SC Weiche Flensburg 08
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Überzeugender erster Auswärtssieg

  Spielinfo

Holstein Kiel II – SC Weiche Flensburg 08 0:2 (0:1)

Der SC Weiche Flensburg 08 hat am 9. Spieltag der Regionalliga Nord im fünften Anlauf den ersten Auswärtssieg unter Dach und Fach gebracht. Gegen die U 23 von Holstein Kiel gewann unsere Mannschaft im Citti-Fußball-Park des Nachwuchsleistungszentrums in Kiel-Projensdorf vor beachtlichen 907 Zuschauern, darunter mindestens einem Viertel Gäste-Fans, bei trockenem, anfangs sogar sonnigem Wetter verdient mit 2:0. Die Gäste boten eine überzeugende Vorstellung und waren gegenüber dem Neuling vor allem reifer und cleverer. Der Aufsteiger musste nach drei Siegen in den vorherigen Heimspielen – darunter ein saftiges 4:1 gegen den aktuellen Spitzenreiter VfL Wolfsburg II – die ersten Punktverluste vor eigenem Publikum in der vierten Liga hinnehmen. Im ersten Regionalliga-Duell der beiden Kontrahenten versuchte der ohne Zweitliga-Profis angetretene Holstein-Nachwuchs mitzuspielen, was unserer Mannschaft sicherlich entgegenkam. Selten hatte sie sich in letzter Zeit so viele hochkarätige Torchancen erarbeiten können wie an diesem Sonntagnachmittag. Nach einer derartigen Leistungssteigerung und dem fünften Liga-Auftritt ohne Niederlage in Folge kletterte der amtierende Meister vor dem Spitzenspiel am kommenden Sonnabend gegen die Wolfsburger U 23 auf Platz drei der Tabelle.

 

Trainer Daniel Jurgeleit änderte die Startelf gegenüber der Partie vor acht Tagen gegen den VfL Oldenburg (1:0) auf nur zwei Positionen. Für den leicht angeschlagenen Florian Meyer (dennoch im Kader) und Tim Wulff rutschten der etatmäßige Kapitän Christian Jürgensen nach Verletzung und Nedim Hasanbegovic in die erste Elf. In der Dreier-Abwehrkette wurde wieder zur Ausgangsformation – dem Stamm der vergangenen Saison – zurückgekehrt. So verteidigten vor Torhüter Florian Kirschke diesmal Torge Paetow (rechts), Patrick Thomsen (zentral) und Christian Jürgensen (links). Defensiv vor der Abwehr arbeiteten Nedim Hasanbegovic und Jonas Walter. Kevin Njie rückte eine Position vor und bespielte die rechte Bahn, während Ilidio Pastor Santos als Pendant auf links agierte. Die offensive Zentrale besetzte Dominic Hartmann hinter der Doppelspitze, die Nico Empen und Marvin Ibekwe bildeten. In der zweiten Halbzeit wurden Kevin Schulz für Nico Empen und Hendrik Ostermann für Jonas Walter positionsgetreu eingewechselt. Auf der Bank blieben Ersatztorhüter Raphael Straub, Joël Keller, Brian Jungjohann (spielte am Vortage schon in der Oberliga-Mannschaft), Florian Meyer und Tim Wulff. Nicht im Spieltagskader waren Jannick Ostermann und Jannik Drews, die beide am Vortage mit der Oberliga-Mannschaft gegen Heide mit 0:2 verloren hatten, sowie Gary Noël (Länderspielabstellung für Mauritius), Finn Wirlmann (Syndesmoseband), Jannis Pläschke (Außenband), Gökay Isitan (ebenfalls angeschlagen) und Benjamin Safo-Mensah.

 

Schnell wurde erkennbar, dass beide Mannschaften mit fußballerisch stilvollen Mitteln den Erfolg suchen wollten, sodass sich ein sehr ansehnliches, gutes Regionalligaspiel entwickelte. Den ersten kleineren Aufreger hatte der Gastgeber zu verzeichnen, als Weiche-Torhüter Florian Kirschke einen Kopfball von Kulikas parierte, der Absender allerdings ohnehin im Abseits gestanden hatte (7.). Auf der Gegenseite zischte Marvin Ibekwe nur hauchdünn an einer schönen Flanke von Ilidio Pastor Santos von der linken Seite vorbei, nachdem sich zuvor Nico Empen den Ball erkämpft hatte (9.). Anfangs war zum Teil richtig Feuer in der Partie. So ging es vor allem in der Luft ordentlich und körperbetont zur Sache. Und der Unparteiische Murat Yilmaz (Hamburg) hatte es nicht leicht, dabei zwischen robustem Einsatz und Foulspiel zu unterscheiden. So pfiff er die Attacke von Patrick Thomsen gegen Holsteins wuchtigen Torjäger Kulikas ab. Den folgenden Freistoß von Siedschlag lenkte Florian Kirschke über die Latte (11.). Noch einmal parierte unser Torhüter einen Schuss des Kieler Ex-Profis, diesmal flach, zum Eckstoß (18.). Auf der Gegenseite verfehlte ein Distanzschuss von Patrick Thomsen das Ziel (23.), ehe ein von Dominic Hartmann getretener Freistoß von der Mittellinie im 16-Meter-Raum des KSV die Hand von Siedschlag traf (24.). Den fälligen Strafstoß verwandelte Dominic Hartmann dann höchstselbst sicher zum 0:1 (25.).

 

Gleich im Anschluss hatte Nico Empen, geschickt von Jonas Walter, die Chance zum 0:2, doch nachdem er sich gegen Mohr behauptet hatte, fischte der aus dem Tor herausgeeilte Schlussmann Weiner den Versuch – halb Heber, halb Schlenzer – am Strafraumeck weg (26.). Es folgten zwei gute Möglichkeiten der Gastgeber. Nach einer Flanke von der linken Seite war Kulikas im Zentrum völlig frei, doch den zu drucklosen Kopfball des kräftigen Mittelstürmers angelte sich Florian Kirschke ohne Probleme (27.), und bei einem Freistoß von Niebergall von der rechten Seite, grätschte Christian Jürgensen die Kugel nur knapp am Pfosten des eigenen Tores vorbei (34.). Dann aber hätte eigentlich schon so etwas wie die Vorentscheidung fallen können. Eine Flanke von Jonas Walter von der linken Seite berechnete Torhüter Weiner falsch, Marvin Ibekwe kam am zweiten Pfosten zum Kopfball, doch ein Kieler Abwehrspieler holte die Kugel von der Linie (36.). Die Chance wurde noch getoppt, als Nedim Hasanbegovic im offensiven Mittelfeld den Ball eroberte und steil auf Marvin Ibekwe legte. Der ehemalige Hildesheimer schüttelte im Sprint drei Kieler Verteidiger problemlos ab, traf allein vor dem KSV-Schlussmann die Kugel allerdings nicht gut, sodass Weiner parieren konnte (37.). Die letzte Möglichkeit vor der Pause gehörte dann den Gastgebern, doch Voß zielte aus der zweiten Reihe flach vorbei (38.). So ging es mit der verdienten 1:0-Gästeführung in die Kabinen.

 

Gleich nach dem Seitenwechsel ließ Weiche erneut eine dicke Chance liegen. Diesmal lief der Ball auf rechts über Nedim Hasanbegovic und Marvin Ibekwe, der quer zu Nico Empen passte, der wiederum die Kugel nicht richtig traf, sodass sie deutlich links am Kasten vorbeiging (47.). Die Landeshauptstädter kamen in jeder Phase nur ansatzweise durch schnelles Umschaltspiel zu Gelegenheiten. Die beste hatte Awuku, der sich nach Solo über halblinks gegen die entblößte Weiche-Deckung zentral eine gute Position erarbeitet hatte, aber mit seinem Schuss aus 15 Metern an den Fäusten von Florian Kirschke scheiterte (51.). Deutlich mehr Gefährlichkeit strahlten da die Flensburger aus, doch der von der KSV-Abwehr kaum zu haltende Marvin Ibekwe schien der große Pechvogel zu werden. Nach einem Solo über die rechte Seite tauchte er aus spitzem Winkel vor Torhüter Weiner auf, schoss ihm den Ball jedoch in die Arme (62.). Und wenig später hatten Kevin Njie mit Steilspiel auf den eingewechselten Kevin Schulz sowie Flanke von Christian Jürgensen perfekt die Situation vorbereitet, doch der Kopfball von Marvin Ibekwe blieb harmlos (74.). Die nächste Gelegenheit veredelte aber der ehemalige Hildesheimer: Jonas Walter hatte gut 25 Meter vor dem Kasten den Ball erobert, Kevin Schulz von halblinks seinen rechts frei stehenden Nebenmann bedient, und Marvin Ibekwe schloss diesmal wuchtig zum 0:2 in die Maschen ab, wobei der Treffer nicht ganz unhaltbar schien (77.). Der gefährlichste Mann auf dem Platz hatte sich damit endlich belohnt.

 

Die Gastgeber, die zuvor gegen Lüneburg einen Heimsieg in letzter Minute errungen hatten, gaben nicht auf, warfen alles nach vorn, stellten nun von einer Vierer- auf eine Dreier-Abwehrkette um (79.) und investierten mehr in die Offensive. Doch außer der Möglichkeit von Kulikas, der auf halbrechts wieder am sehr souverän auftretenden Florian Kirschke scheiterte (84.), sprang für die von Trainer Ole Werner lautstark instruierten Kieler keine nennenswerte Aktion mehr heraus. So war unsere Mannschaft einem dritten Treffer näher als der Zweitliga-Nachwuchs dem Anschlusstor. Marvin Ibekwe hatte sichtlich Selbstbewusstsein getankt, zielte nach schöner Aktion vom linken Strafraumeck flach nur knapp rechts vorbei (79.), dann legte er von der Mittellinie den Ball herrlich Torge Paetow in den Lauf, der die Kugel nach langem Sprint kraftvoll quer durch den Strafraum jagte (88.). Und schließlich hatten Nedim Hasanbegovic mit einem Kopfballversuch am Fünfmeterraum sowie Ilidio Pastor Santos mit einem Schuss aus der zweiten Reihe, den er am Kasten vorbeisetzte, noch eine Doppelchance (90.+1). So blieb es bei einem letztlich verdienten 2:0-Auswärtssieg nach einer insgesamt überzeugenden Vorstellung.

 

Beim Gastgeber waren Niebergall und Siedschlag die auffälligsten Akteure. Gefährlichkeit strahlte speziell in der ersten Halbzeit auch Torjäger Kulikas aus. Zudem konnte der später ausgewechselte Awuku überzeugen. Bei unserer Mannschaft konnten sich erneut Torhüter Florian Kirschke sowie Nedim Hasanbegovic und der von der KSV-Abwehr kaum zu stellende Marvin Ibkewe die besten Noten verdienen. Der Ex-Hildesheimer bot seine bislang beste Leistung im Weiche-Dress, und Nedim Hasanbegovic zeigte sich giftig in der Balleroberung wie einst.

 

Am kommenden Sonnabend, 15. September 2018, ab 13.30 Uhr, geht es mit dem Heimspiel an der Bredstedter Straße gegen den VfL Wolfsburg II weiter. Der Tabellendritte empfängt den Spitzenreiter – ein echtes Topspiel! Bei diesem Duell fordert der amtierende Titelträger den Meister der Regionalliga Nord der Jahre 2014 und 2016 heraus. Auch im Vorjahr war der Nachwuchs des Bundesligisten aus der Autostadt in der Spitzengruppe, wurde am Ende Dritter. Die beiden Duelle gegen unsere Mannschaft verlor der VfL allerdings. Am 5. November 2017 gewann Weiche in Wolfsburg nach famoser Leistung durch Treffer von Christian Jürgensen (35.) und René Guder (88.) mit 2:1. Durch den 3:1-Sieg im Rückspiel am 5. Mai 2018 – die Tore besorgten Dominic Hartmann (9., Strafstoß) und René Guder (48., 56., Strafstoß) – kam Weiche dem Titelgewinn schon sehr nahe, während die Niederlage für den Wölfe-Nachwuchs das Ende alle Meisterschaftsträume bedeutete. Damals waren 1.812 begeisterte Fans im Manfred-Werner-Stadion dabei. In der Spielzeit 2016/17 hatte es zwei Remis (2:2 in Wolfsburg, 0:0 in Flensburg) und davor am 21. Mai 2016 bei der Wolfsburger Meisterfeier den letzten Erfolg des VfL II in den direkten Aufeinandertreffen (2:0) gegeben. In der aktuellen Saison liegen die Schützlinge von Trainer Rüdiger Ziehl um den Top-Torschützen Daniel Hanslik (8 Saisontore) als Spitzenreiter mit bereits 29 erzielten Treffern bestens im Rennen.

 

Weiche: Kirschke – Paetow, Thomsen, Jürgensen (Kap.) – Hasanbegovic, Walter (89. H. Ostermann) – Njie, Hartmann, Pastor Santos – Empen (66. K. Schulz), Ibekwe.

 

Tore: 0:1 Hartmann (25., Handstrafstoß), 0:2 Ibekwe (77.).

 

Zuschauer: 907, darunter sicherlich über 200 Flensburger, im Citti-Fußball-Park, Kiel-Projensdorf.

Schiedsrichter: Murat Yilmaz (FC Türkiye Wilhelmsburg/Hamburg), hatte anfangs mit der Zweikampfbewertung seine Schwierigkeiten, dann aber sehr souverän; kam mit zweimal „Gelb“ für die Gastgeber (Fleckstein, Foul an Empen, 57.; Mohr, Foul an Hartmann, 90.) in der fair geführten Partie problemlos über die Runden.

Stimmen:

Unser Torhüter Florian Kirschke zeigte sich sehr zufrieden: „Wir haben verdient gewonnen, hätten aber den Sack früher zumachen müssen.“

 

Ähnlich sah es Kevin Schulz, der Vorbereiter des zweiten Treffers: „Es war ein verdienter Sieg. Wenn wir auf so einen Gegner treffen wie hier Holstein II, der selbst auch spielen möchte und sich nicht versteckt, haben wir den Platz, um richtig gut den Ball laufen zu lassen.“

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