffern und dem Platzverweis war das Geschehen doch deutlich in absehbare Bahnen gelenkt. Die Ammerländer lagen vorn und hatten zur Pause alle Trümpfe in ihren Händen.

Zur zweiten Halbzeit stellte unsere Elf die Dreierabwehrkette um. Patrick Thomsen verteidigte nun rechts, Torge Paetow hingegen links, und Finn Wirlmann wurde neuer Abwehrchef im Zentrum. In der Folge übte unsere Mannschaft auch in Unterzahl Dominanz aus, ohne zunächst jedoch zu Abschlusshandlungen zu kommen. Die Defensive stand nun stabil, wenngleich der SSV weiterhin die langen Bälle hinter die Abwehr zu spielen versuchte. Als Gottschling auf der linken Seite die Kugel auf den Ex-Oldenburger Tönnies durchsteckte, war SC-Torhüter Florian Kirschke rechtzeitig da (48.) wie auch bei einem langen Ball von Stütz auf Bennert (53.) und bei einem weiten Pass auf Gottschling (61.). Dem Angriffsspiel des SC fehlte es hingegen noch an Genauigkeit. Das änderte sich, als ein Flankenversuch von Kevin Njie von rechts abgeblockt wurde, Patrick Thomsen den zweiten Ball sofort von beinahe gleicher Stelle vor das Tor brachte, wo sich Tim Wulff lehrbuchmäßig hochschraubte und zum Anschlusstreffer einköpfte (62.). Jetzt war Feuer in der Partie, weil Weiche mit mehr Wucht und Glauben drückte und der SSV sichtbar wankte. Bei einem Schupser von Geiger an der Strafraumkante gegen Tim Wulff blieb der Pfiff des Unparteiischen allerdings aus (67.). Als schließlich Jeddelohs Schlussmann Meyer sein Tor für eine Faustabwehr bei einer der nun zahlreichen Flanken weit verlassen hatte, wurde er von seinem Mitspieler Tönnies gerammt, bekam allerdings seinen Freistoß (81.). Weil Gottschling nach Pass von Tönnies auf Linksaußen zwar Patrick Thomsen davon eilte, aber an Torhüter Florian Kirschke im kurzen Eck scheiterte (78.), blieb es spannend bis zum Schluss, zumal kurze Zeit später personell auf dem Platz Gleichstand hergestellt war. Lindemann war nach seiner zweiten Gelben Karte – wie schon bei der ersten (32.) nach Foul an Tim Wulff – ebenfalls vorzeitig zum Duschen geschickt worden (80.). Unsere Mannschaft hatte noch drei sehr gute Gelegenheiten, um zum inzwischen hochverdienten Ausgleich zu kommen. Zweimal war es Torge Paetow, der auf Linksaußen auftauchte. Zunächst schwenkte er geschickt nach innen, doch aus spitzem Winkel klatschte Torhüter Meyer die Kugel aus dem bedrohten langen Eck (84.), dann war er auf halbrechts überraschend frei und zielte aus 15 Metern flach knapp links vorbei (90.+5). Dazwischen köpfte Tim Wulff eine Flanke von Christian Jürgensen nur haarscharf links neben den Pfosten (89.). Und als ein Jeddeloher mit der Hand einen hohen Ball ins Toraus beförderte, blieben die Flensburger Proteste, die nun ihrerseits einen Strafstoß forderten, ungehört (90.+4). So endete die Partie mit einer knappen und in der Summe sehr unglücklichen 1:2-Niederlage.

Beim Gastgeber waren offensiv Tönnies und Gottschling die auffälligsten Akteure. Zudem hinterließen der aus Meppen verpflichtete Geiger und Hahn in der Defensive den besten Eindruck. Auf Flensburger Seite konnten sich Tim Wulff, der vor allem immer wieder erfolgreich Zweikämpfe in der Luft bestritt, und Finn Wirlmann mit starker zweiter Halbzeit die besten Noten verdienen. Auch Torhüter Florian Kirschke und Torge Paetow waren Stützen unserer Mannschaft.

Schon am Mittwoch (01.08.2018) geht es mit dem zweiten Spieltag und dem ersten Heimauftritt unserer Mannschaft weiter. Dann erwartet der SC Weiche Flensburg 08 bereits ab 18 Uhr an der Bredstedter Straße den Rückkehrer Lupo Martini Wolfsburg. Der Verein italienischer Gastarbeiter war nach seiner Premieren-Regionalligasaison 2017 abgestiegen, doch gelang in der vergangenen Spielzeit als Meister der Oberliga Niedersachsen der sofortige Wiederaufstieg. Beim bislang einzigen Aufeinandertreffen an der Förde trennten sich beide Kontrahenten 1:1-unentschieden. Vor 565 Zuschauern hatte Angelos Argyris unsere Elf am 25. September 2016 spät in Führung gebracht (84.), doch Harry Pufal in der Nachspielzeit noch ausgeglichen. Das Rückspiel am verregneten 19. März 2017 gewann Weiche im Wolfsburger Norden dann glücklich mit 2:1, weil Fiete Sykora in der Nachspielzeit erneut traf, nachdem er zuvor schon einen Strafstoß verwandelt hatte. Für unsere Mannschaft wäre nach dem verpatzten Auftakt ein Sieg sehr wichtig. Allerdings hat Weiche ohnehin keine besonders gute Startbilanz. In den vergangenen beiden Serien warteten die Flensburger auch nach dem zweiten Spiel noch auf den ersten Sieg.


Weiche: Kirschke – Paetow, Thomsen (V), Jürgensen (Kap./V) – Wirlmann, K. Schulz (V/85. F. Meyer) – Njie, Hartmann (90.+1 J. Ostermann), Keller (38. Rote Karte) – Noël (70. Pastor Santos), Wulff.

Tore: 1:0 Stütz (36., Strafstoß), 2:0 Stütz (40., Strafstoß), 2:1 Wulff (62.).

Zuschauer: 598 in der 53acht-Arena in Edewecht-Jeddeloh II, darunter sieben Flensburger Anhänger.

Schiedsrichter: Marius Schlüwe (BSV Gleidingen/Laatzen), hatte reichlich zu tun und verteilte ordentlich Karten (siebenmal „Gelb“, einmal „Gelb-Rot“, einmal „Rot“).

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